Freeline-Skate

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Auf- und Seitenansicht eines Freeline Skates

Der Begriff Freeline Skate steht für ein Funsport-Gerät, das eine Mischung aus einem - halbierten - Skateboard und schuhlosen Inline-Skates darstellt und mit dem in gewissem Umfang das Fahrverhalten eines Snowboards auf Asphalt nachgeahmt werden kann. Zum Fahren wird ein Paar Skates benötigt. Der Bewegungsablauf beim Fahren ist ähnlich wie beim Snakeboard.

Aufbau[Bearbeiten]

Das Skate besteht aus einer etwa 17 x 14 cm großen Platte aus Aluminiumguss, unter der zwei Inliner-Rollen hintereinander feststehend angebracht sind. Rollenhalter und Platte sind ein einziges Gussstück. Die 70-mm-Rollen verwenden ABEC 5-Lager. Die Oberseite der Platte weist weder Schuhe noch Bindungen auf, ist aber zur Erhöhung der Griffigkeit mit Griptape belegt. Der Fuß des Fahrers steht mittig auf der Platte, parallel zu ihrer Längsseite (siehe Skizze).

Ausrichtung der Füße und Laufrollen

Die beiden Skates eines Paares unterscheiden sich voneinander dadurch, dass die Rollen nicht im rechten Winkel zur Fußstellung, sondern an der Außenseite des jeweiligen Fußes leicht nach vorn ausgerichtet sind (siehe Skizze). Es gibt also ein eindeutig linkes sowie rechtes Skate.

Fahren[Bearbeiten]

Die Fortbewegung erfolgt charakteristisch in Schlangenbewegungen, da der Vortrieb nicht durch Anschieben erzeugt wird, sondern durch Vor- und Zurückverlagern des Oberkörpers in Verbindung mit Gegenbewegungen der Füße[1]. Der Oberkörper steht dabei seitwärts zur Fahrtrichtung. Mit diesem Bewegungsablauf, S-Shape genannt, kann die Geschwindigkeit eines durchschnittlich schnellen Fahrradfahrers erreicht werden, selbst Steigungen können so bewältigt werden. Auf Gefällstrecken ist in Schussfahrt auch ein höheres Tempo zu erzielen.

Boardspezifische Tricks und Sprünge sind möglich, ebenso das Befahren von Halfpipes und Rampen.

Gebremst wird durch enges Kurven oder Abspringen. Schutzvorkehrungen (Helm, Knie-, Ellbogen- und Handschutz) sind empfehlenswert.

Entwicklung[Bearbeiten]

Der Freeline Skate wurde von Ryan Farrelly entwickelt und mit Hilfe von Jason Galoob in der kalifornischen Skater-Szene eingeführt. Seit 2005 werden Freeline Skates von der Firma „Freeline Skates, Inc.“ hergestellt. Während sich das Freelinen in den Vereinigten Staaten von Amerika schon zur Trendsportart entwickelt hat, gibt es Freeline Skates erst seit kurzem in Deutschland zu kaufen. An der Deutschen Sporthochschule Köln besteht eine Arbeitsgruppe (Freeliner-AG), die den Bekanntheitsgrad des Freeline-Sports steigern will.

Quellen[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. „[...] die Füße erzeugen durch ein azyklisches zu- und voneinander Wegdrehen den seitlichen Vortrieb. Der Kraftimpuls wird durch ein Vor- und Zurückverlagern des Oberkörpers, je nach Bewegungselement, zusätzlich unterstützt.“ (Thilo Folz: Wie vom Mars. Kölner Stadt-Anzeiger)

Weblinks[Bearbeiten]