Frei.Wild

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Frei.Wild
Frei.Wild bei einem Konzert in der Schweiz (April 2008)
Frei.Wild bei einem Konzert in der Schweiz (April 2008)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Deutschrock
Gründung 2001
Website http://www.frei-wild.net/
Aktuelle Besetzung
Jochen „Zegga“ Gargitter
Christian „Föhre“ Fohrer
Philipp „Fips“ Burger
E-Gitarre
Jonas „Joy“ Notdurfter
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Hart am Wind
  DE 15 06.11.2009 (7 Wo.)
Gegengift
  DE 2 29.10.2010 (24 Wo.)
  AT 15 29.10.2010 (6 Wo.)
  CH 66 31.10.2010 (1 Wo.)
Durch Straßen, durch Dreck, ins Händemeer
  DE 5 11.11.2011 (6 Wo.)
Singles[1]
Dieses Jahr holen wir uns den Pokal
  DE 66 04.06.2010 (3 Wo.)
Allein nach vorne
  DE 66 15.10.2010 (1 Wo.)
Weil du mich nur verarscht hast
  DE 87 20.05.2011 (1 Wo.)

Frei.Wild ist eine Deutschrock-Band aus Brixen in der italienischen Provinz Südtirol. Der Name lehnt sich an das Wort „Freiwild“ an, ist aber eigentlich durch die Zusammensetzung der Adjektive „frei“ und „wild“ entstanden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Band wurde im September 2001 von Philipp Burger (Gesang, E-Gitarre) und Jonas Notdurfter (E-Gitarre) gegründet. Bald darauf stießen Schlagzeuger Christian Fohrer und Bassist Jochen Gargitter hinzu. Alle Bandmitglieder sind Fans der Böhsen Onkelz und anderer deutschsprachiger Rockbands wie Rammstein, Subway to Sally und In Extremo. Auch der Bandname ist beeinflusst durch diese Rockbands, wie Philipp Burger in einem Interview berichtete:

Wir fanden die Adjektive „Frei” und eben auch „Wild” geil und auch passend für Onkelzsound! Es sind zwei Wörter die typisch für jugendliche Einstellungen sind! Beide zusammen Frei.Wild eben! Es sollte halt ein deutscher Name sein, weil Frei.Wild ausschließlich deutsche Texte hat und auch immer haben wird!

Philipp Burger[2]

2002 erschien das erste Album Eines Tages. Im Jahr 2003 wurde das zweite Album Wo die Sonne wieder lacht auf dem belgischen Label Razorwire Records veröffentlicht. Das dritte Album Mensch oder Gott wurde für Anfang 2004 angekündigt, erschien aufgrund von Problemen beim Label jedoch erst am 30. Juli 2004. Michael Clemenz gründete am 17. April 2005 den Fanclub Frei.Wild Supporters Club, kurz auch FWSC genannt. 2006 übernahm Michael Clemenz neben dem Fanclub auch das Management der Band. 2006 wechselte Frei.Wild zum Magdeburger Label Asphalt Records, welches das Debütalbum wiederveröffentlichte. Im gleichen Jahr erschien auch Mitten ins Herz, ihr viertes Album. Es enthielt in der Erstauflage eine DVD mit drei Videos und einem Interview. Die späteren Pressungen wurden ohne DVD ausgeliefert. Im Jahr 2007 erschien die Live-DVD Von Nah und Fern, 2008 das Album Gegen alles, gegen nichts in einer Startauflage von 2000 Stück, die schon am ersten Tag vergriffen war. Am 23. Oktober 2009 erschien das Album Hart am Wind in drei CD-Versionen: als Standard-Version im Jewelcase mit 15 Songs, als Special Edition im Digipak mit 18 Songs, als eine auf 2000 Exemplare limitierte Fanbox, die neben der Special Edition-CD außerdem ein Merchandisepaket enthält, sowie als eine auf 1000 Stück limitierte Picture-Vinyl-Version. Zur Single „Das Land der Vollidioten“ wurde ein Video veröffentlicht.[3]. Am 1. Oktober erschien ihre Single Allein nach vorne, zu der es auch, wie beim Song Nicht dein Tag, ein Video gibt.

Mit dem zugehörigen Album Gegengift (Erstveröffentlichung: 15. Oktober 2010) wurde in Deutschland Platz 2 der Albumcharts erreicht. Dieser Erfolg brachte Frei.Wild ihre erste Nominierung für den von der Deutschen Phono-Akademie vergebenen Echo ein, kurioserweise in der Kategorie Gruppe Rock/Alternative (national).[4] Seit dem 20. Mai 2011 ist die 10-Jahres-Edition des Albums Gegengift erhältlich. Diese beinhaltet neben den 19 Songs des Albums fünf komplett neue Lieder und eine Neuaufnahme des Stücks Schlauer als der Rest. Auch dieses Album schaffte es wieder in die Charts (Platz 4).

[Bearbeiten] Auftritte

Frei.Wild hatten auf dem Wacken Open Air 2009 eine „Secret Show“ absolviert und bei den Wacken-Ablegern „Wacken Rocks South“ und „Wacken Rocks Seaside“ jeweils einen Auftritt. Passend zum Album „Hart am Wind“ startete Frei.Wild 2009 eine gleichnamige Nightliner-Tour mit 13 Auftritten, die ihre erste Headliner-Tour darstellte. Aufgrund des Erfolgs dieser Tour fand zudem eine Erweiterung in Form weiterer fünf Konzerte im Zeitraum zwischen Weihnachten und Silvester statt. Die „Hart am Wind“-Tour wurde im März 2010 mit zehn weiteren Konzerten fortgesetzt. Am 17. April 2010 hat die Band ein Konzert zum fünfjährigen Jubiläums des Frei.Wild Supporters-Club in der Stadthalle in Alsfeld gegeben. Im Sommer 2010 folgten Auftritte auf verschiedenen Festivals wie dem With Full Force-, Wacken Open Air-, Summerbreeze-, Viva los Tioz- und dem Ehrlich & Laut-Festival. Frei.Wild spielte 2011 zum sechsten Mal auf dem Festival G.O.N.D.. Vor dem WM-Achtelfinalspiel Deutschland gegen England spielte die Band auf dem FIFA Fan Fest vor dem Berliner Olympiastadion drei Songs vor ungefähr 500.000 Zuschauern. Vom 15. bis zum 21. Oktober erfolgte eine Gegengift-Promotour durch Deutschland mit 15 Stationen. Vom 12. bis zum 21. November 2010 ging die Band auf die „Gegengift Tour 2010“ mit drei Konzerten in Österreich und sechs in Deutschland.

Auch 2011 veranstalteten Frei.Wild im März eine „Ladies Night“ in Berlin, ein Konzert ausschließlich für Frauen. Zu den Highlights der Festivalsaison 2011 gehörten die G.O.N.D., das „Rock am Schlern“ in Kastelruth, was im Rahmen des „Kastelruther Spatzen Open-Airs“ veranstaltet wurde, ein Auftritt auf dem Rockharz Open Air als Headliner und der Auftritt auf der „Black Stage“, eine der zwei Hauptbühnen des Wacken Open Air. Seit 2009 geht die Band zwischen Weihnachten und Silvester auf die sog. „X-Mas Meetings“-Tour.

[Bearbeiten] Politik-Kontroverse

2008 geriet die Band in die Schlagzeilen, da sie am 27. September auf einer Veranstaltung der rechtspopulistischen Südtiroler Partei Die Freiheitlichen auftreten wollte, der der Sänger Philipp Burger bis zum 2. Oktober 2008 angehörte.[5] Auf Druck des Managements zog sich die Band aber von der Veranstaltung zurück und distanzierte sich. Die Zusammenarbeit mit Asphalt Records wurde dennoch von Seiten des Labels eingestellt. Zudem sang Burger vorher bei der Rechtsrock-Band Kaiserjäger.[6]

Auch einige Fans distanzierten sich von der Band. Der Frei.Wild Supporters Club hingegen startete die Kampagne „Rückhalt“ und „Frei.Wild - Jetzt erst recht“, um die Verbundenheit mit der Band zum Ausdruck zu bringen.

Darüber hinaus bekundet Sänger Philipp Burger regelmäßig seine Überzeugung, sich bewusst als Südtiroler und nicht als Italiener zu fühlen. So sagte er etwa im Dezember 2010 in einem Interview mit der „Sächsischen Zeitung“: „Wir haben nie Wert darauf gelegt, Italiener zu sein. Das hat uns die Geschichte eingebrockt. Und als deutschsprachige Südtiroler machen wir eben auch deutschsprachige Musik für deutschsprachige Fans.“[7]

2011 wandelte die Berliner Punkband Frei Schnauze das Bandlogo von Frei.Wild ab. „Wild“ war auf einem von der Band vertriebenen T-Shirt durchgestrichen und das Wort „Schnauze“ ergänzt. Zudem enthielt das T-Shirt den Slogan „Politcore statt Kommerzrock“. Die Frei.Wild GbR mahnte die Band ab, was zu Kritik an der Band in einer Reihe von Punk-Magazinen und anderen Medien führte.[6][8]

[Bearbeiten] Stil

Der Stil von Frei.Wild ist dem Deutschrock zuzuordnen. Bisher sind auf den Alben sowohl sehr rockige Stücke als auch sanfte Balladen vertreten.

[Bearbeiten] Texte

Die Texte von Frei.Wild handeln zumeist von diversen Lebens- und Alltagserfahrungen. So geht es z. B. um Freundschaft, Geld, Alkohol, Freiheit, den Umgang mit Rückschlägen und Niederlagen sowie um die Heimat. Außerdem wird eine starke Verbundenheit zu Südtirol deutlich. Die Band legt großen Wert darauf, nicht als politisch gesinnte Musikgruppe angesehen zu werden. Dazu wurde schon mehrmals in Interviews oder Konzerten Stellung bezogen.[9] Zudem distanziert sich Frei.Wild eindeutig vom Rechts- und Linksextremismus. Deutlich wird diese Haltung auch in zahlreichen Liedtexten.

[Bearbeiten] Musik

Frei.Wild spielte neben eigenen Songs zu Beginn auch Cover der Böhsen Onkelz, Toten Hosen, Dimple Minds, WIZO und einigen weiteren Bands. Musikalisch lehnen sich die Musiker ebenfalls stark an diese Bands an. Philipp Burger schrieb bis dato die meisten der Stücke.

[Bearbeiten] Diskografie

[Bearbeiten] Studioalben

[Bearbeiten] Live-Alben

  • 2011: Durch Straßen, durch Dreck, ins Händemeer (1 Live-CD + 2 DVDs; Rookies & Kings)

[Bearbeiten] DVDs

  • 2007: Von Nah und Fern (Live-DVD, New Music Distribution)
  • 2011: Gegengift (10 Jahre Jubiläumsedition) - Frei.Wild Doku (Rookies & Kings)
  • 2011: Durch Straßen, durch Dreck, ins Händemeer (Doku- & Live-DVD; Rookies & Kings)

[Bearbeiten] Singles

  • 2009: Das Land der Vollidioten (Download-Single; Rookies & Kings)
  • 2010: Sieger stehen da auf, wo Verlierer liegen bleiben (Download-Single; Rookies & Kings)
  • 2010: Dieses Jahr holen wir uns den Pokal (Single; Rookies & Kings)
  • 2010: Allein nach vorne (Single; Rookies & Kings)
  • 2011: Was wir machen (Single; Rookies & Kings; mit Serum 114)
  • 2011: Weil du mich nur verarscht hast (Single; Rookies & Kings)
  • 2011: Engel der Verdammten (Download-Single; Rookies & Kings)

[Bearbeiten] Musikvideos

  • 2003: Südtirol
  • 2006: Der Aufrechte Weg
  • 2006: Schwarz und Weiß
  • 2008: Halt Deine Schnauze
  • 2009: Das Land der Vollidioten
  • 2010: Dieses Jahr holen wir uns den Pokal
  • 2010: Rückgrat und Moral
  • 2010: Allein nach vorne (Singleclip)
  • 2010: Nicht dein Tag
  • 2011: Wahre Werte
  • 2011: Was wir machen (mit Serum 114)
  • 2011: Weil Du mich nur verarscht hast (Singleclip Neuaufnahme)
  • 2011: Wir sagen Danke für all die ganzen Jahre

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Goldene Schallplatte[11]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Chartquellen: Deutschland / Österreich / Schweiz
  2. Philipp Burger, Interview auf punkrocknews.de
  3. http://www.freiwild-supporters-club.de/thread.php?threadid=16001&sid=
  4. Frei.Wild für „Echo“ nominiert. Südtirol online, 9. März 2011, abgerufen am 16. März 2011.
  5. Pressemitteilung der Freiheitlichen gefunden am 2. Oktober 2008
  6. a b Markenrecht oder Meinungsfreiheit? "Frei.Wild" gegen "Frei Schnauze". Netz gegen Nazis, 14. Juli 2011, abgerufen am 9. November 2011.
  7. Heftig scherbelt’s aus den Bergen von Andy Dallmann, Sächsische Zeitung vom 23. Dezember 2010
  8. Frei.Wild Gbr gegen Frei Schnauze! Impact Records, 14. Juli 2011, abgerufen am 10. November 2011.
  9. [1] Dresdner Neueste Nachrichten vom 1.1.2012
  10. http://metal.de/cdreviews.php4?was=review&id=13388
  11. http://www.pressuremagazine.de/news/3233/freiwild-gold-fur-gegengift-album.html
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen