Freiberger Dom

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Dom St. Marien vom Untermarkt aus
Die Südseite des Doms

Der Dom St. Marien ist eine evangelisch-lutherische Kirche am Untermarkt im sächsischen Freiberg.

Gewölbe

Baugeschichte[Bearbeiten]

Mittelschiff und Silbermann-Orgel

Um 1180 entstand in dem noch jungen, durch Silberfunde sich schnell entwickelnden Ort Freiberg die romanische Basilika Unserer Lieben Frauen. Die Pfarrkirche erhielt mit der spätromanischen Triumphkreuzgruppe, auch Kreuzigungsgruppe genannt (um 1225), und der Goldenen Pforte (um 1230) schon frühzeitig zwei sehr bedeutende, noch heute erhaltene Kunstwerke. Im Jahr 1480 erhob Papst Sixtus IV. die Pfarrkirche zum Kollegiatstift. Jedoch schon nach nur 57 Jahren wurde das Kollegiatstift im Zuge der Reformation in Sachsen aufgelöst.

Die Kirche wurde während eines großen Stadtbrandes 1484 fast völlig zerstört. Triumphkreuzgruppe, Goldene Pforte und Teile des Chores blieben erhalten. An gleicher Stelle erfolgte der Neuaufbau des Domes St. Marien als dreischiffige spätgotische Hallenkirche.

Bemerkenswert ist das Vorhandensein von zwei nebeneinanderstehenden Kanzeln im Mittelschiff. Zum einen die freistehende, etwa aus dem Jahre 1505 stammende Tulpenkanzel von dem Meister H.W. (eine lange Zeit angenommene Identifizierung mit Hans Witten wird in jüngerer Zeit wieder in Frage gestellt) und zum anderen die Bergmannskanzel von 1638.

Architektur und Kunstgeschichte[Bearbeiten]

Goldene Pforte[Bearbeiten]

Die Goldene Pforte im Freiberger Dom ist ein spätromanisches, um 1230 geschaffenes Rundbogen-Sandsteinportal an der Südseite des Domes. Das Material ist Grillenburger Dünensandstein der Niederschönaer Schichten aus dem Tharandter Wald. Skulpturen und reich verzierte Säulen sind den Gewänden abwechselnd eingestellt. Ursprünglich wiesen sie eine reiche farbige Fassung auf.

Zum Schutz des Portals vor Umwelteinflüssen wurde 1902/03 ein Vorbau durch die Dresdner Architekten Schilling & Graebner errichtet, der die gotische Formensprache mit dem damals modernen Jugendstil verband.

Die Freiberger Goldene Pforte ist das erste vollständige deutsche Statuenportal. Das Tympanon zeigt die thronende Muttergottes mit den anbetenden Heiligen Drei Königen, einen Engel und Joseph; am Gewände stehen Statuen von alttestamentlichen Vorläufern, in den Archivolten in vier Zonen Gestalten zur Darstellung von Erlösung und Jüngstem Gericht.

Die Goldene Pforte gehört zu den Hauptwerken der deutschen Kunst im 13. Jahrhundert. Eine Kopie des Kunstwerks existiert in Boston (USA, Massachusetts) und eine weitere im Puschkin-Museum in Moskau (Russland).

Kanzeln des Domes[Bearbeiten]

Die hintere der zwei Kanzeln ist die Tulpenkanzel, die vordere die Bergmannskanzel

Bemerkenswert ist das Vorhandensein von zwei nebeneinanderstehenden Kanzeln im Mittelschiff – eine seltene Ausnahme. Zum einen die frei im Raum stehende Tulpenkanzel und zum anderen die einer konventionellen Kanzel entsprechende Bergmannskanzel von 1638.

Die Tulpenkanzel[Bearbeiten]

Tulpenkanzel

Die Tulpenkanzel ist eines der bekanntesten Kunstwerke des Domes.

Man nennt sie eine „großartige, eigenwillige Schöpfung spätgotischer Kunst“. Dieser hohe Predigtstuhl oder, wie man sehr bald sagte, diese Festtagskanzel kann dem Bildhauer Hans Witten von Köln als Höhepunkt seines Schaffens zugeordnet werden – gleichwohl wird diese Identifizierung in jüngerer Zeit wieder in Frage gestellt. Sie entstand wahrscheinlich zwischen 1505 und 1510. Die Tulpenkanzel wird weder von einer Wand noch durch Pfeiler gestützt und so scheint es, als würde dieses Meisterwerk aus Hilbersdorfer Porphyrtuff (ein rhyolitischer Tuff) wie ein Blütenkelch mit 4 Stängeln aus dem Boden wachsen. Diese Stängel sind zweimal mit Stricken an den inneren Schaft gebunden. Zwischen beiden Verschnürungen spielen singende Engelskinder. An dem Blütenkelch erscheinen die vier Kirchenväter Augustin als Bischof, Gregor als Papst, Ambrosius als Erzbischof und Hieronymos als Kardinal. Die dominierenden Figuren sind ein vornehm gekleideter Mann, am Fuße der Kanzel ruhend, von Löwen umgeben (es könnte Daniel, der Schutzpatron der Bergleute sein) und ein Knappe, der die Last der Wendeltreppe auf seinen Schultern trägt. Der Knappe sitzt auf einer Astgabel eines Baumstammes unterhalb des Treppenaufganges. Über dem Kanzelkorb schwebt ein hölzerner Schalldeckel, bekrönt von einer Madonna, die mit ihrem Kind spielt.

Der Chor und die Fürstliche Begräbniskapelle der Albertiner[Bearbeiten]

Der Chor fungierte seit 1541 als Grablege für neun sächsische Fürsten und deren Verwandte, die erst mit dem Übertritt Augusts des Starken zum katholischen Glauben endete. Seine Mutter und deren Schwester sind in der Schwesterngruft bestattet, die sich in der Allerheiligenkapelle befindet. Ursprünglich stand dieses zwischen 1703 und 1712 vom Dresdner Barockbildhauer Balthasar Permoser geschaffene Grabmal in der Lichtenburg zu Prettin, wurde jedoch 1811 nach Freiberg umgesetzt. Beachtenswert ist das von dem Lübecker Goldschmied Hans Wessel für 2800 Thaler erstellte mächtige Moritzmonument, zu Ehren Moritz von Sachsen. Er errang durch seine Dienste für den Kaiser die Kurwürde für Sachsen. Auch er liegt im Freiberger Dom begraben. Zudem wurden die wettinischen Särge, die ursprünglich in der Krypta der Dresdner Sophienkirche bestattet waren, nach der Zerstörung der Kirche 1950 ebenfalls in die Fürstengruft des Doms verbracht.

Den Boden des Chores bilden zahlreiche, kunstvoll gefertigte Messing-Grabplatten. Die Grabplatte für Herzogin Katharina stammt aus der Freiberger Gießerei des Wolfgang Hilliger, der mit weiteren Mitgliedern dieser Freiberger Gießerfamilie auch für den Guss der anderen Messingplatten vermutet wird. Die Wand ist mit einer Fülle an Epitaphen und Plastiken des Fürstenhauses geschmückt. Beeindruckend ist die Deckengestaltung aus Malerei und Plastik im Stile des italienischen Manierismus.

Den Übergang zwischen Wandgestaltung und Decke bilden 34 musizierende Engel auf dem obersten Sims der Epitapharchitektur. Untersuchungen im Zuge von Sanierungen haben ergeben, dass es sich bei den „verbauten“ Instrumenten in den Händen der Engel um echte Instrumente der Renaissance bzw. sehr gute Nachbildungen handelt. Bisher waren aus dieser Zeit keine Instrumente erhalten. Die „Fundstücke“ wurden im Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig untersucht und nachgebaut. Auch die Nachbildungen konnten aufgrund ihrer Detailtreue als Vorlage für Nachbauten dienen. So ist es nun erstmals wieder möglich, ein komplettes Orchester in einem für seine Zeit typischen Klangbild zu erleben.[1].

Im Dom sind unter anderem bestattet:

  1. Heinrich, Herzog von Sachsen (1473–1541)
  2. Katharina von Mecklenburg (1487–1561), (Gemahlin des Herzogs Heinrich von Sachsen)
  3. Sidonie von Sachsen (1518–1575), (Tochter des Herzogs Heinrich von Sachsen und Gemahlin des Herzogs Erich II. von Braunschweig-Calenberg-Göttingen)
  4. Moritz, Kurfürst von Sachsen (1521–1553)
  5. Albrecht von Sachsen (1545–1546), (Sohn des Kurfürsten Moritz von Sachsen)
  6. August, Kurfürst von Sachsen (1526–1586)
  7. Anna von Dänemark und Norwegen (1532–1585), (Gemahlin des Kurfürsten August von Sachsen)
  8. Eleonore von Sachsen (1551–1553), (Tochter des Kurfürsten August von Sachsen)
  9. Alexander von Sachsen, Administrator von Naumburg und Merseburg (1554–1565), (Sohn des Kurfürsten August von Sachsen)
  10. Magnus von Sachsen (1555–1558), (Sohn des Kurfürsten August von Sachsen)
  11. Joachim von Sachsen (*/† 1557), (Sohn des Kurfürsten August von Sachsen)
  12. Hektor von Sachsen (1558–1560), (Sohn des Kurfürsten August von Sachsen)
  13. Marie von Sachsen (1562–1566), (Tochter des Kurfürsten August von Sachsen)
  14. Amalie von Sachsen (*/† 1565), (Tochter des Kurfürsten August von Sachsen)
  15. Anna von Sachsen (1567–1613), (Tochter des Kurfürsten August von Sachsen)
  16. August von Sachsen (1569–1570), (Sohn des Kurfürsten August von Sachsen)
  17. Adolf von Sachsen (1571–1572), (Sohn des Kurfürsten August von Sachsen)
  18. Friedrich von Sachsen (1575–1577), (Sohn des Kurfürsten August von Sachsen)
  19. Christian I., Kurfürst von Sachsen (1560–1591)
  20. Sophie von Brandenburg (1568–1622), (Gemahlin des Kurfürsten Christian I. von Sachsen)
  21. Anna Sabina von Sachsen (*/† 1586), (Tochter des Kurfürsten Christian I. von Sachsen)
  22. Elisabeth von Sachsen (1588–1589), (Tochter des Kurfürsten Christian I. von Sachsen)
  23. August von Sachsen, Administrator von Naumburg (1589–1615), (Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen)
  24. Dorothea von Sachsen, Äbtissin von Quedlinburg (1591−1617), (Tochter des Kurfürsten Christian I. von Sachsen)
  25. Christian II., Kurfürst von Sachsen (1583–1611)
  26. Hedwig von Dänemark und Norwegen (1581−1641), (Gemahlin des Kurfürsten Christian II. von Sachsen)
  27. Johann Georg I., Kurfürst von Sachsen (1585–1656)
  28. Sibylla Elisabeth von Württemberg, (Gemahlin des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen)
  29. Magdalena Sibylle von Preußen, (Gemahlin des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen)
  30. Christian Albrecht von Sachsen (*/† 1612), (Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen)
  31. Heinrich von Sachsen (*/† 1622), (Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen)
  32. Johann Georg II., Kurfürst von Sachsen (1613–1680)
  33. Magdalena Sibylle von Brandenburg-Bayreuth (1612–1687), (Gemahlin des Kurfürsten Johann Georg II. von Sachsen)
  34. Sibylla Marie von Sachsen (1642–1643), (Tochter des Kurfürsten Johann Georg II. von Sachsen)
  35. Johann Georg III., Kurfürst von Sachsen (1647–1691)
  36. Anna Sophie von Dänemark und Norwegen, (Gemahlin des Kurfürsten Johann Georg III. von Sachsen)
  37. Wilhelmine Ernestine von Dänemark (Schwester der Anna Sophie von Dänemark und Norwegen und Gemahlin des Kurfürsten Karl II. von der Pfalz)
  38. Johann Georg IV., Kurfürst von Sachsen (1668–1694)
  39. Eleonore von Sachsen-Eisenach (1662–1696) (Tochter des Herzogs Johann Georg I. von Sachsen-Eisenach und Gemahlin des Kurfürsten Johann Georg IV. von Sachsen)
  40. Sophie Hedwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, (Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und Gemahlin des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz)
  41. Johann Philipp von Sachsen-Zeitz (1651−1652), (Sohn des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz und der Sophie Hedwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg)
  42. Moritz von Sachsen-Zeitz (1652−1653), (Sohn des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz und der Sophie Hedwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg)
  43. Zofia Agnieszka Radziwiłł (* 16. Mai 1618/1619 (?) in Schmolsin; † 1637 in Dresden), (Tochter des Fürsten Janusz VI. Radziwiłł, Kastellan von Vilnius und Starost von Baryssau, und der Elisabeth Sophie von Brandenburg)

Ausstattung[Bearbeiten]

Orgeln[Bearbeiten]

Hauptorgel[Bearbeiten]

Große Silbermann-Orgel

In den Jahren 1710 bis 1714 erbaute Gottfried Silbermann eine Orgel mit 44 Registern. Es war seine erste große Orgel in Deutschland und blieb das größtes Werk, das er eigenhändig schuf. Die Orgelabnahme erfolgte am 13./14. August 1714 durch den Leipziger Thomaskantor Johann Kuhnau und den Altenburger Hoforganisten Gottfried Ernst Bestel, die Einweihung am 20. August 1714. 1738 nahm der Meister kleinere Änderungen an der Disposition des Oberwerks vor. 1933 wurde die Qvintadehn 8′ erneuert. Von 1981 bis 1983 restaurierte Jehmlich unter Leitung ihres Restaurators Kristian Wegscheider die Orgel.[2] Sie verfügt über 44 Register (2674 Pfeifen), die sich auf drei Manualwerke und Pedal verteilen. Die Ton- und Registertrakturen sind mechanisch. Die Stimmtonhöhe beträgt a1= 476,3 Hz. Am Pfeifenwerk ist eine modifiziert mitteltönige Stimmung als die ursprüngliche nachweisbar, die seit 1985 in Richtung auf eine Wohltemperierung abgeschwächt wurde. Das Instrument ist eine der berühmtesten Barockorgeln und eine der am besten erhaltenen Orgeln Silbermanns.[3]

I Brustwerk CD–c3
1. Gedackt 8′
2. Prinzipal 4′
3. Rohrflöt 4′
4. Nassat 3′
5. Octava 2′
6. Tertia 13/5
7. Qvinta 11/2
8. Sufflöt 1′
9. Mixtur III
Tremulant
II Hauptwerk CD–c3
10. Bordun 16′
11. Principal 8′
12. Viola di Gamba 8′
13. Rohrflöt 8′
14. Octava 4′
15. Qvinta 3′
16. Super Octava 2′
17. Tertia 13/5
18. Cornet V (ab c1)
19. Mixtur IV
20. Zimbeln III
21. Trompet 8′
22. Clarin 4′
Tremulant
III Oberwerk CD–c3
23. Qvintadehn 16′
24. Principal 8′
25. Gedackt 8′
26. Qvintadehn 8′
27. Octava 4′
28. Spitzflöt 4′
29. Super Octava 2′
30. Flaschflöt 1′
31. Echo V (ab c1)
32. Mixtur III
33. Zimbeln II
34. Krumbhorn 8′
35. Vox humana 8′
Tremulant
Schwebung
Pedal CD–c1
36. Untersatz II 32′+16′
37. Principal Bass 16′
38. Sub Bass 16′
39. Octav Bass 8′
40. Octav Bass 4′
41. Pedal Mixtur VI
42. Posaun Bass 16′
43. Trompeten Bass 8′
44. Clarin Bass 4′

Chororgel[Bearbeiten]

Chororgel im Freiberger Dom

Ihr gegenüber befindet sich eine zweite, kleinere Orgel Gottfried Silbermanns. Das Instrument wurde 1718/1719 für St. Johannis gebaut und 1939 aufgrund der Baufälligkeit der Kirche in den Dom überführt und als Chororgel aufgestellt. Jehmlich führte 1996/1997 eine Teilrestaurierung der weitgehend erhaltenen Orgel durch.[4]

I Hauptwerk C–c3
1. Principal 8′
2. Gedackt 8′
3. Octava 4′
4. Rohrflöte 4′
5. Nasat 3′
(Fortsetzung)
6. Octava 2′
7. Qvinta 11/3
8. Sufflet 1′
9. Mixtur III
10. Cimbel II
Pedal CD–c1
11. Sub-Bass 16′
12. Posaunen-Bass 16′
13. Trompeten-Bass 8′

Glocken[Bearbeiten]

Das Geläut des Domes besteht aus sechs Glocken, von denen vier aus der Gießerei Oswald Hilliger in Freiberg stammen. Die Große Susanne zählt zu den bedeutendsten Klangkörpern dieser Zeit in Deutschland. Die zweite Glocke war ursprünglich auch ein Werk dieser Gießerei wurde aber wegen eines Sprunges von C. Albert Bierling (Dresden) 1896 umgegossen. Die kleinste Glocke ist der Ersatz für eine Vorgängerglocke von 1512 (Oswald Hilliger), die im Zweiten Weltkrieg abgeliefert wurde und vom Hamburger Glockenfriedhof nicht mehr zurückkehrte. Das heutige Geläut stellt aufgrund der Kombination von zwei Grund- mit vier Cymbelglocken ein einmaliges Ensemble in der sächsischen Glockenlandschaft dar.[5]

Nr.
 
Name
 
Gussjahr
 
Gießer, Gussort
 
Durchmesser
(mm)
Gewicht
(kg)
Nominal
(HT-1/16)
Läuteordnung
 
1 Große Susanne 1488 Oswald Hilliger, Freiberg 1902 4220 b0 +7 Hohe Feiertage (Weihnachten, Ostern, Pfingsten)
2 Lutherglocke 1896 C. Albert Bierling, Dresden 1268 1170 es1 +12 Sonntage (außerhalb der Bußzeiten), kirchliche Konzerte
3 Morgenglocke 1496 Oswald Hilliger, Freiberg 850 392 c2 +4 Mittagsläuten
4 Kinderglocke 1496 Oswald Hilliger, Freiberg 764 280 d2 −1 Abendläuten
5 Silberglocke 1496 Oswald Hilliger, Freiberg 652 196 f2 +2 Morgenläuten
6 Taufglocke 1956 Franz Schilling, Apolda 557 120 g2 ±0

Gemeindeleben[Bearbeiten]

Der Dom wird noch heute von der Gemeinde für Gottesdienste genutzt. Er kann täglich im Rahmen von kostenpflichtigen Führungen besichtigt werden.[6] Seit den 1960er Jahren unterhält die Domgemeinde Freiberg partnerschaftliche Beziehungen zur Domgemeinde in Verden/Aller.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Budde: Deutsche Romanische Skulptur 1050–1250. München 1979. Abb. 292–303.
  • Ev.-Luth. Domgemeinde St. Marien, Freiberg (Hrsg.): Der Dom zu Freiberg. PEDA-Kunstführer Nr. 359/2005, 2. Auflage, Passau 2005.
  • Hermann Hennig: Der Dom zu Freiberg. Festschrift zur Weihe nach vollendeter Renovierung. Verlag Max Löser. Freiberg 1894 (Digitalisat)
  • Eduard Heuchler: Der Dom zu Freiberg: in geschichtlicher und kunsthistorischer Beziehung. Freiberg 1862 (Digitalisat)
  • Eduard Heuchler: Die goldene Pforte am Dom zu Freiberg. Gerlach, Freiberg 1862 (Digitalisat)
  • M. Hübner (Hrsg.): Dom & Domviertel Freiberg/Sachsen. Hinstorff Verlag, 2005.
  • Christel Kandler: Die Goldene Pforte am Freiberger Dom. Dom St. Marien, Ev.-Luth. Domgemeinde, Freiberg (Sachsen) 2006.
  • Herbert Küas: Die Goldene Pforte zu Freiberg. Insel Verlag, Leipzig 1943 (Insel-Bücherei 179/3).
  • Selmar Peine: Die Goldene Pforte in Freiberg und insbesondere die Deutung ihrer Figuren. 1896 (Digitalisat)
  • Wilhelm Schlemmer: Die romanische Marienkirche und der erste Dom zu Freiberg. (Große Baudenkmäler, Heft 409). 5. Auflage, München/Berlin 1994.
  • Otto Eduard Schmidt: Das Rätsel der Tulpenkanzel im Freiberger Dom und Ulrich Rülein von Calbe. In: Mitteilungen des Landesverein Sächsischer Heimatschutz Band XV, Heft 3–4/1926, Dresden 1926. S. 131–144.
  • Rolf Toman (Hrsg.): Die Kunst der Romanik. Architektur – Skulptur – Malerei. Köln 1996. S. 317.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freiberger Dom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Musikinstrumente aus der Begräbniskapelle des Freiberger Doms. Auf der Website des Museums für Musikinstrumente der Universität Leipzig, abgerufen am 12. März 2013.
  2. freiberger-dom.de: 300 Jahre Silbermannorgel, abgerufen am 16. März 2014.
  3. Berit Drechsel: Die Gottfried-Silbermann-Orgel der Petrikirche zu Freiberg. Entstehung – Veränderung – Rekonstruktion. Sandstein, Dresden 2007, ISBN 978-3-940319-02-9.
  4. Frank-Harald Greß, Michael Lange: Die Orgeln Gottfried Silbermanns. (= Veröffentlichungen der Gesellschaft der Orgelfreunde 177). 3. Auflage. Sandstein, Dresden 2007, ISBN 978-3-930382-50-7, S. 50.
  5. Weblink: http://www.freiberger-dom.de/dom-stmarien/virtueller-rundgang/glocken.html
  6. Weblink: http://www.freiberger-dom.de/gemeindeleben.html

50.92027777777813.343333333333Koordinaten: 50° 55′ 13″ N, 13° 20′ 36″ O