Freiburg/Elbe

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Freiburg/Elbe
Freiburg/Elbe
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Freiburg/Elbe hervorgehoben
53.8241194444449.28557222222222Koordinaten: 53° 49′ N, 9° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Stade
Samtgemeinde: Nordkehdingen
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 34,11 km²
Einwohner: 1898 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21729
Vorwahl: 04779
Kfz-Kennzeichen: STD
Gemeindeschlüssel: 03 3 59 018
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 31
21729 Freiburg/Elbe
Webpräsenz: www.nordkehdingen.de
Bürgermeister: Detlef Hammann (CDU)
Lage der Gemeinde Freiburg/Elbe im Landkreis Stade
Balje Krummendeich Freiburg/Elbe Oederquart Wischhafen Drochtersen Großenwörden Engelschoff Hammah Düdenbüttel Himmelpforten Burweg Kranenburg Estorf Oldendorf Heinbockel Stade Deinste Fredenbeck Kutenholz Jork Buxtehude Apensen Beckdorf Sauensiek Ahlerstedt Brest Bargstedt Harsefeld Nottensdorf Bliedersdorf Horneburg Dollern Agathenburg Landkreis Stade Niedersachsen Landkreis Cuxhaven Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Harburg Hamburg Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Grünendeich Mittelnkirchen Neuenkirchen Guderhandviertel Steinkirchen Hollern-TwielenflethKarte
Über dieses Bild

Freiburg/Elbe (plattdeutsch Freeborg) ist ein niedersächsischer Flecken im Landkreis Stade und gehört zur Samtgemeinde Nordkehdingen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Freiburg liegt am Süd-Westufer der Elbe, etwa in Höhe des Stromkilometers 682. Innerhalb des Landkreises Stade ist der Flecken sehr weit nördlich gelegen. In der Luftlinie sind es bis Stade 27 km, nach Cuxhaven 40 km. Der nächstgelegene größere Ort Glückstadt befindet sich auf der anderen Elbseite in Schleswig-Holstein und ist mit der Elbfähre Glückstadt–Wischhafen zu erreichen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Entlang der Elbe grenzt Freiburg (durch die Elbe getrennt) an die Schleswig-Holsteinischen Gemeinden Brokdorf und Wewelsfleth. Niedersächsische Nachbargemeinden sind Wischhafen im Südosten, Oederquart im Süden und Krummendeich im Westen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Neben dem Hauptort gehören die Ortsteile Allwörden und Schöneworth zum Gemeindegebiet. Weitere Wohnplätze sind Allwördenerdeich, Esch, Kurzenende, Laak, Langenhof, Neuensteden, Rutenstein sowie Teile von Stellenfleth.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg von 1675 bis 1676 wurde das schwedische Freiburg im Bremen-Verdener Feldzug durch eine Allianz mehrerer Staaten des Heiligen Römischen Reiches und Dänemark erobert und blieb bis zum Kriegsende 1679 in alliiertem Besitz. Bremen-Verden war ein Reichsterritorium im Elbe-Weser-Dreieck. Im Zuge des Frieden von Saint-Germain im Jahre 1679 fiel Freiburg wieder an Schweden.

Der Flecken Freiburg (Elbe) war bis 1932 Kreissitz des Kreises Kehdingen, der danach in den Kreis Stade (ab 1. Januar 1939: Landkreis Stade) integriert wurde.

Religionen[Bearbeiten]

Ein Großteil der Bevölkerung ist christlichen Glaubens. Konfessionell gehören die meisten Bürger der Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers an. Die Kirche St. Wulphardi befindet sich im Zentrum der Gemeinde an der Hauptstraße.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat, der am 11. September 2011 gewählt wurde, setzt sich wie folgt zusammen:

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot eine silberne von drei Türmen überragte Mauer, die in der Mitte ein Tor aus zwei goldenen geschlossenen Flügeln hat und von zwei gekreuzten silbernen Schlüsseln mit abwärts zeigendem Bart überhöht ist. Der mittlere Turm trägt eine eckig eingefasste Dreipass-Öffnung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Der historische Kornspeicher – Heute ein Kulturzentrum
Der alte Ortskern mit Hafen

Im Zentrum selbst befinden sich nur wenige architektonische Sehenswürdigkeiten. Hierzu zählt heute an erster Stelle die St. Wulphardi-Kirche und der Hafen. An Letzterem befindet sich zudem das neue Kulturzentrum Historischer Kornspeicher, ein renoviertes Speichergebäude des ehemals hier ansässigen Landhandelunternehmens. Aus dem Umland war lange Zeit neben dem Kirchturm das inzwischen demontierte Hochsilo direkt am Hafen prägend für die Skyline des Fleckens.

Ein Bauwerk modernerer Art ist ein an der Mündung des Hafenpriels in die Elbe stehender Radarturm. Von hier aus haben Gäste eine hervorragende Sicht auf die großen die Elbe alltäglich befahrenden ozeantauglichen Containerschiffe. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hafenpriels befindet sich zudem das unter Naturschutz stehende Außendeichgelände des Ortsteils Allwörden (Naturschutzgebiet Allwördener Außendeich/Brammer Sand).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Werft in Freiburg

Freiburg kann keine größeren Wirtschaftsunternehmen aufweisen. Dementsprechend hoch ist die Zahl der Pendler in die benachbarten Wirtschaftsstandorte um Stade, Cuxhaven, Bremerhaven und Hamburg. Unter den mittelständischen Betrieben befindet sich eine traditionell arbeitende Bootswerft, die unter anderem Helgoländer Börteboote fertigt und wartet.

Verkehr[Bearbeiten]

Im Individualverkehr erreicht man Freiburg/Elbe über den sogenannten Obstmarschenweg. Er ist in diesem Bereich Teil der Deutschen Fährstraße und zweigt in der Nachbargemeinde Wischhafen von der Bundesstraße 495 in nordwestlicher Richtung ab. Die Bundesstraße stellt für Freiburg eine wichtige infrastrukturelle Verbindung in südwestlicher Richtung dar. Sie verbindet die Region Nordkehdingen mit dem nächstgelegenen Mittelzentrum Hemmoor.

Von Wischhafen aus verkehrt auch regelmäßig eine Fahrzeug- und Personenfähre nach Glückstadt. Die Verbindung nach Süden, Richtung Stade, ist nur über kleinere, landes- und kreiseigene Straßen gewährleistet. Gleiches gilt auch für die Anbindung in Richtung Cuxhaven.

Die schmalspurige Kehdinger Kreisbahn, genannt „die Klütenbahn", nach den sog. „Kehdinger Klüten“ (Suppen-Klößen!), die Freiburg (Elbe) mit Stade und Itzwörden verband, wurde bereits 1936 stillgelegt und demontiert (sie fuhr danach für längere Zeit auf der Nordsee-Insel Sylt von List nach Hörnum). Die ehemalige Strecke der Bahn in Kehdingen wird heute durch eine Buslinie von Stade aus bedient.

Hafen[Bearbeiten]

Der Freiburger Hafen

Der tideabhängige Freiburger Hafen dient in erster Linie Wassersport- und bescheidenen Fischereizwecken. Der Zugang zum Hafen erfolgt über den Freiburger Hafenpriel. Zum Küstenschutz wurde in den 1970er-Jahren ein Sperrwerk errichtet. Es grenzt den direkt am nordöstlichen Rand des Siedlungsgebietes gelegenen Hafen gegen den etwa zwei km langen Priel zur Elbe ab.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In Freiburg/Elbe befindet sich seit 1994 das Rathaus des Fleckens und der Samtgemeinde Nordkehdingen. Es ist mittlerweile im ehemaligen Amtsgericht, einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert im Ortszentrum untergebracht.

Bildung[Bearbeiten]

Haupt- und Realschule

Als zentraler Ort für Nordkehdingen befinden sich zudem mehrere Schulen im Ort. Neben einem Kindergarten sind dies eine Grundschule, die Haupt- und Realschule der Samtgemeinde und die Astrid-Lindgren-Förderschule. Die nächstgelegenen Gymnasien befinden sich in Hemmoor, Stade und Otterndorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Ortschaft[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freiburg/Elbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)