Freie Universität Berlin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Freie Universität Berlin
Logo
Motto Veritas, Iustitia, Libertas
(Deutsch: Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit)
Gründung 1948
Trägerschaft staatlich
Ort Berlin
Bundesland Berlin
Staat Deutschland
Präsident Peter-André Alt
Studenten 34.518 (ferner 4.410 Doktoranden)[1]
Mitarbeiter ~4.000 (2012), davon 2.200 wissenschaftliche Mitarbeiter[2]
davon Professoren 430 (2012), inkl. 94 Juniorprofessuren und 35 Professuren mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen[2]
Jahresetat 302,2 Mio. EUR (2012), ferner: 112 Mio. EUR verausgabte Drittmittel (2012)[2]
Website www.fu-berlin.de

Die Freie Universität Berlin (kurz: FU Berlin oder – seltener – FUB) ist eine der vier Universitäten Berlins und eine der größten Hochschulen in Deutschland. Sie wurde 1948 gegründet und hat ihren Sitz sowie den zentralen Campus in Berlin-Dahlem.

Sie gehört zu den elf deutschen Universitäten, die im Rahmen der Exzellenzinitiative in die dritte Förderlinie aufgenommen wurden. Mit der Prämierung ihres Zukunftskonzepts „International Network University“ zählt sie zu den sogenannten Eliteuniversitäten.

Geschichte[Bearbeiten]

Ausgangslage und Gründung[Bearbeiten]

Die Freie Universität Berlin wurde am 4. Dezember 1948 gegründet. Die Gründung steht in engem Zusammenhang mit dem beginnenden Ost-West-Konflikt, der durch die verschiedenen politischen Ideologien der Alliierten entstand und eine gemeinsame Nachkriegsbehandlung Deutschlands scheitern ließ.

Berliner Universität um 1900

Die Berliner Universität (ab 1949 unter dem Namen Humboldt-Universität zu Berlin) lag im sowjetischen Teil der in vier Sektoren geteilten Stadt und erhielt von der Militäradministration (SMAD) die Erlaubnis, ihren Lehrbetrieb ab 1946 wieder aufzunehmen. Die politischen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit wurden in die Hochschule hineingetragen und führten zu einer zunehmenden kommunistischen Einflussnahme auf die Universität. Dies war umstritten und erregte starke Proteste innerhalb der Studierendenschaft und von Teilen des Lehrkörpers. Eine der Reaktionen darauf war die Verhaftung mehrerer Studenten durch die sowjetische Geheimpolizei MWD im März 1947. Die Urteile des sowjetischen Militärtribunals in Berlin-Lichtenberg lauteten jeweils fünfundzwanzig Jahre Zwangsarbeit und wurden mit angeblicher Bildung einer „Untergrundbewegung an der Universität Berlin“, sowie angeblicher Spionage begründet. 18 weitere Studenten und Dozenten wurden zwischen 1945 und 1948 verhaftet oder verschleppt, viele blieben wochenlang verschwunden. Einige brachte man in die Sowjetunion und richtete sie dort hin.

Ende 1947 gab es die Forderung zur Neugründung einer freien Universität. Der Magistrat, in dem nichtkommunistische Kräfte dominierten, reagierte am 15. Januar 1948 auf die Situation an der alten Universität mit einem Beschluss und ordnete als Gegenmaßnahme die Wiedererrichtung der Deutschen Hochschule für Politik außerhalb der Berliner Universität an. Die Proteste gegen die politische Einflussnahme auf die Berliner Universität hielten an und erreichten am 23. April 1948 ihren Höhepunkt in einer Studentendemonstration, nachdem eine Woche zuvor drei Studenten ohne ordentliches Rechtsverfahren die Zulassung zum Studium entzogen wurde. Ende April ließ der amerikanische Militärgouverneur Lucius D. Clay die Errichtung einer neuen Universität im Westteil Berlins prüfen.

Das erste Hauptgebäude der FU Berlin: das ehemalige Kaiser-Wilhelm-Institut für Biologie
Erste Seite des Matrikelbuchs von 1948

Anfang Juni 1948 wurde ein studentischer Vorbereitungsausschuss für die Gründung einer freien Universität ins Leben gerufen, am 19. Juni konstituierte sich der „Vorbereitende Ausschuss zur Gründung einer freien Universität“, an dem Politiker, Professoren, Dozenten, Verwaltungsmitarbeiter und Studenten gleichermaßen beteiligt waren. In einem Manifest mit dem Titel: Aufruf zur Gründung einer freien Universität Berlin, wendete sich der Ausschuss am 23. Juni an die Öffentlichkeit mit Bitte um Unterstützung.[3]:31ff

Vor dem Hintergrund der Berliner Blockade stimmte der Magistrat von Groß-Berlin der Errichtung einer freien Universität zu und wünschte die Aufnahme des Lehrbetriebs zum Wintersemester 1948/1949, die Stadtverordnetenversammlung genehmigte die Satzung der neuen Universität am 4. November 1948. Gegen die Errichtung der Freien Universität protestierten die Studentenräte in der sowjetischen Besatzungszone, die DDR bezeichnete sie in offiziellen Dokumenten bis zum Fall der Berliner Mauer 1989 stets als sogenannte Freie Universität.

Unter dem Begriff Berliner Modell erlangte die Satzung Bekanntheitsgrad: Zum einen wurde die Freie Universität als Körperschaft des öffentlichen Rechts errichtet und mit einer starken Selbstverwaltung nicht direkt dem Staat, sondern einem Kuratorium unterstellt. Sechs Vertreter des Landes Berlin, sowie drei Vertreter der Universität gehörten dem Aufsichtsorgan damals an. Außerdem hatten auch die Studenten einen Sitz im Kuratorium, sowie in allen anderen Gremien der akademischen Selbstverwaltung. In der Satzung spiegelten sich die Erfahrungen der staatlichen Einflussnahme auf die alte Berliner Universität wider: Staatsferne und die Unabhängigkeit akademischer Lehre und Forschung sollten so gesichert werden. Mit den für die damalige Zeit außergewöhnlich starken Einflussmöglichkeiten der Studenten in den Entscheidungsgremien trug man ihrem maßgeblichen Engagement bei der Gründung einer freien Universität Rechnung. – Diese Neuerungen waren bis dahin einzigartig und wurden an keiner anderen Universität praktiziert. Die studentische Beteiligung an den Universitätsgremien wurde jedoch schrittweise bis 1951 fast völlig zurückgenommen und die Entscheidungsmuster der FU an die traditionellen Verfahrensweisen der westdeutschen Universitäten angepasst, um der FU die Anerkennung als gleichwertige Universität zu sichern.[3]:33-35,42 Erst später, vor allem in den 1970er Jahren, wurde das Berliner Modell andernorts übernommen.

Der Lehrbetrieb wurde am 15. November 1948 in Gebäuden der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Dahlem aufgenommen, zusätzlich war die Anmietung von Villen in der unmittelbaren Umgebung notwendig, um den Raumbedarf für die neuen Institute zu decken. Erst am 4. Dezember 1948 fand die eigentliche Gründungsveranstaltung im Titania-Palast statt, einem Filmtheater, das im schwer zerstörten Nachkriegs-Berlin den größten verfügbaren Saal im amerikanischen Sektor bot. Gründungsrektor wurde der Historiker Friedrich Meinecke, der schon am 10. November von der alten Berliner Universität zur FU gewechselt war.

Neben Wissenschaftlern, Studenten und Politikern, wie dem gewählten Oberbürgermeister von Berlin und Vorsitzenden des Gründungsausschusses Ernst Reuter, der amtierenden Oberbürgermeisterin Louise Schroeder und dem Kommandanten des amerikanischen Sektors Frank L. Howley, waren auch Vertreter US-amerikanischer Universitäten anwesend, so etwa die Repräsentanten der Princeton University und der Yale University, hier unter anderem der Schriftsteller Thornton Wilder.

Siegel der FU Berlin mit den Begriffen „Veritas“, „Iustitia“ und „Libertas“

Ihre Gründungsziele hat die Freie Universität Berlin auch in ihrem lateinischen Wahlspruch ausgedrückt: VeritasIustitiaLibertas, also die Werte der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Freiheit. Sie finden sich auch im bis heute verwendeten Siegel der FU Berlin wieder, das vom Kunsthistoriker und ehemaligen Rektor Edwin Redslob entworfen wurde.[4] Diese Grundwerte bestimmen bis heute das wissenschaftliche Ethos der Hochschule.[5]

Monument für die ermordeten Studenten während der Gründungsphase

Aufbau- und Rückbauphasen der Universität[Bearbeiten]

Bereits im ersten Semester nach der Gründung gab es an der FU Berlin 2140 Studenten; 1949 hatte sich diese Zahl bereits auf 4946 erhöht. Bis zum Bau der Berliner Mauer 1961 kamen viele Studenten aus dem Ostteil Berlins, viele gefördert mit einem sogenannten Währungsstipendium des Berliner Senats.

1956 führte die FU als erste deutsche Universität eine Magisterprüfungsordnung ein.

Haupteingang der "Rostlaube" (Fassade aus COR-TEN-Stahl)
Titel mit Streikbeschluss an der Technischen Universität (TU)
Talare (die Farbgebung entspricht der Zuordnung des Ordinarius zur jeweiligen Fakultät)
Eingangsbereich zum Auditorium maximum im Henry-Ford-Bau

In den späten 1960er Jahren war die Freie Universität eines der Zentren der 68er-Bewegung und der Außerparlamentarischen Opposition (APO) in Deutschland, zu der beispielsweise die FU-Studenten Rudi Dutschke und Benno Ohnesorg gehörten. Für die Universitäten ergaben die Proteste 1969 beispielsweise die Abschaffung des traditionellen Ordinariensystems, welches die alleinige Kontrolle der Universität durch die Professoren vorsah.[3]:87 An verschiedenen Instituten wurden Reformsatzungen eingeführt, z. B. am Institut für Soziologie eine Satzung mit Viertelparität.

Durch die Bildungsexpansion in den 1970er Jahren begann die Entwicklung zur Massenuniversität. 1973 wurde die seit 1967 gebaute „Rostlaube“ als Institutsgebäude für einen Großteil der Geistes- und Sozialwissenschaften eröffnet. 1978 wurden die ersten Abschnitte der „Silberlaube“ eröffnet; weitere Abschnitte wurden 1982 bezogen.

Im Wintersemester 1976/77 kam es an der FU zum so genannten Berufsverbotestreik, der unmittelbar auf alle Hoch- und Fachhochschulen im Westteil der Stadt übergriff und neben universitären Belangen (HRG) vor allem die Bedrohung einiger Dozenten durch den Radikalenerlass und die eigenen Perspektiven thematisierte. Der Streik wurde im Audimax der FU am 24. November 1976 von 4.000 Studenten beschlossen und sofort umgesetzt. Im Innenverhältnis gelang es der „Neuen Studentenbewegung“, die Vorherrschaft der maoistischen K-Gruppen und der DDR-orientierten Studentenverbände, die aus der
68er-Bewegung stammten, zu brechen. Der Streik wurde hochschulübergreifend nach dem Räteprinzip organisiert. Es wurde versucht, den regulären Lehrbetrieb zu boykottieren und durch selbst veranstaltete Seminare [„Studienkollektive“] und Arbeitsgruppen [„AG“s] zu ersetzen.

Studenten des Institut für Publizistik (IfP) gaben eine uniweite Streikzeitung heraus. Im Sommersemester 1977 wurden die Parallelstrukturen aufrechterhalten und im Wintersemester 1977/78 die Streikbewegung erneuert. Anstelle des 1969 abgeschafften AStA konstituierte sich ein USTA (Unabhängiger Studentenausschuss). Im Gegensatz zu den 68ern wurde eine allgemeine Gesprächsbereitschaft mit Politik und Universitätsführung gepflegt, doch zog sich ab 1978 ein Grossteil der aktiven Studenten aus den Universitäten zurück, um in den Stadtteilen Projektgründungen vorzunehmen und sich in den Neuen Sozialen Bewegungen zu engagieren.

Henry-Ford-Bau – zentrales Hörsaalgebäude mit Auditorium maximum (Nordseite)

Das Gelände der Pädagogischen Hochschule (PH) in Berlin-Lankwitz wurde 1980 in die FU Berlin integriert. Etwa die Hälfte der rund 5000 PH-Studenten und der Professoren wechselten an die FU. Auf dem Gelände wurden die Geologie, die Geophysik und die Paläontologie sowie die Kommunikationswissenschaften und die Zentraleinrichtung für audiovisuelle Medien (ZEAM) untergebracht.

Als zum Wintersemester 1988/89 Pläne einer unter Ausschluss auch der universitären Öffentlichkeit tagenden Strukturkommission zur Umgestaltung der FU bekannt wurden, die die Abschaffung ganzer Studiengänge und die Zusammenlegung von Instituten vorsahen, kam es zu intensiven studentischen Protesten, die in einem semesterlangen Streik gipfelten, dem UniMUT-Streik: Lehrveranstaltungen wurden verhindert und diverse Gebäude, wie die Rost- und Silberlaube, für die Dauer des Semesters besetzt. Thema war auch die studentische Mitbestimmung und schlechte Studienbedingungen. Ein länger bleibender Erfolg dieser von den Studenten so genannten B*Freiten Universität waren die durch die Studenten selbst organisierten Projekttutorien, die bis 2002 erhalten blieben.[6]

Mitte der 1980er Jahre erreichte die FU Berlin als „Massenuniversität“ erstmals eine Studierendenzahl von über 50.000 (1983: 50.298). Nach dem Mauerfall überstieg diese Zahl 60.000 und erreichte im Wintersemester 1991/92 mit 62.072 Studierenden ihren Höchststand. Damit wurde die FU (nach der Ludwig-Maximilians-Universität München) die zweitgrößte Universität Deutschlands.

Wenige Monate später beschloss der Senat von Berlin, die Studienplätze an der FU Berlin bis zum Jahr 2003 um 10.000 zu reduzieren. 1996 wurden weitere Kürzungen festgelegt. Die damit verbundenen Auswirkungen auf das Studienangebot führten im Wintersemester 1997/98 zu massiven Studentenprotesten gegen die Einsparungen im Bildungsbereich, die sich in Demonstrationen, Streiks und der Besetzung des Präsidialamtes auswirkten. Dennoch wurden Immatrikulations- und Rückmeldegebühren eingeführt. Die Studierendenzahl schrumpfte im Verlauf der Einsparungsprozesse auf 43.885 im WS 2002/03.

Bedingt durch die angespannte Haushaltslage des Landes Berlin beschloss die Landesregierung die Umstrukturierung der Hochschulmedizin. Dies führte 2003 zur Fusion der beiden medizinischen Einrichtungen von FU und der Humboldt-Universität zu einem vereinigten Fachbereich, sie bilden seitdem gemeinsam die Medizinische Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Von 2002 bis 2005 ist die Studierendenzahl um weitere 20 % zurückgegangen, die Gesamtzahl betrug im Ws 2005/06 noch 34.936. Rund die Hälfte dieses Rückgangs ist auf die Verlagerung der Humanmedizin zurückzuführen, die Studierenden werden seitdem nicht mehr in der Statistik der FU geführt.

Exzellenzinitiative[Bearbeiten]

In der ersten Runde der Exzellenzinitiative wurde die Freie Universität positiv begutachtet: Durch die Bewilligung von insgesamt neun Projekten (drei Exzellenzcluster und sechs Graduiertenschulen) schnitt die Universität als erfolgreichste Hochschule im Wettbewerb ab.[7] Das im Oktober 2007 ausgezeichnete Zukunftskonzept „International Network University“ wurde im Rahmen der zweiten Programmphase der Exzellenzinitiative in der Evaluation im Juni 2012 bestätigt, die FU Berlin zählt auch weiterhin zu den deutschen Exzellenzuniversitäten.[8][9][10] Für ihre bewilligten Projekte im Zeitraum 2007 bis 2012 erhält die Universität insgesamt 108 Millionen Euro aus den Mitteln der Exzellenzinitiative.[11]

Gliederung[Bearbeiten]

Campus-Wegweiser zu den Fachbereichen

An der Spitze der Freien Universität Berlin steht das Präsidium, das sich zusammensetzt aus dem Präsidenten, Peter-André Alt, der Ersten Vizepräsidentin, Monika Schäfer-Korting, sowie den Vizepräsidenten Michael Bongardt und Brigitta Schütt und dem Kanzler Peter Lange.

Die Freie Universität Berlin gliedert sich in zwölf Fachbereiche (FB) sowie in drei Zentralinstitute (ZI) und acht Zentraleinrichtungen (ZE).[12]

Präsidium[Bearbeiten]

Weitere Informationen gibt es in der Liste der Rektoren der Freien Universität Berlin.

Fachbereiche[Bearbeiten]

Zentralinstitute[Bearbeiten]

Botanischer Garten Berlin
(Großes Tropenhaus)

Zentraleinrichtungen[Bearbeiten]

Neben den Fachbereichen und Zentralinstituten übernehmen die sogenannten Zentraleinrichtungen (ZE) weitere wichtige – zumeist interdisziplinäre – Aufgaben: das Hochschulrechenzentrum (Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung, „ZEDAT“), ZE Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung, ZE Hochschulsport, ZE Sprachenzentrum, ZE Studienberatung und Psychologische Beratung, ZE Universitätsbibliothek, ZE Zentrum Weiterbildung und die ZE Botanischer Garten & Botanisches Museum.

Institut für Schulqualität[Bearbeiten]

Das Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg (ISQ) ist ein An-Institut der FU Berlin nach dem Landeshochschulgesetz und wird geleitet von der Pädagogik-Professorin Petra Stanat.

Collegium Musicum[Bearbeiten]

Eine gemeinsame Einrichtung von TU und FU ist das Collegium Musicum. Gegenwärtig zählt es etwa 500 Mitglieder, Studenten aller Fachrichtungen, die sich in ihrer Freizeit der Musik widmen. Das Collegium Musicum besteht aus fünf Ensembles: Großer Chor, Kammerchor, Sinfonieorchester, Kleines Sinfonisches Orchester und Bigband. Es finden regelmäßig Veranstaltungen, z. B. Semesterabschlusskonzerte statt.

Campus[Bearbeiten]

Luftbild Berlins mit dem gelb umrissenen Campusgelände (Gut erkennbar: Botanischer Garten und Universitätsklinikum)

Lage[Bearbeiten]

Die Freie Universität Berlin liegt im Südwesten Berlins, im Ortsteil Dahlem des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Der zentrale Campus konzentriert sich zum einen auf das Gelände an der Garystraße zwischen Clayallee und Thielallee. Hier stehen auch der Henry-Ford-Bau und die Universitätsbibliothek. Das zweite große Areal liegt nordöstlich davon in der Nähe des alten Dahlemer Dorfkerns, zwischen Königin-Luise-Straße und Habelschwerdter Allee, entlang der Fabeckstraße und Arnimallee. Am bekanntesten ist dort sicherlich der Gebäudekomplex der „Rost- und Silberlaube“. Im September 2005 wurde hier die nach Plänen von Norman Foster gebaute neue Philologische Bibliothek der Freien Universität Berlin (das so genannte Berlin Brain) eröffnet.

Etwa 3 km östlich davon, zwischen Hindenburgdamm, Schlosspark Lichterfelde und Teltowkanal gelegen, steht das zur medizinischen Fakultät Charité gehörige Universitätsklinikum Benjamin Franklin. Zwei kleinere Nebenstandorte befinden sich in Lankwitz an der Malteserstraße und in Düppel, südlich der Potsdamer Chaussee. Das Gelände in Lankwitz gehörte ursprünglich zur Pädagogischen Hochschule Berlin (PH Berlin), deren Fachbereiche aber 1980 in die FU, die TU und HdK (heute UdK) integriert wurden. Es beherbergt heute die Geowissenschaften und bis Wintersemester 2007/2008 das Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, das jetzt am zentralen Standort in Dahlem zu finden ist. Der Standort Düppel besteht aus dem Areal des ehemaligen Rittergutes Düppel, hier sind die veterinärmedizinischen Einrichtungen des Tierklinikums angesiedelt.

Eine Besonderheit unter den Hochschuleinrichtungen ist der Botanische Garten. Er liegt im östlichen Dahlem und nimmt zwischen Königin-Luise-Straße, Unter den Eichen und Altensteinstraße eine Fläche von mehr als 43 Hektar ein. Damit gehört er zu den größten Botanischen Gärten der Welt.

Wissenschaftsstandort vor 1948[Bearbeiten]

Hahn-Meitner-Bau: Institut für Biochemie (ehem. Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie)
Gedenktafel zur Erinnerung an die NS-Vergangenheit (am Eingang des Otto-Suhr-Instituts)

Die ursprüngliche Königliche Domäne Dahlem wurde 1901 auf Initiative des Ministerialdirektors im preußischen Kultusministerium Friedrich Althoff aufgelöst. Sein Ziel war auf ihrem Areal „die Begründung einer durch hervorragende Wissenschaftsstätten bestimmten vornehmen Kolonie – ein deutsches Oxford“. Er befürchtete, Deutschland könnte den Anschluss an wissenschaftlich aktivere Länder wie Großbritannien, Frankreich und die USA verlieren und plante, Dahlem zu einem international führenden Wissenschaftsstandort auszubauen. Wohnen und wissenschaftliches Arbeiten sollten nach dem Vorbild der britischen Universität verbunden werden.

Zunächst trugen die Ansiedlung wissenschaftlich orientierter Fachbehörden und dann der Neubau zweier Institute der Berliner Universität bei. Bis zur Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (KWG) am 11. Januar 1911 vergingen jedoch noch zehn Jahre. Sie ließ etliche repräsentative Gebäude errichten, vor allem um in ihnen naturwissenschaftliche Institute unterzubringen. Dort forschten zwölf Nobelpreisträger und namhafte Wissenschaftler, unter ihnen Adolf von Harnack, Max Planck, Fritz Haber und Carl Bosch. Die Chemiker Otto Hahn und Fritz Straßmann, sowie die Physikerin Lise Meitner entdeckten hier 1938 die Kernspaltung. Richard Willstätter erforschte die Chlorophyllstruktur und auch der Erfinder der Relativitätstheorie Albert Einstein und sein Freund Max von Laue, der Entdecker der Beugung von Röntgenstrahlen, waren hier tätig.

Die nationalsozialistische Gleichschaltung und die Durchsetzung des Arierparagraphen bedeutete für die KWG den Verlust vieler Mitarbeiter. Zudem erlangten einige der Institute nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten traurige Berühmtheit, wie das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik, an dem rassentheoretische Forschung betrieben wurde.

1948 übernahm die FU mehrere Gebäude der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Kaiser-Wilhelm-Instituten hervorgegangen war. MPG und FU sehen sich daher auch gemeinsam in der wissenschaftlichen Tradition des Standortes Dahlem.

Im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet: Henry-Ford-Bau (Einweihung 1954)

Universitätscampus nach 1948[Bearbeiten]

Blick über den südlichen Campus Dahlem zum HFB

Ursprünglich orientierte sich die Gestaltung des Kernbereichs der FU am angelsächsischen Typus des Universitätscampus. Dies war in Deutschland eine Neuheit, da bisher die Konzentration auf monumentale Hauptgebäude im Stadtzentrum dominierte. Seinen räumlichen Mittelpunkt erhielt der Campus in den 1950er Jahren mit neu errichteten Gebäudegruppen,[13] eingebettet in mehrere Grünanlagen. Nach Plänen von Gustav Müller und Franz-Heinrich Sobotka wurden die Universitätsbibliothek und der Henry-Ford-Bau (benannt nach Henry Ford II[14]) errichtet. Letzterer beherbergt das Auditorium maximum, weitere große Hörsäle, Seminarräume und den Sitzungssaal des Akademischen Senats. Daneben wurden auch die benachbarten Gründerzeitvillen, Forschungsgebäude und Institute der ehem. Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft mit einbezogen. Im südlichen Dahlem sind heute unter anderem die Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften angesiedelt, aber auch das Otto-Suhr-Institut für Politische Wissenschaft, das Osteuropa-Institut, die Pharmakologie, Biochemie, Zentrale Universitätsverwaltung und das Präsidialamt. Die beiden Letzteren nutzen das Gebäude der ehemaligen Alliierten Kommandantur als Dienstsitz.

Gebäudekomplex Rost- und Silberlaube

Mit dem Ausbau der Hochschule zur Massenuniversität mit 63.000 Studenten in den 1970er Jahren wuchs auch der Raumbedarf. Der einst klar nach außen abgegrenzte Campus wurde erheblich ausgeweitet und franste aus. Vor allem im nördlicheren Dahlem wurden neue Gebäude auf Obstanbauplantagen, unter ihnen der Gebäudekomplex der sog. „Rost- und Silberlaube“, errichtet. Dort befinden sich neben den naturwissenschaftlichen Einrichtungen wie der Chemie, Physik, Biologie, Pharmazie, Mathematik und Informatik auch die Geschichts- und Kulturwissenschaften, die Philologischen Einrichtungen, die Philosophie und Geisteswissenschaften, sowie die Erziehungswissenschaft und die Psychologie.

Obwohl die Einrichtungen der FU Berlin auf etwa 230 Gebäude – häufig ehemalige Privatvillen – verteilt sind, liegen sie dennoch überwiegend in einem relativ engen Radius von ca. 1,5 km verteilt. Seit Anfang der 1990er Jahre findet eine zunehmende Konzentration der wissenschaftlichen Einrichtungen auf FU-eigene Gebäude statt. Mittlerweile wird dadurch auch der Reduzierung der Studienplätze auf ca. finanzierte 25.000 und immatrikulierte 32.000 Rechnung getragen. Zudem erhofft sich die Universität von dem Verkauf eigener und durch den Verzicht auf angemietete kleinere Villen große Einsparungen durch ein optimiertes Gebäudemanagement. Insgesamt umfasst das Gelände der FU in Dahlem heute ca. 1,85 Millionen m².

Institut für Informatik (Westseite)

Dem Konzept eines Universitätscampus entsprechend, findet man in Dahlem weitere infrastrukturelle Einrichtungen: neben Sportanlagen auch Wohnraum für Studenten, wie etwa das universitätsnah gelegene Studentendorf Schlachtensee. Die FU Berlin gilt als Universität in grüner Lage: Vor allem Villen und Gärten, mehrere Parks, Grünanlagen, sowie die noch verbliebenen Felder und Obstanbauflächen der Domäne Dahlem prägen das Bild des Stadtteils, der im Westen an den Grunewald grenzt. Die Universität ist gut an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden: Neben mehreren Buslinien ist die westliche Berliner Innenstadt mit der U-Bahn-Linie U3, das östliche Zentrum durch die S-Bahn-Linie S1 in einer Fahrzeit von jeweils ca. 15 Minuten erreichbar.

Architektur[Bearbeiten]

Institut für Pflanzenphysiologie und Mikrobiologie

Viele der repräsentativen Gebäude der KWG stammen von Ernst von Ihne, dem Architekten des Bodemuseums und der Staatsbibliothek Unter den Linden. Sein Münchner Kollege Carl Sattler schuf 1929 ein Vortrags- und Begegnungszentrum und gleichzeitig Gästehaus für Wissenschaftler aus aller Welt, heute als Harnack-Haus bekannt. Neues Bauen bedeutete das am Breitenbachplatz gelegene und im Stile des Bauhaus 1930 errichtete damalige Reichsknappschaftshaus. Max Taut und Franz Hoffmann entschieden sich für eine Stahlskelettbauweise und eine mit Keramikplatten verkleidete Fassade, ein zu damaliger Zeit neuartiger Baustil. Heute sind in dem denkmalgeschützten Haus das Lateinamerika-Institut (LAI) und Teile der Verwaltung untergebracht.

Präsidialamt (ehemalige Alliierte Kommandantur)

Das heute als Präsidialamt genutzte Gebäude der Alliierten Kommandantur war nach dem Zweiten Weltkrieg für 45 Jahre die oberste interalliierte Regierungsbehörde für Berlin und verwaltete die vier Sektoren der Stadt unter Aufsicht des Alliierten Kontrollrats. Ursprünglich diente das Haus als Verwaltungsgebäude für den Verband der öffentlichen Feuerversicherungsanstalten und wurde 1929 von Heinrich Straumer, dem Architekten des Berliner Funkturm, erbaut.

Wichtige Architekten waren für die FU tätig: Georges Candilis, Alexis Josic, Shadrach Woods von der Architektengruppe Team 10, aber auch Hinrich Baller, Inken Baller und Norman Foster.

Wissenschaftliches und kulturelles Umfeld[Bearbeiten]

Modell des FU-Campus

Obwohl die Hochschule nicht im Stadtzentrum liegt, ist sie mit ihrem Sitz in Dahlem in ein herausragendes wissenschaftliches und kulturelles Umfeld eingebettet. Neben der Freien Universität Berlin haben hier in unmittelbarer Nachbarschaft auch mehrere Max-Planck-Institute (unter anderem MPI für Bildungsforschung, MPI für Wissenschaftsgeschichte, MPI für Molekulare Genetik, Fritz-Haber-Institut mit anorganischer Chemie, chemischer Physik, Molekülphysik, physikalischer Chemie; außerdem das Archiv der MPG), die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik sowie die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) ihr Domizil. Seit 1965 ist die 1828 gegründete, zweitälteste geographische Gesellschaft Europas, die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, in Steglitz beheimatet, im eigenen Alexander-von-Humboldt-Haus; bereits seit 1832 ist an der Podbielskiallee das Deutsche Archäologische Institut (DAI) angesiedelt. Außerdem ist Dahlem ein wichtiger Standort der Staatlichen Museen zu Berlin. Neben dem Museum Europäischer Kulturen, den bedeutenden Sammlungen außereuropäischer Kunst und Kultur der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (unter anderem Ethnologischem Museum, Museum für Asiatische Kunst), dem Geheimen Preußischen Staatsarchiv und dem Institut für Museumsforschung sind dort auch das Brücke-Museum, das AlliiertenMuseum und das Freilichtmuseum Domäne Dahlem beheimatet.

Bibliotheken[Bearbeiten]

Universitätsbibliothek
(Eingang Garystr.)
Gebäudehülle der Philologischen Bibliothek
Magazintürme der Universitätsbibliothek (Gebäuderückseite – Harnackstr.)
Bibliothek des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie (Im Sommer kann das gläserne Dach geöffnet werden.)

Medienbestand und Bibliothekssystem[Bearbeiten]

Mit einem Medienbestand von rund 8,5 Millionen Bänden, sowie 20.000 laufenden Zeitschriften ist das Bibliothekssystem der Freien Universität Berlin das größte aller deutschen Universitäten. Der Bestand dieses als wissenschaftliche Bibliothek klassifizierten Systems umfasst sämtliche an der Universität vertretenen Disziplinen und verteilt sich auf die Universitätsbibliothek (UB) an der Garystraße, mit der dort angesiedelten Lehrbuchsammlung und dem Lesesaal, sowie auf insgesamt 49 angeschlossene Fachbibliotheken.[15]

Die Institute und Einrichtungen einiger Fachbereiche verfügen jeweils über eine gemeinsame, große Fachbereichsbibliothek, die den Bestand zentral organisiert und vorhält (Wirtschaftswissenschaft; Rechtswissenschaft; Mathematik und Informatik; Chemie, Pharmazie, Biologie; Erziehungswissenschaft und Psychologie; Geowissenschaften; Veterinärmedizin). In anderen Bereichen sind die Bibliotheken dezentral an den dortigen Instituten angesiedelt (Politik- und Sozialwissenschaften; Geschichts- und Kulturwissenschaften; Philosophie und Geisteswissenschaften; Humanmedizin). Im Herbst 2005 sind auch die Medienbestände der Sprach- und Literaturwissenschaften sowie der Philosophie in der neuen Philologischen Bibliothek zusammengeführt worden. Das Gebäude von Architekt Lord Norman Foster trug bereits vor seiner Eröffnung den Beinamen „Brain“ (engl.: Gehirn) wegen der charakteristischen, rund-gewölbten Form seiner äußeren Hülle, sowie den gefalteten, in zwei Hemisphären angeordneten Gebäudeebenen im Inneren ähnelt die Architektur der Anatomie eines menschlichen Gehirns. Seit 2008 wird ein Neubau für die Zusammenlegung der naturwissenschaftlichen Fachbereichsbibliotheken und der Bibliotheken der "kleinen Fächer" angestrebt. Sie wird den bisherigen Komplex der "Rost- und Silberlaube" mit zusätzlichen 12.250m2 Nutzfläche erweitern. Baubeginn war im März 2012 mit einer geplanten Fertigstellung Ende 2014. Die Kosten für das gesamte Bauvorhaben werden auf rund 51 Millionen Euro geschätzt.[16]

Benutzungssituation[Bearbeiten]

Während die Universitätsbibliothek eine Gebrauchsbibliothek ist und ihre Bestände in der Regel ausleiht, gibt es in einigen kleineren Institutsbibliotheken nur Präsenzbestände, die (außer am Wochenende, über Nacht und in den Ferien) nur vor Ort im Lesesaal nutzbar sind. Gleiches gilt für spezielle Sammlungen, besonders seltene oder wertvolle Exemplare (z. B. Inkunabeln), die ebenfalls nicht entliehen werden. Der Bestand wird im Online-Katalog (OPAC) ab dem Erscheinungsjahr 1990 vollständig nachgewiesen, je nach Bibliotheksstandort in der Regel auch darüber hinaus – noch fehlende ältere Bestände werden fortlaufend elektronisch erfasst und nach und nach ergänzt. Katalogzettel des alten Schlagwortkataloges vor 1989 existieren als „Image-Katalog“, sie sind durch Scannen und Indizierung der Schlagwörter digitalisiert und über eine OPAC-ähnliche Internetseite auffindbar. Zeitschriften und Zeitungen sind komplett elektronisch in den OPAC eingepflegt.

Dokumentationszentrum und Spezialbibliothek[Bearbeiten]

Die UB hat den Status einer „United Nations Depository Library“: Sie dient als Spezialbibliothek und Dokumentationseinrichtung der Vereinten Nationen (UN) und ist an das weltweite Bibliothekssystem der UN unter Führung der Dag Hammarskjöld Library in New York angeschlossen. In dieser Funktion hält sie zum Beispiel alle Publikationen der UN-Generalversammlung, des UN-Sicherheitsrates, des Internationalen Gerichtshofs und anderer UN-Organe vor.

Auch für die Europäische Union (EU) ist die UB „European Documentation Centre“, also europäisches Dokumentationszentrum für Publikationen der EU. Veröffentlichungen des Europarates, der WEU und der OSZE ergänzen das Fachangebot. Der EU/UN-Bestand ist in den allgemeinen Bestand der UB integriert und durch deren Kataloge inhaltlich und formal erschlossen.

Von 1965 bis 1994 war die UB der FU als Pflichtexemplarbibliothek des Landes Berlin mit der Archivierung der regionalen Buchproduktion beauftragt. Nach der Wiedervereinigung ging diese Aufgabe an die neu aufgebaute Zentral- und Landesbibliothek Berlin über. Bereits seit 1952 überstellte die Berliner Verleger- und Buchhändlervereinigung auf freiwilliger Basis je ein Exemplar jedes im Westteil der Stadt Berlin verlegten Buches an die Freie Universität.

Forschung[Bearbeiten]

Die Freie Universität Berlin ist eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen Deutschlands und spielt in vielen wissenschaftlichen Bereichen eine bedeutende Rolle. Sie gilt durch ihr erfolgreiches Abschneiden bei der Exzellenzinitiative als sogenannte „Eliteuniversität“.

Ihren Status als eine der führenden deutschen Hochschulen mit breiter nationaler und internationaler Anerkennung belegen ferner die jährlichen Hochschulrankings, hohe Drittmittel-Einnahmen, die Vielzahl der Sonderforschungsbereiche und anderer bedeutender Forschungseinrichtungen sowie die große Zahl an wissenschaftlichen Preisträgern. Beim Drittmittel-Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft belegt die FU Berlin hinter der RWTH Aachen und der Ludwig-Maximilians-Universität München den dritten Platz und liegt damit vor Universitäten wie die Technische Universität München, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg oder der Humboldt-Universität zu Berlin.

Forschungsgebäude des Fachbereichs Physik

In den Naturwissenschaften wird in erster Linie Grundlagenforschung betrieben, die einzelnen Gebiete weisen untereinander einen hohen Vernetzungsgrad auf. Bei den Sozial-, Geistes- und Politikwissenschaften liegt ein Schwerpunkt in der wissenschaftlichen Begleitung aktueller gesellschaftlicher, politischer und kultureller Entwicklungen, sowie in der Untersuchung von Transformationsprozessen, von Internationalisierung und Globalisierung, sowie der Umweltpolitik.

Derzeit gibt es neun interdisziplinäre Zentren, an denen fächerübergreifend Forschung zu Themen wie zum Beispiel Lehr- und Lernforschung, Sprache, Historische Anthropologie, Mittelalter, Kunstwissenschaften und Ästhetik betrieben wird. Gleiches gilt auch für die drei regionalwissenschaftlichen Institute, die sich Osteuropa, Lateinamerika und Nordamerika (John-F.-Kennedy-Institut) widmen. Eine Besonderheit in der deutschen Forschungslandschaft sind auch die vielen sog. „Kleinen Fächer“, die einen hohen Spezialisierungsgrad aufweisen (siehe: Studienfächer).

Auf dem Gebiet der Politikwissenschaft zählt das Otto-Suhr-Institut zu den international bedeutendsten Forschungsinstitutionen, es ist zugleich das größte Institut seiner Art in Europa. Von ähnlicher Stellung ist auch die medizinische Fakultät Charité, ebenso wie die Geowissenschaftler der FU. Letztere fallen vor allem durch ihre Beteiligungen an Weltraummissionen, zum Beispiel zum Mars (Mars Express) und zum Saturn (Cassini-Huygens) auf.

Exzellenzinitiative[Bearbeiten]

Die Freie Universität Berlin hat in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen in allen drei Förderlinien (Graduiertenschule, Exzellenzcluster sowie Zukunftskonzept) erfolgreich abgeschnitten.

Insgesamt wurden der Hochschule drei Graduiertenschulen, zwei Exzellenzcluster sowie das langfristige Entwicklungskonzept einer internationalen Netzwerkuniversität bewilligt. Zusätzlich ist die Universität gemeinsam mit anderen Berliner Wissenschaftseinrichtungen an zwei weiteren Graduiertenschulen sowie zwei Exzellenzclustern beteiligt. Damit wurden der FU Berlin im Vergleich mit allen anderen deutschen Hochschulen die meisten Anträge genehmigt.

Sonderforschungsbereiche und DFG-Forschungszentrum[Bearbeiten]

Die Freie Universität hat derzeit die Sprecherfunktion von sechs Sonderforschungsbereichen (SFB), an acht weiteren ist sie beteiligt. Zudem ist sie in elf SFB der Charité-Universitätsmedizin Berlin eingebunden.[17] Die SFB sind langfristig (auf die Dauer von bis zu 12 Jahren) angelegte Forschungseinrichtungen, in denen Wissenschaftler im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprogramms zusammenarbeiten. Da die Finanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgt, wird von ihr zuvor in einem speziellen Verfahren die Förderungswürdigkeit des von der Hochschule beantragten Projekts geprüft, hierbei gelten strenge Kriterien. Die Sonderforschungsbereiche verteilen sich vor allem auf die Gebiete der Medizin und der Naturwissenschaften. Mit drei Sonderforschungsbereichen hat der Fachbereich Physik die meisten Sonderforschungsbereiche. Aber auch in den Geistes-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften ist die FU aktiv.

Derzeit gibt es in Deutschland fünf DFG-Forschungszentren, von denen eines in Dahlem angesiedelt ist: „DFG-Forschungszentrum 8086 – Mathematik für Schlüsseltechnologie“. Zu diesem Thema arbeiten Wissenschaftler der FU, HU, TU und des ZIB seit 2002 gemeinsam und forschen an der mathematischen Modellierung, Simulation und Optimierung realer Prozesse. Die DFG-Forschungszentren gelten als strategisches Förderinstrument der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie sollen eine Bündelung wissenschaftlicher Kompetenz auf besonders innovativen Forschungsgebieten ermöglichen und in den Hochschulen zeitlich befristete Forschungsschwerpunkte mit internationaler Sichtbarkeit bilden.

Graduiertenkollegs und Forschergruppen[Bearbeiten]

Sieben Graduiertenkollegs sind an der FU Berlin in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen angesiedelt, vier weitere werden gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin, bzw. der Universität Potsdam durchgeführt, an elf weiteren – auch internationalen – ist die FU ebenfalls beteiligt. Die Graduiertenkollegs der DFG dienen der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Doktoranden erhalten die Möglichkeit, ihre Arbeit im Rahmen eines koordinierten, von mehreren Hochschullehrenden getragenen Forschungsprogramms durchzuführen.

Zu den Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs und Forschungszentren kommen noch DFG-Forschergruppen hinzu, an der FU vor allem aus dem Bereich der Medizin. Mehrere als herausragend ausgewiesene Wissenschaftler widmen sich in mittelfristig angelegten Programmen (in der Regel bis zu sechs Jahre) einer besonderen Forschungsaufgabe. Sie arbeiten eng zusammen und haben gemeinsam das Ziel, Ergebnisse zu erreichen, die über die Einzelförderung durch die DFG hinausgehen, aber dennoch unterhalb des organisatorischen Niveaus eines Sonderforschungsbereiches bleiben.

Vorlage für das Logo der Dahlem Konferenzen: Flammarions Holzstich „Die Atmosphäre“

Dahlem-Konferenzen[Bearbeiten]

Zweimal jährlich führt die FU Berlin die Dahlem-Konferenzen durch. Dabei handelt es sich um einwöchige interdisziplinäre Zusammenkünfte, die in der Wissenschaftsgemeinschaft als international renommierte Einrichtungen gelten. Ihre Teilnehmer sind weltweit anerkannte Wissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern, in der Regel führende Vertreter des jeweiligen Faches, häufig auch Nobelpreisträger.

Die Themen müssen von aktuellem internationalen Wissenschaftsinteresse, problemorientiert und für alle beteiligten Fachrichtungen von ausreichender Relevanz sein. Bisher stammten sie überwiegend aus dem Gebiet der Medizin und der Ökologie. Als Ergebnis jeder Veranstaltung erscheint ein englischsprachiger „Dahlem Workshop Report“, ein umfangreicher Bericht, in dem die Konferenzergebnisse veröffentlicht werden. In der Wissenschaft gilt diese Publikationsreihe als Zusammenfassung des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstands zu dem betreffenden Thema, sie zeigt Forschungslücken auf und die Richtung zukünftiger Forschung an. Die Arbeitsweise gleicht weniger einer klassischen Konferenz oder Tagung, sondern ist eher nach dem Prinzip eines Workshops organisiert: In interdisziplinären Arbeitsgruppen wird der gewählte Schwerpunkt aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und intensiv diskutiert.

1974 wurden die Dahlem-Konferenzen gemeinsam von der DFG und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gegründet. Seit 1990 gehören sie zur Freien Universität Berlin. Als Vorlage für das Logo der Dahlem-Konferenzen dient ein spiegelverkehrter Ausschnitt aus dem Holzschnitt „Die Atmosphäre“. Das Bild stammt aus dem 1888 erschienenen Werk „L'atmosphère météorologie populaire“ des französischen Astronomen Camille Flammarion.

Exzellenzcluster[Bearbeiten]

Im Jahr 2003 begann die Freie Universität mit der Entwicklung einer Doppelstruktur, da Forschung auf internationalem Niveau nur interdisziplinär geleistet werden kann. Zum einen gibt es eine Fachbereichsstruktur, die unabdingbar ist für die akademischen Angelegenheiten, insbesondere die Lehre. Zum anderen bündelt eine Clusterstruktur die Forschungsschwerpunkte, die teilweise im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert werden:

  • Topoi – The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations (gemeinsamer Antrag von Freier Universität und Humboldt-Universität, bewilligt in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative),
  • Languages of Emotion (bewilligter Antrag in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative),
  • Neurocure – Towards a Better Outcome of Neurological Disorder (gemeinsamer Antrag von Freier Universität und Humboldt-Universität als Träger der Charité – Universitätsmedizin Berlin, bewilligt in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative).

Weitere Clusterbildungen entwickelt die Freie Universität in folgenden Forschungsfeldern:

  • angewandte Mathematik (MATHEON, gemeinsames DFG-Forschungszentrum der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität)
  • Bildungsforschung
  • Kultur und Medien
  • Diversity
  • Regenerative Therapien (BMBF-Zentrum der Charité – Universitätsmedizin Medizin, eine gemeinsame Einrichtung der Freien Universität und der Humboldt-Universität)[18]
  • eine "Focus Area" in der Biologie ist das neue Dahlem Centre of Plant Sciences

Leibniz-Preisträger[Bearbeiten]

Die DFG verleiht einmal pro Jahr den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis an herausragende Deutsche Wissenschaftler und würdigt damit ihre Arbeit. Der Preis ist die höchst dotierte wissenschaftliche Auszeichnung der DFG und mit jeweils 1,55 Millionen Euro Preisgeld verbunden, die projektbezogen zu verwenden sind. Bisher gibt es an der Freien Universität Berlin 14 Preisträger.

Förderpreise der Universität[Bearbeiten]

Die Universität selbst verleiht auch Förderpreise: Zum einen wird für hervorragende Leistungen zur Frauenförderung seit 1995 der Margherita-von-Brentano-Preis vergeben. Die Auszeichnung ist benannt nach der Philosophin Margherita von Brentano, die Anfang der siebziger Jahre Erste Vizepräsidentin der Freien Universität Berlin war. Mit 11.000 Euro ist der Preis die höchst dotierte Anerkennung für Frauenförderung in Deutschland, die Vergabe erfolgt durch das Präsidium auf Vorschlag des zentralen Frauenrats der Hochschule. Außerdem wird jährlich am 4. Dezember, dem Gründungstag der FU Berlin, von der Universität der Ernst-Reuter-Preis für vier herausragende Dissertationen des Vorjahres an FU-Angehörige verliehen. Diese Auszeichnung ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert und wird seit 1985 von der Ernst-Reuter-Gesellschaft, einem Verein der Förderer, Freunde und Ehemaligen, gestiftet. Bis zum Jahre 2004 wurde er 93 Mal verliehen.

Kooperationen und Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Gastgeschenke von Partneruniversitäten

Auf internationaler Ebene betreibt die Freie Universität Berlin derzeit direkte Kooperationen und Partnerschaften mit 114 Hochschulen auf allen Kontinenten. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Kooperationsvereinbarungen auf der Ebene der Fachbereiche und Institute, insgesamt sind 367 offizielle internationale Kooperationen zu verzeichnen. Damit verfügt die FU Berlin im Vergleich zu den anderen deutschen Hochschulen mit großem Abstand über die meisten internationalen Kontakte. Traditionell stark sind die Verbindungen zu Wissenschaftseinrichtungen in den USA: Unter den 32 offiziellen Partnern finden sich renommierte Universitäten, wie etwa die Columbia University, die Cornell University, die Duke University, die Johns Hopkins University, die Princeton University, die Stanford University, die University of Chicago und die Yale University. Die Stanford University verfügt sogar über einen eigenen Campus innerhalb der Freien Universität. Das Zentrum in Berlin ist in das „Overseas Studies Program“ integriert und zugleich eines von acht internationalen „overseas campuses“, also Standorten außerhalb der USA.

Darüber hinaus erfolgt neben der direkten wissenschaftlichen Zusammenarbeit der Hochschulen auf internationaler Ebene der Austausch von Forschenden und Studenten auch über den Deutschen Akademischen Austauschdienst. Im europäischen Raum kooperiert die Universität beim Studentenaustausch mit dem Sokrates-Programm sowie dem Erasmus-Programm, an dem sich über 300 Partnerhochschulen beteiligen. Hierunter befinden sich Hochschulen, wie die University of Cambridge, University of Edinburgh, University College London, University of Oxford, Universität Bologna, Scuola Normale Superiore di Pisa, École normale supérieure de Lyon, École normale supérieure in Paris, École polytechnique und Sciences Po. Gegenwärtig sind an der Universität 15 % der Studenten Ausländer. (2007)

Der Fachbereich Rechtswissenschaften hat im Oktober 2008 mit zahlreichen anderen internationalen Universitäten das in London beheimatete Center for Transnational Legal Studies gegründet, an dem auch Universitäten wie die Georgetown University, das King’s College London, die University of Toronto, die Nationaluniversität Singapur und die Universität Melbourne beteiligt sind.

In Deutschland hat die FU Berlin im Februar 2004 gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) eine strategische Partnerschaft gegründet. Beide Hochschulen haben eine Vereinbarung zur intensiven Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen der Universitätssteuerung und der akademischen Arbeit in Forschung und Lehre geschlossen. Mit dieser in Deutschland bisher einmaligen Verbindung soll den Wissenschaftsstandorten München und Berlin Rechnung getragen und im internationalen Wettbewerb der Wissenschaftsstandort Deutschland an sich gestärkt werden.

In einer Vielzahl von Organisationen und Vereinigungen ist die Freie Universität Berlin Mitglied. Zu den wichtigsten gehören die European University Association (EUA), die Deutsche Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Wissenschaftskolleg zu Berlin. Zudem ist die Freie Universität seit 1951 Mitglied der Studentischen Darlehnskasse e.V..[19]

Studium[Bearbeiten]

Einer von vielen Innenhöfen der "Silberlaube"
Henry-Ford-Bau: Eingang zum Auditorium maximum

In den 1980er Jahren wurde die Freie Universität zu einer „Massenuniversität“. Nach dem Fall der Berliner Mauer erreichte die Studentenzahl zum Wintersemester 1991/92 mit 62.072 Studenten ihren Höchststand, die FU wurde nach der Ludwig-Maximilians-Universität München zweitgrößte deutsche Universität. Inzwischen erfolgte wieder eine massive Reduzierung der Studienplätze, die Zahl der Studenten liegt im WS 2011/12 bei 28.500 (ohne Charité). Etwa 58 % der Studenten sind weiblich, 42 % männlich, der Anteil ausländischer Studenten liegt bei 19 %.[20]

Der Studienplatzabbau resultierte aus den Veränderungen in der Hochschulpolitik der Berliner Landesregierung. Die FU musste starke Einschnitte in ihrem Finanzhaushalt zu Gunsten der Humboldt-Universität zu Berlin hinnehmen, um diese nach der Deutschen Wiedervereinigung neu aufbauen zu können. Die unter anderem durch den Berliner Bankenskandal mit verursachte defizitäre Haushaltslage Berlins führte zu weiteren Kürzungen. Ferner sollte mit einer Reduzierung der Studentenzahl auch der Abbau von negativen Begleiterscheinungen einer Massenuniversität erzielt werden.

FB Wirtschaftswissenschaften (School of Business and Economics)

Studienfächer[Bearbeiten]

Die FU Berlin versteht sich als traditionelle Volluniversität und deckt mit etwa 150 Studiengängen[21] an 15 Fachbereichen ein breites Fächerspektrum ab: Analog zu ihren Fachbereichen bietet sie Studiengänge in den Geistes-, Sozial-, Natur-, Wirtschafts-, und Rechtswissenschaften, weitere im Bereich der Human- und der Veterinärmedizin an. Zwar verfügt die FU somit über ein ausdifferenziertes Fächerangebot, Ingenieurwissenschaften können in Berlin jedoch nur an der Technischen Universität und den Fachhochschulen studiert werden.

Institut für Theaterwissenschaft

Ein besonderes Merkmal der FU ist neben den klassischen Disziplinen eine Vielzahl so genannter „kleiner Fächer“ mit hohem Spezialisierungsgrad. Dazu zählen beispielsweise die Theater- und die Filmwissenschaft, die Ägyptologie, Arabistik, Byzantinistik, Judaistik, Ethnologie, Iranistik, Indologie, Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaften und in den Naturwissenschaften die Bioinformatik. Bestimmte Studienfächer wie Veterinärmedizin, Religionswissenschaft, Katholische Theologie, Turkologie, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, sowie in den Naturwissenschaften Meteorologie und Biochemie existieren in der Region Berlin-Brandenburg nur an der Freien Universität.

Schwerpunkte hat die FU auch in den Regionalwissenschaften. Die drei Zentralinstitute beschäftigen sich interdisziplinär mit Osteuropa, Lateinamerika und Nordamerika (John-F.-Kennedy-Institut). Hinzu kommen noch die Bereiche Süd-, und Ostasien (Ostasiatisches Seminar mit den Schwerpunkten Sinologie, Japanologie und Koreastudien), sowie der Orient. Außerdem gibt es noch Zentren für Frankreichstudien- und Italienstudien. Im Bereich der Sprachwissenschaften dominieren die west- und südeuropäischen Sprachen. Das Otto-Suhr-Institut (OSI) für Politikwissenschaft ist die größte Einrichtung ihrer Art in Europa mit den meisten Lehrstühlen und Studenten. Mehr als ein Drittel der Politik-Absolventen in Deutschland haben ihr Studium am OSI abgeschlossen.

Institut für Pharmazie

Durch Restrukturierungsmaßnahmen der Berliner Hochschullandschaft mussten seit Ende der 1990er Jahre einige Institute geschlossen und Studiengänge eingestellt werden, dazu zählten an der FU die Informationswissenschaft und die Musikwissenschaft. Der Abbau regionaler Parallelangebote führte zur Verlagerung der Bibliothekswissenschaft und Sportwissenschaft von der FU an die HU, im Gegenzug musste diese ihre Veterinärmedizin und die Pharmazie schließen. Medizinische Studiengänge werden an der Charité – Universitätsmedizin Berlin angeboten. Durch Fusion der medizinischen Fachbereiche von FU und HU entstand 2003 die gemeinsame Fakultät beider Universitäten unter dem Namen Charité mit mehreren großen Standorten.

Studienabschlüsse[Bearbeiten]

Seit der Einführung von Master- und Bachelorstudiengängen bietet die FU bis auf wenige Ausnahmen nur noch diese Abschlüsse an. Die letztmalige Bewerbung für alte Studiengänge wie den Magister war zum Sommersemester 2006 möglich. Als Staatsexamensstudiengänge können noch Medizin, Pharmazie, Veterinärmedizin und Zahnheilkunde an der Charité studiert werden; in Rechtswissenschaften ist die erste juristische Prüfung der Regelabschluss.[22] Zudem besitzt die FU das Promotions- und Habilitationsrecht.

Studienanfänger müssen sich mit Ausnahme der medizinischen Studiengänge für ihr gewünschtes Fach direkt bei der FU bewerben. In einigen Fächern ist eine Immatrikulation nur zum Winter- oder Sommersemester möglich. Alle Fächer der FU haben eine begrenzte Studienplatzzahl (NC), dies bedeutet, es wird jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von Neuzulassungen pro Studiengang, das heißt Studienplätzen für Studierende im ersten Semester festgelegt. Dies bedeutet, dass der Immatrikulation an der Freien Universität in jedem gewünschten Fach zumindest die fristgemäße Bewerbung vorausgesetzt ist.

Zusätzlich kann jeder Student im Sprachlabor Sprachen, mit internationalen akkredierten Sprachzertifikat (UNIcert), erlernen.

Prüfungsberatung[Bearbeiten]

1994 wurde die „obligatorische Prüfungsberatung“ eingeführt; seitdem müssen sich Studenten bei Überschreiten der Regelstudienzeit im Grund- und Hauptstudium einer Prüfungsberatung unterziehen. Gemeinsam mit einem Hochschullehrer wird der Leistungsstand erörtert. Seit 2001 ist mit der Prüfungsberatung auch eine Leistungskontrolle verbunden, die zu einem möglichst zügigen Studienabschluss führen soll. Weisen Studenten keine ausreichenden Studienleistungen nach, werden schriftliche Auflagen erteilt, die innerhalb von zwei Semestern zu erfüllen sind.[23] Ansonsten erfolgt die Wiederholung der Prüfungsberatung mit einer zweisemestrigen Nachfrist. Schließen Studenten ihr Studium dann nicht ab, erfolgt automatisch die Exmatrikulation; gleiches gilt auch bei einem Versäumnis der Beratungen. Diese Maßnahme soll die Quote der Langzeitstudenten senken. Der AStA der FU spricht daher auch von „Zwangsberatung“.[24]

Semesterbeitrag und Semesterticket[Bearbeiten]

An der FU Berlin wird derzeit ein Semesterbeitrag in Höhe von 285,83€ erhoben. Dieser setzt sich aus der Immatrikulations-/Rückmeldegebühr, dem Sozialbeitrag für das Studentenwerk Berlin und dem Beitrag zur Studierendenschaft zusammen. Außerdem ist in dem Beitrag auch ein Semesterticket enthalten, mit dem der Öffentliche Personennahverkehr im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (Tarifbereich Berlin ABC) für sechs Monate genutzt werden kann.[25] Studiengebühren werden, wie an anderen öffentlichen Hochschulen im Land Berlin, nicht erhoben.

E-Learning[Bearbeiten]

Die Lehre an der Freien Universität Berlin wird vielfältig durch moderne Technologien und Medien unterstützt und E-Learning ist zu einem festen Bestandteil der Lehre geworden. Berlins größte Universität verfolgt einen Blended-Learning-Ansatz, d.h. eine Ergänzung der Präsenzlehre durch Online-Lehrangebote und –anwendungen wie Blackboard, Blogs, Wikis und elektronische Prüfungen. Wichtigster E-Learning-Akteur an der Freien Universität Berlin ist das Center für Digitale Systeme (CeDiS). Es unterstützt und berät die Lehrenden bei der Umsetzung von E-Learning-Angeboten und stellt die digitalen Technologien bereit. Darüber hinaus engagiert sich CeDiS bei der Entwicklung neuer Lehr- und Lernszenarien für die Hochschullehre.[26] Durch die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Initiative „SUPPORT – Qualitätspakt für die Lehre“ der Freien Universität Berlin können zahlreiche E-Learning-Projekte weiterentwickelt oder neu konzipiert werden.[27] Besonderes Augenmerk liegt auf Blended-Learning-Konzepten in Master- oder Weiterbildungsstudiengängen, auf der Verbreitung mediengestützter, kollaborativer Lehr- und Lernformate (E-Learning 2.0) und auf dem Ausbau von Audio- und Videoanwendungen in der Lehre.

Mit der FU Berlin verbundene Personen[Bearbeiten]

Die nationale und internationale Bedeutung der Freien Universität Berlin veranschaulichen zahlreiche namhafte Professoren, Wissenschaftler, bekannte Alumni und weitere berühmte, mit der Hochschule verbundene Personen.

Rankings[Bearbeiten]

Im Ranking der britischen Zeitung The Times von 2009 der insgesamt 200 besten Universitäten der Welt belegt die FU Berlin weltweit Platz 94 und konnte sich damit gegenüber 2005 um 78 Plätze verbessern. Damit liegt sie in Deutschland insgesamt auf Platz drei.[28] Im Ranking der Times im Jahre 2013 im Bereich Top universities by reputation belegt die FU Berlin den Platz 91–100 und liegt in Deutschland damit auf Platz 4.[29]

Im Bereich der weltweit 100 besten Universitäten für Kunst und Geisteswissenschaften („Top 100 Universities for Arts and Humanities“) erlangt die FU-Berlin in dem Ranking der Times 2008 weltweit Platz 24 und ist damit Deutschlands beste Universität für Geisteswissenschaften. Die FU liegt mit dem Ergebnis europaweit auf Platz drei, hinter Oxford und Cambridge, den besten Universitäten für Geisteswissenschaften.[30]

Im Top 100 QS World University Ranking belegte die FU Berlin im Bereich Rechtswissenschaft weltweit den 41. Platz und liegt damit europaweit auf Platz zwölf und in Deutschland auf Platz zwei.[31]

Im World University Ranking 2013/14 der Times Higher Education erreichte die Freie Universität Platz 86 und ist in Deutschland auf Platz vier.[32]

Im QS-Ranking 2013 wird die FU Berlin als beste deutsche Universität in den Fächern Geschichte, Linguistik und Kommunikationswissenschaften geführt und schaffte es damit weltweit auf den Plätzen 14 (Geschichte), 41 (Linguistik) und 48 (Kommunikationswissenschaften). Das Ranking listet die FU Berlin in den Fächern Psychologie, Englische Sprache, Literatur, Erziehungswissenschaft, Geowissenschaften und Meereskunde, Chemie, Informatik und Philosophie ebenfalls zu den besten Universitäten in Deutschland.[33]

Sonstiges[Bearbeiten]

Wetterstation des Meteorologischen Instituts

Namensvergabe von meteorologischen Druckgebilden[Bearbeiten]

Die Namen für die Tief- und Hochdruckgebiete, die das Wetter in Europa beeinflussen, werden seit 1954 vom Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin vergeben. Die FU ist neben dem Wetterdienst der USA weltweit die einzige Institution, welche Namen für Druckgebilde vergibt. Seit 1998 erfolgt die Namensvergabe in jährlich wechselndem Turnus: In geraden Jahren erhalten die Tiefdruckgebiete weibliche und die Hochdruckgebiete männliche Vornamen, in ungeraden Jahren ist dies umgekehrt.

Das Meteorologische Institut hat Ende 2002 die „Aktion Wetterpate“ ins Leben gerufen. Über das Internet kann man eine Patenschaft für meteorologische Druckgebilde übernehmen. Der Pate kann dann den Namen bestimmen, auf den das Tief oder Hoch von der Universität getauft werden soll und erhält ausführliches Material wie Wetterkarten, Urkunden und die „Lebensgeschichte“ des Druckgebildes. Das Geld kommt der studentischen Wetterbeobachtung am Institut auf dem Fichtenberg zugute.[34]

Roboterfußball[Bearbeiten]

Die FU-Fighters, von Wissenschaftlern und Studenten des Instituts für Informatik entwickelte Fußball spielende Roboter, wurden 2004 und 2005 Weltmeister in der Smallsize-Liga des RoboCup. Bereits in den Wettkämpfen der Jahre 1999, 2000 und 2003 konnte das Team den Titel des Vize-Weltmeisters erringen und auch beim RoboCup German Open 2005 wurde die Mannschaft Sieger. Roboterfußball ist die Umsetzung des bekannten Mannschaftsspiels Fußball für mobile Roboter auf der Basis künstlicher Intelligenz.

Seit 2006 werden die FUmanoids, humanoide Fußball-Roboter entwickelt, die in der Humanoid-Kidsize-Liga antreten. Diese haben beim RoboCup 2009 und 2010 jeweils den Titel des Vize-Weltmeisters errungen. Ferner haben sie 2010 die Technical-Challenge gewonnen.

Kinderuni[Bearbeiten]

Die FU veranstaltet jährlich im Sommer eine sogenannte „Kinderuni“. Schüler der zweiten bis sechsten Klasse können dabei an speziell für sie konzipierten Veranstaltungen („Mit-mach-Kurse“) teilnehmen. Dort bringen Hochschullehrende den Kindern in Workshops und Vorlesungen vor allem naturwissenschaftliche Themen verständlich näher und beantworten ihre Fragen. Die Universität arbeitet dabei mit den Schulen und der Wirtschaft zusammen.[35]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rotraud Ahrens, Ursula August, Bettina Meißner (u. a.): Villen, Rost- und Silberlauben. Baugeschichtliche Spaziergänge über den Campus der Freien Universität. Berlin 1993, ISBN 3-930208-01-6
  • Bauwelt 34/2005. (2. Sept. 2005, 96. Jahrg.) Sonderdruck für die Freie Universität Berlin, Bauverlag, Gütersloh 2005,ISSN 0005-6855
  • Markus Heintzen, Lutz Kruschwitz: Die Freie Universität Berlin als Stiftungsuniversität (= Abhandlungen zu Bildungsforschung und Bildungsrecht; ABB 11). Verlag Duncker & Humblot, Berlin 2002, ISBN 3-428-10874-4
  • Klaus Heinrich: Erinnerungen an das Problem einer freien Universität (1967). In: der gesellschaft ein bewusstsein ihrer selbst zu geben. Reden und kleinere Schriften 2. Basel/Frankfurt am Main: Stroemfeld/Roter Stern 1998, S. 9–29. ISBN 3-87877-612-8
  • Jessica Hoffmann, Helena Seidel, Nils Baratella: Geschichte der Freien Universität Berlin. Ereignisse – Orte – Personen. Frank & Timme, Berlin 2008, ISBN 978-3-86596-205-8
  • Karol Kubicki, Siegward Lönnendonker (Hrsg.): 50 Jahre Freie Universität Berlin – aus der Sicht von Zeitzeugen (1948–1998), Berlin: (Zentrale Universitätsdruckerei) 2002. ISBN 3-929532-60-3
  • Karol Kubicki/Siegward Lönnendonker (Hrsg.), Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte der Freien Universität Berlin:
    • Bd. 1: Die Freie Universität Berlin 1948-2007 - Von der Gründung bis zum Exzellenzwettbewerb, 258 S. (im Anhang: ein Beitrag über die linken Gruppierungen ein- schließlich Kurzcharakterisierungen der K-Gruppen, eine Dokumentation der Störungen von Lehrveranstaltungen an der Freien Univer-sität in der Zeit vom WS 1969/70 bis zum WS 1970/71 sowie der Wortlaut der Erprobungsklausel, der Bund-Länder-Vereinbarung »Exzellenzwettbewerb« und eine Liste der Partnerschaften und Kooperationen bis 2006), Göttingen 2009, ISBN 978-3-89971-474-6.
    • Bd. 2: Die Geschichtswissenschaften an der Freien Universität Berlin, 220 S. (mit Beiträgen von Ernst Baltrusch, Dietrich Kurze/Knut Schulz, Henning Köhler, Wolfram Fischer und Jürgen Kocka), Göttingen 2009, ISBN 978-3-89971-475-3.
    • Bd. 3: Die Naturwissenschaften an der Freien Universität Berlin, 178 S. (mit Beiträgen von Karl Peter Grotemeyer/Martin Aigner, Gerhard Berendt, Helmut Gabriel/Eckart Matthias, Helmut Baumgärtel, Volker Jacobshagen/Jürgen Fischer/Walter Franke/Peter Giese/Helmut Keupp/Karl Lenz/Michael Schaale/Werner Wehry, Karl-Heinz Frömming, Claus Schnarrenberger/Ekkehard Höxtermann und H. Walter Lack), Göttingen 2010, ISBN 978-3-89971-476-0.
    • Bd. 4: Die Kultur- und Ethno-Wissenschaften an der Freien Universität Berlin, 207 S. (mit Beiträgen von Egon Renner, Johannes Renger, Rainer Voigt, Detlef Foljanty, Mechthild Leutner, Siegfried Baske, Hans-Joachim Torke; Heinz Ickstadt und Reinhard Liehr), Göttingen 2011, ISBN 978-3-89971-856-0.
    • Bd. 5: Religionswissenschaft, Judaistik, Islamwissenschaft und Neuere Philologien an der Freien Universität Berlin, 205 S. (mit Beiträgen von Klaus Heinrich, Monika Daumenlang/Anja Middelbeck-Varwick, Friedrich-Wilhelm Marquardt, Peter Schäfer/Klaus Herrmann, Gottfried Müller, Hartmut Eggert, Eberhard Lämmert, Hans-Dieter Gelfert und Michael Kaehne †) Göttingen 2012, ISBN 978-3-89971-954-3.
    • Bd. 6: Gesellschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin – Erziehungswissenschaft, Psychologie, Hochschuldidaktik, Politikwissenschaft, Forschungsverbund SED-Staat, Kommunikationswissenschaften, Soziologie und Tourismus, 301 S. (mit Beiträgen von Harald Scholtz †, Michael-Sören Schuppan, Wolfgang Schönpflug/Horst-Peter Brauns, Brigitte Berendt, Gerhard Göhler, Hubertus Buchstein, Tilman Fichter, Siegward Lönnendonker, Klaus Schroeder, Gernot Wersig †/Ulrich Neveling, Heiner Ganßmann und Günther Haedrich und Kristiane Klemm), Göttingen 2013, ISBN 978-3-8471-0141-3.
  • Siegward Lönnendonker: Freie Universität Berlin 1948–1988. Eine deutsche Hochschule im Zeitgeschehen. Berlin: Wissenschaftlicher Verlag Spiess 1988. ISBN 3-89166-921-6
  • Siegward Lönnendonker, Tilman Fichter unter Mitarbeit von Claus Rietzschel: Freie Universität Berlin 1948–1973 – Hochschule im Umbruch (Zeittafeln und Dokumente, im Auftrage des Präsidenten zum 25-jährigen Bestehen der FU)
    • Teil I 1945–1949 „Gegengründung wozu?“, Berlin: 1973 (71 Seiten DIN A4 in 9° und 10°)
    • Teil II 1949–1957 „Konsolidierung um jeden Preis“, Berlin: 1974 (152 S.)
    • Teil III 1958–1964 „Auf dem Weg in den Dissens“, Berlin: 1974 (200 S.)
    • Teil IV 1964–1967 „Die Krise“, Berlin: 1975 (479 S.)
    • Teil V 1967–1969 „Gewalt und Gegengewalt“, Berlin: 1983 (455 S.)zusammen mit Jochen Staadt
    • Teil VI 1969–1973 „Die oktroyierte Reform“ Berlin: 1990. 457 S. Autoren: Peter Jahn, Annemarie Kleinert, Jochen Staadt
  • Siegward Lönnendonker: Freie Universität Berlin – Gründung einer politischen Universität. Berlin: Verlag Duncker & Humblot 1988. ISBN 3-428-06490-9
  • Dieter Meichsner: Die Studenten von Berlin. Frankfurt am Main: Schöffling-Verlag 2003. ISBN 3-89561-146-8
  • Uwe Prell, Lothar Wilker: Die Freie Universität Berlin 1948 – 1968 – 1988: Ansichten und Einsichten. Berlin: BWV – Berliner Wissenschafts-Verlag 1988. ISBN 3-87061-353-X
  • Uwe Schlicht: Freie Universität Berlin. Berlin: Nicolaische Verlagsbuchhandlung 1998. ISBN 3-87584-719-9
  • Präsidium der Freien Universität Berlin (Hrsg.): Zukunft von Anfang an. Eine Ausstellung zur Geschichte und zum Profil der Freien Universität Berlin. Begleitband. Berlin: dahlem university press 2004. ISBN 3-934504-15-9
  • Präsidium der Freien Universität Berlin (Hrsg.): Wissenschaft in Dahlem. Ein Spaziergang durch die Forschungslandschaft. Freie Universität Berlin im Einsteinjahr 2005. Berlin: dahlem university press 2005. ISBN 3-934504-17-5
  • James F. Tent: Freie Universität Berlin 1948–1988. Eine deutsche Hochschule im Zeitgeschehen. Berlin: Colloquium Verlag. Berlin 1988. ISBN 3-7678-0744-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freie Universität Berlin – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gesamtstatistik: [1], abgerufen am 10. Dezember 2013
  2. a b c fu-berlin.de: Zahlen und Fakten, abgerufen am 10. Dezember 2013.
  3. a b c Karol Kubicki, Siegward Lönnendonker: Die Freie Universität Berlin 1948–2007. Von der Gründung bis zum Exzellenzwettbewerb. Vandenhoeck und Ruprecht V&R unipress, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89971-474-6
  4. Edwin Redslob. fu-berlin.de. 14. Januar 2011. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  5. Veritas, Iustitia, Libertas. fu-berlin.de. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  6. Falco Weber: „Wir haben diese Universität besetzt!“: Der große Streik 1988/89. Bericht eines Zeitzeugen. In: Jessica Hoffmann, Helena Seidel, Nils Baratella (Hrsg.): Geschichte der Freien Universität. Ereignisse - Ort - Personen., Frank & Timme, Berlin 2008, ISBN 978-3-86596-205-8
  7. Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. dfg.de. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  8. Entscheidungen in der zweiten Programmphase der Exzellenzinitiative. Gemeinsame Pressemitteilung von Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und Wissenschaftsrat (WR) vom 15. Juni 2012, Abgerufen am 17. Juni 2012.
  9. Bundesministerium für Bildung und Forschung: Exzellenzinitiative für Spitzenforschung an Hochschulen: Die Gewinner stehen fest. Abgerufen am 17. Juni 2012.
  10. Berlin hat jetzt zwei Elite-Unis. Abgerufen am 17. Juni 2012.
  11. Exzellenzinitiative. fu-berlin.de. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  12. fu-berlin.de: Fachbereiche und Zentralinstitute, abgerufen am 5. August 2012.
  13. Kleine Chronik der FU Berlin: 1949-1960, abgerufen am 5. August 2012.
  14. www.fu-berlin.de: Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin, abgerufen am 5. August 2012.
  15. Vergleiche: Freie Universität Berlin: Universitätsbibliothek. Stand: 2009
  16. Freie Universität Berlin, Zusammenführung der Kleinen Fächer im 3. BA Obstbaugelände und Neubau Naturwissenschaftliche Bibliothek
  17. http://www.fu-berlin.de/forschung/profil/verbund/sfb/index.html Stand: Wintersemester 2011/2012, abgerufen am 4. September 2011.
  18. Freie Universität Berlin: Internationale Netzwerkuniversität.Herausgegeben vom Präsidium der Freien Universität Berlin, 2008
  19. Die Mitglieder der Studentischen Darlehnskasse e. V
  20. statistik Berlin Brandenburg: Studierende und Studienanfänger im Wintersemester in Berlin nach Hochschularten und Hochschulen WS 2011/12 (PDF; 13 kB), abgerufen am 8. August 2012.
  21. fu-berlin.de: Profil der Freien Universität Berlin, abgerufen am 5. August 2012.
  22. fu-berlin.de: Grundständiges Studienangebot, abgerufen am 5. August 2012.
  23. FAQ zum Prüfungsberatungssystem der FU, abgerufen am 8. August 2012.
  24. Neue Tipps in Sachen Zwangsberatung. Auf den Seiten des AStA der FU vom 23. März 2008, abgerufen am 8. August 2012.
  25. Gebühren und Beiträge (Wintersemester 2012/2013). fu-berlin.de. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  26. http://www.cedis.fu-berlin.de/index.html
  27. http://www.fu-berlin.de/sites/qualitaetspakt/
  28. Top 200 World Universities. In: Times Higher Education. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  29. Top 100 Times Higher Education World Reputation Ranking. In: Times Higher Education. Abgerufen am 31. März 2013.
  30. The Times: Top 100 Universities for Arts and Humanities (Version vom 27. Februar 2009 im Internet Archive).
  31. Top 100 QS World University Rankings for law 2011, abgerufen am 31. März 2013.
  32. World University Rankings 2013–2014. In: timeshighereducation.co.uk, abgerufen am 1. November 2013.
  33. QS-Ranking 2013, abgerufen am 12. Mai 2013.
  34. Aktion Wetterpate der FU Berlin
  35. fu-berlin.de: KinderUni der Freien Universität Berlin. Stand: 8. Dezember 2008
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 3. Juni 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.

52.45305555555613.290555555556Koordinaten: 52° 27′ 11″ N, 13° 17′ 26″ O