Freimersheim (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Freimersheim (Pfalz)
Freimersheim (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Freimersheim (Pfalz) hervorgehoben
49.2711111111118.2263888888889131Koordinaten: 49° 16′ N, 8° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 131 m ü. NHN
Fläche: 5,37 km²
Einwohner: 945 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67482
Vorwahl: 06347
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 027
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Webpräsenz: www.freimersheim.de
Ortsbürgermeister: Daniel Salm
Lage der Ortsgemeinde Freimersheim (Pfalz) im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild

Freimersheim (Pfalz) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt acht Kilometer südöstlich von Edenkoben. Zu Freimersheim gehören auch die Wohnplätze Freimersheimermühle, Kaltenbacherhof und Salmhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Freimersheim wurde 771 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1423 wurde der Ort, der bis dahin reichseigen war, dem Junker Hans von Weingarten übertragen. 1685 stirbt die Familie von Weingarten aus, der letzte Spross ist in der Freimersheimer Kirche im Chor begraben, und das Gut der Familie wird an das Domstift Speyer verkauft.

Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde Freimersheim vollkommen zerstört und von seinen Bewohnern zeitweise verlassen. Durch den Frieden von Lunéville 1801 ging das Dorf an die Französische Republik über. Freimersheim wurde Teil des französischen Departements Donnersberg und war Mairie Böbingen im Kanton Edenkoben zugeordnet. Infolge des Wiener Kongress (1815) kam Freimersheim zunächst an Österreich und 1816 aufgrund eines Tauschvertrages an das Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Freimersheim dem Landkommissariat Landau im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Landau zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Landau hervorging. Nach beiden Weltkriegen war das Dorf französisches Besatzungsgebiet. Seit 1978 gehört die Gemeinde zum Landkreis Südliche Weinstraße.

1998 wurde Freimersheim Kreissieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden.

Religion[Bearbeiten]

  • 2013 waren 52,3 Prozent der Einwohner evangelisch und 17,1 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]
  • Die örtliche katholische Kirche St. Fronleichnam ist eine Filialkirche der Pfarrkirche St. Sebastian Böbingen (Pfalz).[4].

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Freimersheim (Pfalz) besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Silber aus begrastem grünem Boden wachsend drei dreiblätterige grüne Kleeblattstengel, von denen der rechte und der linke nach außen zur Seite gebogen sind“.

Es wurde 1954 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1769.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Am zweiten Sonntag nach Fronleichnam findet in Freimersheim von Samstag bis Dienstag die Kerwe statt, alljährlich im Juli lädt Freimersheim zum Weinfest ein.

Vereine[Bearbeiten]

In Freimersheim gibt es neben einem Sportverein (FSV Freimersheim) auch den Gesangverein MGV 1875 Gemischter Chor e. V. mit seinen Sparten Kinderchor und Gemischter Chor, Männerchorprojekt sowie die an den Verein angegliederte Theatertruppe. Theateraufführungen sind jedes Jahr beginnend um Ostern an vier aufeinander folgenden Wochenenden.

Jugend[Bearbeiten]

Die Jugend aus Freimersheim trifft sich zur Sommer- als auch zur Winterzeit am Glashaus. Dieses wird erst genutzt, seit der Bauwagen wegen Vandalismus abgeschafft wurde.

Verkehr[Bearbeiten]

Nächstgelegene Bahnhöfe sind Edesheim und Edenkoben an der Pfälzischen Maximiliansbahn Neustadt–Wissembourg.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Bertram Hartard sen. (1901−1967), Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung von Rheinland-Pfalz, rheinland-pfälzischer Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Speyer
  • Gerhard Postel (1941–2012), evangelischer Geistlicher

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freimersheim (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 101 (PDF; 2,16 MB)
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  4. Pfarreiengemeinschaft Böbingen
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Gräber, Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3