Freising

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Freising in Bayern. Für weitere Bedeutungen siehe Freising (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Freising
Freising
Deutschlandkarte, Position der Stadt Freising hervorgehoben
48.40277777777811.748888888889448Koordinaten: 48° 24′ N, 11° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Höhe: 448 m ü. NHN
Fläche: 88,45 km²
Einwohner: 45.227 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 511 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 85354–85356
Vorwahl: 08161
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 124
Adresse der
Stadtverwaltung:
Obere Hauptstraße 2
85354 Freising
Webpräsenz: www.freising.de
Oberbürgermeister: Tobias Eschenbacher (Freisinger Mitte)
Lage der Stadt Freising im Landkreis Freising
Landkreis Dachau Landkreis Erding Landkreis Kelheim Landshut Landkreis Landshut Landkreis München Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Allershausen Attenkirchen Au in der Hallertau Eching (Landkreis Freising) Fahrenzhausen Freising Gammelsdorf Haag an der Amper Hallbergmoos Hörgertshausen Hohenkammer Kirchdorf an der Amper Kranzberg Langenbach (Oberbayern) Marzling Mauern Moosburg an der Isar Nandlstadt Neufahrn bei Freising Rudelzhausen Wang (Oberbayern) Wolfersdorf Paunzhausen ZollingKarte
Über dieses Bild

Freising (früher Frigisinga, Frisinga, Freisingen, Freysing, lateinisch: Frisinga) ist eine Große Kreisstadt und Universitätsstadt in Bayern und neben München das einzige Oberzentrum in der Region München. Sie liegt an der Isar ungefähr 30 Kilometer nördlich von München. Die Stadt war Herzogssitz im ersten bairischen Stammesherzogtum und erlangte als frühmittelalterlicher Bischofssitz und später als Zentrum des Hochstifts Freising große Bedeutung. Mit dem Aufstieg Münchens und der Säkularisation verlor die Stadt an Bedeutung. Heute ist Freising Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises Freising. Rund um das ehemalige Kloster Weihenstephan liegen das Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München sowie die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und weitere Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Direkt vor den Toren der Stadt im Erdinger Moos liegt der Flughafen München.

Geografie[Bearbeiten]

Freising liegt zwischen München und Landshut an der Isar.
Freising liegt im Übergangsbereich zwischen Unterbayerischem Hügelland und den Isar-Inn-Schotterplatten.
Größere Gewässer im Stadtbereich von Freising. Neben der Isar verläuft hier die Moosach die sich in mehrere Arme aufteilt.

Geologie und Topographie[Bearbeiten]

Die Stadt Freising liegt 448 m ü. NN an der Isar auf halber Strecke zwischen München und Landshut in Oberbayern, 33 km nordöstlich der Landeshauptstadt. Das Gemeindegebiet ist geprägt von der Nahtstelle zweier charakteristischer Landschaften des Alpenvorlandes, des Flachlands der Münchner Schotterebene, die der auffallendste Teil der Isar-Inn-Schotterplatten ist, und des zum Unterbayerischen Hügelland gehörenden tertiären Donau-Isar-Hügellands.

Im südwestlichen Gemeindegebiet liegt das Freisinger Moos, eines der größten noch erhaltenen Niedermoorgebiete Bayerns. Es hat sich dort entwickelt, wo die Schotterpakete der Münchner Ebene so dünn sind, dass die Grundwasserströme an die Oberfläche traten und ausgedehnte Niedermoore bildeten. In dem von vielen Gewässern wie der Moosach durchzogenen früheren Niedermoor-Gebiet liegen die Ortsteile Pulling und Achering auf etwas höheren Schotterzungen. Neben den natürlichen Gewässern entstanden dort durch Kiesabbau einige Baggerseen. Der größte dieser Seen ist der zwischen Pulling und Achering gelegene Pullinger Weiher, an dem noch ein aktives Kieswerk besteht. Im Südosten des Gemeindegebiets beginnt das Erdinger Moos, das jedoch größtenteils trockengelegt ist. Dort liegt der Ortsteil Attaching und an dessen Ortsrand beginnt das Gelände des Flughafens München. Das größte Fließgewässer ist dort die Goldach, die südlich von Attaching verläuft.

Von Süden kommend trennt die Isar, die zwischen Achering und der Isarbrücke bei Marzling das Gemeindegebiet auf einer Strecke von etwa 10 km durchfließt, die beiden Feuchtgebiete. Sie wird an beiden Uferseiten von Auwald begleitet, der auch im Stadtgebiet von Freising vorhanden ist, aber durch den Eingriff des Menschen seinen Charakter zum Teil schon verloren hat. Durch den Bau des Mittlere-Isar-Kanals führt die Isar seit fast einem Jahrhundert im Bereich Freising während der trockenen Monate nur noch eine geringe Restmenge an Wasser. Durch die Eindämmung des Flusses, die Begradigung der Isar und Geschiebemangel durch den Bau des Sylvensteinspeichers gräbt sie sich immer tiefer ein und der Grundwasserspiegel in der Umgebung ist gesunken. Der Auwald ist nur noch selten überschwemmt und hat sich in der Artenzusammensetzung stark gewandelt.[2] In den ehemals nahezu unbewohnten Überschwemmungsgebieten südlich der Isar liegt der bevölkerungsreichste Stadtteil Lerchenfeld. Der zweite, wesentlich weniger Wasser führende Fluss, der durch das Stadtgebiet von Freising fließt, ist die Moosach. Diese teilt sich, aus dem Freisinger Moos kommend, im Stadtgebiet in mehrere Arme, die der Mensch zum Teil für Mühlen künstlich angelegt hat. Einer davon fließt nördlich des Dombergs durch die Innenstadt, der Hauptarm südlich am Domberg vorbei. Beide Arme vereinigen sich am östlichen Stadtrand wieder. Die ausgeleitete Schleifermoosach unterquert die Bahnstrecke und fließt weiter durch die Isarauen, bis sie in Marzling wieder in die Moosach mündet.

Nördlich einer Linie Pallhausen-Vötting-Tuching ändert sich die Landschaft auffallend. Das Isartal wird von steilen Hängen begrenzt, die zum Teil noch bewaldet sind. Zwei exponierte Hügel dieses Tertiärhügellandes, der Domberg und der Weihenstephaner Berg, sind seit alter Zeit besiedelt und treten auf Grund der weit sichtbaren Bebauung hervor. Die Landschaft des Stadtgebiets im tertiären Hügelland ist von muldenförmigen Bachtälern geprägt, deren Wasserläufe nach kurzem Verlauf in die Isar oder Moosach münden. In der von oft asymmetrischen Tälchen durchzogenen Landschaft liegen Orte wie Hohenbachern, Sünzhausen, Itzling und Pettenbrunn sowie die nördliche Stadterweiterung der Stadt Freising. Die Altstadt, die sich an den Nordfuß des Dombergs anschmiegt, ist durch ihre Lage zwischen Domberg (Lehrberg), Weihenstephaner Berg (Nährberg) und den ehemaligen Kasernenbergen (Wehrberg) im Norden geprägt. Die Stadt Freising begrenzt im Norden und Nordwesten ein Waldgürtel, der Bannwald-Charakter hat. Er ist zum großen Teil Staatswald und dient der wissenschaftlichen Forschung.

Im nördlichsten Teil des Gemeindegebietes fällt das sanft gewellte Hügelland steil ins breite Tal der Amper ab, die außerhalb des Stadtgebiets verläuft. Die Steilhänge der sogenannten Amperleite sind überwiegend von Wald bedeckt, während das flache Ampertal landwirtschaftlich genutzt wird, da es seinen Mooscharakter schon weitgehend verloren hat. Dort liegen die Ortsteile Haindlfing, Garten und Erlau.[3]

Naturschutz[Bearbeiten]

  • Als Landschaftsschutzgebiete sind das Freisinger Moos, das Gelände entlang der Isar sowie das Ampertal und dessen Hänge ausgewiesen. Teile des Freisinger Mooses und der Auwald entlang der Isar sind als Fauna-Flora-Habitate geschützt.
  • Für den Vogelschutz wurden das Freisinger Moos und Flächen bei Attaching (inklusive der nördlichen Startbahn des Flughafens) als Special Protection Area (SPA) ausgewiesen.
  • Alte Kiesgrube bei Vötting, ein 1,5 ha großes Wäldchen an der Feldfahrt im Westen Freisings.
  • Als Naturdenkmal ist der Quellkomplex Lohmühlbach in Lerchenfeld unter Schutz gestellt.[4]
  • Sideritbildung im Ampermoos (Geotop-Nummer 178A002)
  • Schürfgrubenfeld Waldsiedlung Freising (Geotop-Nummer 178G001)

Nachbargemeinden und Umgebung[Bearbeiten]

Übersicht über das Gemeindegebiet der Stadt Freising, mit den Gemarkungsgrenzen und den Nachbargemeinden.

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Freising: im Norden Zolling, im Nordosten Marzling, im Südosten Hallbergmoos und Oberding, im Südwesten Neufahrn, im Westen Kranzberg und im Nordwesten Kirchdorf an der Amper. Bis auf die im Landkreis Erding liegende Gemeinde Oberding gehören alle zum Landkreis Freising.

Freising ist in der Planungsregion München nach München die zweitgrößte Stadt und das zweite Oberzentrum, sowie die viertgrößte im Regierungsbezirk Oberbayern nach München, Ingolstadt und Rosenheim. Bis 2013 war die Stadt als ein Mögliches Oberzentrum (Mittelzentren mit Teilfunktion eines Oberzentrums) ausgewiesen. Weitere Städte der Umgebung sind Erding, Moosburg und Pfaffenhofen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Freising besteht aus den zehn Gemarkungen Attaching, Freising, Haindlfing, Hohenbachern, Itzling, Neustift, Pulling, Sünzhausen, Tüntenhausen und Vötting. Die Gemarkungen Itzling und Tüntenhausen liegen – historisch bedingt – nicht vollständig auf Freisinger Gemeindegebiet, sondern teilweise auf dem Gebiet der Gemeinde Zolling.

Die Kernstadt mit der Altstadt liegt größtenteils auf dem Gebiet der Gemarkung Freising. Weihenstephan und Vötting liegen in der Gemarkung Vötting, Tuching und Neustift in der Gemarkung Neustift. Ein kleiner Teil von Lerchenfeld liegt in der Gemarkung Attaching. Weitere Teile der Kernstadt mit Eigennamen sind die Eichenfeldsiedlung und Seilerbrückl.

Außerhalb der Kernstadt gelegene Gemeindeteile sind die Dörfer Achering, Altenhausen, Ast, Attaching, Erlau, Haindlfing, Haxthausen, Hohenbachern, Itzling, Kleinbachern, Pellhausen, Pulling, Sünzhausen, Tüntenhausen, Untergartelshausen sowie die Weiler und Einzelsiedlungen Dürnast, Dürneck, Edenhofen, Eggertshofen, Feldhof, Garten, Gartelshausen, Kammermüllerhof, Lageltshausen, Pallhausen, Pettenbrunn, Pförrerhof, Piesing, Plantage, Schönleitnerhof, Wies, Xaverienthal, Zellhausen und Zurnhausen.[5]

Ausdehnung[Bearbeiten]

Die Gesamtfläche der Stadt Freising beträgt 88,59 km². Der größte Teil davon entfällt auf Landwirtschafts- und Waldflächen sowie auf Siedlungs- und Verkehrsflächen. Die Flächen verteilen sich wie folgt[6]:

Flächentyp Fläche in Hektar Flächenanteil [%]
Gebäude- und Freifläche 898 10,1
Betriebsfläche 20 0,2
davon Abbauland 12 0,1
Erholungsfläche 113 1,3
davon Grünanlagen 51 0,6
Verkehrsfläche 913 10,3
davon Straßen, Wege, Plätze 500 5,6
Landwirtschaftsfläche 4951 55,9
Waldfläche 1534 17,3
Wasserfläche 221 2,5
Flächen anderer Nutzung 209 2,4
Gebietsfläche insgesamt 8859 100,0
davon Siedlungs- und Verkehrsfläche 1944 21,9

Klima[Bearbeiten]

Freising liegt im Übergangsbereich zwischen feuchtem Atlantik- und trockenem Kontinentalklima. Durch diese Konstellation ist das Wetter relativ wechselhaft. Im langjährigen Mittel fallen in Freising etwa 790 mm Niederschlag mit einem ausgeprägtem Maximum in den Monaten Mai bis August. Der Föhn bringt an einigen Tagen des Jahres aus südlicher Richtung warme, trockene Luft und damit eine gute Fernsicht auf die Bayerischen Alpen. Dadurch kann es auch in den Wintermonaten zu frühlingshaften Temperaturen kommen. Durch die Nähe der Alpen sind schneereiche Winter nicht selten. Vor allem die südlichen Gemeindeteile im Freisinger und Erdinger Moos sowie Gebiete in Isarnähe sind vor allem im Herbst häufig neblig. Im Sommerhalbjahr treten häufig Wärmegewitter auf.

Klimadiagramm der Wetterstation Freising–Dürnast


Monatliche Durchschnittswerte für Freising
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) -1,1 -0,2 4,0 8,2 13,2 16,1 17,9 17,4 13,2 8,7 3,3 0,1 Ø 8,4
Niederschlag (mm) 41,0 36,0 51,0 48,0 84,0 89,0 107,0 88,0 74,0 58,0 55,0 61,0 Σ 792
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
41,0
36,0
51,0
48,0
84,0
89,0
107,0
88,0
74,0
58,0
55,0
61,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Älteste Spuren menschlicher Besiedelung des Freisinger Gebietes offenbarten Ausgrabungen auf dem Domberg im Jahr 1976, die Keramik und Hornsteingeräte zu Tage förderten. Diese Funde wurden der jungneolithischen Münchshöfener Kultur zugeordnet. Weitere Zeugnisse sind umfangreiche Funde aus der frühen Bronzezeit und der Urnenfelderzeit. Auch eine Römerstraße an der Isar ist Archäologen bekannt. Eine kontinuierliche Besiedlung ist bisher zwar nicht zweifelsfrei belegt, wegen der exponierten landschaftlichen Lage des Dombergs aber höchstwahrscheinlich.

Der ursprüngliche Stadtname, der Siedlung eines Frigis bedeutet, geht möglicherweise auf eine Ortsgründung vor der Völkerwanderung zurück und ist vermutlich keltischer Herkunft.

Von der Herzogspfalz zur Geistlichen Stadt[Bearbeiten]

Die nächsten siedlungsgeschichtlichen Zeugnisse stammen erst aus dem frühen Mittelalter, als der Ort unter dem Namen Frigisinga eine Herzogspfalz im ersten bairischen Stammesherzogtum (ab 555 n. Chr.) war. Nachdem Herzog Theodo II. noch zu Lebzeiten das Herzogtum Boiern unter seinen vier Söhnen aufgeteilt hatte, wurde Freising um 715 eine agilolfingische Residenz, zu der eine Burg (Castrum), ein Wohnsitz (Palatium) und eine Marienkapelle gehörten. Freising ist die einzige bekannte Stadtgründung der bajuwarischen Agilolfinger und damit die älteste Stadt in Oberbayern.

Die Marienkirche, der erste Vorgängerbau des späteren Doms, war damals bereits aus Stein erbaut und als Bischofskirche konzipiert. Herzog Theodo war nach Rom gepilgert und hatte bei Papst Gregor II. um die Errichtung von Bischofssitzen in Bayern gebeten. Dieses Ereignis wurde im Liber pontificalis festgehalten und führte 716 zur päpstlichen Instruktion, vier Bischofssitze (Regensburg, Passau, Salzburg und Freising) in Bayern zu gründen. Diese erste Kirchenorganisation kam jedoch aus unbekannten Gründen nicht zustande, obwohl der Herzog auf einen Bischof wartete, da er sich von ihm eine Festigung seiner Herrschaft versprach.

Darstellung des Hl. Korbinian in der Domkrypta
Die erste Seite des Codex Abrogans des Arbeo von Freising

In seinen Bestrebungen, dem Herzogtum Bayern-Freising eine kirchliche Ordnung zu geben, suchte und fand Herzog Grimoald (Sohn des Theodo II.) den fränkischen Wanderbischof Korbinian, der offiziell 724 (vermutlich aber bereits um 715) aus Arpajon (südlich von Paris) nach Freising kam. In Freising fand der Bischof auf dem Weihenstephaner Berg eine Kapelle (St. Stephanus) vor, die zu einem Ausgangspunkt seines Wirkens wurde. Korbinian wird deshalb als der erste Freisinger Bischof und als Gründungsheiliger des Bistums angesehen, auch wenn die kanonische Anerkennung des Bischofssitzes erst 739 durch Bonifatius erfolgte. Bis heute ist der Heilige Korbinian Schutzpatron der Erzdiözese München und Freising. Sein besonderes Attribut, der Bär, der der Legende nach dem Heiligen das Gepäck über die Alpen trug, ziert das Freisinger Stadtwappen.

Herzog Grimoald und Korbinian gerieten in Streit über die Eheschließung des Herzogs mit Pilitrud, der Witwe seines Bruders Theodolt (Herzog in Regensburg). Da dies nach damaligen Kirchenrecht untersagt war, verlangte Korbinian die Auflösung der Ehe. Als Herzogin Pilitrud daraufhin versuchte, Korbinian zu vergiften, floh der Heilige nach Kuens (bei Meran) und kehrte erst einige Jahre später wieder nach Freising zurück. Herzog Grimoald war inzwischen gestorben und sein Neffe Hugibert Herzog in Bayern. Das um 725 auf dem Domberg errichtete Hugibertsmünster geht auf diesen zurück. Ab diesem Zeitpunkt erschien Freising nicht mehr als Herzogspfalz.

Gegen Ende des älteren baierischen Stammesherzogtums ging der Burgberg und die entstandene Stadt (Civitas, Oppidum) 788 in kirchlichen Besitz über und wurde zum Domberg. Freising entwickelte sich zur Geistlichen Stadt, in der Priestergemeinschaften und Klöster, Bibliotheken, Scriptorien und eine Domschule entstanden. Bischof Arbeo von Freising (723–784), der als erster Schriftsteller deutscher Herkunft gilt, wird als Verfasser des Codex Abrogans genannt, eines lateinisch-althochdeutschen Glossars, dessen in St. Gallen aufbewahrte Abschrift als das älteste erhaltene deutsche Buch gilt.

Domstadt und Gelehrtenberg im Hochmittelalter[Bearbeiten]

Reliefdarstellung Kaiser Friedrichs I. Barbarossa im Freisinger Dom

Um 860 ließ Bischof Anno eine neue dreischiffige Domkirche am Ort der ehemaligen Marienkapelle, der ältesten Marienkirche der Diözese, erbauen. Vor der Bischofserhebung von Bischof Waldo (884), Kanzler von König Karl III., mischte sich der König erstmals in die Besetzung des Freisinger Stuhls ein. In den folgenden 250 Jahren entschieden ostfränkische Könige, wer Bischof von Freising wurde. Die Freisinger Bischöfe dieser Zeit standen oft als Kanzler, Notare oder königliche Gesandte im Dienst des jeweiligen Herrschers. Überhaupt genossen Freisinger Bischöfe und die Freisinger Domschule ein hohes Ansehen bei den Königen und Kaisern jener Zeit. Ludwig der Deutsche und Ludwig das Kind waren Schüler der Freisinger Domschule, Kaiser Heinrich der Heilige wurde von Bischof Abraham in die Wissenschaft eingeführt und Kaiser Konrad II. übergab seinen erstgeborenen Sohn zur Erziehung in die Obhut von Bischof Egilbert.

903 brannte der Dom zum ersten Mal, die Schäden waren jedoch bis 906 wieder behoben. 955 wurde die Stadt von den einfallenden Ungarn geplündert, allerdings blieb der Domberg auf wundersame Weise davon verschont. In späteren Jahren wurde dies auf die Gebete und „Nebelwunder“ des damaligen Bischofs Lantbert zurückgeführt. Er ist neben dem Bistumsgründer der einzige Heilige, der auch Bischof von Freising war.

Das inzwischen am Fuße des Domberges entstandene Freisinger Bürgertum konnte sich im Gegensatz zu Augsburg und Regensburg, nicht aus der bischöflichen Herrschaft befreien. Freising blieb deshalb über Jahrhunderte ein vom Domberg dominierter Ort, der im Mittelalter als „mons doctus“ (Gelehrtenberg) bekannt und zum kulturellen, künstlerischen und religiösen Zentrum Altbayerns wurde. Viele Orte in Oberbayern sind aus diesem Grund in Freisinger Traditionsbüchern erstmals erwähnt. Mittelalterliche Schreibkunst und Buchmalerei erreichten eine frühe Blütezeit in Freising. So entstanden beispielsweise zwischen 972 und 1039 die Freisinger Denkmäler, drei Texte in slowenischer Sprache, die ältesten Zeugnisse der slowenischen Sprache und einer in lateinischer Schrift geschriebenen slawischen Sprache, beruhend auf der Schenkung von Ländereien und des Ortes Škofja Loka (Bischoflack) in Slowenien durch Kaiser Otto II. an Bischof Abraham von Freising im Jahr 973.

Auch der Musikinstrumentenbau und die frühe Kirchenmusik hatten in Freising eine besondere Qualität erreicht. So wandte sich bereits im Jahr 873 Papst Johannes VIII. an Bischof Anno, einen Orgelbauer und Organisten nach Rom zu senden. Das älteste deutsche Kirchenlied Petrusleich wurde im 10. Jahrhundert in Freising gedichtet und das Dreikönigsspiel, das erste bekannte lateinische Weihnachtsspiel, im Chor des Freisinger Doms uraufgeführt.

Im Bayerischen Staatsarchiv in München wird die Urkunde aufbewahrt, mit der Kaiser Otto III. Freising im Jahr 996 das Markt-, Münz- und Zollrecht verlieh. In dieser Urkunde wird auch eine Schenkung des Kaisers an den Bischof Gottschalk von Freising von etwas Land in der Gegend von Neuhofen an der Ybbsregione vulgari vocabulo Ostarrîchi” (in der gewöhnlich Ostarrîchi genannten Region) erwähnt. Dies gilt als die erste urkundliche Nennung von Österreich.

Seit 1040 befindet sich am Berg Weihenstephan die älteste noch existierende Brauerei der Welt.

Abbildung aus der Weltchronik des Otto von Freising (zwölftes Jahrhundert)

Bischof Otto von Freising (1112–1158) aus dem Haus der Babenberger und Abt im Zisterzienserkloster Morimond war einer der bedeutendsten Geschichtsschreiber des Mittelalters. Um 1140 gründete er am Stadtrand das Prämonstratenser-Kloster Neustift. 1143 verfasste er seine berühmte Weltchronik Chronica sive Historia de duabus civitatibus (Chronik oder die Geschichte der zwei Reiche), worin er in sieben Bänden die Weltgeschichte und im achten Band seine Vision des Jüngsten Gerichts darstellte. Bischof Otto war auch der Chronist Kaiser Friedrichs I. (Die Taten Friedrichs, oder richtiger deren Chronica).

Im Jahr 1158 ließ der bayerische Herzog Heinrich der Löwe die zu Freising gehörende Zollbrücke bei Föhring abbrennen, um die Salzstraße durch sein Besitztum „apud Munichen“, einer Niederlassung von Mönchen aus dem Kloster Tegernsee auf dem heutigen Petersbergl, zu führen und damit Geld zu verdienen. Der Bischof reagierte mit einer Klage beim Kaiser. Im Augsburger Schiedsspruch (auch Augsburger Schied genannt) vom 14. Juni 1158 entschied Kaiser Friedrich I. Barbarossa den Streit um die Isarbrücken, obwohl Bischof Otto von Freising sein Onkel war, zugunsten Heinrichs des Löwen. Das geschah aus Gründen der Staatsräson, da der Kaiser zu diesem Zeitpunkt auf den Welfenherzog angewiesen war und eine Auseinandersetzung mit dem mächtigsten Reichsfürsten scheute. München wurde das Markt- und Münzrecht bestätigt, es musste jedoch ein Drittel der Einnahmen daraus an Freising abführen. Diese Zahlungen erfolgten bis 1803 an das Hochstift Freising und anschließend bis 1852 an das Königreich Bayern. Der 14. Juni 1158 ist auch der offizielle Stadtgründungstag Münchens, mit dem der Aufstieg Münchens zur späteren Metropole begann. Nach der Verbannung Heinrichs wurde München im Regensburger Schied von 1180 dem Bischof von Freising zugesprochen, bevor es 1240 in den Besitz der neu mit dem Herzogtum Bayern belehnten Wittelsbacher kam und 1255 deren Residenz wurde.

1159 wurde anstelle des Vorgängerbaus, der im selben Jahr einem Brand zum Opfer fiel, mit dem Bau des fünfschiffigen romanischen Doms begonnen. Die Gründe für den verheerenden Stadt- und Dombrand vom 5. April 1159 liegen im Dunklen. Sie standen aber im engen zeitlichen Zusammenhang mit der Auseinandersetzung des Freisinger Bischofs mit Heinrich dem Löwen. Beim zügigen Wiederaufbau (bis 1205) traten Kaiser Barbarossa und seine Gemahlin Beatrix von Burgund als Stifter in Erscheinung. Am inneren romanischen Domportal wurde das Stifterpaar mit Reliefstatuen verewigt. Der Bau selbst war der erste Ziegelbau nördlich der Alpen seit dem Untergang des Römischen Reiches. Bischof Albert I. von Harthausen leitete den Wiederaufbau der in der Folgezeit zwar öfter veränderten, aber im Kern auf ihn zurückgehenden mächtigen Pfeilerbasilika mit zwei Westtürmen und Hallenkrypta. Die berühmte Bestiensäule (um 1160) in der Krypta ist die einzige ihrer Art in Deutschland.

Kupferstich in der Topographia Germaniae des Matthaeus Merian, 1642

Fürstbistum[Bearbeiten]

Im Spätmittelalter entwickelte sich Freising zu einer größeren Stadt, deren Fürstbischöfe (Hochstift seit 1294) sich vor allem um den Kulturbesitz ihrer Residenzstadt verdient machten. Ein weiterer wichtiger Schritt war 1359 die Verleihung der Stadtrechte durch Bischof Albert. Die Herzöge von Bayern aus dem Geschlecht der Wittelsbacher sahen das Hochstift Freising mit seinen Grafschaften und Besitzungen (Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Ismaning, Burgrain und Isen) allerdings stets als Dorn im bayerischen Herzogtum. Sie versuchten, Mitglieder der eigenen Familie auf den Freisinger Bischofsstuhl zu platzieren, was ihnen ab dem 15. Jahrhundert auch wiederholt gelang.

Freising 1698 von Osten auf einem Gemälde im Fürstengang der bischöflichen Residenz
Freising 1698 von Westen

Bischof Veit Adam von Gepeckh (1618–1651) ließ den Dom weitreichend umgestalten und die fürstbischöfliche Residenz errichten. Bei Peter Paul Rubens gab er das große Hochaltarbild des Doms Das Apokalyptische Weib in Auftrag. Er führte Freising durch die schwere Zeit des Dreißigjährigen Krieges. 1632 kam der schwedische König Gustav Adolf auf seinem Weg nach München durch Freising, forderte 30.000 Gulden und brandschatzte die Stadt dennoch. Hunger und Pest wüteten, als die Schweden 1646 abermals in die Stadt einfielen. Der Nachfolger des Bischofs, Albrecht Sigismund von Bayern, stiftete 1674 als Zeichen der überwundenen Pest die Mariensäule, die dem zentralen Platz in der Altstadt seinen Namen gibt. Er ließ das äußere Domportal errichten und außerhalb der Stadtbefestigung einen Hofgarten anlegen.

Eine Blütezeit erlebte Freising unter Bischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck (1696–1727). Dem Dom stiftete er die Maximilianskapelle, in der Annahme, der Heilige Maximilian hätte schon vor 1500 Jahren von Freising aus die Bayern christianisiert. Auf Bischof Eckher geht auch der Fürstengang zurück, eine Bildergalerie aller Freisinger Bischöfe und Ansichten der Freisinger Ländereien. 1697 gründete er die erste Freisinger Hochschule, das (Lyzeum) am Marienplatz, und ließ den barocken Turm der Stadtpfarrkirche St. Georg erbauen. Zum tausendjährigen Bistumsjubiläum (1724) betraute er die Gebrüder Asam mit einer umfassenden Renovierung der Bischofskirche. Außerdem beauftragte er den Benediktinerpater Karl Meichelbeck, eine neue Chronik zu verfassen. Das zweibändige Geschichtswerk Historia Frisingensis gilt als erstes quellenkritisches Geschichtswerk im deutschen Raum und führte die lange Tradition Freisinger Geschichtsschreibung fort. Ein dunkles Kapitel dieser Zeit waren die Kinderhexenprozesse in Freising, bei denen mehrere Kinder hingerichtet wurden.[7]

Joseph Konrad von Schroffenberg-Mös, der letzte Fürstbischof von Freising

Säkularisation[Bearbeiten]

Die Säkularisation im Jahr 1802/03 bedeutete die Aufhebung des über tausendjährigen Hochstifts Freising und damit das Ende der geistlichen Herrschaft der Freisinger Fürstbischöfe. Am 23. August 1802 wurde die Stadt militärisch besetzt. Ab 27. November 1802 verwaltete der Zivilbesitzergreifungskommissär Freiherr Johann Adam von Aretin die Stadt. Er veranlasste die Auflösung des Hochstifts, die Übernahme der Güter und entließ die Dom- und Stiftskollegien mit ihrem Hofstaat aus den Ämtern. Die ehemalige Residenzstadt wurde in das Kurfürstentum Bayern einverleibt. Der Sitz des neu gegründeten Erzbistums München und Freising wurde 1821 nach München verlegt. Der Säkularisation fielen auch alle Klöster und viele Kirchen der Stadt zum Opfer. Entweder wurden sie geplündert und abgebrochen oder profaniert und anderen Verwendungen zugeführt. Die Stiftskirchen und Klöster von St. Andreas auf dem Domberg und St. Veit auf einem weiteren Hügel zwischen Weihenstephaner Berg und Domberg wurden vollständig, Kloster Weihenstephan größtenteils zerstört. Selbst die Domkirche und ihre frühgotischen Nebenkirchen (Johannis- und Benediktuskirche) sollten abgerissen werden. Dies verhinderte jedoch der französische General Duverdien, der das Gotteshaus als Festsaal für die Geburtstagsfeier Napoleon Bonapartes benutzen wollte. Besonders schwerwiegend war dagegen der Verlust der Asamkapelle St. Korbinian über einer ehemals als Wallfahrtsort bekannten Quelle (Korbiniansbrünnlein) auf dem Weihenstephaner Berg. Die Ruine ist die einzige erhaltene Kirchenruine aus der Säkularisation in Bayern.

Die Gebäude des Prämonstratenserkloster Neustift (die Eingemeindung des Ortsteils erfolgte 1905) präsentieren sich als Juwel des bayerischen Rokoko und beherbergen das Freisinger Landratsamt. Die 1020 gegründete Benediktinerabtei Weihenstephan blieb als Brauerei und landwirtschaftlicher Musterbetrieb erhalten und ist Sitz der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und des Wissenschaftszentrums Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München.

Die Säkularisation traf die Residenzstadt des ehemaligen Hochstifts sehr hart und stellte nicht nur ihre Stadttradition, sondern ihre Existenz schlechthin in Frage. Man beklagte den Verlust vieler Kirchengüter; durch den Wegfall der bischöflichen Herrschaft und des zu versorgenden Klerus von sieben Klöstern war ein Großteil der Freisinger Bevölkerung plötzlich arbeits- und brotlos. Es dauerte über ein Jahrzehnt, bis sich die Stadt von diesem Schlag erholte. Selbst das seit dem Mittelalter reiche Freisinger Zunftleben mit seltenen Handwerksberufen wie Instrumentenbauer und Goldschmied kam fast zum Erliegen.

Freising im Königreich Bayern[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert wurden alle Freisinger Stadttore abgerissen; hier ist das Münchener Tor abgebildet.

Zwischen 1817 und 1819 wurde der Nierenbach, eine Abzweigung der Stadtmoosach, in der Hauptstraße und der Heiliggeistgasse überwölbt.[8]

Anlässlich der Jubelfeiern zur 25-jährigen Regentschaft des bayerischen Königs Maximilian Joseph wurde 1824 in Freising der Königsstein aufgestellt. Der Königsstein stand zuerst im Schulgarten nahe dem Heiliggeistspital und wurde 1853 auf den Fürstendamm versetzt.[9]

1834 wurde das Lyzeum als Theologische Hochschule wieder eingerichtet, aus der sich 1923 die bis 1969 bestehende Philosophisch-theologische Hochschule Freising entwickelt. Sie knüpfte an das erste Lyzeum von 1697 bis 1803 an. Heute ist in den Gebäuden die Dombibliothek untergebracht, die mit über 322.000 Bänden zu den größten kirchlichen Bibliotheken Deutschlands zählt.[10]

1858 gab die AG der Bayerischen Ostbahnen die erste Eisenbahnstrecke von München über Freising und Landshut nach Regensburg für den Personen- und Güterverkehr frei. Der Bahnhof wurde südlich der Stadt errichtet; die Strecke außerhalb der Innenstadt zwischen Isar und Domberg geführt.[11] Wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens und der zu niedrigen Durchfahrtshöhen wurden im 19. Jahrhunderts alle mittelalterlichen Stadttore abgetragen. Von der Freisinger Stadtbefestigung stehen nur noch der Bürgerturm, in dem sich ein Museum befindet, und der Karlsturm. Erhalten blieben dagegen die Tore an den Auffahrten zum Domberg.[8]

Auf dem Gelände der Dechantei von St. Andreas auf dem Domberg wurde zwischen 1868 und 1870 ein von Matthias Berger entworfenes Gebäude für das Erzbischöfliche Knabenseminar gebaut, in dem sich heute das Dombergmuseum befindet.[8]

Da die Garnison in Neustift (im ehemaligen Kloster Neustift) nach Freising verlegt werden sollte, begannen am 7. Dezember 1904 die Bauarbeiten für die Prinz-Arnulf-Kaserne (später Vimy-Kaserne). Die Gemeinde Neustift verlor damit einen wichtigen Wirtschaftsfaktor, deshalb beantragte sie als Entschädigung die Eingemeindung nach Freising, die am 1. Januar 1905 vollzogen wurde.[12][13]

Am Domberg erhielt zwischen 1900 und 1902 die als Priesterseminar genutzte Residenz einen Anbau. Architekt des Gebäudes auf dem Gelände der früheren Kirche St. Andreas war Gabriel von Seidl. In den Jahren 1904/05 wurde am Marienplatz das neue Freisinger Rathaus errichtet, das der Münchner Architekt Günther Blumentritt geplant hatte. 1908 wurde der überwölbte Nierenbach in der Innenstadt beim Bau von Abwasserkanälen trockengelegt.[8]

Während des Ersten Weltkrieges war, wie in ganz Deutschland, vor allem die sich verschlechternde Versorgungslage ein Problem für die Bevölkerung.

Revolution, Weimarer Republik und Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Freisinger Marienplatz um 1900

1918 wurde mit der Novemberrevolution in Bayern die Monarchie abgeschafft und Kurt Eisner rief die Republik aus. Auch in Freising wurde ein Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrat gegründet. Die kommunale Verwaltung um Bürgermeister Stephan Bierner blieb jedoch im Amt und arbeitete weiter. Aus der Landtagswahl am 20. Januar 1919 gingen die Bayerische Volkspartei und die SPD in Freising mit 48 bzw. 39 Prozent als klare Sieger hervor. Im Kabinett von Kurt Eisner war mit Hans Unterleitner als Sozialminister ein gebürtiger Freisinger vertreten.[14]

Wenige Tage nach der Ermordung von Eisner wurde am 7. April 1919 in Freising wie in München die Räterepublik ausgerufen. Gegenüber der kommunistischen Räterepublik einige Tage danach verhielt sich Freising neutral, wenn auch die Freisinger Garnison vermutlich auf deren Seite gestanden hatte. Am 26. April 1919 rückten die Truppen der Regierung im Bamberger Exil, von Regensburg kommend, nach Freising ein, gegen die es keinen Widerstand gab. Die Stadt bekannte sich zur parlamentarischen Regierung, erklärte jedoch, die Anhänger der Räterepublik unter ihren Bürgern zu schützen und sie nicht zu verraten. Am 30. April zogen die Truppen weiter nach München und schlugen in den folgenden Tagen die Herrschaft der Räte gewaltsam nieder.[14]

Am 7. September 1922 wurde die Freisinger NSDAP-Ortsgruppe gegründet. 1924 feierte Freising eine Woche lang das 1200jährige Bestehen des Bistums. Zu Gottesdiensten, Vorträgen und Prozessionen kamen etwa 50.000 Besucher. 1925 wurde die Bahnstrecke München–Landshut elektrifiziert, am 14. September 1930 das Missionsseminar der Pallottiner eröffnet und die dazugehörige Pallottinerkirche St. Johannes der Täufer im Norden der Stadt geweiht.

1933 trat Oberbürgermeister Stephan Bierner zurück, der mehr als 30 Jahren im Amt war, nachdem der Sonderkommissar für Stadt und Bezirk Freising Hans Lechner und der NSDAP-Ortsgruppenleiter Georg Preiser seinen Rücktritt gefordert hatten. Der Bürgermeister bestritt allerdings in einer Rede, dass er zum Rücktritt gezwungen wurde. Er sei zwar kein Nationalsozialist, aber von jeher ein national und deutsch gesinnter Mann gewesen. Sein kommissarischer Nachfolger war der Regierungsbaurat Gottlieb Schwemmer, später wurde Karl Lederer eingesetzt. Am 1. April 1937 kamen Gebietsteile der Gemeinde Vötting zur Stadt,[12] die am 22. Mai 1940 in den Landkreis Freising eingegliedert wurde.

Luftaufnahme vom 25. April 1945. Zu erkennen sind die General-von-Stein-Kaserne (B), die Vimy-Kaserne (C) und die Ersatz-Kaserne (F). Deutlich zu sehen sind die Schäden des Luftangriffs vom 18. April im Bahnhofsgebiet.

Zusätzlich zur Vimy-Kaserne wurden in den 1930er Jahren zwei weitere Kasernen in Freising erbaut. Zwischen 1933 und 1936 entstand an der Haindlfinger Straße die sogenannte Ersatz-Kaserne (E-Kaserne), die zuerst noch als SA-Sportschule getarnt wurde, und 1936/37 die General-von-Stein-Kaserne am Mainburger Berg.[13]

In der Reichspogromnacht gab es 1938 auch in Freising Ausschreitungen. Eine etwa 3000 Personen umfassende Menschenmenge zog durch die Innenstadt und forderte die jüdischen Einwohner auf, die Stadt zu verlassen. Die Tochter eines Kaufhausbesitzers wurde, nachdem sie auf die Straße gekommen war, zum Anschauen herumgeführt und anschließend wie ihr Vater in Schutzhaft genommen. Ein weiteres Opfer der Ausschreitungen war der Anwalt und spätere Oberbürgermeister der Stadt Max Lehner. Obwohl er kein Jude war, wurde er verprügelt und mit einem Schild mit der Aufschrift Juda verrecke durch die Stadt getrieben. Man warf ihm vor, judenhörig zu sein und Juden vor Gericht zu vertreten. Von den 16 Freisinger Juden des Jahres 1933 lebten 1945 nur noch zwei, die nach England oder Palästina geflohen waren. Sie kehrten zwar nach Deutschland, aber nicht nach Freising zurück.

Bis kurz vor Kriegsende war die Stadt nicht direkt vom Krieg betroffen. Sie galt, da kaum kriegswichtige Industrie vorhanden war und auf dem Domberg ein Lazarett für ausländische Offiziere lag, bei Bevölkerung und Behörden als sicher vor Bombenangriffen. Der einzige schwere Fliegerangriff auf Freising fand am 18. April 1945 statt und forderte 224 Todesopfer. Ziel des Angriffs mit 61 Boeing B-17 war der Bahnhof. Das Gebiet um den Bahnhof mit den Fabriken von Steinecker und Schlüter war so am stärksten betroffen. Dabei wurde auch die Christi-Himmelfahrts-Kirche zerstört; das Gebiet am Wörth und die Gegend um die Kochbäckergasse wurden stärker getroffen. Auch eine kleine Kapelle am Dombergsüdhang und ein Gebäude auf dem Domberg wurden zerstört. Die Opfer wurden in Massengräbern auf dem Friedhof in Neustift begraben.[15][16]

Am 29. April 1945 näherten sich amerikanische Truppen der Stadt. Am frühen Nachmittag wurde sie von Artillerie beschossen. Betroffen war vor allem der nördliche Teil der Stadt. Einige Geschäftsleute, darunter der Hotelier Dettenhofer (Hotel Bayerischer Hof), versuchten, den Stadtkommandanten zur Aufgabe zu überreden. Am Kirchturm der Stadtpfarrkirche St. Georg hatten sie die weiße Fahne gehisst, die wieder eingeholt werden musste. Auch ein zweiter Versuch Dettenhofers, den Kommandanten in dessen Gefechtsstand zur Aufgabe zu bringen, brachte keinen Erfolg, weil dieser die SS in der Stadt fürchtete. Da die amerikanischen Truppen mittlerweile den Stadtrand erreicht hatten, begab sich Dettenhofer mit dem Bürgermeister und dem Pfarrer von St. Georg zu ihnen. Sie erreichten einen Feuereinstellung, um Verhandlungen zur Übergabe der Stadt führen zu können. Ein amerikanischer Offizier begleitete sie zurück zum Kommandostand. Die SS war inzwischen abgezogen und der Kommandant stimmte einer Übergabe der Stadt zu. Am selben Tag gegen 18 Uhr wurde die Korbinianbrücke über die Isar von der SS gesprengt, um den amerikanischen Vormarsch zu behindern. Schon am nächsten Tag wurde eine Pontonbrücke errichtet, die jedoch bis auf wenige Ausnahmen vorerst nur vom Militär benutzt werden durfte. Innerhalb von fünf Tagen wurde bei der gesprengten Brücke ein Fußgängersteg aus Holz und bis zum 2. Juni eine für schwerere Fahrzeuge befahrbare Brücke von Freisinger Firmen gebaut. Die Korbiniansbrücke wurde in etwas veränderter Form bis 1948 wieder errichtet.[16]

Zeitgeschichte[Bearbeiten]

Als provisorischer Bürgermeister wurde am 30. April der Polizeikommissar Rasch eingesetzt. Schon am 2. Mai löste ihn Emil Berg in diesem Amt ab. Am 8. März 1946 wurde die Stadt wieder aus dem Kreis Freising herausgenommen und erhielt ihre Kreisunmittelbarkeit zurück. Am 26. Mai 1946 fanden die ersten Gemeindewahlen statt, aus der die CSU als Sieger hervorging. Der Stadtrat wählte Karl Wiebel zum neuen Oberbürgermeister. (→ Politik in Freising)[16] Am 15. Januar 1952 verließ der letzte Resident-Officer die Stadt. Damit zogen sich die Amerikaner aus der Politik der Stadt Freising zurück.

1956 wurde der lange geplante Straßendurchbruch vom Johannisplatz zum Bahnhof begonnen und es entstand die heutige Johannisstraße.

Anfang 1957 kamen die ersten 300 Bundeswehr-Soldaten nach Freising als Teil der Transport-Kompanie des Luftwaffenversorgungsregiments Erding I und wurden vorerst in der Artilleriekaserne (General-von-Stein-Kaserne) untergebracht, in der zu dieser Zeit auch noch amerikanische Truppen untergebracht waren. Am 18. Juli ging die Kaserne in deutsche Hände über. 1966 wurde die letzte der drei Freisinger Kasernen von den Amerikanern der Bundeswehr übergeben und nach 21 Jahren verließen die letzten amerikanischen Truppenteile Freising.[13]

1959 wurden Gas-, Wasser- und Stromversorgung der Stadt unter dem Dach der neu gegründeten Stadtwerke Freising vereinigt. Am 8. September des Jahres wurde eine neue Kläranlage in Betrieb genommen und am 30. September 1965 wurde das Freisinger Gefängnis in der Fischergasse geschlossen.

1967 leitete die Staatsregierung für den Hofoldinger Forst und auch für das Erdinger Moos vor den Toren der Stadt Freising das Raumordnungsverfahren für den neuen Münchner Flughafen ein. Am 6. August 1969 fiel die Entscheidung für den Standort Erdinger Moos, was zu heftigen Protesten führte.

1969 wurde die Philosophisch-theologische Hochschule Freising geschlossen und am 1. August 1971 die Fachhochschule Weihenstephan gegründet.

Am 1. Juli 1972 wurde die Stadt mit der Gebietsreform in Bayern wieder ein Teil des Landkreises. Zum gleichen Zeitpunkt wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Haindlfing, Itzling (teilweise), Sünzhausen und Tüntenhausen und am 1. Mai 1978 die Gemeinden Pulling und Attaching in die Stadt Freising eingemeindet.[12][17]

Um den steigenden Verkehr zu bewältigen und die Innenstadt zu entlasten, wurde 1974 die sogenannte Hochtrasse eröffnet. Diese neue Straßenführung überquert die Bahnlinie und die Moosach. Am 11. September des folgenden Jahres wurde die an die Hochtrasse anschließende neue Isarbrücke mit dem Namen Luitpoldbrücke für den Verkehr freigegeben. Das Bauwerk verbindet die nördlichen und südlichen Stadtteile miteinander. Bis dahin lief der Verkehr durch die Innenstadt über einen Bahnübergang mit Schranke und über die enge Korbinianbrücke. Seit dem 26. Mai 1972 verkehrt die S-Bahn von Freising nach München. 1972 wurde die Turnhalle in der Luitpoldanlage eröffnet. Zwischen 1975 und 1980 erhielt das Dom-Gymnasium ein neues Gebäude auf dem Domberg. Dazu wurden das Phillipsschloss umgebaut und zwei Domherrenhöfe durch Neubauten ersetzt.[8]

Aufsehen erregte in Freising 1976 der Entführungsfall Richard Oetker. Der Industriellensohn wurde am 14. Dezember auf dem Parkplatz der Technischen Universität München in Weihenstephan entführt. Zwei Tage später und nach Zahlung von 21 Millionen DM Lösegeld wurde er in der Umgebung freigelassen.[18]

1989 feierte Freising das Jubiläum 1250 Jahre Geistliche Stadt und 1996 1000 Jahre Marktrecht Freising.

Zwischen 1988 und 1995 wurde das zwischen zwei Moosacharmen direkt an der Altstadt liegende Gebiet am Wörth grundlegend umgestaltet. Auf den durch Verlegung der Stadtgärtnerei freigewordenen Flächen und einem Parkplatz wurden Neubauten und ein Parkhaus errichtet.[8]

Der Flughafen München liegt seit 1992 vor den Toren der Stadt

Große städtebauliche Veränderungen und einen massiven Zuwachs an Einwohnern hatte Freising seit dem Bau des Flughafens München Franz Josef Strauß im Jahr 1980 und dessen Eröffnung 1992. Der zum Teil auf der Gemarkung der Großen Kreisstadt liegende Flughafen ist nur 5 km vom Zentrum der Stadt und 3 km vom Stadtteil Lerchenfeld entfernt. Der geplante Bau der 3. Start- und Landebahn, die den Flughafen noch näher an Freising heranführen würde, wird in Freising sehr kritisch gesehen. Der Freisinger Ortsteil Attaching wäre davon stark betroffen, da er in niedriger Höhe überflogen werden würde.[19][20]

1993 schloss der Traktorenhersteller Schlüter sein Werk. Dieses war mehr als 15 Jahre Industrieruine am westlichen Stadtrand und wurde 2009 als Einkaufszentrum umgebaut.

Beim Amoklauf von Eching und Freising eines ehemaligen Schülers an der Wirtschaftsschule am 19. Februar 2002 (kurze Zeit vor dem Amoklauf von Erfurt) starb der Schulleiter; seine Frau und ein Religionslehrer wurden angeschossen. Zwei weitere Menschen wurden in der nahegelegenen Gemeinde Eching erschossen.

Nach etwas mehr als 200 Jahren verließen 2004 die letzten Soldaten die Garnisonsstadt Freising. Als letzte wurde die General-von-Stein-Kaserne aufgelöst. Alle drei Kasernengelände wurden oder werden als Wohngebiete umgewidmet, wobei Teile der Bebauung erhalten bleiben.[13]

Papst Benedikt bei der Fahrt durch Freising

Am 14. September 2006 besuchte Papst Benedikt XVI. zum Abschluss seiner Bayern-Reise die Stadt Freising. Er fuhr durch die Freisinger Altstadt und traf sich im Dom mit dem versammelten Klerus der Erzdiözese. Er hatte als Josef Ratzinger ab 1946 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Freising Theologie und Philosophie studiert, war 1951 im Freisinger Dom zum Priester geweiht worden und war ab 1954 Theologieprofessor in Freising und München.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung der Stadt Freising steigt durch den neuen Flughafen München rasant an. Zwischen 1991 und 2009 ist sie von ca. 38.000 auf ca. 46.000 gestiegen. Der aktuelle Einwohnerstand von 31. Dezember 2012 beträgt 45.227 Einwohner.[21] Damit ist Freising nach München die zweitgrößte Stadt in der Region München.

Bevölkerung in Zahlen
(Stand: 1. Juli 2009)[21]
Einwohnerzahl Gesamt: 45.774
Haupt- oder einziger Wohnsitz: 44.981
Nebenwohnsitz: 793
Deutsche Staatsangehörigkeit: 39.546
davon männlich: 19.414
davon weiblich: 20.132
Ausländische Bürger: 6.228
davon männlich: 3.166
davon weiblich: 3.062
Einwohnerentwicklung der Stadt Freising

Einwohner der Stadt Freising:[6][Anmerkung 1]

Datum Einwohner (Hauptwohnsitze)
1. Dezember 1785 3.580[22]
1. Dezember 1803 3.195[22]
1. Dezember 1840 7.361
1. Dezember 1871 12.116
1. Dezember 1900 14.653
16. Juni 1925 17.784
17. Mai 1939 21.574
13. September 1950 28.263
6. Juni 1961 30.239
27. Mai 1970 32.454
25. Mai 1987 34.325
31. Dezember 1998 39.823
31. Dezember 2000 40.890
31. Dezember 2005 42.854
31. Dezember 2010 45.223
31. Dezember 2012 45.227
  1. Bei den Zahlen bis einschließlich 1987 handelt es sich um Volkszählungen. Dabei wurden unterschiedliche Begriffe von Bevölkerung gebraucht. Genauere Angaben dazu in der Quelle.

Religionsgemeinschaften[Bearbeiten]

Röm. Katholisch

Der Freisinger Dom war Kathedrale des Fürstbistums Freising. Heute ist er Konkathedrale des Erzbistums München-Freising, dessen Priesterweihen hier stattfinden

Freising gehört zum Erzbistum München und Freising. Bis 1803 war Freising Residenzstadt des reichsunmittelbaren Hochstifts und Fürstbistums Freising.

Der romanische, 1723/1724 von Cosmas Damian und Egid Quirin Asam barockisierte Dom St. Maria und St. Korbinian hat auf Betreiben des früheren Erzbischofs von München und Freising Joseph Kardinal Ratzinger, des späteren Papstes Benedikt XVI., den Rang einer Konkathedrale. Er gehört mit der Kirche von Neustift, erbaut von Giovanni Antonio Viscardi und dem Dombergmuseum zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Letzteres gilt nach den Vatikanischen Museen in Rom als zweitgrößtes kirchliches Museum der Welt und bietet regelmäßige, viel beachtete Ausstellungen zu sakraler Kunst.

In der ehemaligen Fürstbischöflichen Residenz, dem heutigen Kardinal-Döpfner-Haus, ist heute das Bildungszentrum der Erzdiözese München und Freising beheimatet. Es bietet Seminare in den Bereichen Theologie, Pädagogik, Gesellschaftspolitik und Musik an und fungiert als Tagungshaus, in dem sich Zweimal jährlich die Bayerische Bischofskonferenz trifft, die auch Freisinger Bischofskonferenz genannt wird.

Ordensniederlassungen

Nach den gravierenden Veränderungen und Einschnitten des vorher rührigen Ordenslebens in Freising erholte sich das Ordensleben nach der Säkularisation und der damit verbundenen Klosterauflösungen nur schwerlich. Derzeit sind in Freising noch zwei Orden tätig.

Das Kloster St. Klara

wurde auf Betreiben des damaligen Stadtpfarrers im Jahre 1850 von den „Armen Schulschwestern unserer lieben Frau“ im ehem. bischöflichen Hofgarten errichtet. Es ist das einzige Frauenkloster in dem derzeit noch 31 Ordensschwestern leben und wirken. Dem Kloster ist die Kirche St. Klara angeschlossen.

Das Pallottinerkloster

Im Jahre 1919 kam die Gemeinschaft der Pallottiner nach Freising. Die Pallottinerkirche St. Johannes der Täufer (Freising) wurde in den Jahren 1928/30 als moderner Kirchenbau errichtet. Dem Kirchenbau wurde ein Missionsseminar angegliedert.

Protestanten

Eine erste protestantische Zelle bildete sich Mitte der 1520er Jahre, die im sogenannten Speckknödel-Aufstand festgehalten ist.

Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gibt es Protestanten in Freising. Für die wachsende Gemeinde wurde 1864 deren Stadtkirche, die 1945 zerstörte Christi-Himmelfahrts-Kirche eingeweiht. Am 22. Mai 1952 wurde sieben Jahre nach der Zerstörung der alten die neue schlichte Kirche ihrer Bestimmung übergeben. Einen Turm erhielt die Kirche erst wieder im Jahre 2002. Lerchenfeld erhielt erst im Jahre 2003 mit dem Epiphanias-Zentrum und dem benachbarten Pfarrhaus einen eigenen evangelisch-lutherischen Versammlungsort. Ein weiteres Zentrum für das Gemeindeleben ist das Paul-Gerhardt-Haus in der General-von-Stein-Straße.

Seit 1999 gibt es einen Dekanatsbezirk Freising im Kirchenkreis München der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Der Dekan hat seinen Sitz im Pfarrhaus in der Martin-Luther-Straße. Die evangelischen Christen haben in Freising einen Anteil von mehr als 15 %, mit wachsender Tendenz.

Islam

Seit einigen Jahren gibt es ein islamisches Kulturzentrum in Freising, in dem die Muslime der Stadt und der Umgebung sich zum Freitagsgebet versammeln können.

Buddhismus

Im Februar 2009 wurde ein buddhistisches Kloster mit dem Namen Bodhi Vihara auf dem Domberg eingerichtet. Im Mai 2011 folgte die Eröffnung einer Zweigstelle in der Fischergasse. Die Ansiedlung von buddhistischen Mönchen und das Entstehen einer kleinen buddhistischen Gemeinde stellt die jüngste Entwicklung der religiösen Kultur der Stadt dar. Aufgrund der geringen Anzahl von buddhistischen Klöstern in Deutschland erlangte Freising als Klostersitz schnell überregionale Bekanntheit.

Panorama Freising (gesehen vom Weihenstephaner Berg). In der Bildmitte ist der Freisinger Wasserturm zu sehen. Am rechten Bildrand der Turm der Stadtpfarrkirche St. Georg und dahinter die Pfarrkirche Neustift.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Der Dom St. Maria und St. Korbinian – oft verkürzt Mariendom genannt – war Kathedralkirche und Bischofssitz des früheren Bistums Freising, bevor dieser Sitz im Jahr 1821 für das Erzbistum München und Freising nach München verlegt und die bürgerliche Frauenkirche (München) zur Kathedrale des Erzbischofs erhoben wurde. Der Freisinger Dom hat heute den Rang einer Konkathedrale. Hier finden die Priesterweihen des heutigen Erzbistums statt. Im Ursprung geht der Dom auf eine Marienkirche um das Jahr 715 zurück, die nach Bränden zweimal neu erbaut (860 und 1159) und barock umgestaltet (1619 und 1724) wurde. Seinen wuchtigen Bau hat er den Steinmetzen der Romanik, die Durchwölbung des Langhauses (1481) der Gotik und seine reiche Ausstattung dem Barock zu verdanken. Er gilt als ein Landesdenkmal ersten Ranges. Auch das seit 2007 wiederhergestellte Freisinger Domgeläut ist einzigartig und stellt ein internationales Kulturobjekt erster Ordnung dar. Weitere Bauwerke auf dem Domberg sind der Andreasbrunnen, und die Kirche St. Benedikt die mit dem Dom durch einen Kreuzgang verbunden ist. Um den Domhof gruppieren sich neben dem Dom die Kirche St. Johannes, der darüberführende Fürstengang, der vom Dom zur ehemaligen Fürstbischöflichen Residenz führt. In der Residenz befindet sich das Kardinal-Döpfner-Haus und der Sitz von Renovabis.

Die Stadtpfarrkirche St. Georg ist die Hauptkirche der katholischen Pfarrgemeinde St. Georg und liegt inmitten der Freisinger Altstadt. Zusammen mit dem Rathaus und dem Marienplatz bildet sie das urbane Zentrum. Im 13. Jh. wurde die Pfarrseelsorge vom Domberg in die Stadt verlegt und der damaligen Pfarrkirche „St. Jörg im Moos“ übertragen. Die heutige Kirche geht auf einen Vorgängerbau zurück, dessen Anfänge unbekannt sind, und wurde um 1440 im spätgotischen Stil errichtet. Der 84 Meter hohe Turm mit der Laternenkuppel entstand bis 1689. Im 19. Jahrhundert wurde die Pfarrkirche neugotisch ausgestattet, aber bis zum Jahr 2003 wieder in ihrer Fassung von 1497 restauriert. Auf dem Friedhof von St. Georg befindet sich die Gottesackerkirche St. Maria.

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul war die Klosterkirche des ehemaligen Klosters Neustift, eines Prämonstratenserklosters, welches 1141 durch Bischof Otto von Freising gegründet und im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde. Nach 1803 war die Kirche Filialkirche von St. Georg, seit 1892 ist sie eine eigene Pfarrkirche. Sie wurde um 1700 von Giovanni Antonio Viscardi entworfen und ist eine der schönsten Rokokokirchen in Bayern.

Um den Marienplatz gruppieren sich die Stadtpfarrkirche St. Georg, das Stauberhaus und das Rathaus. Die Südseite des Platzes beherrscht das ehemalige Fürstbischöfliche Lyceum mit dem Asamtheater. Im Zentrum des Marienplatzes steht die Mariensäule aus dem Jahr 1674. Wenige Meter nördlich des Platzes steht das Ziererhaus, ein Rokokogebäude, in dem sich heute das Standesamt befindet.

Von der Kapelle St. Korbinian am Südhang des Weihenstephaner Berges ist nur noch eine Ruine erhalten. Ebenfalls in Weihenstephan liegt die gleichnamige Brauerei. Auf halben Weg zwischen Freising und Tüntenhausen liegt die Wieskirche. Dorthin führt der Kreuzweg zur Wies.

Nördlich der Altstadt liegen die Klosterkirche St. Klara, die Pallottinerkirche St. Johannes und das Gräflich von Moy’sches Hofbrauhaus Freising.

Die evangelische Christi-Himmelfahrts-Kirche und die Pfarrkirche St. Lantpert in Lerchenfeld ersetzten zerstörte beziehungsweise zu klein gewordenen Vorgängerbauten. An der Bahnhofstraße steht über der Moosach die Altöttinger Kapelle. Nur wenige Meter entfernt befindet sich der Mohrenbrunnen. Ursprünglich stand die Statue dieses Brunnens im Domhof. Am östlichen Ende der Altstadt liegt das Heiliggeistspital mit der Heiliggeistkirche.

Die Bayerische Denkmalliste verzeichnet mehr als 250 denkmalgeschützte Bauwerke in Freising.

Gärten[Bearbeiten]

Der größte Garten in Freising ist der Sichtungsgarten Weihenstephan. Auf 5 ha werden Stauden, Gehölze und Rosenneuheiten auf ihren Gebrauchswert in Garten- und Grünanlagen geprüft. 48.40111111111111.728611111111

Der Hofgarten liegt östlich der ehemaligen Klostergebäude des Klosters Weihenstephan (heute TU-München). Er ist der Kernbereich des einstigen Klostergartens. Im Süden fällt das Gelände steil zur Moosach hin ab. Dort befinden sich zwei Aussichtsterrassen und die neu gebaute Zentralbibliothek der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Im Osten und Norden wird der Garten durch Gebäude der Hochschule und der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan begrenzt. Im Zentrum des östlichen Teils liegt eine Wiese, die von Blumenrabatten, deren Bepflanzung saisonal wechselt, umgeben ist. Im Süden und Osten liegen weitere Beet- und Heckenanlagen. Vom Weg an der Südseite ist die östliche Aussichtsterrasse zu erreichen, die schon etwas hangabwärts liegt. Westlich davon befindet sich, halb in den Hang eingelassen, die Bibliothek. Der westliche Teil steht auf einem Gelände, an dem bis zu ihrem Abriss nach der Säkularisation die Klosterkirche und andere Klostergebäude standen. Der Grundriss der Klosterkirche ist im Boden erkennbar. Die gesamte Südseite des Gartens nimmt die östliche Aussichtsterrasse ein. Über eine Treppe ist die Ruine der Kapelle St. Korbinian zu erreichen. 48.39508911.730094

Nördlich des Hofgartens und einige Meter tiefer liegt der Buchsgarten. Sein Grundriss lehnt sich an barocke Vorbilder an, wenn solche aus dieser Zeit dort auch nicht bekannt sind. Die Bepflanzung entspricht allerdings bewusst nicht der eines Barockgartens. Ursprünglich wurden an dieser Stelle Obstgehölze in Spalierform gezogen. Schon 1920 gab es Pläne zur Umgestaltung, nach denen schließlich 1982 der jetzige Garten entstand. 48.39555911.730394

Der Oberdieckgarten war ursprünglich nur durch die Klostermauer vom Hofgarten abgeteilt. Durch den Bau des Löwentorgebäudes 1925 wurden die Gärten jedoch getrennt. Benannt ist die Anlage nach Johann Georg Conrad Oberdieck, einem der bedeutendsten deutschen Pomologen des 19. Jahrhunderts. 48.3958811.73283

Alle diese Gärten werden von der Staatlichen Landesanstalt für Gartenbau Weihenstephan (Teil der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf) unterhalten. Weitere öffentliche Gärten der Anstalt haben Kleingärten und Balkonpflanzen zum Thema. Des Weiteren existiert ein Lehrpfad über Pflanzenschutz. Teilweise sind die Gärten im Winter geschlossen. Für die Lehre an der Hochschule stehen weitere Gärten zur Verfügung, die jedoch für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.[23]

Nur wenige Meter nordöstlich des Marienplatzes befindet sich der Amtsgerichtsgarten. Er liegt neben dem früheren Gebäude des Amtsgerichts, in dem heute Teile der Stadtverwaltung untergebracht sind. 48.40192411.744653

Der heutige Klostergarten Neustift war der Garten des gleichnamigen Klosters. Heute ist dies eine Grünfläche mit einem Bestand an großen Bäumen. Dort finden seit 1997 die Freisinger Gartentage statt. Der Gartenmarkt mit über hundert Ausstellern zieht während eines Wochenendes mehr als 10.000 Besucher an.48.40657111.759362 [24]

Klöster und Stifte[Bearbeiten]

Bis zur Säkularisation gab es in und um Freising eine Vielzahl von Klöstern und Stiften. Auf dem Domberg bestanden die Stifte St. Paul, St. Johannes und St. Andreas. Bereits im 9. Jahrhundert existierte dort das Domkloster Freising. Westlich des Veitstores lag das Stift St. Veit. In der Altstadt lagen das Franziskanerkloster Freising und das Kloster der Franziskaner-Terziarinnen. Nicht mehr zum Hochstift Freising gehörend, aber auf dem heutigen Stadtgebiet, lagen die Klöster Weihenstephan und Neustift. Seit 2009 gibt es mit dem Bodhi Vihara ein kleines buddhistisches Kloster auf dem Domberg. Als einziges christliches Kloster existiert das Frauenkloster der Armen Schulschwestern mit der Klosterkirche St. Klara.

Museen[Bearbeiten]

Im Gebäude des ehemaligen Knabenseminars befindet sich das Dombergmuseum, das Diözesanmuseum der Erzdiözese München und Freising. Es gilt nach den Vatikanischen Museen als das zweitgrößte kirchliche Museum der Welt.[25] Seit Juli 2013 ist das Dombergmuseum allerdings „bis auf Weiteres“ geschlossen.[26] Im Gebäude des Fürstbischöflichen Lyceums (Asamsaal) ist das Museum des Historischen Vereins Freising untergebracht. Es widmet sich vor allem der Stadtgeschichte.[27] Im Bürgerturm, einem renovierten Turm der ehemaligen Stadtmauer, finden wechselnde Ausstellungen zur Stadtgeschichte statt.[28] Etwas außerhalb liegt das Europäische Künstlerhaus im Schafhof.[29]

Theater und Veranstaltungsorte[Bearbeiten]

Direkt am Marienplatz, im ehemaligen Fürstbischöflichem Lyceum, befindet sich der barocke Asamsaal. Die ehemalige Aula des Lyceums (um 1700) wurde Ende der 1970er renoviert und wird für Theateraufführungen, Konzerte, Vorträge und Festakte der Stadt genutzt. Auf dem Anstieg zum Weihenstephaner Berg, westlich der Altstadt befindet sich an der Stelle des ehemaligen Stifts St. Veit der Lindenkeller, eine Gaststätte mit Kleinkunst- und Konzertbühne. Für größere Veranstaltungen steht die Luitpoldhalle zur Verfügung.[30]

Musik[Bearbeiten]

Neben dem Domchor, der vor allem Gottesdienste im Dom begleitet, gibt es noch mehrere andere Chöre in Freising. Lehrer, Schüler und Eltern der Musikschule bilden ein Orchester, das seit 2011 den Namen Freisinger Symphonie-Orchester trägt.[31] Überregional bekannte Bands aus Freising sind Blumentopf, RPWL und Schein.

Sport[Bearbeiten]

Das Freibad im Stadtteil Lerchenfeld wurde am 4. Juni 1902 eröffnet. Die ursprünglichen beiden Becken wurden 1969 in drei neue Becken umgestaltet. Schon 1964 wurden ein Wettkampfbecken und ein Sprungbecken gebaut. Vor den Olympischen Sommerspielen 1972 wurde das Schwimmbad durch die Olympia-Baugesellschaft saniert und es diente als Trainingscamp für Schwimmmannschaften. Ein städtisches Hallenbad besitzt Freising nicht. Die Öffentlichkeit kann das Schulschwimmbad des Josef-Hofmiller-Gymnasiums benutzen, wenn dort kein Schulunterricht stattfindet. Die Diskussion über den Bau eines Hallenbades und dessen Standort beschäftigt die Freisinger Politik seit Jahren.[32] In der näheren Umgebung gibt es drei Badeseen, den Vöttinger, den Pullinger Weiher und die Stoibermühle auf dem Gebiet der Gemeinde Marzling, alles ehemalige Kiesgruben.[33] Weitere Bademöglichkeiten bieten mehrere weitere Kiesgruben, die nicht zu Badeseen umgestaltet sind. Dort ist aber meist das Baden offiziell nicht erlaubt. Seit der Nachrüstung einiger Kläranlagen kann auch wieder in der Isar gebadet werden, wenn sie auch kein Badegewässer ist und deshalb nicht überwacht wird.[34]

In der Luitpoldanlage gibt es eine im Jahr 2010 sanierte Kunsteisbahn. Diese ist nur einige Monate im Jahr in Betrieb.[35] 2013 beschloss die Stadt Freising nach jahrelangen Diskussionen ein überdachtes Eisstadion am gleichen Standort zu errichten.[36]

Das Stadion in der Savoyer Au bietet Platz für 5000 Zuschauer (1132 Sitzplätze, davon 510 überdacht). Neben zwei weiteren Fußball- und Basketballplätzen befindet sich dort die Anlage des Tennis-Clubs ROT-WEISS Freising mit mehreren Freiplätzen und einer Tennishalle.[37] Weitere Sportanlagen gibt es in den Luitpoldanlagen, in Vötting, Pulling und in Attaching. Letzterer Stadtteil beherbergt die Anlagen der Freising Grizzlies, eines der wenigen Deutschen Baseballvereine.[38]

Bundesweite Erfolge im Ringen und Gewichtheben kann der SpVgg Freising vorweisen. In Bahnhofsnähe betreibt die Freisinger Sektion des Deutschen Alpenvereins eine Kletterhalle.[39]

Traditionen und Feste[Bearbeiten]

Das Uferlos Festival, das im Frühling in der Luitpoldanlage stattfindet

Das Korbiniansfest lockt jedes Jahr zahlreiche Pilger aus der ganzen Welt in den Freisinger Dom. Der Korbiniansschrein in der Krypta des Doms wird außer bei der jährlichen Priesterweihe, die für das Erzbistum München und Freising immer in Freising stattfindet, nur bei diesem Fest in den Kirchenraum gebracht. Bei der Vesper, die das Fest beschließt, wird der Schrein feierlich durch den Kreuzgang des Domes getragen. Am Wochenende vor dem Korbiniansfest kommen tausende Jugendliche aus ganz Bayern und weit über seine Grenzen hinaus auf dem Domberg zusammen, um dort gemeinsam das Jugendkorbiniansfest zu feiern. Neben Gottesdiensten gibt es unter anderem Workshops und Diskussionsrunden.[40]

Im September findet jedes Jahr das zehn Tage dauernde Freisinger Volksfest in den Luitpoldanlagen statt. Das Frühlingsfest an gleicher Stelle wurde durch das Uferlos Festival mit einer Mischung aus Gastronomie, Kunsthandwerk und Auftritten von Künstlern auf mehreren Bühnen abgelöst. An einem Samstag im Juli findet das von Freisinger Sportvereinen organisierte Altstadtfest statt.

Prima leben und stereo, das Open Air am Vöttinger Weiher, findet seit 1991 am ersten Augustwochenende in Freising statt. Das Open-Air mit alternativer Gitarrenmusik wird jährlich von 4300 Gästen pro Tag (insgesamt 8600) besucht und ist seit vielen Jahren regelmäßig ausverkauft. Es wird vom Kulturverein Prima leben und stereo (PLUS) organisiert. Der gleiche Verein veranstaltet auch die Nacht der Musik, den Freisinger Advent und das Kino am Rang, bei dem eine Woche lang am Campus Weihenstephan Kinofilme unter freiem Himmel gezeigt werden.

Jeden Mittwoch und Samstag findet am Marienplatz und jeden Freitag am Kirchplatz in Neustift ein Wochenmarkt statt.[41]

Politik[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2014
 %
30
20
10
0
16,3 %
22,0 %
13,9 %
9,6 %
5,7 %
4,2 %
1,5 %
26,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-10,7 %p
-0,1 %p
-5,5 %p
-6,1 %p
-1,4 %p
-1,0 %p
-1,9 %p
+26,7 %p

Stadtrat[Bearbeiten]

Dem Stadtrat gehören seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 acht Parteien und Gruppierungen an.

Sitzverteilung im Stadtrat seit 1946[42][43][44]
Jahr CSU SPD FW GRÜNE ödp LINKE FDP BP Sonstige Gesamt
2014 6 4 5 9 2 2 1 Freisinger Mitte: 11 40
2008 5 (11) 5 (6) 8 9 (9) 3 2 1 FSM: 7 [FN 1], fraktionslos: 1 40
2002 16 9 5 6 3 1 40
1996 15 9 5 6 2 1 1 BF 1 40
1990 14 10 6 1 2 1 U 2; FB 4 40
1984 16 10 3 1 1 UFB 3; FB 6 40
1978 23 12 2 UFB 3; 40
1972 19 17 2 2 40
1966 12 8 3 2 GDP/BHE 1 26
1960 10 9 2 2 GDP/BHE 2; UF 1 26
1956 8 7 2 4 UF 2; BHE 2; HB 1 26
1952 7 8 5 LH 4; FDW 2 26
1948 8 7 11 KPD: 1, FLÜ 3; WAV 1 31
1946 19 (15) 11 (8) 1 KPD: 1 31 (24)[FN 2]
BF = Bürgerforum
FB = Freisinger Block
U = Union Freisinger Bürger
UFB = Unabhängige Freisinger Bürger
UF = Unabhängige Freisinger
HB = Hausbesitzer
LH = Liste der Heimatvertriebenen
FDW = Freie Demokratische Wählergemeinschaft
FLÜ = Flüchtlingsparteien
  1. 2011 bildeten 8 Stadträte der CSU-Fraktion und eine Stadträtin der Grünen die neue Fraktion Freisinger Mitte. Zwei ihrer Mitglieder sind inzwischen aus dem Stadtrat ausgeschieden (Tobias Eschenbacher wurde zum Oberbürgermeister gewählt, Florian Notter wurde Leiter des Stadtarchivs). Nachrücker waren jeweils Mitglieder der CSU, da die Freisinger Mitte bei der Wahl 2008 noch nicht existierte. In Klammern die ursprüngliche Zahl der Sitze nach der Wahl. Eine Stadträtin der SPD wechselte 2012 zu den Grünen. Ein Stadtrat der FSM verließ später die Fraktion und blieb als fraktionsloser im Stadtrat.
  2. Der Stadtrat wurde auf Anordnung des bayerischen Innenministeriums nachträglich vergrößert. Die zusätzlichen Sitze gingen an die CSU und die SPD.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die Stadt Freising wird geleitet von einem Oberbürgermeister und zwei Bürgermeistern. Oberbürgermeister ist seit 2012 Tobias Eschenbacher von der Freisinger Mitte. Zweite Bürgermeisterin ist Eva Bönig (Grüne) und dritter Bürgermeister Hans Hölzl (Freisinger Mitte).[45]

Mit einem Wahlergebnis von 56,9 % bei der Oberbürgermeisterwahl 2012 setzte sich Tobias Eschenbacher, Kandidat der Wählervereinigung Freisinger Mitte, am 25. März 2012 in der Stichwahl gegen Sebastian Habermeyer von den Freisinger Grünen durch. Seit 1. Mai ist er im Amt, am 3. Mai war seine Amtseinführung.[46]

(Ober)bürgermeister von Freising
Person Amtszeit Partei
Tobias Eschenbacher seit 2012 Freisinger Mitte
Dieter Thalhammer 1994–2012 SPD
Adolf Schäfer 1970–1994 SPD, ab 1978 parteilos/Freie Wähler
Max Lehner 1948–1970 parteilos
Karl Wiebel 1946–1948
Emil Berg 1945–1946
Andreas Rasch 30. April–2. Mai 1945
Hans Lechner 1942–1945 NSDAP
Karl Lederer 1933–1942 NSDAP
Gottlieb Schwemmer kommissarisch NSDAP
Stephan Bierner 1899–1933 parteilos, später BVP
Martin Mauermayr 1869–1899
Franz Krumbach 1853–1869
Franz Sporrer 1848–1853

Vertreter in Land- und Bundestag[Bearbeiten]

Die Stadt Freising liegt im Bundestagswahlkreis Freising, der die Landkreise Freising und Pfaffenhofen umfasst. Bundestagsabgeordneter ist seit 2013 Erich Irlstorfer. Abgeordneter für den Stimmkreis Freising des Bayerischen Landtags, bestehend aus dem Landkreis Freising, ist seit 2008 Florian Herrmann.

Wappen[Bearbeiten]

Der obere Teil des Wappens zeigt die Bayerische Raute. Der Bär im unteren Teil erschien das erste Mal 1340, als er zwischen zwei Stadttürmen abgebildet war. Der Korbiniansbär ist das Symbol des ersten Bischofs von Freising Korbinian. Ursprünglich war auch der Freisinger Mohr und Kirchtürme auf dem Wappen abgebildet. Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts war der Bär das alleinige Motiv. Nach der Säkularisation wurde Freising ein Teil Bayerns und dementsprechend wurden 1806 die bayerischen Rauten in das Wappen integriert. Das heutige Stadtwappen wurde 1819 festgelegt.[47]

Die Stadtfarben von Freising sind rot und weiß. Das Bündel des Bären im Stadtwappen zeigt eben jene Farben (beziehungsweise heraldisches silber statt weiß). Seit 1938 werden die Straßenschilder in Freising in diesen Farben gestaltet.[48]

Als erster der Erzbischöfe von München und Freising nahm Josef Ratzinger, in Erinnerung an seine Freisinger Zeiten, außer dem üblichen Freisinger Mohren, der seit 1286 im Wappen der Bischöfe erscheint, auch den Korbiniansbären in sein Bischofswappen auf. Bär wie Mohr führte er als Papst Benedikt XVI. weiterhin in seinem Wappen.

Partnerschaften und Patenschaften[Bearbeiten]

Lage der Partnerstädte Freisings. Bis auf Arpajon südlich von Paris liegen diese alle im östlichen Alpenraum.

Die erste Städtepartnerschaft schloss Freising 1963 mit Obervellach. Bis 2004 folgten weitere fünf Städte. Während Arpajon als Geburtsort des Bistumsgründers Korbinian gilt, lagen die anderen Orte früher auf Besitzungen des Hochstifts Freising.[49]

Partnerstadt Staat seit
Obervellach OsterreichÖsterreich Österreich 1963
Innichen/San Candido ItalienItalien Italien 1969
Maria Wörth OsterreichÖsterreich Österreich 1978
Waidhofen an der Ybbs OsterreichÖsterreich Österreich 1986
Arpajon FrankreichFrankreich Frankreich 1991
Bischoflack/Škofja Loka SlowenienSlowenien Slowenien 2004

Eine 2011 ausgelieferte Embraer ERJ-195LR (D-AEBH) der Lufthansa CityLine ist nach Freising benannt.[50] Zuvor trug eine 1991 ausgelieferte Boeing 737-500 den gleichen Namen.[51] Diese sollte am 17. Mai 1992 gemeinsam mit der Schwestermaschine Erding im Parallelanflug die ersten offiziellen Landungen am neu eröffneten Münchner Flughafen durchführen. 10 Minuten vorher landete aber bereits eine MD 83 der Aero Lloyd.[52]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Versuchsgut Dürnast der Technischen Universität München

2010 gab es in Freising 38600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Davon lebten etwa 17600 auch in Freising. Dementsprechend betrug das Pendlersaldo von 21000 Arbeitskräften. Der weitaus größte Teil der Arbeitsplätze liegt im Bereich „Handel, Verkehr und Gastgewerbe“ und anderen Dienstleistungen. Im produzierenden Gewerbe sind etwa 4000 Arbeitnehmer tätig. Die Zahl der Lohn- und Einkommenssteuerpflichtigen stieg zwischen 1992 und 2007 von 16200 auf fast 24000 an. Die Arbeitslosenquote im Bezirk Freising-Erding liegt seit Jahren bei etwa 3 % und damit nahe der Vollbeschäftigung.[6][53]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

2010 gab es in Freising 134 landwirtschaftliche Betriebe, die 4154 Hektar Land bewirtschafteten. Die Fläche verteilte sich etwa auf ein Drittel Grünland und zwei Drittel Ackerland. Die dominierende Getreideart waren Weizen (etwa 800 ha) und Gerste (etwa 440 ha). Die restliche Fläche wurde vor allem zum Anbau von Raps und Futterpflanzen genutzt. In der zurückgehenden Tierhaltung dominierte die Rinder- und Hühnerhaltung. Von den fast 3000 Rindern waren etwa ein Drittel Milchvieh.[6] Die Technische Universität München betreibt im Umkreis von Freising mehrere Landwirtschaftliche Forschungsstationen, von denen das Gut Dürnast und der Veitshof auf dem Gebiet der Stadt Freising liegen.[54]

Unternehmen von überregionaler Bedeutung[Bearbeiten]

Der größte Arbeitgeber der Region ist der Flughafen München mit den auf dem Flughafengelände angesiedelten Firmen, der aber nur zu einem Teil auf dem Gebiet der Stadt Freising liegt. Unter anderem betreibt hier die Deutsche Post AG eine der größten Briefniederlassungen in Bayern. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber ist Texas Instruments. Heute arbeiten am europäischen Konzernsitz in Freising mehr als 1000 Mitarbeiter. Der Halbleiterhersteller eröffnete seine Zweigstelle in Freising 1966 und ist sowohl in der Entwicklung als auch in der Produktion tätig.[55] Im Ortsteil Attaching fertigt Krones Brauereianlagen. Krones übernahm 1983 die ansässige Maschinenfabrik Anton Steinecker. In Lerchenfeld betreibt HAWE Hydraulik ein Werk. Ein weiterer Maschinenbaubetrieb war bis 1993 der Traktorenhersteller Anton Schlüter München. 2012 wurde bekannt, dass Volkswagen in Freising ein Schulungs- und Qualifizierungszentrum für die Bereiche Verkauf und Service im Raum München und Bayern baut.[56]

Neben der Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan, der ältesten Brauerei der Welt (seit 1040), braut auch das Hofbrauhaus Freising Bier. Auf dem Schlütergut, dem ehemaligen Gut der Maschinenfabrik Schlüter, betreibt die Unternehmensgruppe Theo Müller die Molkerei Weihenstephan.

In Freising haben drei Banken ihren Hauptsitz. Neben der Sparkasse Freising und der Freisinger Bank ist dies das Bankhaus Ludwig Sperrer, einer der wenigen Privatbankiers in Deutschland. Daneben gibt es Filialen der üblichen überregionalen Banken.

Wirtschaftsverbände[Bearbeiten]

Der größte und am breitesten aufgestellte Wirtschaftsverband vor Ort ist der Gewerbeverband Freising im Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e. V. mit weit über 100 Mitgliedsunternehmen. Der Einzelhandel im Zentrum wurde lange Zeit durch den Verein Einkaufszentrum Freisinger Innenstadt vertreten. 2014 wurde die neue Vereinigung, Aktive City Freising, gegründet, der neben dem Einzelhandel auch freie Berufe, Vereine und Bewohner der Freisinger Innenstadt beitreten können. Bei den Wirtschaftsjunioren Freising engagieren sich vor allem junge Selbständige, Unternehmer und Führungskräfte. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern wird durch das IHK-Gremium Erding-Freising repräsentiert, die Handwerkskammer für München und Oberbayern durch die Kreishandwerkerschaft Freising.

Medien[Bearbeiten]

In Freising erscheinen zwei Tageszeitungen als Lokalausgaben. Das Freisinger Tagblatt als Teil des Münchner Merkurs und die Süddeutsche Zeitung. Wöchentlich erscheinen die beiden Anzeigenblätter Forum und Wochenblatt. Seit 2007 erscheint monatlich das Stadtmagazin fink. Freising liegt im Sendebereich des Lokalsenders Rock Antenne, der die Sendefrequenz von Radio Hitwelle übernahm.

Fremdenverkehr[Bearbeiten]

Hauptanziehungspunkte sind die historische Altstadt und der Domberg und dabei insbesondere die zahlreichen Kirchen wie der Freisinger Dom. Ein weiteres Ziel ist der Stadtteil Weihenstephan, mit den Einrichtungen und Gärten der beiden Hochschulen, sowie der Brauerei Weihenstephan. Es werden Stadtführungen zu verschiedenen Themengebieten angeboten. Unter anderem durch die Wahl von Benedikt XVI. zum Papst und dessen früheres Wirken in Freising nehmen die Besucherzahlen in den letzten Jahren zu.[57] Freising liegt am Isar-Radweg und ist Endpunkt der Deutschen Hopfenstraße durch die nördlich gelegene Hallertau. Ein Anziehungspunkt, der ebenfalls auf dem Gebiet der Gemeinde Freising liegt, ist der Besucherpark des Flughafens, mit dem Besucherhügel und einer Ausstellung historischer Flugzeuge. Hier starten auch Besucherrundfahrten über das Flughafengelände.

In Freising gibt bedingt durch die Nähe der Großstadt München und des Flughafens eine große Anzahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Unweit des Marienplatzes liegt das Hotel Bayerischer Hof. Seit der Eröffnung des Flughafens eröffneten in Freising mehrere Hotelketten neue Häuser (Mercure, Marriott International, Novotel). Daneben gibt es einige kleinere Hotels, sowie Gasthäuser und Pensionen. 2011 boten 24 Betriebe mit mehr als 9 Betten insgesamt 2125 Gästebetten an. Die 201.179 angekommenen Gäste führten zu 319.399 Übernachtungen. Mehr als ein Drittel der Gäste stammen aus dem Ausland.[6]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Korbinianbrücke ist die älteste der Freisinger Isarbrücken und heute für den Autoverkehr gesperrt.
Flößerei auf der Isar (Johann Baptist Deyrer um 1772)

Den Süden des Stadtgebietes durchquert die Bundesautobahn 92, die Freising an München und Niederbayern anbindet. Wenige Kilometer westlich bei Allershausen verläuft die A 9. Von Freising durch die Hallertau nach Abensberg verläuft die Bundesstraße 301. Die Bundesstraße 11 von Krün nach Bayerisch Eisenstein verläuft durch Freising. Sie verläuft zwischen München und Landshut parallel zur A 92, östlich von Freising jedoch auf der jeweils anderen Isarseite, so dass sie dennoch stark befahren ist. Bei Achering trifft die B 11 an der Anschlussstelle Freising Süd auf die A 92. Die Staatsstraße 2084 verbindet Freising einerseits mit Allershausen und andererseits mit Erding. Die Staatsstraße 2339 führt bis zur Bundesstraße 13 bei Heimhausen. Zur Anbindung des Flughafens an die A92 gibt es die Anschlussstelle Flughafen München. Dabei existieren nur Anschlüsse in Richtung München. Auf dem ersten Kilometer bis zur Anschlussstelle Hallbergmoos ist die Zubringerstraße als Autobahn gewidmet. Danach geht sie in die Staatsstraße 2584 über die bis zur Flughafentangente Ost führt und die Hauptzufahrt zum Flughafen ist. Bis zur Abzweigung zum Terminal 1 liegt die Straße auf dem Gebiet der Stadt Freising. Die Straße ist bis auf einen Kreisverkehr im Osten des Flughafens höhenfrei ausgebaut und weist bis zu diesem Kreisverkehr getrennte Richtungsfahrbahnen auf. Auf dem Gelände des Flughafens ist die Straße nicht gewidmet, so dass die Staatsstraße 2584 rein rechtlich gesehen aus zwei Teilstücken besteht. Das westliche der beiden, auf dem Gebiet der Stadt Freising ist nur wenige hundert Meter lang (zwischen Autobahnende und Flughafengrenze).[58]

Stark befahren ist die Kreisstraße FS 44. An ihr liegt die Autobahnanschlussstelle Freising Mitte. Sie führt von der B 11 im Süden der Stadt über die Schlüterbrücke bis zur Autobahnanschlussstelle Hallbergmoos am Flughafenzubringer, wo sie als B 301 weiter bis zur B 388 geführt wird. Der Abschnitt der B 301 zwischen Hallbergmoos und Fischerhäuser wurde 2013 eröffnet und entlastet die bestehende Staatsstraße auf der Ostseite der Isar, auf der der Verkehr wegen des Flughafens stark angestiegen war.

Um den Verkehr in der Innenstadt zu vermindern, wurden mehrere Umgehungsstraßen gebaut. Im Osten wird die B 11 über den Autobahnzubringer B 11a zur Autobahnausfahrt Freising Ost geführt und geht dort in die Staatsstraße 2084 über. Von dort führt der Südring weiter, der parallel zur A 92 im Süden von Lerchenfeld verläuft und über die Schlüterbrücke (FS 44) zur B 11 führt. Im Norden verbinden der Weihenstephaner Ring, der Wettersteinring und der Karwendelring die Staatsstraße 2084 mit der B 301. Die Lücke zwischen dieser Nordumgehung und der Südumgehung soll mit der Westtangente geschlossen werden. Dazu soll ein Tunnel den Ortsteil Vötting unterqueren und die Tangente bei der Schlüterbrücke auf die B 11 und die Südtangente treffen. Die Planungen für dieses umstrittene Projekt dauern allerdings schon mehrere Jahrzehnte an.[59] Für die B 301 gibt es Planungen, sie in Form einer Nordostumgehung aus dem Stadtgebiet heraus zu nehmen. Die Umgehung würde südlich von Zolling vom bisherigen Straßenverlauf abzweigen und bei Marzling auf die B 11 treffen.[60]

Die älteste Isarquerung in Freising ist die Korbinianbrücke, die nur noch für Stadtbusse sowie Fußgänger und Radfahrer freigegeben ist. Der Großteil des Verkehrs läuft heute über die wenige hundert Meter entfernt liegende Luitpoldbrücke. Weitere Brücken liegen an der Südumgehung (Schlüterbrücke) und im Osten (B 11). Noch im Gemeindegebiet liegen die Autobahnbrücke bei Achering und die parallel verlaufende Bahnbrücke der Strecke zum Flughafen München. Nahe den beiden letzteren Brücken gibt es noch eine schmale Brücke aus Holz und Stahl, die hauptsächlich von Fußgängern und Radfahrern benutzt wird.

Freising liegt an der Bahnstrecke München–Regensburg, die von der Actiengesellschaft der bayerischen Ostbahnen am 3. November 1858 in Betrieb genommen wurde. Am Bahnhof Freising verkehren heute Regionalzüge von München über Landshut in Richtung Passau, Regensburg, Nürnberg und Hof. Einmal täglich gibt es eine direkte Verbindung nach Prag. Seit 1972 ist Freising zusätzlich durch die S-Bahnlinie 1 des Münchner Verkehrsverbund (MVV) an die Landeshauptstadt München angebunden. Im Gemeindeteil Pulling gibt es einen weiteren S-Bahn-Halt. Daneben liegt die S-Bahn-Station Flughafen-Besucherpark auf dem Freisinger Stadtgebiet. Neben dem zweiten Ast der S1 der von Neufahrn über die Neufahrner Spange zum Flughafen verläuft, fährt hier die S8, die die Bahnstrecke München Ost–München Flughafen nach München nutzt. Bis in die 1970er Jahre gab es noch einen Haltepunkt im Stadtteil Neustift48.40567711.76293. Dort hielten die Züge, die über Langenbach und weiter über die Hallertauer Lokalbahn verkehrten. Nach deren Einstellung wurde der Haltepunkt aufgegeben. Im Rahmen des Erdinger Ringschlusses ist geplant, eine neue Bahnstrecke von Freising zum Flughafen und später über Erding weiter an die Bahnstrecke München–Mühldorf zu bauen. Die Planfeststellung für die sogenannte „Neufahrner Kurve“ erfolgte im November 2012, der Baubeginn soll im Jahr 2013 sein. Neben der Verlängerung der S-Bahnlinie 2 werden auch Regionalexpress- und Regionalbahn-Verbindungen zum Flughafen eingerichtet, die der Anbindung Nord- und Ostbayerns an den Flughafen dienen.

Die Stadtwerke Freising betreiben ein Stadtbusnetz mit mehreren Linien, das in den Münchner Verkehrsverbund (MVV) integriert ist. Zu diesem Netz gehören auch eine Buslinie nach Marzling und eine zum Flughafen. In Nächten vor Samstagen, Sonntagen, Feiertagen sowie zu größeren Festen (Volksfest u.ä.) verkehrt ein Nachtbus im Stundentakt. Alle Linien beginnen am Bahnhof. Dort befindet sich auch ein Busbahnhof für Regionalbusse.[61][62]

Der Münchener Flughafen ist nur 6 km vom Zentrum Freisings entfernt. Mit etwa 38 Millionen abgefertigten Passagieren (2011) ist er der zweitgrößte deutsche Flughafen und einer der 10 größten Europas.

Bis zum Aufkommen der Eisenbahn spielte die Flößerei auf der Isar für den Transport eine bedeutende Rolle.

Stromversorgung[Bearbeiten]

Photovoltaikanlage an der A9248.37947111.756637

Der wichtigste Verteilnetzbetreiber in Freising sind heute die Stadtwerke Freising. Nur das Netz im Bereich Attaching wird vom E-Werk Schweiger versorgt. Einen eigenen Netzbereich bildet auch das Netz Weihenstephan.[63] Die Stromerzeugung in Freising beschränkt sich auf ein kleines Wasserkraftwerk und zwei landwirtschaftliche Biogasanlagen, sowie Photovoltaikanlagen. Die größte dieser Anlagen zieht sich in Form einer Lärmschutzwand 1200 m entlang der A92.[64] Auf dem Flughafengelände betreibt der Flughafen ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 18,5 MW (Blockheizkraftwerk Flughafen München). Wenige Kilometer nordöstlich bei Anglberg liegt das Kraftwerk Zolling. An diesem Standort werden ein Steinkohlekraftwerk, sowie Gasturbinen und eine Biomasseanlage betrieben. Durch den Norden der Stadt führt eine 110 kV-Hochspannungsleitung, die östlich von Marzling von der Verbindungsleitung vom Kraftwerk Zolling zum Umspannwerk Neufinsing abzweigt und nach Unterschleißheim führt. An mehreren Umspannwerken in der Stadt Freising (Umspannwerk Freising Nord 48.41514611.763225 1969, Umspannwerk Freising West 48.40769611.727514 1990) wird Strom ins 20kV-Mittelspannungsnetz eingespeist. Vom Umspannwerk Freising Nord führt eine Erdleitung mit 110 kV zum Umspannwerk Freising-Ost in Lerchenfeld, das 2002 in Betrieb ging um diesen Ortsteil, die dort liegenden Anlagen von Texas Instruments und das Gewerbegebiet Clemensänger zu versorgen. Parallel zur Hochspannungsleitung durch den Norden der Stadt führt eine weitere Hochspannungsleitung der DB Energie für Bahnstrom. Über einen Abzweig wird das Unterwerk Pulling versorgt, das Strom in die Bahnstrecken nach München und am Flughafen einspeist.

Fernwärme[Bearbeiten]

In Freising besteht seit 1988 ein von der Fernwärmeversorgung Freising GmbH betriebenes Fernwärmenetz. Gesellschafter der GmbH sind die Stadtwerke Freising und GDF SUEZ. Das Netz erstreckt sich über die Gemeinden Freising, Zolling, Hallbergmoos sowie über das Flughafengelände. Versorgt werden folgende Anschlüsse:

  • Verwaltungsgebäude des Kraftwerks Zolling
  • Zolling
  • Freising
  • TU Weihenstephan
  • Freising Ost
  • Attaching
  • Flughafen München
  • Hallbergmoos

Die größte Wärmequelle im Netz ist das Kraftwerk Zolling. Neben den 150 MW des Steinkohleblocks (Kraft-Wärme-Kopplung) stehen ein Elektrokessel (35 MW), ein Biomasseheizkraftwerk (30 MW) und ein Anfahrkessel (40 MW) zur Verfügung. Zusätzlich befindet sich am Kraftwerk ein Fernwärmespeicher der eine Leistung von 18 MW abgeben kann. Zusätzlich zu den Anlagen am Standort Zolling gibt es je ein Heizwerk in Weihenstephan (39,5 MW) und Hallbergmoos (32 MW). Größter Verbraucher im Netz ist der Flughafen München mit einer Anschlussleistung von 31 MW. Der Flughafen betreibt daneben noch ein eigenes Blockheizkraftwerk und stellt damit über Kraft-Wärmekopplung Wärme für den Flughafen zur Verfügung.[65][66][67][68]

Gas[Bearbeiten]

Die Versorgung mit Gas begann 1864 mit dem Bau eines privaten Werks zur Kohlevergasung an der Wippenhauser Straße. Nach einigen Besitzerwechseln gelangte das Werk 1907 in die Hände der Stadt Freising. Das Gaswerk wurde 1957 stillgelegt und von da an Stadtgas von den Stadtwerken München bezogen. 1975 wurde das Netz von Stadtgas auf Erdgas umgestellt. Lokaler Versorger sind die Stadtwerke Freising. Das Gasnetz erstreckt sich über die Stadt Freising, sowie die Ortsteile Pulling, Hohenbachern und Altenhausen. Des Weiteren betreiben die Stadtwerke Freising die Gasnetze in den nahe gelegenen Ortschaften Marzling und Langenbach, die nicht mehr im Gemeindegebiet Freising liegen. Insgesamt hat das Gasnetz eine Länge von 160 Kilometern. Das Gas wird aus dem vorgelagerten Netz der Energie Südbayern entnommen. Der Flughafen besitzt einen eigenen Anschluss an dieses Netz.[69][70][71]

Wasser[Bearbeiten]

Der Freisinger Wasserturm ging 1906 in Betrieb

Die Stadtwerke Freising, in deren Händen sich die Wasserversorgung seit 1959 befindet, versorgen bis auf zwei Ausnahmen den gesamten Gemeindebereich. Die Gemeindeteile Pulling und Achering gehören dem Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd an, der das Gebiet mehrerer Gemeinden im Süden des Landkreises Freising umfasst. Der Flughafen bezieht sein Wasser vom Zweckverband zur Wasserversorgung Moosrain (Gemeinden Eitting, Finsing, Moosinning, Neuching und Oberding)[72]

Im Mittelalter versorgte sich die Bevölkerung über eigene Hausbrunnen oder über öffentliche Brunnen. Für einige Großverbraucher, unter anderem Brauereien, gab es Pumpwerke die Flusswasser förderten. Auch die höher gelegenen Gebiete der Stadt (Domberg, Weihenstephaner Berg) erforderten den Einsatz von Pumpwerken. Der Domberg wurde im 16. Jahrhundert mit einem Pumpwerk von der Moosach aus mit Wasser versorgt. Der große Residenzturm der Fürstbischöfliche Residenz diente dabei als Wasserturm. Nach dem Ausbruch von Seuchen (Asiatische Brechruhr 1836, Cholera 1854, Typhus 1880) erhielt die Stadt Freising 1883 die Auflage den Zustand der Wasserversorgung zu verbessern. Während der Amtszeit von Bürgermeister Martin Mauermayr wurde eine zentrale Trinkwasserversorgung geplant und 1888 in Betrieb genommen. Der Brunnen entstand nahe der Bahnlinie nach München. Über ein Pumpwerk an der Moosach nahe dem Veitshof wurde das Wasser in einen Erdbehälter an der Prinz-Ludwig-Straße gepumpt. Mit dem Bau der Jägerkaserne (Vimy-Kaserne) wurde an gleicher Stelle ein neues Pumpwerk und ein Freisinger Wasserturm errichtet. Seitdem wurde das Wassernetz stetig ausgebaut und weitere Wasserspeicher hinzugefügt, zuletzt 2006 ein Hochbehälter in der Nähe der Waldsiedlung 48.41619911.740093. Heute wird das Wasser aus Flach- und Tiefbrunnen in der Nähe von Vötting gefördert.

Neben den Hochbehältern und dem Wasserturm der Stadtwerke gab und gibt es noch mehrere andere Wassertürme in der Stadt. In Betrieb sind noch die beiden weit sichtbaren Wassertürme der Brauerei Weihenstephan. Beide Türme entstanden in den 1920er Jahren. Der mit einer Höhe von 20 Metern kleinere Turm dient als Zwischenspeicher für enthärtetes Wasser für die Brauerei. Er wurde 1924 errichtet. Der mit 32 Metern größere Turm versorgt den Stadtteil Weihenstephan mit Trinkwasser aus zwei Behältern mit je 99 m³ Fassungsvermögen. Weitere Wassertürme betrieb die Traktorenfabrik Schlüter. Diese benötigte das Wasser sowohl für die Produktion als auch zur Versorgung der Arbeiterhäuser. 1916 wurde der erste Turm, ein Jahr später der zweite gebaut. Beide Türme sind baugleich und etwa 30 Meter hoch. Die Eisen- und Betonkonstruktion hat eine Grundfläche je 6,60 m × 6,60 m. Im obersten Stockwerk befindet sich jeweils ein Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 100 m³. Auf dem ehemaligen Versuchsgut der Firma Schlüter (heute Molkerei Weihenstephan) befand sich ebenfalls ein Wasserturm, der heute für Büroräume genutzt wird.[73][74]

Entwässerung[Bearbeiten]

Für die Stadtentwässerung des größten Teils des Gemeindegebiets ist die Stadtentwässerung Freising zuständig, ein Eigenbetrieb der Stadt Freising. Ausnahme ist das Flughafengelände, dessen Betreiber dem Abwasserzweckverband Erdinger Moos angehört und an die Kläranlage Eitting angeschlossen ist.[75] Das restliche Gemeindegebiet (bis auf einige kleine Orte mit Kleinkläranlagen) und die Nachbargemeinde Marzling sind an die Kläranlage im Stadtteil Neustift angeschlossen48.40421411.761776. Diese wurde 1958/59 gebaut und hat nach mehreren Erweiterungen und Modernisierungen eine Anlagenkapazität von 110.000 Einwohnerwerten. Das gereinigte Wasser wird in die Isar abgegeben. Wie in anderen Kläranlagen an der Isar wird das Wasser vor der Einleitung mit Ultraviolettstrahlung behandelt, um die Keimzahlen im Wasser zu senken und das Baden im Fluss zu ermöglichen. Bei der Kanalisation werden zwei Ableitungssysteme eingesetzt. Nördlich der Isar sind 61 km der Kanalisation als Mischsystem ausgeführt. Um die Leistungsfähigkeit dieses Systems zu erhöhen wurde zwischen 1994 und 1998 ein Stauraumkanal (Umgehungssammler) mit einer Länge von 4,1 km gebaut. Südlich der Isar ist das Abwassersystem als Trennsystem ausgeführt mit 89,3 km Schmutzwasserkanal und 21,2 km Regenwasserkanal.[76][77]

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

In der Stadt Freising gibt es mehrere Grundschulen. In der Innenstadt liegt die Grundschule St. Korbinian, in Neustift die Grundschule Neustift, in Lerchenfeld die Grundschule St. Lantbert und im Norden der Stadt die Grundschule Paul-Gerhardt. Eine weitere Grundschule ist die Grundschule Vötting, zu der auch das Schulhaus in Pulling gehört. Zu den weiterführenden Schulen gehören die drei Mittelschulen Neustift, Paul-Gerhard und Lerchenfeld. Die beiden erstgenannten befinden sich an den Standorten der gleichnamigen Grundschulen. In direkter Nachbarschaft zur Paul-Gerhard-Schule befindet sich die Karl-Meichelbeck-Realschule. In der Wippenhauser Straße befinden sich die Wirtschaftsschule und die Fachoberschule/Berufsoberschule. Das älteste der drei Freisinger Gymnasien ist das Dom-Gymnasium auf dem Domberg. Das Camerloher-Gymnasium ist eines der wenigen musischen Gymnasien. Das aus dem Dom-Gymnasium hervorgegangene Josef-Hofmiller-Gymnasium ist das größte Freisinger Gymnasium.[78] In einem gemeinsamen Gebäude befinden sich die Berufsschule Freising und die Berufsfachschule für Kinderpflege. Letztere bildet als Vollzeitschule in zwei Jahren Kinderpfleger aus. Dem Klinikum Freising ist die Berufsfachschule für Krankenpflege angeschlossen. Die Staatliche Fachschule für Blumenkunst Weihenstephan bietet Fortbildungen zum Staatlich geprüften Gestalter für Blumenkunst. In der Gartenstraße hat die Förderschule der Lebenshilfe Freising ihren Sitz. Eine weitere Förderschule ist das Sonderpädagogisches Förderzentrum Freising-Pulling im Ortsteil Pulling. In Freising gibt es zwei Musikschulen, die Sing- und Musikschule der Stadt Freising im Eckher-Haus und die private Musikschule des Vereins 3klang. Im ehemaligen Krankenhaus an der Kammergasse befindet sich die Volkshochschule Freising.

Hochschulen[Bearbeiten]

In den westlichen Stadtteilen Weihenstephan und Vötting befindet sich das Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München. Hier studieren etwa 3000 Studenten. Ebenfalls in Weihenstephan befindet sich der Freisinger Teil der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Beide Einrichtungen entstanden aus den Forst- und Landwirtschaftsschulen, die in den Gebäuden des Klosters Weihenstephan eingerichtet wurden, als diese nach der Säkularisation leer standen. Das Klinikum Freising ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München.

Forschungs- und Bildungszentren[Bearbeiten]

Im Umkreis um die beiden Hochschulen entstanden mehrere Forschungszentren. Zur Technischen Universität München gehören das TUM Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität, das TUM Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung und das TUM Hans Eisenmann-Zentrum für Agrarwissenschaften. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft und die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft sind Behörden des Freistaates Bayern. Weitere außeruniversitäre Einrichtungen sind die Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung, die DEULA Bayern und das Gründerzentrum für die Grüne Biotechnologie IZB Freising-Weihenstephan. Das Forschungszentrum der Degussa Food Ingredients GmbH wurde 2006 geschlossen, nachdem sich Degussa aus diesem Bereich zurückzog.[79]

Neben dem naturwissenschaftlichen und technischen Bereich gibt es Einrichtungen im Bereich der religiösen Bildung. Das Institut für Theologische und Pastorale Fortbildung Freising widmet sich der Fortbildung von Seelsorgern. Ebenfalls in der ehemaligen Residenz auf dem Domberg hat das Bildungszentrum Kardinal-Döpfner-Haus seinen Sitz. Weitere Angebote bieten das Katholisches Kreisbildungswerk und das Pallotti-Haus, ein christliches Bildungshaus und Therapiezentrum.

Bibliotheken[Bearbeiten]

Die älteste Bibliothek in Freising ist die auf dem Domberg gelegene Dombibliothek Freising. Diese wurde von Bischof Arbeo († 784) gegründet und ist die zentrale Bibliothek des Erzbistums München und Freising und eine der größten kirchlichen Bibliotheken Deutschlands. Die Stadtbibliothek wurde 1959 gegründet. Nach mehreren Standortwechseln befindet sie sich seit 2006 in der alten Feuerwache in der Unteren Hauptstraße 48.40210511.747625. Diese wurde für diesen Zweck aufwändig renoviert. Im Hofgarten in Weihenstephan liegt die Zentralbibliothek der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf 48.39477511.730298. Ebenfalls in Weihenstephan liegt eine Teilbibliothek der Universitätsbibliothek der Technischen Universität München 48.39830211.722476. Seit Mai 2011 bieten diese vier Bibliotheken einen gemeinsamen Freisinger Bibliothekskatalog an. Damit können die etwa 850.000 Medien der Bibliotheken von einer Online-Oberfläche aus durchsucht werden. Ebenfalls auf dem Domberg befindet sich seit 2009 die Bibliothek des Buddhistischen Klosters Bodhi Vihara.[80]

Feuerwehren[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Freising ist eine Feuerwehr ohne hauptamtliche Einsatzkräfte. Gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr Freising im Jahr 1863. Die Feuerwehr Freising besteht aus zwei Feuerwachen. Die Feuerwache 1 (Hauptfeuerwache) deckt primär die Stadtbereiche links der Isar ab. Lange Jahre befand sich die Wache in der Innenstadt im Gebäude der heutigen Stadtbibliothek 48.40210511.747625. 2002 wurde eine neue Wache am Standort des ehemaligen Schlachthofes an der Dr.-von-Daller-Straße bezogen 48.40158211.751981. Das Einsatzgebiet der seit 1974 bestehenden Feuerwache 2 ist der Stadtteil Lerchenfeld 48.38960711.765655.

Auf dem Gebiet der Stadt gibt es auch die Werkfeuerwehr TUM-Weihenstephan sowie die Freiwilligen Feuerwehren Achering, Attaching, Haindlfing-Itzling, Pulling und Sünzhausen. Für den teilweise auf dem Stadtgebiet liegenden Flughafen München ist die Flughafenfeuerwehr München zuständig.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

1705 veranlasste Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck den Bau eines Krankenhauses. Dieses entstand östlich der Stadt an der Landshuter Straße. Ab 1818 war es das Militärlazarett der Kaserne, die nach der Säkularisation im Kloster Neustift bestand. Diesem Zweck diente das Gebäude bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918/19. 1929 erwarb die Stadt das Gebäude und richtete dort Wohnungen ein. Ab 1938/39 diente es als Wohnheim für Schülerinnen. 1945 wurde es als Hilfskrankenhaus wieder eröffnet. 1952 wurde eine Isolierstation angebaut. Nach der Fertigstellung des Neubaus des Kreiskrankenhauses an der Mainburger Straße wurde es am 30. Juni 1972 geschlossen. Heute befindet sich dort unter anderem die städtische Musikschule.48.4037411.753021

Als Ersatz für das dem Militär übergebene Krankenhaus entschied sich die Stadt, nördlich der Innenstadt ein neues städtisches Krankenhaus zu errichten. Die Grundsteinlegung fand 1829 statt. Dieses wurde 1834 auf dem Gelände des ehemaligen Hofgartens eröffnet. Nach der Wiedereröffnung des Krankenhauses an der Landshuter Straße wurde es zum Chirurgisches Krankenhaus. Nach 1972 blieb nur die neue Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Gebäude. 1974 wurde auch diese ins neue Kreiskrankenhaus verlegt und das Krankenhaus endgültig geschlossen. Heute befindet sich dort die Volkshochschule Freising. 48.4029611.744417

Aufgrund eines Gesetzes war der Distrikt Freising (Vorläufer des Landkreises Freising) 1860 verpflichtet, ein eigenes Krankenhaus zu errichten. Aus Geldmangel konnte vorerst kein eigenes Gebäude für diesen Zweck errichtet werden. Bis 1884 war das Distriktkrankenhaus deswegen im Gebäude des städtischen Krankenhauses untergebracht. 1884 konnte eine eigenes Gebäude (ein umgebauter Bauernhof) an der Mainburger Straße bezogen werden. Nach mehreren Erweiterungen wurde es 1919 in Bezirkskrankenhaus und 1939 in Kreiskrankenhaus umbenannt. 1955 wurde ein Zweckverband gegründet, um die Krankenhäuser von Stadt und Kreis unter einem Dach zu vereinigen. Dieser wurde schon ein Jahr später wieder aufgelöst. Der Kreis errichtete infolgedessen bis 1958 einen Neubau neben dem bestehenden Gebäude von 1884, das danach nicht mehr genutzt, aber erst 1970 abgerissen wurde. Nach der Gründung eines neuen Zweckverbandes 1963 wurde beschlossen, die drei Häuser zu vereinigen. Dazu wurde das Kreiskrankenhaus um zwei neue Bettenbauten erweitert. Da Freising 1972 seine Kreisangehörigkeit verlor, löste sich der Zweckverband 1973 auf. Die Erweiterung wurde 1974 abgeschlossen. Ab 1993 wurden große Teile des Hauses saniert oder neu gebaut. Seit 2005 trägt das Krankenhaus den Namen Klinikum Freising und seit 2006 ist es ein Akademisches Lehrkrankenhaus der TU-München.[81][82]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ludwig Prandtl, (1875–1953), Physiker

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Stadt Freising oder in sie eingemeindete Gemeinden haben seit 1869 insgesamt 25 Personen die Ehrenbürgerschaft verliehen. Der bekannteste Ehrenbürger Freisings ist der emeritierte Papst Benedikt XVI., der von 1977 bis 1982 Erzbischof von München und Freising war.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Der Physiker Ludwig Prandtl wurde in Freising geboren und lieferte bedeutende Beiträge zum grundlegenden Verständnis der Strömungsmechanik und entwickelte die Grenzschichttheorie. Der bekannteste Sportler aus Freising ist Hans Pflügler, der 1990 Fußballweltmeister wurde und mit dem FC Bayern München mehrere nationale Titel gewann. Der Weihbischof Wolfgang Bischof der Seelsorgsregion Süd des Erzbistums München und Freising stammt auch aus Freising.

Persönlichkeiten die in Freising wirkten[Bearbeiten]

Bis zur Säkularisation prägten über Jahrhunderte die Bischöfe von Freising und andere kirchliche Würdenträger die Geschichte der Stadt.

Der fürstbischöfliche Hof und die Klöster zogen auch Künstler wie Cosmas Damian Asam und dessen Söhne die Brüder Asam an. Weitere Künstler waren Antonio Riva, Johann Baptist Zimmermann, Philipp Dirr, Johann Lorenz Hirschstötter, Christopher Paudiß, Giovanni Antonio Viscardi, Franz Joseph Lederer, Valentin Gappnigg, Johann Baptist Deyrer und Johann Andreas Wolf.

Auch an den verschiedenen Hochschulen Freisings (Lyceum, PTH, TUM-WZW, HSWT) wirkten namhafte Wissenschaftler. Die bekanntesten Professoren am Fürstbischöfliches Lyceum waren Karl Meichelbeck und Ferdinand Rosner. Der Theologe und Professor Johannes Gründel, der bis zu deren Auflösung an der PTH lehrte, lebt im Ortsteil Hohenbachern. Der derzeitige Präsident der Technischen Universität München Wolfgang A. Herrmann lebt ebenfalls in Freising.

→ siehe: Hochschullehrer in Freising

Der Volkssänger Roider Jackl lebte vor seinem Tod lange Jahre in Freising.

Perzeptionen[Bearbeiten]

Zitate über Freising[Bearbeiten]

  • Freysing, die vornehmste Stadt in Oberbayern.Michael Wening, 1701
  • Wer in Freysingen keinen Pfaffen gesehen, der darf nicht sagen, daß er dort gewesen.Johann Pezzl, 1784
  • Wer Freising nicht gesehen hat, kennt Altbayern nicht.Wilhelm Heinrich Riehl, 1866
  • Wenn heute nicht Weihenstephan wäre, könnte etwas Ähnliches an keiner anderen Stelle geschaffen werden.Paul Kulisch, 1927
  • Freising ist das Herz und Hirn Altbayerns.Rudolf Pörtner, 1964
  • Die Herzmitte unseres Erzbistums.Friedrich Wetter, 2006
  • Freising, Zuhause meines HerzensPapst Benedikt XVI., 2010

Freising in den Medien[Bearbeiten]

  • Die Autorin Roswitha Wildgans siedelt die Handlung ihrer Bücher in Freising an. Bis 2010 erschienen 5 Kriminalromane.
  • Der Krimi Mord im Moos von Mia Arkelsson und Alexandra Mesmer spielt in Freising und unter dem Eindruck des Baus der dritten Startbahn am Münchner Flughafen.[83]
  • Die beiden Romane Der Franzosenbaum und Gerechtigkeit für Jakob Schmid von Reinfried Keilich basieren auf wahren Begebenheiten in Freising und Umgebung.[84][85]
  • Carl Amery stellt Freising, den Dom und vor allem die Bestiensäule in den Mittelpunkt seines Romans Das Geheimnis der Krypta.[86]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Sigmund Benker, Marianne Baumann-Engels: Freising. 1250 Jahre Geistliche Stadt. Ausstellung im Diözesanmuseum und in den historischen Räumen des Dombergs in Freising, 10. Juni bis 19. November 1989. Wewel, München 1989, ISBN 3-87904-162-8.
  •  Wolter von Egan-Krieger: Tradition mit dunklen Flecken – Historische Kleinigkeiten aus Freising. Spann, Kranzberg 1987, ISBN 3-923775-04-0.
  •  Wolter von Egan-Krieger: Gaukler ihrer Zeit – Die letzte Hexeninquisition in Freising. Spann, Kranzberg 1992, ISBN 3-923775-16-4.
  •  Hubert Glaser (Hrsg.): Freising als Bürgerstadt – Festschrift zur Tausendjahrfeier der Verleihung des Markt-, Münz- und Zollrechts. Schnell & Steiner, Regensburg 1996, ISBN 3-7954-1099-1.
  •  Hubert Glaser (Hrsg.): Freising wird bairisch. Schnell & Steiner, Regensburg 2002, ISBN 3-7954-1506-3.
  •  Hans Gruber: Es geschah zwischen den drei Bergen – Geschichten aus Freising. Freisinger Künstlerpresse, Freising 1989, ISBN 3-927067-05-9.
  •  Friedrich Fahr, Hans Ramisch und Peter B. Steiner (Hrsg.): Freising. 1250 Jahre Geistliche Stadt II – Beiträge zur Geschichte und Kunstgeschichte der altbayerischen Bischofsstadt. Wewel, München 1984, ISBN 3-87904-125-3.
  •  Peter Hacker: Freising Was die Stadt im 20. Jahrhundert bewegte. Stutz, Passau 2002, ISBN 3-88849-111-8.
  •  Joachim Hamberger (Hrsg.): Papst Benedikt XVI. in Freising. Freisinger Verlag, Freising 2007, ISBN 978-3-00-021226-0.
  •  Historischer Verein Freising (Hrsg.): Freising von 1945 bis 1950. 21. Sammelblatt des Historischen Vereins Freising für das Jahr 1950. Neue Münchner Verlags – G.m.b.H., München 1950.
  •  Norbert Keil: Das Ende der geistlichen Regierung in Freising – Fürstbischof Joseph Konrad von Schroffenberg (1790–1803) und die Säkularisation des Hochstifts Freising. (= Studien zur altbayerischen Kirchengeschichte, Band 8, zugleich Dissertation an der Universität München 1984). Seitz, München 1987, ISBN 3-87744-035-5.
  •  Agnes Kellendorfer: Stadtführer Freising. Galli, Hohenwart 2003, ISBN 978-3-931944-92-6.
  •  Rudolf Korbinian, Thomas Goerge (Illustration), Landkreis Freising (Heimatpflege und Kultur) (Hrsg.): Der Bischof und der Bär. Das Leben des Heiligen Korbinian. Fink, Freising 2011, ISBN 978-3-00-036564-5.
  •  Josef Maß: Das Bistum Freising im Mittelalter. Wewel, München 1986, ISBN 3-87904-153-9.
  •  Karl Mayer: Schinder und Scharfrichter im Hochstift Freising. Fink, Freising 2011, ISBN 978-3-00-034978-2.
  •  Rudolf Pörtner: Die Erben Roms. Städte und Stätten des deutschen Früh-Mittelalters. Econ, München 1987, ISBN 978-3-430-17533-3.
  •  Britta von Rettberg: Freising-Stadttopographie und Denkmalpflege. Imhof, Petersberg 2009, ISBN 978-3-86568-354-0.
  •  Georg Schwaiger (Hrsg.): Das Bistum Freising in der Neuzeit. Wewel, München 1989, ISBN 3-87904-155-5.
  •  Georg Schwaiger (Hrsg.): Das Erzbistum München und Freising im 19. und 20. Jahrhundert. Wewel, München 1989, ISBN 978-3-87904-156-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Isar Gewässerentwicklungskonzept (GEK) Mittlere Isar
  3. Erläuterungsbericht zum Flächennutzungsplan der Stadt Freising von 1998 (PDF; 249 kB)
  4. karten.kreis-freising.de
  5. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hrsg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 92.
  6. a b c d e Freising: Amtliche Statistik des LStDV
  7. Sabine Seidel: Kindermund tut (nicht immer) Wahrheit kund – Betrachtung zur Rolle der Kinder in europäischen Hexenprozessen (unter Berücksichtigung südosteuropäischer Magievorstellungen). Diplomarbeit an der Karl-Franzens-Universität, Graz 2003.
  8. a b c d e f  Britta von Rettberg: Freising-Stadttopographie und Denkmalpflege. Imhof, Petersberg 2009, ISBN 978-3-86568-354-0.
  9. Sebastian Gleixner: Der Königsstein. Ein Verfassungsdenkmal. In: Amperland. Heimatkundliche Vierteljahrschrift für die Kreise Dachau, Freising und Fürstenfeldbruck 32 (1996), S. 433–438.
  10. Dombibliothek Freising
  11. 150 Jahre Eisenbahnstrecke München–Landshut 1858 bis 2008, Siegfried Haberstetter, Erich Bockschweiger, 2008.
  12. a b c  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 601.
  13. a b c d  Andreas Beschorner: 201 Jahre Garnisonsstadt Freising. In: FINK. März 2010, ISSN 1869-4225, S. 22 ff. (supershit.com (PDF; 6,7 MB)).
  14. a b  Florian Lehrmann: Freising während der Revolution 1918/19. In: FINK. Oktober 2007, ISSN 1869-4225, S. 12 f. (supershit.com (PDF; 5,4 MB)).
  15. Combat Chronology of the US Army Air Forces April 1945
  16. a b c  Historischer Verein Freising (Hrsg.): Freising von 1945 bis 1950. 21. Sammelblatt des Historischen Vereins Freising für das Jahr 1950. Neue Münchner Verlags – G.m.b.H., München 1950.
  17.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 575.
  18. Christoph Bachmann: Dieter Zlof und die Entführung von Richard Oetker. In: Historisches Lexikon Bayerns (22. August 2012)
  19. muc-ausbau.de
  20. Aktionsbündnis gegen die Dritte Startbahn
  21. a b Bevölkerung Freising in Zahlen
  22. a b Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 33: Hochstift Freising, Seite 193 ff
  23. Weihenstephaner Gärten
  24. Website der Freisinger Gartentage/
  25. Diözesanmuseum Freising
  26. Freisinger Diözesanmuseum schließt bis auf Weiteres
  27. Stadtmuseum Freising
  28. Museum im Bürgerturm
  29. Europäische Künstlerhaus
  30. Veranstaltungsorte in Freising
  31. Umbenennung des Musikschulorchesters/
  32. Chronik des Freisinger Freibades. Abgerufen am 17. Februar 2013.
  33. Badeseen
  34. Badegewässer im Landkreis Freising (PDF; 93 kB)
  35. Eisbahn Freising
  36. Neue Eishalle in Freising (SZ, 24. Januar 2013)
  37. SE Freising. Abgerufen am 17. Februar 2013.
  38. Freising Grizzlies
  39. Sektion Freising des Deutschen Alpenvereins. Abgerufen am 17. Februar 2013.
  40. Korbiniansfest
  41. Märkte in Freising
  42. Wahlergebnisse 2008
  43. Historischer Verein Freising (Hrsg.): Freising von 1945 bis 1950. 21. Sammelblatt des Historischen Vereins Freising für das Jahr 1950. Neue Münchner Verlags – G.m.b.H., München 1950, S. 69 f.
  44.  Peter Hacker: Freising – was die Stadt im 20. Jahrhundert bewegte. 1 Auflage. Verlag Karl Stutz, Passau 2002, ISBN 3-88849-111-8.
  45. Bürgermeister der Stadt Freising
  46. merkur-online.de: CSU-Aussteiger siegt in Freising, Zugriff am 26. März 2012
  47. Freising: Wappengeschichte vom HdBG
  48. Stadtwappen der Stadt Freising
  49. Partnerstädte
  50. airfleets.net
  51. airfleets.net
  52. Flughafeneröffnung
  53. freising.de Strukturdaten von Freising
  54. Landwirtschaftliche Forschungsstationen der TUM
  55. Geschichte des Produktionsstandorts Freising auf ti.com
  56. Zeitungsartikel zum Bau des VW-Schulungszentrums
  57. Interview im Stadtmagazin FINK mit dem Leiter des städtischen Amtes für Kultur und Tourismus
  58. http://www.baysis.bayern.de/
  59. Westtangente Freising
  60. B301 Nord-Ost-Umfahrung
  61. Stadtbus Freising
  62. Regionalbusse Landkreis Freising (PDF; 725 kB)
  63. Karte (PDF; 173 kB) des Versorgungsgebietes für Strom der Stadtwerke Freising
  64. Photovoltaikanlage an der A92
  65. Internetseite der Stadtwerke Freising zur Fernwärmeversorgung
  66. Übersichtskarte über das Fernwärmenetz
  67. Chronik des Kraftwerks Zolling
  68. Artikel über die Energieversorgung (PDF; 2,6 MB) in der Flughafenzeitschrift muclife
  69. Karte (PDF; 173 kB) des durch das Gasnetz abgedeckte Gebiet
  70. Internetauftritt der Stadtwerke Freising mit Daten zum Gasnetz
  71. Karte des Versorgungsgebiets der ESB
  72. Internetseite des Zweckverbandes zur Wasserversorgung Moosrain
  73. Informationsseite zur Trinkwasserversorgung der Stadtwerke Freising
  74. Broschüre (PDF; 13,5 MB) 100 Jahre Wasserturm Freising
  75. Internetauftritt des Abwasserzweckverbandes Erdinger Moos
  76. Infobroschüre (PDF; 10,0 MB) zum Klärwerk Freising
  77. Zahlen und Fakten zur Stadtentwässerung Freising
  78. Schulen in Freising
  79. Schließung des Degussa Forschungszentrums
  80. Bibliotheken und Archive in Freising
  81. Chronik auf der Seite des Klinikums Freising
  82. Broschüre zum 150. Jahrestag (PDF; 1,6 MB)
  83.  Mia Arkelsson, Alexandra Mesmer: Mord im Moos. 2011, ISBN 978-3-00-035030-6.
  84.  Reinfried Keilich: Der Franzosenbaum. Eine wahre Mord- und Totschlaggeschichte aus Freising aus den letzten Kriegsjahren. Fink, Freising 2012, ISBN 978-3-9815528-0-5.
  85.  Reinfried Keilich: Gerechtigkeit für Jakob Schmid. Eine wahre Mord- und Totschlaggeschichte aus Freising/Neustift aus den 50er Jahren. Fink, Freising 2012, ISBN 978-3-9815528-1-2.
  86. Das Geheimnis der Krypta. Roman. List, München 1990, ISBN 3-471-77019-4; Heyne, München 1992, ISBN 3-453-05650-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freising – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Freising – Reiseführer
 Wiktionary: Freising – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen