Freist

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Freist (Begriffsklärung) aufgeführt.

51.60472222222211.70277777777892Koordinaten: 51° 36′ 17″ N, 11° 42′ 10″ O

Freist
Stadt Gerbstedt
Höhe: 92 m
Fläche: 10,14 km²
Einwohner: 323 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 24. Januar 2010
Postleitzahl: 06347
Vorwahl: 034783
Gerbstedt (Ortschaft) Augsdorf Rottelsdorf Freist Friedeburg (Saale) Friedeburgerhütte Heiligenthal Hübitz Ihlewitz Rottelsdorf Siersleben Welfesholz Zabenstedt Landkreis Mansfeld-SüdharzKarte
Über dieses Bild

Lage von Freist in Gerbstedt

Lage der einzelnen Ortsteile in der Ortschaft Freist
Die Dorfkirche in Freist

Freist ist eine Ortschaft der Stadt Gerbstedt im östlichen Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Freist liegt auf der Mansfelder Platte ca. 15 km nordöstlich von Eisleben. Die Ortsteile liegen entlang des Fleischbachs. Zabitz und Oeste liegen ganz im Osten noch fast im Schlenzetal, die beiden Dörfer sind schon zusammengewachsen. In Oeste biegt von der Hauptstraße in der Ortschaft der Weg nach Beesenstedt im Saalekreis ab. Westlich des Doppeldorfes liegt der Ortsteil Freist mit seiner markanten Kirche, er ist der Größte der Ortsteile. Hier fließen einige Rinnsale in den Fleischbach, dessen Tal sich zu vertiefen beginnt. Beim Ortsteil Reidewitz, der westlich von Freist liegt, sind die Hänge dieses Tals schon teilweise bewaldet. Der südöstlichste Ortsteil ist Elben, er liegt schon weiter von den nahe beieinander liegenden anderen Ortsteilen entfernt. Elben hat eine eigene kleine Kapelle und liegt schon ziemlich in einer Schlucht. Ab dem Dorf führt der Weg nach Bösenburg, das aber nicht mehr zu Freist gehört. Südlich von Oeste liegt die Wüstung Dörlitz.

Ortschaftsgliederung[Bearbeiten]

Zur Ortschaft Freist gehören die Ortsteile Freist, Elben, Oeste, Reidewitz und Zabitz. Königswiek, der südliche Teil von Oeste wird heute nicht mehr als Ortsteil genannt.

Geschichte[Bearbeiten]

992 wurden die Ortsteile von Freist erstmals urkundlich erwähnt, König Otto III. schenkte dem Stift Quedlinburg neben anderen Orten die Dörfer Riedauuizi (Reidewitz), Frezisci (Freist), Siabudisci (Zabitz) und Osutiscie (Oeste) mit der Maßgabe, die Erträge der Stiftskirche Walbeck zufließen zu lassen.[1]

Durch einen Gebietsänderungsvertrag hat der Gemeinderat der Gemeinde Freist am 7. Januar 2010 beschlossen, dass die Gemeinde Freist in die Einheitsgemeinde Stadt Gerbstedt eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 24. Januar 2010 in Kraft.[2]

Nach Eingemeindung der bisher selbständigen Gemeinde Freist werden Freist, Elben, Oeste, Reidewitz und Zabitz Ortsteile der Stadt Gerbstedt. Für die eingemeindete Gemeinde wird die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. der Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die eingemeindete Gemeinde Freist und künftigen Ortsteile Freist, Elben, Oeste, Reidewitz und Zabitz werden zur Ortschaft der aufnehmenden Stadt Gerbstedt. In der eingemeindeten Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Freist wird ein Ortschaftsrat mit Ortsbürgermeister gebildet.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der letzte ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Freist war Horst Straße. Er wurde zum ersten Mal am 12. Juni 1994 gewählt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Eines der ältesten Häuser ist das Witwenhaus, erbaut im Jahre 1520. Wahrzeichen der Ortschaft ist die denkmalgeschützte Heilig-Kreuz-Kirche.

Parks[Bearbeiten]

Das Haus Dryander mit Garten gehört zum Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

  • Zur Bundesstraße 6, die Halle (Saale) und Aschersleben verbindet, sind es in östlicher Richtung ca. 10 km.
  • Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Lutherstadt Eisleben, Sandersleben und in Hettstedt.

Quellen[Bearbeiten]

  1. regesten.regesta-imperii.de
  2. Amtsblatt des Landkreises Nr. 1/2010 Seite 18-22 (PDF; 2,8 MB)