Freitagsgebet

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Gläubige beim Freitagsgebet in Malaysia

Das Freitagsgebet (arabisch ‏صلاة الجمعة‎ salāt al-dschumʿa, DMG ṣalāt al-ǧumʿa „Gebet am Tag der Versammlung, d. i. am Freitag“), ist eine im Koran verankerte religiöse Verpflichtung. Es ist für muslimische Männer und Jungen ab der Pubertät verpflichtend und für muslimische Frauen empfohlen.

Das Gebet am Freitag ist das wichtigste der gesamten Woche und soll nach Möglichkeit gemeinschaftlich in der Freitagsmoschee verrichtet werden. Es ersetzt an diesem Tag das Mittagsgebet (dhuhr) und unterscheidet sich von diesem dadurch, dass es aus zwei statt vier rakʿa (Verbeugungen) besteht, und dass die Koranverse laut vom Imam (Vorbeter) rezitiert werden. Der Koran schreibt vor, dass die Gläubigen, wenn zum Freitagsgebet gerufen wird, zum Gebet eilen und den Handel ruhen lassen sollen (Sure 62:9).

Die primäre Besonderheit des Freitagsgebets besteht in einer Predigt (Chutba), die vor dem eigentlichen Gebet (Salat) durch einen Prediger (Chatib), in der Regel den Imam der Moschee, gehalten wird.

Literatur[Bearbeiten]

  • S.D. Goitein: "The Origin and Nature of the Muslim Friday Worship“ in Muslim World 49 (1959), S. 183–195.
  • Miriam Younes: Diskussionen schiitischer Gelehrter über juristische Grundlagen von Legalität in der frühen Safawidenzeit: das Beispiel der Abhandlungen über das Freitagsgebet. Würzburg 2010.

Weblinks[Bearbeiten]