Feuerwehr Hamburg
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Feuerwehr Hamburg |
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|---|---|
| Berufsfeuerwehr | |
| Gründungsjahr: | 1872 |
| Standorte: | 18 |
| Mitarbeiter: | 2.204 (Stand 2005) |
| Freiwillige Feuerwehr | |
| Gründungsjahr: | 1809 |
| Abteilungen: | 87 |
| Aktive Mitarbeiter: | 2.655 (Stand 2005) |
| [www.feuerwehr.hamburg.de www.feuerwehr.hamburg.de] | |
Die Feuerwehr Hamburg ist ein Amt der Behörde für Inneres der Freien und Hansestadt Hamburg.
[Bearbeiten] Organisation
Die Feuerwehr Hamburg kann unterteilt werden in
- Berufsfeuerwehr
- Freiwillige Feuerwehren
- Servicebereiche.
Zu den Aufgaben gehören die Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung, der Rettungsdienst (Notfallrettung) sowie die Mitwirkung im Katastrophenschutz.
Leiter der Feuerwehr Hamburg ist seit Oktober 2006 Klaus Maurer, der damit 2204 (2186 männlich, 18 weiblich) Berufs- und 2655 (2501 männlich, 154 weiblich) Freiwillige Feuerwehrleuten vorsteht (Zahlen von 2005).
Im Jahr 2005 wurden 202.944 Einsätze bewältigt, davon
- 8.081 Einsätze in der Brandbekämpfung
- 20.033 Einsätze in Technischer Hilfeleistung
- 174.830 Einsätze im Rettungsdienst.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Organisation der Brandbekämpfung lag im Mittelalter bei den Kirchspielen Hamburgs, die jeden ihrer Bürger zur Mitarbeit verpflichtete.
1809 wurde Johann Georg Repsold zum Oberspritzenmeister des gesamten Löschwesens in Hamburg gewählt.
1872 kam es dann zur Einrichtung einer Berufsfeuerwehr für das Hamburger Stadtgebiet. Für das Gebiet Hamburg Land war diese nicht zuständig.
[Bearbeiten] Berufsfeuerwehr
[Bearbeiten] Wachen
Die Berufsfeuerwehr Hamburg betreibt über das Stadtgebiet verteilt 18 Feuerwachen bzw. Feuer- und Rettungswachen, eine Technik- und Umweltwache sowie mehrere Rettungswachen. Die numerische Bezeichnung der Wachen (F11–F16, F21–F26, F31–F36) geht auf die frühere Einteilung in drei Branddirektionen zurück. Jede Wache führt jedoch auch noch eine lagebeschreibende Ortsbezeichnung (bzw. im Falle der F32 eine funktionsbeschreibende Bezeichnung):
F11 Innenstadt, F12 Altona, F13 Rotherbaum, F14 Osdorf, F15 Stellingen, F16 Alsterdorf, F21 Wandsbek, F22 Berliner Tor, F23 Barmbek, F24 Sasel, F25 Billstedt, F26 Bergedorf, F31 Harburg, F32 Technik und Umwelt, F33 Veddel, F34 Wilhelmsburg, F35 Finkenwerder, F36 Süderelbe, F32 Außenstelle Elbtunnel/Nord und Süd.
[Bearbeiten] Qualifikation
Alle Feuerwehrbeamten des mittleren Dienstes erwerben in ihrer anderthalb jährigen Ausbildung nicht nur die Qualifikation zum Gruppenführer, sondern auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter. Die Weiterqualifikation zum Rettungsassistenten erfolgt nach zwei Jahren Einsatzdienst an einer Feuer- und Rettungswache.
[Bearbeiten] Fahrzeuge
Die frühere Standardvariante des Löschzuges, bestehend aus Löschfahrzeug (LF), Tanklöschfahrzeug (TLF) und Drehleiter (DL) gibt es in Hamburg seit Jahren schon nicht mehr. Ein Hamburger Löschzug HLZ besteht aus einem Führungsfahrzeug KLF („Kleinlöschfahrzeug“, Basisfahrzeug Kleinbus), zwei Hamburger Löschfahrzeugen HLF und einem Hubrettungsfahrzeug (An mehreren Wachen ist bereits eine DLK durch ein TMF ersetzt worden.) Im innerstädtischen Bereich sind wegen der kurzen Wege zur nächsten Wache die Löschzüge um ein HLF reduziert, ebenso bei einigen Stadtrandwachen, die Ergänzung durch die Freiwillige Feuerwehr erhalten.
Diverse weitere Fahrzeuge (z. B. Rüstwagen RW, Teleskopmastfahrzeug TMF 53, Großraum-Rettungswagen GRTW) und Abrollbehälter sind bei der Berufsfeuerwehr an sogenannten Pool-Wachen (F12, F25 und F36) vorhanden und werden entsprechend der Einsatzlage eingesetzt.
[Bearbeiten] Die Technik- und Umweltschutzwache
Eine Sonderstelle besitzt die Technik- und Umweltschutzwache (F32). Diese ist in Neuhof angesiedelt, dicht am Hafen. 109 Männer und seit einiger Zeit auch eine Frau versehen in der F32 ihren Dienst. Der Mannschaft steht für die Bewältigung ihrer zumeist Spezialeinsätze eine umfangreiche Ausrüstung zur Verfügung. Ein Kranwagen mit einer Hubkraft von 40 Tonnen wird von den Rettern ebenso bedient wie sechs Wechselladerfahrzeuge für insgesamt 21 Abrollbehälter. Für ihre Arbeiten werden die Feuerwehrleute speziell ausgebildet. So gehören der Umgang mit auslaufenden chemischen Stoffen, Unfälle mit radioaktiven Materialien, Leckagen an Gasleitungen oder die Bergung von umgestürzten Lastwagen mittels des Krans zu ihren Aufgaben. Von den in ganz Hamburg im Einsatz befindlichen 121 Chemikalienschutzanzügen sind zum Beispiel allein 82 in Neuhof postiert, sie werden im Rendezvous-Verfahren zu den jeweiligen Einsatzorten gebracht. Auch Einsätze über die Stadtgrenze hinaus werden immer wieder verbucht. Unter anderem waren die Hamburger Feuerwehrleute bei dem verheerenden Unglück mit vier Todesopfern in der Biogasanlage in Rhadereistedt im Kreis Rotenburg/Wümme im Einsatz, aber auch Einsätze auf dem Rangierbahnhof Maschen sind nicht selten. Zur technischen Ausstattung gehören ein FTIR, ein Infrarotgerät, mit dem noch in fünf Kilometern Entfernung Schadstoffe in der Luft nachgewiesen werden können. Das FTIR ist neben weiteren Geräten Bestandteil der Analytischen Task Force (ATF), die auch von Feuerwehren außerhalb Hamburgs angefordert werden kann, um im größeren Umfang analytische Messungen vorzunehmen.
[Bearbeiten] Dienst
In der Geschichte der Feuerwehr Hamburg änderten sich häufig die Rahmenbedingungen, unter denen die Beschäftigen ihren Dienst versahen. Ob per Dekret des Senats, unter den zentralen Festlegungen der Behörden im 2. Weltkrieg oder den sich stetig wechselnden Tarifvereinbarungen der Nachkriegszeit bis zum heutigen Europa mit seinen Arbeitsschutzregelungen.
Derzeit praktiziert die Feuerwehr Hamburg ein 12/12 -Stunden Dienstplanmodell für die Einsatzabteilung des Brandschutzdienstes, das auch 24-Stunden Anteile beinhaltet.
[Bearbeiten] Freiwillige Feuerwehren
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[Bearbeiten] Aufgaben
Der Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren Hamburgs besteht aus 87 Freiwilligen Feuerwehren. Die 87 Freiwilligen Feuerwehren in 12 Bereichen sind Einrichtungen der Freien und Hansestadt Hamburg. Sie unterstehen – wie die Berufsfeuerwehr – der Behörde für Inneres. Die Dienstaufsicht wird durch die Berufsfeuerwehr ausgeübt. Zu den Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren gehören die Unterstützung der Berufsfeuerwehr zur Verstärkung des Brandschutzes bei der Abwehr von Brand- und Explosionsgefahren für die Allgemeinheit, den Einzelnen oder erhebliche Sachwerte. Ebenso die Bekämpfung von Schadenfeuern, der Rettungsdienst (im Rahmen der sogenannten Erstversorgung von Notfallpatienten – „First Responder“), die Wasserrettung und die technische Hilfeleistung. Außerdem wirken die Freiwilligen Feuerwehren im Katastrophenschutz mit, in Hamburg also insbesondere bei der Deichverteidigung.
Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Außer bei Alleineinsätzen, die grundsätzlich eigenverantwortlich abgearbeitet werden, unterstehen die Freiwilligen Feuerwehren an der Einsatzstelle der Einsatzleitung der Berufsfeuerwehr, üblicherweise dem Zugführer des zugeordneten Löschzuges. Die Berufsfeuerwehr, d. h. in der Regel der Disponent der FEZ/iRLSt, bestimmt abhängig von der Schadensart und der Einsatz- und Ausrückeordnung über den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren. Die überwiegende Mehrheit der Freiwilligen Feuerwehren ist in die sogenannte „1. Alarmfolge“ eingebunden. Sie werden bei jedem Schadenereignis in ihrem Revier zeitgleich mit der Berufsfeuerwehr alarmiert. Verschiedene Wehren mit Sonderaufgaben wie z. B. Wasserversorgung, Fernmeldedienst oder Versorgung usw. sind besonderen Schadensereignissen (z. B. Großflugunfall) oder Alarmstufen (z. B. FEU 3 – 3. Alarm Feuer) zugeordnet.
Sonderaufgaben Es gibt vier Wehren mit der Sonderaufgabe „Wasserversorgung“, vier Wehren mit der Sonderkomponente Versorgung (diese Wehren sind mit einem Feldkochherd ausgestattet), sechs Wehren mit der Sonderaufgabe „Fernmeldedienst“ (für die Zusammenarbeit mit dem Einsatzleitwagen der Berufsfeuerwehr, eine zur Verstärkung der FEZ/iRLSt, eine für die Gesamteinsatzleitung bei einem Schadensfall auf dem Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel), zwei Wehren mit der Sonderaufgabe „Bergung und Beleuchtung“, eine Wehr mit der Sonderaufgabe „Versorgung“ für ganz Hamburg. 13 Wehren haben die Sonderaufgabe „Dekontamination und Reinigung“ und 26 Wehren die Sonderaufgabe „Spüren und Messen“ mit den entsprechenden Fahrzeugen. Weiterhin nehmen 19 Wehren als „First Responder“ (Erstversorger) Aufgaben in der vorklinischen Erstversorgung von Notfallpatienten bis zum Eintreffen der Rettungsmittel der Berufsfeuerwehr in den Außenbezirken wahr.
Jugendarbeit Für die Jugendarbeit und Nachwuchsgewinnung unterhalten derzeit insgesamt 52 Wehren eine Jugendfeuerwehr.
Engagement in den Stadtteilen In ihren Stadtteilen und Ausrückebezirken nehmen die Freiwilligen Feuerwehren, besonders in den ländlich strukturierten Bereichen, mit Veranstaltungen und Festen im sozialen Gefüge der Gesellschaft einen wichtigen Platz ein.
[Bearbeiten] Ausbildung
Bevor man als Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann am Einsatzgeschehen teilnehmen darf, durchlaufen die Anwärter eine vielschichtige Ausbildung. Sie ist innerhalb Hamburgs in allen Bereichen der Freiwilligen Feuerwehren gleichartig.
Nach Aufnahme und Einkleidung – einen bestandenen Gesundheitscheck vorausgesetzt – beginnt in jedem Bereich jährlich ein Grundausbildungslehrgang Teil 1, der mindestens 80 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht umfasst. Es werden die Grundbegriffe von Feuerwehrtechnik, Fahrzeug- und Gerätekunde, technischer Hilfeleistung, Sanitätsdienst und den allgemeinen Grundlagen für die Arbeit im Feuerwehrdienst und im Katastrophenschutz vermittelt. Dies geschieht umlaufend bei allen Freiwilligen Feuerwehren des Bereichs durch die Bereichsausbilder und Gruppenführer. Die einzelnen Wehren unterstützen sich dabei gegenseitig aufgrund der verschiedenen vorhandenen Fahrzeugtypen und der einzelnen wehrbezogenen Sonderkomponenten. Die Grundausbildung Teil 1 wird durch eine Abnahmeprüfung abgeschlossen.
Nach einer bestimmten Ausbildungszeit innerhalb der eigenen Wehr findet dann der Teil 2 der Grundausbildung (mindestens 50 Stunden) wiederum auf Bereichsebene (d. h. in Zusammenarbeit mit den benachbarten Feuerwehren) statt. Das Ende der gesamten Grundausbildung bildet die Truppmannprüfung, die vor einer Prüfungskommission aus Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr an der Landesfeuerwehrschule in Hamburg-Billbrook abgelegt wird und zur Ernennung zum Feuerwehrmann führt.
Fachausbildung Der Feuerwehrmann/die Feuerwehrfrau wird dann in der eigenen Wehr kontinuierlich weiter ausgebildet, nicht nur in den schon in der Grundausbildung vermittelten Inhalten, sondern auch in den Fachkomponenten, die einzelne Wehren wahrnehmen – z. B. Wasserversorgung, Erstversorgung („First Responder“), AC-Dienst, Kommunikation (Sprechfunk- und Fernsprechausbildung) oder Bootsausbildung oder Deichverteidigung. Die Feuerwehrangehörigen können auf weiterführenden Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule eine Ausbildung zum Truppführer, Gruppenführer, Zugführer, Wehrführer (Führungsausbildung) oder zum Kraftfahrer Klasse C, Atemschutzgeräteträger, Bootsführer, Bereichsausbilder, ABC-Helfer, Sanitäter der Freiwilligen Feuerwehr und auf Direktionsebene der Freiwilligen Feuerwehr zum Sprechfunker absolvieren.
Im Training bleiben Um im Training zu bleiben bzw. um die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren stets auf dem aktuellen Wissensstand zu halten, werden sie regelmäßig Fortbildungsmaßnahmen unterzogen. Einige der erworbenen Lehrgänge bedürfen der regelmäßigen Kontrolle, so unterzieht sich jeder Atemschutzgeräteträger jährlich dem Besuch in der Mobilen Atemschutzübungsstrecke der Feuerwehr Hamburg. Auch das Training in der Brandgewöhnungsanlage an der Landesfeuerwehrschule Hamburg trägt zur Festigung des gelernten bei.
Die Ausbilder Die Ausbildung innerhalb der gesamten Freiwilligen Feuerwehr erfolgt durch ehrenamtliche Ausbilder, die ihr Wissen in jahrelangem Einsatz- und Ausbildungsdienst erworben haben, durch die Landesfeuerwehrschule in Methodik und Didaktik geschult worden sind.
[Bearbeiten] Aufteilung und Wehrnummern
In Hamburg gibt es insgesamt 87 Freiwillige Feuerwehren. Das Stadtgebiet ist in 12 Bereiche aufgeteilt, die in zwei Direktionen zusammengefasst sind. An den Wehrnummern, die immer vorne auf dem Helm aufgeklebt sind, kann man erkennen zu welcher Wehr ein Feuerwehrmann gehört. Diese Wehrnummern sind vierstellig. Da es früher drei Direktionen gab, beginnen die Wehrnummern westlich der Alster mit 19, östlich der Alster mit 29 und südlich der Elbe mit 39. Die nachfolgende Ziffer steht für den jeweiligen Bereich. In den Bereichen sind die Wehren durchnummeriert.
So bedeutet zum Beispiel die Nummer F-2941 folgendes:
2 = Direktion Ost
9 = Freiwillige Feuerwehr
4 = 4. Bereich der Direktion (in diesem Falle Bereich Bergedorf)
1 = 1. Wehr in diesem Bereich (in diesem Fall Freiwillige Feuerwehr Bergedorf)
Die Berufsfeuerwehr hat nur zweistellige Wehrnummern (z. B. F-25 = Direktion Ost, 5. Wehr = Berufsfeuerwehr Billstedt)
[Bearbeiten] Wehren mit Sonderkomponenten
Es gibt verschiedene Sonderkomponenten, die spezielle Fahrzeuge erfordern. Es ist in jedem Bereich der Freiwilligen Feuerwehren ein RW 1 vorhanden, Wehren, in deren Einsatzgebiet ein Gewässer liegt, verfügen über ein entsprechendes Boot (vom unmotorisierten Schlauchboot bis zum Aluminiumboot mit 75 PS Außenbordmotor für den Einsatz auf der Elbe). Eine Sonderstellung hat die Freiwillige Feuerwehr der zu Hamburg gehörigen Nordseeinsel Neuwerk. Es ist die einzige Freiwillige Feuerwehr in Hamburg mit einem Rettungswagen.
[Bearbeiten] Sonderkomponente Erstversorgung
In den Gebieten in denen die Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr zu lange brauchen würden, haben die jeweiligen Freiwilligen Feuerwehren die Sonderkomponente Erstversorgung. Sie haben eine umfangreichere Sanitätsausrüstung auf ihrem ersten Löschfahrzeug und natürlich entsprechend geschultes Personal.
[Bearbeiten] Sonderkomponente Spüren und Messen
Es gibt sieben Freiwillige Feuerwehren in Hamburg, die spezielles Material zum Aufspüren von gefährlichen atomaren und chemischen Stoffen besitzen. Sie sind hierfür mit einem ABC-ErkKw ausgestattet.
[Bearbeiten] Sonderkomponente Versorgung
Eine Freiwillige Feuerwehr hat die Sonderkomponente Versorgung. Hierfür besitzt sie je einen Feldkochherd, eine Wehr (FF Ottensen-Bahrenfeld) hat zusätzlich einen Gerätewagen Versorgung.
[Bearbeiten] Sonderkomponente Dekontamination
Zwölf der 87 Wehren sind für die Sonderkomponente Dekontamination verantwortlich. Sie verfügen über Dekontaminationsmehrzweckfahrzeuge oder Dekon-LKW P sowie teilweise einen Entgiftungsanhänger.
[Bearbeiten] Sonderkomponente Bergung und Beleuchtung
Die Wehren Eppendorf und Warwisch sind für die Sonderkomponente Bergung und Beleuchtung verantwortlich. Der Fuhrpark umfasst als erstes Fahrzeug ein LF 24/19 TH (statt wie bei den anderen ein LF 16/12), einen GKW 1 sowie einen Lichtmastanhänger mit einer Gesamtlichtleistung von 7000 Watt und einem integrierten 20-kW-Stromerzeuger.
[Bearbeiten] Sonderkomponente Wasserversorgung
Die vier Wehren Barmbek, Eppendorf, Fünfhausen und Francop sind im Notfall für den Aufbau und Betrieb einer Wasserversorgung über lange Wegstrecke verantwortlich. Dafür steht ihnen je ein SW 2000-Tr zur Verfügung.
[Bearbeiten] Sonderkomponente Fernmeldedienst
Sechs Wehren verfügen über einen Gerätewagen Fernmeldeausstattung (GW-FM) auf dem Mercedes-Benz-Fahrgestell DB L 407 D-KA (4,0 Tonnen, 68 PS, Baujahr 1982). Diese Fahrzeuge verfügen neben einem Fernmeldearbeitsplatz mit 4-Meterband-Funkgerät und Relaisstellengerät über Feldtelefonkabel und Feldfernsprecher, um ein unabhängiges Telefonnetz aufbauen zu können, entsprechende Anschlüsse für das öffentliche Telefonnetz sind ebenfalls vorhanden. Ein 8-kW-Stromerzeuger sowie ein 6,5-Meter-Schiebemast gehören ebenfalls zur Ausstattung.
Am 25. Juli 2008 wurden die Fahrzeuge beim Hersteller EMPL Fahrzeugwerk GmbH abgeholt und an die technische Abteilung der Feuerwehr Hamburg (F03) für abschließende Arbeiten übergeben. Im September 2008 wurden die bestellten 7 GwFMs von der technischen Abteilung der Feuerwehr Hamburg an die Wehren übergeben. Sechs dieser Fahrzeuge gingen an die Freiwilligen Feuerwehren (u.a. an die FF Eimsbüttel). Das Fahrzeug der FF Harburg ist aus technischen / baulichen Gründen noch nicht an der Wache der FF stationiert.
Die bis zu 26 Jahre alten Fahrzeuge der Vorgängergeneration gingen ausser Dienst, das Material wurde zum Teil auf die neuen Fahrzeuge verlagert.
Die neuen GwFMs verfügen im Groben über folgende Eckdaten:
- MAN TGL 12.240 (geländegängig, Dieselmotor mit 240PS, 5,20m Radstand bei 8,10m Länge)
- 3 Sitzplätze (inkl. Maschinist) im Führerhaus
- 5 Arbeitsplätze im Aufbau, davon 3 gegen die Fahrtrichtung mit Sicherheitsgurten
- analog Funk (2m und 4m Band)
- Tetra Funk
- GSM-ISDN Gateway
- ISDN TK-Anlage
- div. Antennen und Material für unterschiedlichste Zugangstechniken
- ein Mannschaftszelt SG30 in hoher Bauform
- Material zur Beleuchtungseinrichtung
- 13kVA Stromerzeuger
Folgende Wehren haben diese Sonderkomponente:
FF Altona, Besetzung Befehlswagen;
FF Berliner Tor, Besetzung FEZ (im Betriebszustand „Ausnahme“)/FEL/ZKD/ZAM;
FF Bille, Besetzung Befehlswagen / TEL Deichverteidigung;
FF Eimsbüttel, Besetzung Befehlswagen / Meldekopf Flughafen;
FF Harburg, Besetzung Befehlswagen;
FF Wandsbek-Marienthal, Besetzung Befehlswagen.
[Bearbeiten] Sonderkomponente Ölwehr
Die Wehren Fünfhausen und Warwisch sind für die Reinigung ölverschmutzter Gewässer im gesamten norddeutschen Raum verantwortlich. Die beiden Wehren betreiben hierfür gemeinsam eine Ölseparationsanlage vom Typ SepCon 01. Sie umfasst die Anlage SEPCON 01 (die Separationsanlage), den Tandemachs-Anhänger (Zubehör und Auffangbehälter m. 130 m³ Fassungsvermögen), einen Tieflade-Anhänger mit 3-to Gabelstapler (mit Allradantrieb), sowie Schlauchmaterial und weiteres Equipment.
Als Zugfahrzeuge dienen ein GW- Kran der FF Warwisch für den SEPCON 01, ein GKW 1 der FF Warwisch für den Tieflader und ein LF 24-19 TH der FF Warwisch für den Tandemachser. Weiteres Equipment ist auf Gitterboxen und Rollcontainern verlastet, die im Feuerwehrhaus Warwisch/Fünfhausen eingelagert sind und im Einsatzfall auf den LKW Dekon-P der FF Warwisch verlastet werden. Zu den weiteren Einsatzfahrzeugen gehören ein LF 16/12 und ein SW- 2000 der FF Fünfhausen für die Wasserversorgung, sowie ein LKW Dekon-P der FF Fünfhausen mit Aufenthalts- und Duschzelt. Als Führungsfahrzeug dient ein ELW.
[Bearbeiten] Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg
Alle Wehren (außer Eppendorf, Warwisch und Neuwerk) haben als erstes Fahrzeug ein LF 16/12 mit einem Aufbau der Firma Ziegler auf Allradfahrgestellen der Firma Mercedes-Benz (Baureihe 1994 bis 1997) oder MAN (Baujahr 1998 in niedriger Bauhöhe, 1999 bis 2001, 2003). Die Wehren Eppendorf und Warwisch (Sonderkomponente Bergung und Beleuchtung) haben als erstes Fahrzeug ein LF 24/19 TH auf Iveco Magirus 120-25 AW Fahrgestell, Baujahr 1993.
Als zweites Löschfahrzeug ist bei 31 Wehren noch ein LF 16 TS auf Mercedes-Benz 1113 bzw. der Hamburger Umbau LF 16 TH (mit Geräten zur technischen Hilfeleistung anstelle der Tragkraftspritze) anzutreffen. 52 der 87 Wehren wurden seit 2005 mit einem neuen LF 16-KatS (Mercedes-Benz Atego 1428 AF/Ziegler) ausgerüstet, welches wie auch die neueren Baureihen der LF 16/12 der Norm für LF 20/16 entspricht.
Die bis vor kurzem noch relativ weit verbreiteten LF 16 HANSA (Hamburger automatikgetriebenes normgerechtes Standardlöschfahrzeug der achtziger Jahre) auf Mercedes-Benz 1019AF bzw 1222AF wurden alle bereits durch LF 16-KatS ersetzt und stehen als Reservefahrzeuge bereit.
[Bearbeiten] Die Freiwillige Feuerwehr Neuwerk
Auch auf der zu Hamburg gehörigen Nordseeinsel Neuwerk gibt es eine Freiwillige Feuerwehr (F 3936). Es ist die kleinste Freiwillige Feuerwehr Deutschlands und die einzige Hamburger Freiwillige Feuerwehr mit einem Rettungswagen. Weitere Informationen sind dem Hauptartikel Feuerwehr Neuwerk zu entnehmen.
[Bearbeiten] Servicebereiche
- F01 Zentrale Verwaltung und Steuerung (Personal- und Einstellungsstelle)
- F02 Einsatzabteilung (Einsatzzentrale - Kooardination)
- F03 Technik und Logistik (Fahrzeug- und Gerätewerkstätten, Telekommunikationstechnik, techn. Beschaffung)
- F04 Vorbeugender Brandschutz (Brandsicherheitsschauen)
- F05 Landesfeuerwehrschule (Ausbildung der Feuerwehrangehörigen)
[Bearbeiten] Weblinks
- Berufsfeuerwehr Hamburg
- Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg
- Homepage der Jugendfeuerwehr Hamburg
- Landesfeuerwehrschule Hamburg, Akademie für Rettungsdienst und Gefahrenabwehr
- Jahresberichte der Feuerwehr Hamburg
| In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Geschichte fehlt beinahe völlig, die Freiwillige Feuerwehr wird viel zu umfangreich und die Berufsfeuerwehr viel zu knapp dargestellt
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