Freizeitpark Marienfelde

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Aufgang zum Freizeitpark

Am südlichen Stadtrand liegt der hügelige Freizeitpark Marienfelde. Er wurde auf einer ehemaligen Müllkippe errichtet. Die höchste Erhebung im Park misst 77 Meter.[1] Von hier bietet sich ein Ausblick über die Stadtlandschaft Berlins und das flache Land des Kreises Teltow-Fläming. Im Schatten dieses Müllbergs hat sich ein Rest landwirtschaftlicher Nutzfläche in der Großstadt West-Berlin erhalten können, die Marienfelder Feldflur.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Die Skater-Anlage

Der Freizeitpark liegt im Südosten des Ortsteils Berlin-Marienfelde. Im Süden befand sich das Klärwerk Marienfelde zwischen Park und Feldern, seine Funktion wurde vom Klärwerk Waßmannsdorf übernommen. Am Fuß des Berges befinden sich Einrichtungen des Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene. Im Osten gibt es entlang des Königgrabens eine Verbindung zum Gutspark Marienfelde. An den Freizeitpark grenzt im Norden eine beliebte Anlage für Skater und Biker.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Mülldeponie wurde von 1950 bis 1981 betrieben. Etwa 4 Mio. m³ Hausmüll hat die BSR hier abgelagert. Aus Mülldeponien entweicht, auch noch Jahre nach der Schließung, das Treibhausgas Methan, das mit Erdgas weitgehend identisch ist. Bei der Umgestaltung zum Freizeitpark wurde eine Anlage zur Abführung des Methans gebaut. Das aufgefangene Methan wurde in der benachbarten Schokoladenfabrik Stollwerck bis 1995 zur Erzeugung von Wärme eingesetzt.

Hier wird das Deponiegas abgefackelt

Im Februar 2001 kam es im Parkgelände zu einer Verpuffung von Methan. Aus Sicherheitsgründen wurde der Park sofort geschlossen. Die Arbeiten an der Auffanganlage für das Methan dauerten über 4 Jahre. Erst am 8. September 2005 wurde der Freizeitpark wieder eröffnet. Es unterbleibt die Nutzung des Methans, es wird nun abgefackelt.

[Bearbeiten] Aktuelles

Die Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldflur setzte sich nach der Wiedereröffnung des Parks im Frühjahr 2006 für eine endgültige Schließung des Geländes ein. Die Begründung war, dass in den Jahren der Ruhe neue Biotope entstanden sind, die nun durch die Nutzung wieder zerstört werden. Insbesondere seltene Vogelarten haben sich hier angesiedelt.

[Bearbeiten] Belege

  1. Statistisches Landesamt Berlin 2006

52.40138888888913.368055555556Koordinaten: 52° 24′ 5″ N, 13° 22′ 5″ O

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