French Connection II

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Filmdaten
Deutscher Titel French Connection II
Originaltitel French Connection II
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch, Französisch
Erscheinungsjahr 1975
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie John Frankenheimer
Drehbuch Robert Dillon,
Laurie Dillon,
Alexander Jacobs
Produktion Robert L. Rosen
Musik Don Ellis
Kamera Claude Renoir
Schnitt Tom Rolf
Besetzung

French Connection II ist ein 1975 von John Frankenheimer gedrehter Film und die Fortsetzung des Actionthrillers Brennpunkt Brooklyn aus dem Jahr 1971. Gene Hackman spielt wie auch im ersten Teil den New Yorker Polizisten Jimmy „Popeye“ Doyle.

Im Gegensatz zu Brennpunkt Brooklyn, der auf einer wahren Begebenheit basiert, ist das Drehbuch zu French Connection II rein fiktiv und konzentriert sich noch mehr als der Vorgänger auf den Charakter Doyles. Aufgrund seiner Besessenheit, den französischen Drogenboss Alain Charnier festzunehmen, folgt er diesem bis nach Marseille, um ihn hier zu stellen.

Handlung[Bearbeiten]

Da dem New Yorker Detective Jimmy Popeye Doyle der Drogenboss Alain Charnier in seiner Heimatstadt knapp entkommen ist, folgt er dem Gangster nach Marseille. Er soll dort mit dem französischen Polizisten Henri Barthelemy zusammenarbeiten, mit dem er jedoch einige Meinungsverschiedenheiten und Probleme bekommt. Da Doyle sich bewusst sehr auffällig verhält, weiß Charnier bald, dass dieser sich in der Stadt aufhält.

Nachdem Popeye zwei Polizisten, die ihn mehrere Tage beschattet haben, abgeschüttelt hat, wird er von den Handlangern Charniers entführt und in dessen Quartier in einem verlassenen Hotel gebracht. Während der dreiwöchigen Gefangennahme wird Doyle Heroin-abhängig gemacht. Alain Charnier lässt Popeye jedoch, nachdem er ihn drogenabhängig zerstört sieht und merkt, dass dieser nichts gegen ihn in der Hand hat, wieder frei.

Anschließend muss sich Doyle auf Anordnung Barthelemys einem heimlichen "kalten Drogenentzug" unterziehen, um das vorzeitige Ende seiner Polizeikarriere abzuwenden.

Nach dem Entzug erkennt Doyle, dass er von Anfang an nur als Lockvogel missbraucht worden ist. Die französischen "Kollegen" wollten Charnier so aus der Reserve locken. Deshalb macht sich Doyle alleine auf die Suche nach Charnier. Er spürt das Hotel seiner Gefangenschaft auf und steckt es in Brand. Bei dieser Aktion erfährt er, dass Charniers Organisation nachts Heroin in einem in den nächsten Tagen auslaufenden Schiff deponiert und diesen Deal abschließen will. Doyle und Barthelemy gelingt es, den französischen Drogenboss aufzuspüren. Dazu benutzen sie den Kapitän des Schiffes als Lockvogel.

Nach einer längeren Verfolgungsjagd gelingt es Popeye schließlich, Charnier, der sich auf seiner Yacht schon in Sicherheit wähnt, auf der Flucht zu erschießen.

Kritiken[Bearbeiten]

„John Frankenheimer inszeniert nicht nur gute Action, sondern gewinnt dem Genre zusätzlichen Reiz ab, indem er den Mentalitätskonflikt zwischen Amerikanern und Franzosen betont. Leider verflacht der Film im letzten Drittel zur üblichen Krimi-Routine.“

Lexikon des internationalen Films

„Nach dem enormen Erfolg von French Connection (unter andrem fünf Oscars; deutscher Kinotitel: Brennpunkt Brooklyn) war diese vier Jahre spätere Fortsetzung zwangsläufig. Regisseur John Frankenheimer (Ronin) drehte wieder an Originalschauplätzen und bietet rasante Action und Verfolgungsjagden. Emotional eindringlich sind die von Hackman grandios gespielten Suchtsequenzen. Fazit: Legendär: Hackmans Kampf gegen die Sucht“

Cinema [1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

War der Vorgänger Brennpunkt Brooklyn bei der Oscarverleihung 1972 noch mit fünf Academy Awards ausgezeichnet worden, wurde French Connection II von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences und den wichtigen Filmkritikerverbänden der Vereinigten Staaten ignoriert. Hauptdarsteller Gene Hackman wurde 1976 für den Golden Globe (Drama) und den Britischen Filmpreis nominiert, wo er sich jedoch Jack Nicholson (Einer flog über das Kuckucksnest) bzw. Al Pacino (Hundstage und Der Pate – Teil II) geschlagen geben musste. Die Drehbuchvorlage von Robert Dillon, Laurie Dillon und Alexander Jacobs wurde im selben Jahr bei der Preisverleihung der Writers Guild of America als bestes Drama-Filmskript nominiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Alexander Jacobs: French connection II : screenplay. Script City, Hollywood 1986? (englische Ausgabe)
  • French connection II. White Lion Publishers, London 1976, ISBN 0-7274-0146-7 (englische Ausgabe)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cinema.de: Filmkritik