Freystadt
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Neumarkt in der Oberpfalz | |
| Höhe: | 410 m ü. NN | |
| Fläche: | 80,53 km² | |
| Einwohner: |
8577 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 107 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 92342 | |
| Vorwahlen: | 09179 (Freystadt) 08469 (Burggriesbach) |
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| Kfz-Kennzeichen: | NM | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 73 126 | |
| Stadtgliederung: | 33 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktplatz 1 92342 Freystadt |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Willibald Gailler (CSU) | |
| Lage der Stadt Freystadt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz | ||
Freystadt ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Freystadt liegt am Rande des Oberpfälzer Jura in einer flachen Talmulde an der Schwarzach.
Stadtgliederung[Bearbeiten]
Heute ist Freystadt die drittgrößte Gemeinde des Landkreises Neumarkt in der Oberpfalz. Die politische Gemeinde Freystadt hat 33 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Geschichte[Bearbeiten]
Eine erste urkundliche Erwähnung befindet sich im Memorbuch der Nürnberger Synagoge für das Jahr 1298. Anlass war ein Pogrom in Freystadt, das im Zusammenhang mit den sich von Unterfranken her ausbreitenden sogenannten Rintfleisch-Verfolgungen stand. Da Freystadt eine Gründung ex radice (deutsch: von der Wurzel) war, ist anzunehmen, dass ein Großteil der Rechte, die den Ort in den Stadtrang erhoben, bereits mit der Gründung der Siedlung verliehen worden waren. Ein Beleg für den Status als Stadt und das Vorhandensein von Stadtrechten ist eine Urkunde aus dem Jahr 1332[3], an der sich Freystädter Siegel befindet. Aufgrund dieses ältesten Nachweises von Stadtrechten – das Führen eines Siegels ist ein solches Recht – wurde 1982 das 650-jährige Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte gefeiert.
Was die einzelnen Herrschaften betraf, denen die Stadt unterstand, so hatte Freystadt als Grenzstadt eine sehr wechselvolle Geschichte. So ging der Ort beim Aussterben des Gründergeschlechts der Herren von Stein (Hilpoltstein) 1384 als Erbe an Sweigker von Hohenfels, der die Stadt aber bereits zwei Jahre später an die (ober-)bayerischen Herzöge verkaufte. 1392 wurde Freystadt als Teil des aus der letzten bayerischen Teilung hervorgegangenen bayerischen Teilherzogtums Bayern-Ingolstadt erwähnt.[4] Im sogenannten bayerischen Krieg, der von den einzelnen wittelsbachischen Linien, aber auch anderen Fürsten vor allem in Nordbayern geführt wurde, erhielt Pfalzgraf Johann von Neumarkt mit dem Vertrag von Lauf 1427 Freystadt, das er bereits um 1420 erobert hatte. Nach dem Tod seines kinderlosen Sohnes Christoph fiel Freystadt als Teil des Territoriums den Pfalzgrafen von Mosbach als Erbe zu. Als diese 1499 ausstarben, kam Freystadt in den Besitz der Pfalzgrafschaft bei Rhein, wo es jedoch nur fünf Jahre verblieb, da es 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg durch Truppen des Markgrafen von Ansbach besetzt wurde. Diesem unterstand es bis ca. 1519 als Pfand, wobei nicht eindeutig ist, ob Freystadt in der Folge kurz Teil des Herzogtums Pfalz-Neuburg wurde oder direkt zur Kurpfalz zurückkam. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Freystadt als Teil der Oberpfalz wieder bayerisch. Kurfürst Maximilian I. übergab es dem Feldherrn der Liga, Johann t'Serclaes Graf von Tilly, zu Lehen. Erst beim Aussterben des Geschlechts derer von Tilly kam Freystadt endgültig und unmittelbar wieder unter bayerische Herrschaft.
Im Dezember 1800 wurde in Freystadt der Räuberhauptmann Franz Troglauer verhaftet.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Aßlschwang, Möning, Sondersfeld mit Teilen der am 1. April 1933 aufgelösten Gemeinde Mittelricht, Thannhausen und Thundorf sowie Teile der aufgelösten Gemeinde Oberndorf eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Michelbach und Mörsdorf (vorher im Landkreis Hilpoltstein) sowie Forchheim, Großberghausen, Höfen, Lauterbach und Sulzkirchen (vorher im Landkreis Beilngries) hinzu.[5] Burggriesbach folgte am 1. Mai 1978.[6]
Politik[Bearbeiten]
Stadtrat[Bearbeiten]
Der Stadtrat hat 20 Mitglieder:
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008 [7])
Bürgermeister[Bearbeiten]
Erster Bürgermeister ist Willibald Gailler (CSU), zweiter Bürgermeister ist Rudolf Schiener (CSU) und dritter Bürgermeister ist Josef Lehmeier (CSU).
Wappen[Bearbeiten]
Das Stadtwappen zeigt im blauen Feld einen silbernen rotgezungten Greif mit einem in weiß/blau geteilten Brustschild. Die Stadtfarben sind Weiß und Blau.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauwerke[Bearbeiten]
- Freystadt ist eine typische mittelalterliche Planstadt mit regelmäßigem Grundriss. Hauptmerkmal ist die zum Platz erweiterte Marktstraße. Diese wird durch das zentral auf der Straßenachse errichtete Rathaus in die Obere und die Untere Marktstraße geteilt. Die Marktstraße wird durch das Obere und das Untere Tor der mittelalterlichen Stadtmauer abgeschlossen. Beide Stadttore sind noch vorhanden. Die Stadtmauer selbst ist mit Ausnahme eines kleinen, vom hölzernen Wehrgang gekrönten Teilstücks am Oberen Tor, nicht mehr vorhanden.
- Wallfahrtskirche Maria Hilf
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Freystadt
Bildung[Bearbeiten]
- Martini-Schule (Grundschule und Mittelschule)
- Grundschule Burggriesbach
- Grundschule Möning
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Jean Paul Egide Martini (1741–1816), deutsch-französischer Komponist
- Ernst Schweninger (1850–1924), deutscher Mediziner und Medizinhistoriker, Leibarzt Bismarcks.
- Johann Baptist Lerzer (1833–1917), Reichstags- und Landtagsabgeordneter
- Guntram Pflaum (1903–1945 vermisst), SS-Führer und Leiter des Lebensborn e. V.
- Rudolf Till (1911–1979) Altphilologe und Professor in München und Erlangen
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111103/204611&attr=OBJ&val=951
- ↑ StAAm, Kloster Seligenporten Urkunden, Nr. 195 (alte Signatur: 1332/2/9)
- ↑ Rall, Hans, Wittelsbacher Hausverträge des späten Mittelalters (=Schriftenreihe zur bayerischen Geschichte Bd. 71), hrsg. v. Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 1987, S. 193.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 533.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 650.
- ↑ http://freystadt.de/hp152416/Ergebnisse.htm. Stand 8. März 2008.
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