Vertrag von Alcáçovas

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Demarkationslinien nach Spanisch-Portugiesischen Vereinbarungen im 15. und 16. Jhd.

Der Vertrag von Alcáçovas (auch als Vertrag/Friede von Alcáçovas-Toledo bezeichnet) beendete den Krieg zwischen Kastilien und Portugal im Zuge des kastilischen Erbfolgekriegs. Der portugiesische König Alfons V. erklärte seinen Verzicht aller Ansprüche auf den kastilischen Thron; dafür wird die portugiesische Oberhoheit über alle Gewässer und Ländereien südlich von Kap Bojador bekräftigt. Lediglich die Kanarischen Inseln werden Kastilien zugesprochen. Der Vertrag wurde am 4. September 1479 im kastilischen Toledo unterzeichnet.

Im Einzelnen regelte der Vertrag die folgenden Punkte:

  • Einstellung der feindseligen Handlungen zwischen Kastilien und Portugal
  • Ausdrücklicher Verzicht von Alfons V. von Portugal auf den Thron von Kastilien
  • Die zweite Ehefrau von Alfons V., Johanna von Kastilien, wurde vor zwei Möglichkeiten gestellt: Entweder die Ehe mit Johann, dem unmündigen Sohn der kastilischen Könige oder Eintritt in ein Kloster unter Verzicht auf alle kastilischen Titel (Johanna entscheidet sich für das Kloster)
  • Aufteilung der Einflusssphäre der beiden Länder im Atlantik: Alle Gebiete südlich von Kap Bojador, die Kapverdischen Inseln und die afrikanische Küste, fallen Portugal zu; dafür erhält Kastilien die Kanarischen Inseln (endgültige Inbesitznahme erst 1496 mit der Eroberung von Teneriffa). Damit überlässt Kastilien de facto die Entdeckung der Ostroute nach Indien Portugal.
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siehe auch: Vertrag von Tordesillas

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