Frieden von Roskilde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schwedische Gebietsgewinne im Frieden von Roskilde (gelb)

Der Frieden von Roskilde wurde am 26. Februarjul./ 8. März 1658greg. zwischen Dänemark-Norwegen und Schweden geschlossen. Er führte vorerst zum Ausscheiden Dänemarks aus der Koalition gegen Schweden unter Karl X. Gustav im Zweiten Nordischen Krieg.

Dänemark musste seinen Besitz im heutigen Südschweden räumen. Schweden erhielt dadurch mit den Landschaften Schonen, Blekinge und Halland (Skåneland) Zugang zum Öresund und zum Kattegat. Halland war bereits im Frieden von Brömsebro im Jahr 1645 für 30 Jahre an die Schweden gefallen. Zudem gewann Schweden die norwegischen Provinzen Båhuslen und Trondheims len, Romsdal sowie die dänische Ostseeinsel Bornholm.

Im Frieden von Kopenhagen gingen Trondheim und Bornholm 1660 wieder in dänischen Besitz über; die Insel Ven ging aber in schwedischen Besitz über.[1]

Der Paragraf 9 des Friedensvertrages sah vor, dass die Rechte, Privilegien und Freiheiten der Einwohner der an Schweden abgetretenen dänischen Landesteile unangetastet bleiben sollten. Trotzdem setzte eine umfassende Schwedisierung Schonens, Blekinges und Hallands ein.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sverre Bagge und Knut Mykland: Norge i dansketiden. Cappelen 5. Auflage 1998.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vertragstext - Frieden von Kopenhagen (schwedisch), Institut for Kultur og Samfund, Aarhus Universitet, Dänemark, abgerufen am 9. Juni 2013