Friedenweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Friedenweiler
Friedenweiler
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Friedenweiler hervorgehoben
47.91758.2555555555556900Koordinaten: 47° 55′ N, 8° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 900 m ü. NHN
Fläche: 27,08 km²
Einwohner: 1911 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79877
Vorwahlen: 07654, 07651
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 039
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 24
79877 Friedenweiler
Webpräsenz: www.friedenweiler.de
Bürgermeister: Josef Matt
Lage der Gemeinde Friedenweiler im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Frankreich Landkreis Waldshut Landkreis Lörrach Freiburg im Breisgau Landkreis Emmendingen Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Rottweil Au (Breisgau) Auggen Bad Krozingen Badenweiler Ballrechten-Dottingen Bötzingen Bollschweil Breisach am Rhein Breitnau Buchenbach Buggingen Ebringen Ehrenkirchen Eichstetten am Kaiserstuhl Eisenbach (Hochschwarzwald) Eschbach (Markgräflerland) Feldberg (Schwarzwald) Friedenweiler Glottertal Gottenheim Gundelfingen (Breisgau) Hartheim Heitersheim Heitersheim Heuweiler Hinterzarten Horben Ihringen Kirchzarten Lenzkirch Löffingen March (Breisgau) Merdingen Merzhausen Müllheim (Baden) Müllheim (Baden) Münstertal/Schwarzwald Neuenburg am Rhein Neuenburg am Rhein Oberried (Breisgau) Pfaffenweiler St. Peter (Hochschwarzwald) St. Märgen Schallstadt Schluchsee (Gemeinde) Sölden (Schwarzwald) Staufen im Breisgau Stegen Sulzburg Titisee-Neustadt Umkirch Vogtsburg im Kaiserstuhl Wittnau (Breisgau)Karte
Über dieses Bild

Friedenweiler ist eine kleine Gemeinde und Kneippkurort im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg, rund sechs Kilometer östlich von Titisee-Neustadt im Schwarzwald.

Geographie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Friedenweiler ist von folgenden Gemeinden des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald umgeben (von Norden im Uhrzeigersinn): Eisenbach (Hochschwarzwald), Löffingen, Lenzkirch und Titisee-Neustadt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Friedenweiler mit der ehemaligen Gemeinde Rötenbach gehören acht Dörfer, Weiler und Einzelhäuser. Zur Gemeinde Friedenweiler in den Grenzen vom 31. Dezember 1974 (etwa 700 Einwohner) gehören das Dorf Friedenweiler, der Weiler Kleineisenbach und der Wohnplatz Steinhalden. Zur ehemaligen Gemeinde Rötenbach (etwa 1400 Einwohner) gehören das Dorf Rötenbach und die Wohnplätze Adlerwirtssäge, Beimühle, Birnenhäusle und Höhenhaus. Im Gemeindeteil Kossingen liegt die abgegangene Ortschaft Kossingen.[2]Die Grenze zwischen beiden Gemeinden verlief entlang der Bundesstraße 31. Rötenbach liegt ungefähr fünf Kilometer südlich von Friedenweiler.

Geschichte[Bearbeiten]

Friedenweiler[Bearbeiten]

Friedenweiler wurde erstmals 1123 als Fridenwilare urkundlich genannt. Im 14. Jahrhundert wurde im Ort das Kloster Friedenweiler gegründet, das dann die Herrschaft über den Ort ausübte. Das von Benediktinerinnen gegründete Kloster wurde 1570 an Zisterzienserinnen übergeben. Durch Vertrag vom 16. November 1802 wurde der klösterliche Besitz an den Fürsten zu Fürstenberg übertragen. Die weltliche Macht ging infolge des Reichsdeputationshauptschlusses auf das Großherzogtum Baden über.

Rötenbach[Bearbeiten]

Wappen

Rötenbach wurde erstmals 819 als Rotinbah genannt, als ein Ortsadliger namens Ruadger seinen ganzen Besitz im Ort der Martinskirche in Löffingen überschrieb. Seit 1214 gehörte die Gemeinde den Fürsten zu Fürstenberg. Der jeweilige Fürst war auch örtlicher Landgraf. Aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses kam Rötenbach zum Großherzogtum Baden.

Vereinigung der Gemeinden Friedenweiler und Rötenbach[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurden im Zuge der Gemeindereform die ehemals selbständigen Gemeinden Rötenbach und Friedenweiler zur Gemeinde Friedenweiler zusammengelegt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat wird durch eine unechte Teilortswahl gewählt, d. h. jeder Ortsteil kann eine bestimmte Anzahl von Vertretern in den Gemeinderat entsenden, wobei es nicht auf die tatsächliche Einwohnerzahl des Ortsteiles ankommt. Der Gemeinderat ist nicht parteipolitisch geprägt. Seit der Gemeinderatswahl vom 7. Juni 2009 (Wahlbeteiligung 57,2 %) besteht folgende Sitzverteilung im Gemeinderat: die Freie Bürgerliste besetzt sieben Sitze, die Freie Wählergemeinschaft drei.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ehemalige Klosterkirche in Friedenweiler

Verkehr[Bearbeiten]

Friedenweiler ist durch die Bundesstraße 31 an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Der nächste Bahnhof ist in Neustadt im Schwarzwald, von dort aus ist durch die Höllentalbahn eine Verbindung nach Freiburg im Breisgau und somit Anschluss an das Fernstreckennetz der Bahn besteht. Rötenbach hat einen Bahnhof an der Linie Neustadt - Donaueschingen.

Durch zwei Buslinien der SüdbadenBus ist Friedenweiler mit Neustadt verbunden. Eine dieser Linien führt auch nach Donaueschingen, von dort gibt es Zugverbindungen zum Bodensee und ins östliche Baden-Württemberg.

Ehemalige Firmen[Bearbeiten]

Winterhalder & Hofmeier

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Die im 16. Jahrhundert erbaute und nach einem Brand im 18. Jahrhundert von Peter Thumb im Innern neu gestaltete Kirche in Friedenweiler ist gut erhalten und sehenswert. Direkt neben der Kirche liegt das ehemalige Grand Hotel Baers, in dem heute eine Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik betrieben wird.

Im Ortsteil Friedenweiler liegt der kleine Klostersee mit einem Strandbad.

Literatur[Bearbeiten]

Hans-Otto Mühleisen, Friedenweiler, Kl. Kunstführer Lindenberg/Allg. 2004

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Friedenweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 127–128