Friederike Brun

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Friederike Brun, 1818

Friederike Brun (geborene Münter, vollständiger Name: Friederike Sophie Christiane Brun; * 3. Juni 1765 in Gräfentonna, Thüringen; † 25. März 1835 in Kopenhagen) war eine dänische Schriftstellerin deutscher Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Friederike Brun war die Tochter des Predigers Balthasar Münter und die Schwester des späteren Kopenhagener Bischofs Friedrich Münter.

Im Alter von fünf Jahren kam sie mit ihrem Vater nach Kopenhagen. Dort wuchs sie auf und erfuhr auch ihre Ausbildung. Über ihren Vater lernte sie bald die Brüder Graf Christian zu Stolberg-Stolberg und Graf Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg kennen. Mit 18 Jahren heiratete sie 1783 den dänischen Legationsrat Konstantin Brun, der alsbald als Konsul nach Sankt Petersburg berufen wurde. Doch schon ein Jahr später kehrte das Ehepaar nach Kopenhagen zurück. Fortan wurde sie auch Madame de Stael des Nordens genannt.

Im sehr strengen Winter der Jahreswende 1788/89 verlor Brun vollständig ihr Gehör und erlangte es auch nicht wieder. Neben ihren Aufgaben als Hausfrau und Mutter begann sie nun mit ihrem literarischen Schaffen. Ab 1790 erschienen ihre ersten Gedichte in verschiedenen Almanachen. Friedrich Schiller veröffentlichte ihre Gedichte An Sie und Zuversicht in seiner Zeitschrift Die Horen.[1]

1791 reiste Brun mit ihrer Familie nach Genf, Paris und Südfrankreich. 1795 bereiste sie mehrere Monate die Schweiz und Italien. In den Jahren 1801 bis 1810 waren immer wieder die Länder Südeuropas die bevorzugten Reiseziele. Ab 1810 gab Brun ihre langen und auch anstrengenden Reisen auf und residierte nun abwechselnd in Kopenhagen und auf ihrem Landsitz Sophienholm. Im Alter von 70 Jahren starb Friederike Brun am 25. März 1835 in Kopenhagen.

Werke[Bearbeiten]

Titelblatt der Gedichte
  • Tagebuch einer Reise durch die östliche, südliche und italienische Schweiz 1800
  • Episoden aus Reisen durch das südliche Deutschland etc. 1808
  • Sitten- und Landschaftsstudien von Neapel und seinen Umgebungen 1818
  • Briefe aus Rom 1818
  • Gedichte 1795, 1812, 1820
  • Wahrheit aus Morgenträumen und Idas ästhetische Entwickelung 1824
  • Römisches Leben 1833

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. vgl. Friedrich Schiller (Hrsg.): Die Horen, 1797, 7. Stück, Cotta’sche Verlagsbuchhandlung Tübingen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Friederike Brun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Friederike Brun – Quellen und Volltexte