Friedhöfe in Bayreuth

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Gottesackerkirche auf dem Stadtfriedhof
Tor und Taharahaus am Jüdischen Friedhof
Grabstein der Familie Leers (Friedhof St. Georgen)
Grab von Richard Wagner und Cosima Wagner hinter dem Haus Wahnfried

Im Stadtgebiet von Bayreuth existieren fünf Friedhöfe.

Stadtfriedhof[Bearbeiten]

Der älteste existierende Friedhof ist der Stadtfriedhof mit einer Reihe von Grabdenkmälern berühmter Persönlichkeiten. Er wurde bereits im Jahr 1545 angelegt. Zwischen der Erlanger Straße und dem Mistelbach gelegen, beherbergt er unter anderem die Ruhestätten von Franz Liszt, Jean Paul, Siegfried, Wieland und Wolfgang Wagner sowie des Dirigenten Hans Richter. Das prunkvollste Grabmal ist die Grabkapelle des Herzogs Alexander von Württemberg.[1] Am östlichen Friedhofseingang befindet sich die Gottesackerkirche.

Jüdischer Friedhof[Bearbeiten]

Das erste Begräbnis auf dem jüdischen Friedhof fand am 25. Juni 1786 statt. Die offizielle Einweihung erfolgte im Jahr 1787. Wegen seiner Lage unweit des Kreuzsteins wurde er als „Begräbnisstätte oberhalb des Kreuzsteins“ bezeichnet. Der Tradition entsprechend sind alle Grabsteine nach Osten ausgerichtet. Das Friedhofswärterhaus diente nach den landläufig als Reichskristallnacht bezeichneten Pogromen von 1938 als behelfsmäßige Synagoge.

Im Verzeichnis Bayreuther Kunstdenkmale von 1959 blieb diese bedeutende kulturhistorische Stätte unerwähnt.

Hauptartikel: Jüdischer Friedhof (Bayreuth)

Friedhof Sankt Georgen[Bearbeiten]

Der Friedhof der damals noch eigenständigen Stadt Sankt Georgen am See wurde 1709 eingerichtet. Hinter dem stattlichen Eingangstor mit Sandsteinornamenten befinden sich mehrere ansehnliche Barock-, Rokoko- und Klassizismusgräber. Später war er bis weit ins 20. Jahrhundert hinein der Friedhof für die Bewohner Bayreuths nördlich des Roten Mains.

Friedhof Sankt Johannis[Bearbeiten]

Das erst 1939 nach Bayreuth eingemeindete Pfarrdorf Sankt Johannis besitzt an seinem westlichen Rand einen eigenen Friedhof.

An dieser Stelle verhandelten gegen Mittag des 14. April 1945 der amerikanische Emissär Karl Ruth und der Bayreuther NS-Oberbürgermeister Friedrich Kempfler mit dem Wehrmachtsgeneral August Hagl vergeblich über eine kampflose Übergabe der Stadt. Infolge Hagls Verweigerung wurden die Orangerie und der Sonnentempel im nahegelegenen Park Eremitage in letzter Minute sinnlos zerstört.

Südfriedhof[Bearbeiten]

Am Südrand des Stadtteils Saas liegt der 1981 übergebene Südfriedhof mit Krematorium.

Grabstätte von Richard und Cosima Wagner[Bearbeiten]

Die Grabstätte von Richard Wagner und seiner Frau Cosima liegt nicht auf einem Friedhof, sondern in der öffentlich zugänglichen Parkanlage seines Wohnhauses Wahnfried.

Grablege der Markgrafen[Bearbeiten]

In der Stadtkirche befindet sich eine Fürstengruft der Bayreuther Markgrafen. Markgräfin Wilhelmine, ihr Gatte Friedrich von Brandenburg-Bayreuth sowie die Tochter Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Bayreuth sind in der Schloßkirche bestattet.

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Herbert Popp: Bayreuth - neu entdeckt. Ellwanger, Bayreuth 2007, ISBN 9783925361609.
  •  Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit: Jüdisches Bayreuth. Ellwanger, Bayreuth 2010, ISBN 9783925361814.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bernd Mayer: Geheimnisvolles Bayreuth, S. 16