Friedo Dörfel

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Friedo Franz Ferdinand Dörfel (* 19. Februar 1915 in Hamburg; † 8. November 1980) war ein deutscher Fußballspieler.

Der Stürmer begann seine Karriere bei Viktoria Harburg, wo bald sein Talent entdeckt wurde. Er wechselte dann zum Hamburger SV und wurde während seiner 14 Jahre (1934–1948) dort mehrfach norddeutscher Meister bzw. Gaumeister der „Nordmark“. 1947 und 1948 gewann er auch die Meisterschaft der britischen Zone.

1942 wurde er in zwei Länderspielen eingesetzt, gegen Spanien und Ungarn. Gegen die Spanier endete das Spiel 1:1 unentschieden und gegen Ungarn konnte 5:3 gewonnen werden. Gegen die Ungarn steuerte Frido Dörfel ein Tor bei. Während dieser Monate spielte er als Gastspieler bei Dessau 05.

1948 holte er mit dem Hamburger SV noch den Sieg in der Meisterschaft der britischen Besatzungszone (zusammen mit seinem Bruder Richard, Edmund Adamkiewicz, Erwin Seeler, Heinz Spundflasche usw.). Man gewann im Finale mit 6:1 gegen den FC St. Pauli.

Friedo Dörfel galt als still und vielseitig. Die einzige Extravaganz, die er sich leistete, waren rotgefärbte ungarische Fußballstiefel, sein Markenzeichen. Zum Abschluss seiner Karriere kickte er beim Wandsbeker FC.

Nach seiner aktiven Zeit war er Trainer in der Oberliga beim Harburger TB 1865, Bremer SV und dem VfB Lübeck.

Seine Söhne Gert Dörfel und Bernd Dörfel spielten später ebenfalls für den HSV und für die Nationalmannschaft.

Irrtümlicherweise wird Friedo Dörfel auch der Vorname Friedrich zugeschrieben. Laut Pass trug er jedoch nur die angegebenen Namen.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Vinke: Charly Dörfel, Freibeuter des Fußballfeldes, Agon Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 978-3-89784-284-7

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Vinke: Charly Dörfel, Freibeuter des Fußballfeldes, Agon Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 978-3-89784-284-7