Friedrich-Engels-Preis

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Friedrich-Engels-Preis
(vorwiegend militärische Auszeichnung der DDR)
GDR Engels-Prize rib-G.pdf
Orden am Band (Avers)
Stifter: Ministerrat der DDR
Stiftungsjahr: 1970
Bandschnalle: siehe unten
Trageweise: rechte Brustseite

Der Friedrich-Engels-Preis war eine staatliche Auszeichnung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), der in Form einer Medaille verliehen wurde. Gestiftet wurde er am 8. Mai 1970 in drei Klassen.
Für NVA-Angehörige wurde die Verleihung vom Minister für Nationale Verteidigung vorgenommen, erstmals anlässlich der Friedrich-Engels-Konferenz am 6. November 1970 in Dresden, später dann immer am 28. November, dem Geburtstag von Friedrich Engels.

Verleihungsbedingungen[Bearbeiten]

Der Friedrich-Engels-Preis konnte für hervorragende wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Leistungen verliehen werden. Ferner für Leistungen, die zur Stärkung der Verteidigungskraft der DDR geführt hatten. Die Verleihung des Preises war auch mit einem Geldpreis verbunden der folgende Höhe aufwies:

  • GDR Engels Prize bar-G.png I. Klasse (3 Verleihungen pro Jahr zulässig)
    • bei Kollektivauszeichnungen: bis 25.000 Mark
    • bei Einzelpersonen: 10.000 Mark
  • GDR Engels-Prize bar S.png II. Klasse (6 Verleihungen pro Jahr zulässig)
    • bei Kollektivauszeichnungen: bis 15.000 Mark
    • bei Einzelpersonen: 6.000 Mark
  • GDR Engels-Prize bar-B.png III. Klasse (12 Verleihungen pro Jahr zulässig)
    • bei Kollektivauszeichnungen: bis 10.000 Mark
    • bei Einzelpersonen: 4.000 Mark

Alle Informationen zur Verleihung können in "Orden und Medaillen - staatliche Auszeichnungen der DDR", VEB Bibliographisches Institut der DDR, Leipzig 1983 nachgelesen werden. Die gesetzlichen Grundlagen sind enthalten in
- Gesetzblatt I, 1977, Nr. 10, S. 106 enthält das "Gesetz über die Stiftung und Verleihung staatlicher Auszeichnungen"
- Gesetzblatt I, 1977, Nr. 37, S. 421 enthält den "Beschluß des Staatsrates, des Ministerrates und des Nationalen Verteidigungsrates zur Durchführung des Gesetzes über die Stiftung und Verleihung staatlicher Auszeichnungen"

Aussehen und Trageweise[Bearbeiten]

Trageweise von Auszeichnungen in der NVA für Offiziere:
1 staatliche Auszeichnungen Interimspange (Orden, Ehrentiten, Medaillen);
2 staatliche Preise;
3 nichtstaatliche Auszeichnungen;
4 Absolventenabzeichen

Die Medaille der I. Klasse des Preises zunächst aus vergoldetem Silber, die II. Klasse aus Silber und die III. Klasse aus Bronze mit einem Durchmesser von 30 mm zeigte auf ihrem Avers das erhaben geprägte Portrait Friedrich Engels. Die Beschaffenheit der Medaille änderte sich ab 1973, so dass ab diesem Zeitpunkt nur noch vergoldetes, versilbertes und bronziertes Hartmetall Verwendung fand. Das Revers der Medaille zeigt das von der Umschrift: FÜR DEN SCHUTZ (oben) DER ARBEITER UND BAUERNMACHT (unten) eingefasste Staatswappen der DDR. Umgeben ist die Umschrift von zwei unten gekreuzten nach oben offenen Lorbeerzweigen. In der Medaillenkante sind die Worte: FRIEDRICH ENGELS PREIS eingeschlagen worden. Getragen wurde die Medaille an einem fünfeckigen pentagonalen hellblauen 24 mm breiten Spange auf der rechten oberen Brustseite. In das hellblaue Band sind zwei senkrechte gelbe 2,5 mm breite Mittelstreifen eingewebt die jeweils auch 2,5 mm vom Rand entfernt stehen. Die Interimsspange ist von gleicher Beschaffenheit, zeigt jedoch mittig die aufgesetzte Miniatur des Avers der Medaille.[1][2]

Träger u.a.[Bearbeiten]

Bekannte Preisträger (in chronologischer Reihenfolge):[3][4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auszeichnungen der Deutschen Demokratischen Republik Bartel/Karpinski, Militärverlag der DDR 1979, Seite 113/114
  2. Orden und Medaillen - Staatliche Auszeichnungen der DDR, Günter Tautz, VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1983, Seite 22
  3. Militärakademie "Friedrich Engels" 1959 bis 1990, Wolfgang Demmer, Eberhard Haueis, Dresden 2008
  4. Die Berliner Akademie der Wissenschaften: ihre Mitglieder und Preisträger, Werner Hartkopf, Akademie Verlag GmbH, Berlin 1992, Seite 424, ISBN 3-05-002153-5
  5. Neues Deutschland vom 4. Dezember 1975