Friedrich-Schiller-Universität Jena

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Friedrich-Schiller-Universität Jena
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Gründung 1558
Ort Jena
Bundesland Thüringen
Staat Deutschland
Rektor Klaus Dicke
Studenten 19.704 WS 2012/13[1]
Mitarbeiter 6831 (31. Dezember 2011)[2]
davon Professoren 346 (31. Dezember 2011)[2]
Jahresetat 301,9 Mio € (2011) davon 60,9 Mio € Drittmittel
Website www.uni-jena.de

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena („alma mater jenensis“, gelegentlich auch „Salana“) ist mit 19.704 Studenten, 346 Professoren, 6831 Mitarbeitern und 194 Studienmöglichkeiten die größte und gleichzeitig einzige Volluniversität im Freistaat Thüringen.[3]

Die Hochschule gehört zu den traditionsreichsten und ältesten Universitäten Deutschlands und ist ein Mitglied der Coimbra-Gruppe.[4]

Im Rahmen der Exzellenzinitiative erhielt die Universität 2007 die Förderlinie Graduiertenschule. Im Jahr des 450-jährigen Jubiläums der Universität erhielt Jena den Titel "Stadt der Wissenschaft 2008".[5]

Mit einem Bestand von 3,96 Millionen Exemplaren befindet sich in Jena mit der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek die größte Bibliothek in Thüringen.[6] Einen besonderen Status innerhalb der Universität besitzen das Universitätsklinikum Jena und die Studierendenschaft der Friedrich-Schiller-Universität als Teilkörperschaften der Universität und Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Fakultäten[Bearbeiten]

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena besteht aus zehn Fakultäten:

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Das Jahr 1558 gilt als das offizielle Gründungsjahr der Universität Jena. Aber schon 1547 hatte der Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen, der sich in der Haft von Kaiser Karl V. befand, den Plan entwickelt, eine Universität aufzubauen, nachdem ihm die Kurwürde genommen worden und damit auch die Universität Wittenberg an den bisherigen Herzog von Sachsen, Moritz von Sachsen, verloren gegangen war. Dieser Plan wurde von seinen drei Söhnen ausgeführt, die am 19. März 1548 in dem Weinbauernstädtchen Jena eine „Hohe Schule“ gründeten. In der Stiftungsurkunde des römisch-deutschen Königs und späteren Kaisers Ferdinand I. wurden ihr am 15. August 1557 die Rechte einer Universität verliehen, die mit ihrer Eröffnung am 2. Februar 1558 auch ihren Lehrbetrieb aufnahm.[8] Mit der Existenz einer eigenen Universität sollte die Ausbildung von Juristen, Lehrern und besonders Geistlichen Augsburgischen Bekenntnisses in eigener, ernestinischer Hand sichergestellt werden.

Im späten 16. Jahrhundert war die Universität während der theologischen Lehrstreitigkeiten unter den Reformatoren Mittelpunkt der lutherischen Orthodoxie mit dessen streitbarem Repräsentanten und Professor Matthias Flacius.

Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges erlebte die Universität zwischen 1706 und 1720 eine Blütezeit und stand mit 1800 Studenten an der Spitze aller deutschen Universitäten.

Unter der Regierung (1758 bis 1828) des Herzogs Carl August und seines Rats und Ministers Johann Wolfgang Goethe gewann der neue Geist Weimars an Einfluss auch in Jena, was zu einer zweiten Blütezeit der Universität führte. Goethe widmete ihr sein amtliches und persönliches Interesse. Auf sein Betreiben etwa wurde Friedrich Schiller hier 1789 Professor, mit dem ihn ab 1794 – bis zu dessen Tod (1805) – eine enge Freundschaft verband. 1794 wurden Johann Gottlieb Fichte und 1798 Friedrich Wilhelm Joseph Schelling berufen, 1801/07 lehrte Georg Wilhelm Friedrich Hegel hier, so dass Jena zum Zentrum der deutschen idealistischen Philosophie wurde. Aber auch die literarischen Richtungen der frühen Romantik mit August Wilhelm Schlegel, seiner Frau Caroline Böhmer-Schlegel-Schelling, Friedrich Schlegel, Ludwig Tieck, Clemens Brentano und Friedrich von Hardenberg fanden hier eine hervorragende Pflegestätte. Die hier 1785 gegründete Allgemeine Literatur-Zeitung, die ab 1804 bis 1841 als Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung fortgeführt wurde, sowie die von Friedrich Schiller herausgegebenen Horen, mehrten durch ihre Autoren und Beiträger, zu denen die angesehensten Dichter, Philosophen und Publizisten der Zeit gehörten, die Bedeutung der Stadt Jena als literarisch-intellektuelles Zentrum. Ihre Universität, die im Ruf besonderer Liberalität stand, erreichte im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert einen ihrem Ansehen entsprechenden Höhepunkt auch ihrer Studentenzahlen, die freilich durch die allgemeine politische Entwicklung und durch den Weggang berühmter Lehrer (etwa 1799 die Entlassung Fichtes) nicht gehalten werden konnten.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Aufgrund der durch Erbteilungen aus dem Herzogtum Sachsen hervorgegangenen Ernestinischen Herzogtümer fungierten deren einzelne Linien gemeinsam als Förderer (Nutritoren) der Hochschule, die als einzige Universität des Landes bestand.

Napoleons Sieg über die vereinten preußischen und sächsischen Armeen in der Schlacht bei Jena und Auerstedt (am 14. Oktober 1806) war mit schweren Schäden für die Stadt Jena und ihre Universität verbunden. In der Folge begann sich starker Widerstand gegen die napoleonische Administration zu regen, besonders in der Studentenschaft Jenas, die 1813 in Scharen in das Lützowsche Freikorps eintraten.

Die Universität Jena entwickelte sich alsbald zum Vorreiter des politischen Radikalismus unter den deutschen Universitäten. Stärker als an jeder anderen Universität wurde Jena zum Hort eines studentischen Lebens, das die alte landsmannschaftliche Organisation studentischer Verbindungen mit Duell und Mensur unter dem Eindruck eines neuen, national-staatlichen Strebens nach Freiheit aufzugeben begann. So wurde 1815 die Urburschenschaft in Jena gegründet, die Pressefreiheit im weimarischen Staat gab Gelegenheit zum Kampf für die nationale Einheit. Das Wartburgfest 1817 ging im Wesentlichen von der Universität Jena aus und erregte das Misstrauen der konservativen Regierungen der Staaten des Deutschen Bundes, denen die Ermordung August von Kotzebues durch Karl Ludwig Sand, einem Jenaer Theologiestudenten, 1819 einen willkommenen Anlass zu verstärktem Druck bot. Die Universität Jena bekam ihn in Gestalt eines 1819 vom Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach ernannter Kurators, der als Regierungsbevollmächtigter alle wichtigen Angelegenheiten der Universität durch Einschränkung der Pressefreiheit und Auflösung der Burschenschaft überwachte und die betreffenden Ministerien der Trägerstaaten informierte. Neben den Zuwendungen aus Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Gotha und (seit 1826) Sachsen-Meiningen finanzierte sich die Universität Jena durch die Ausübung gewisser Herrschaftsrechte über die zwischen Jena und Weimar gelegene Stadt Apolda und später insbesondere aus beträchtlichen Zuwendungen der Carl-Zeiss-Stiftung.

Nachdem Goethe 1807 offiziell die Zuständigkeit für die Universität Jena von seinem Herzog Carl August übertragen worden war, förderte er insbesondere den Ausbau der naturwissenschaftlichen Fakultäten, beispielsweise durch die Gründung des ersten Chemielehrstuhles mit der Besetzung durch die Professoren Göttling und Döbereiner, durch die Errichtung einer Sternwarte, den Aufbau einer Mineraliensammlung und die Einrichtung eines botanischen Gartens. Jena bekam den Beinamen „Stapelstadt des Wissens“, Novalis, Hölderlin, Brentano, Arndt studierten in dieser Zeit, später Karl Marx, Ernst Abbe, Otto Schott und Carl Zeiß. 1884 wurde von Otto Schott ein „Glastechnisches Laboratorium“ gegründet und damit der Grundstein für die Vorreiterrolle für Gläser und Mikroskopie (Zeisswerke) gelegt.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Friedrich Schiller, nach ihm wurde die Universität Jena benannt

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lehrte in Jena der Biologe und bedeutende Evolutionstheoretiker Ernst Haeckel. Auch der Mathematiker und Logiker Gottlob Frege, der Entdecker des Elektroenzephalogramms (EEG) Hans Berger, der Psychiater Otto Binswanger und der Philosoph und Literaturnobelpreisträger von 1908 - Rudolf Eucken - lebten und lehrten an der alma mater Jenensis. Jena war auch Lebensstation der späteren Physik-Nobelpreisträger Erwin Schrödinger und Herbert Kroemer.

Im Jahr 1934 wurde die Universität zu Ehren Friedrich Schillers nach diesem benannt. Im Dritten Reich übernahmen überzeugte Nationalsozialisten wie der Rasseforscher und SS-Hauptsturmbannführer Karl Astel das Rektorat der Universität. Zahlreiche Professoren mussten die Universität bereits 1933 - aufgrund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums verlassen. Studentenvereinigungen - insbesondere die Burschenschaften - wurden aufgelöst und gleichgeschaltet in den NS-Studentenbund eingegliedert. Der NS-Studentenbund genoss schon vor der Machtübergabe große Unterstützung und gewann bei den Studentenschaftswahlen im Januar 1933 49,3&% der Stimmen, was reichsweit das zweitbeste Ergebnis darstellt. Zwischen den Jenaer Verbindungen und den NS-Studenten waren weit reichende personelle und ideologische Verbindungen zu verzeichnen.[9] Unter Astel wurde unter anderem ein Institut für menschliche Erbforschung und Rassenpolitik eingerichtet. Unter seinem Rektorat wurde Jena eine „nationalsozialistische Musteruniversität“.[10] Neben der Erbforschung und Rassenkunde lag ein Forschungsschwerpunkt in den „Wehrwissenschaften“.[11] 1941 resümierte Astel, dass die Universität unter seinem Rektorat zur „ersten rasse- und lebensgesetzlich ausgerichteten Hochschulen Großdeutschlands“ geworden sei.[12] Besondere oppositionelle oder widerständige Gruppen sind zu dieser Zeit in Jena nicht in Erscheinung getreten.

Bei den alliierten Luftangriffen auf Jena im Februar und März 1945 entstanden an der Universitätsbibliothek, am Universitätshauptgebäude und an mehreren Kliniken in der Bachstraße Total- oder erhebliche Teilschäden. Völlig zerstört wurden das Botanische, das Psychologische und das Physiologische Institut sowie drei Chemieinstitute.[13] Wichtiges Ereignis für die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Zeit war die Untersuchung der Vorwürfe gegen den Kinderarzt Jussuf Ibrahim. Eine Senatskommission stellte die Beteiligung des Arztes an den „Euthanasie“-Morden an geistig oder körperlich behinderten Kindern fest.

Hochschule im Sozialismus von 1945-1990:

Nach halbjähriger Schließung nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Universität am 15. Oktober 1945 ihren Betrieb als erste Hochschule in der sowjetischen Besatzungszone unter dem Rektorat Friedrich Zuckers wieder auf. Die FSU Jena übernahm bereits Ende der 1940er Jahre eine Schrittmacherfunktion bei der Einführung der marxistisch-leninistischen Erziehung der Studenten, die ab 1951 für alle Hochschulen in der DDR obligat wurde, später auch für die Hochschulmitarbeiter. Diese Aufgabe übernahm zunächst ein „Gesellschaftswissenschaftliches Institut“, dann ab 1960 ein Institut für Marxismus-Leninismus, welches - umgewandelt in eine „Sektion für Marxismus-Leninismus“ - bis zur „Wende“ 1989/90 arbeitete. Sie verfügte 1989 über 113 „Hochschulkader“ als Mitarbeiter.[14]

1959 wurde das Pantomime-Studio an der Friedrich-Schiller-Universität Jena von Von Marcel Marceau, Hanna Berger und Henryk Tomaszewski angeregt, und von Harald Seime in Jena gegründet. [15] Neben dem Neubau der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek gelten die Sternwarte und der botanische Garten als Aushängeschilder der Universität; der Karzer mit Graffiti des Schweizer Karikaturisten Martin Disteli ist nicht öffentlich zugänglich. Jena gilt als führend in den Fächern Biologie, Physik und Psychologie und verfügt über ein gut ausgestattetes Universitätsklinikum.

Im 20. Jahrhundert wurde die Universität durch die Kooperation mit den Zeisswerken gefördert und entwickelte sich dadurch auch zu einer Massenuniversität. Gab es 1905 noch 1.100 Studenten und 112 Hochschullehrer, so hat sich diese Zahl seither fast verzwanzigfacht. Die Landesuniversität ist die einzige Volluniversität des Freistaats. Zusammen mit der Universität Leipzig und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bildet die Friedrich-Schiller-Universität den Mitteldeutschen Universitätsverbund. Rektor ist der Politikwissenschaftler Klaus Dicke. Der 317. Rektor der Universität löste am 1. September 2004 den Rechtswissenschaftler Karl-Ulrich Meyn ab. Kanzler der Universität ist zurzeit Klaus Bartholmé.

Bauten der Universität[Bearbeiten]

Universitätshauptgebäude
Neu gebaute Mensa am Ernst-Abbe-Platz; im Hintergrund der Bau 59 und das ehemalige Universitätshochhaus – jetzt Jentower
Urburschenschaftsdenkmal vor dem Universitätshauptgebäude
20 Pf-Briefmarke der DDR-Post 1958 (Universitätshauptgebäude)

Das Universitätshauptgebäude (UHG) wurde 1908 durch den Architekten Theodor Fischer in den Grundformen des niedergelegten Großherzoglichen Schlosses errichtet, mit den Fakultätsfiguren von Adolf Brütt und reicher Kunstausstattung u.a. der Auszug der Deutschen Studenten in den Freiheitskrieg 1813 von Ferdinand Hodler und Griechenland und die Vertreibung der Türken von der Athenischen Burg von Charles Crodel (1925). 2009 wurden alle Hörsäle mit neuen technischen Smart-Boards ausgebaut.

Eine Besonderheit sind heute die weit über das gesamte Stadtgebiet verteilten Gebäude der Universität, was vor allem auf Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgeht, als viele Lehrstühle aus zerstörten Universitätsgebäuden in enteigneten Villen, einem umgebauten Gerichtsgebäude sowie zahlreichen Bürgerhäusern angesiedelt wurden, die heute noch oft in Wohngegenden liegen. Diese Besonderheit macht die Universität allgegenwärtig und mit der städtebaulichen Architektur verflochten. Daneben entstanden nach dem Krieg mehrere Viertel, indem eigene Universitätsbauten für die Fakultäten angelegt wurden. 1969 bis 1972 wurde ein als Zeiss-Forschungszentrum geplantes Hochhaus in der Altstadt errichtet, das durch die Universität genutzt wurde.

Nach der politischen Wende erfolgten umfangreiche Neubauten und Restaurierungen, wobei an dem Konzept der weit gestreuten Ansiedlung festgehalten wurde. Ein großer Komplex von Universitätsgebäuden im Stadtzentrum entstand auf dem ehemaligen Carl-Zeiss-Werksgelände rund um den „Campus“ Ernst-Abbe-Platz; hier befindet sich mit dem Abbe-Hörsaal im Gebäude Carl-Zeiss-Straße 3 auch der Audimax der Universität. Ein eigentliches Hauptgebäude, in dem der überwiegende Teil der Studenten aller Fakultäten Lesungen besuchen kann, gibt es nicht.

Forschung[Bearbeiten]

Die Friedrich-Schiller-Universität hat als einzige Universität im gesamten Bundesgebiet einen Lehrstuhl für Gravitationstheorie und ist zentral am Sonderforschungsbereich/Transregio 7 Gravitationswellenastronomie[16] beteiligt. Zudem ist die FSU an folgenden Sonderforschungsbereichen beteiligt:

  • SFB 630 „Erkennung, Gewinnung und funktionale Analyse von Wirkstoffen gegen Infektionskrankheiten“
  • SFB/TR 18 „Relativistische Laser-Plasma-Dynamik“
  • SFB 604 „Multifunktionelle Signalproteine“
  • SFB 580 „Gesellschaftliche Entwicklung nach dem Systemumbruch. Diskontinuität, Tradition und Strukturenbildung“
  • SFB 482 „Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800“
  • SFB 436 „Metallvermittelte Reaktionen nach dem Vorbild der Natur“ (ausgelaufen)

2006 konnte das „Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts“ eröffnet werden. Seit Ende 2007 wird die Graduiertenschule 214 „Jena School for Microbial Communication“ im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. Seit 2008 beherbergt das interfakultäre „Zentrum für Molekulare Biomedizin“ (CMB) mehrere Institute, die sich mit der Forschung an der Signaltransduktion in Nervenzellen und Tumoren beschäftigen. Die Universität beheimatet zudem seit einigen Jahren das an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät niedergelassene, interdisziplinär arbeitende Institut für Energiewirtschaftsrecht, dass sich mit energierechtlichen und energiewirtschaftlichen Fragestellungen befasst und das Einzige seiner Art in den neuen Bundesländern ist.

Rankings[Bearbeiten]

  • Die Friedrich-Schiller-Universität belegt im aktuellen CHE-Ranking in den Naturwissenschaften, der Psychologie, Romanistik, Soziologie und Sportwissenschaft Spitzenpositionen, ebenso in Medizin und Zahnmedizin (zuletzt gerankt 2009).
  • Die Rechtswissenschaftliche Fakultät zeichnet sich durch ihr Moot Court Team aus, das beim nationalen und internationalen Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition stets beachtliche Plätze erzielt und aktuell zu den Top 50 Teams weltweit zählt.[17]
  • Im aktuellen Handelsblatt Betriebswirte-Ranking belegt die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät unter allen Wirtschaftsfakultäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz den 20. Platz.[18]
  • Unter den 100 forschungsstärksten Professoren im Bereich Betriebswirtschaftslehre listet das Handelsblatt Armin Scholl, Gianfranco Walsh und Nils Boysen, der unter der Kategorie „Top 100 Forscher unter 40 Jahren“ den 1. Platz belegt.[19] Unter der Kategorie „Top-250 Lebenswerk“ im Bereich Volkswirtschaftslehre listet das Handelsblatt Michael Fritsch.[20]
  • Das forschungsorientierte auf der Anzahl der Publikationen und Zitierungen basierende renommierte Leiden-Ranking listet Jena aktuell mit Rang 260 unter den Top 500 Universitäten weltweit.[21]
  • Im weltweiten Shanghai-Ranking findet sich Jena kontinuierlich auf Rang 301-400 unter den weltweit besten 500 Universitäten.[22]
  • Das QS World University Rankings 2013 listet Jena auf Rang 363 - in den Naturwissenschaften Rang 257 - der Top 700 Universitäten weltweit.[23]

Museen und Sammlungen[Bearbeiten]

Campus und Studentenleben[Bearbeiten]

An der FSU Jena existiert eine Vielzahl (studentischer) Initiativen und Hochschulgruppen. Anfang 2014 registrierte die Universität 85 Gruppen[25]. Darunter sind sowohl parteipolitische Gruppen, studentische Gewerkschaftsgruppen, künstlerische Initiativen, Gruppen mit religiösem Hintergrund und Glaubensgemeinschaften, fachliche oder Alumnigruppen sowie Studentenverbindungen.

Studentenclubs[Bearbeiten]

Studentenclub Rosenkeller e.V. an der Friedrich-Schiller-Universität

In der Johannistraße 13 wurde am 3. Mai 1966 der „Studentenclub Rosenkeller“ [26] in einem um 1400 erbauten Gebäude eröffnet, das sich seit 1562 im Eigentum der Salina befindet und für das ein 1683 von dem Historiker Caspar Sagittarius gestiftetes steinernes Rosenstock–Relief an der Fassade namensgebend war.[27] Der Club gehört zu den wichtigsten jugendkulturellen Zentren der Innenstadt. Neben Live– und Discomusik finden dort auch Vorträge, Lesungen und Gesprächsrunden statt.

Med-Club

Unter dem Motto „Von Studenten für Studenten“ organisieren die Vereinsmitglieder, also die Studenten und die Ehemaligen, Veranstaltungen unterschiedlichster Art an verschiedenen Veranstaltungsorten. Dazu gehören vor allem Partys, Akustik- und Unplugged-Konzerte, Filmabende, Lesungen, Diskussionen.

Wagner

Im gemeinsam mit den Beratungsstellen des Studentenwerks Thüringen genutzten Haus Wagnergasse 26[28] bietet das Wagner ein Café mit vegetarisch und veganem Mittagessen, aber auch regelmäßige Konzerte, Lesungen, Spieleabende und Vorträge und Filmabende sowie (Foto)Ausstellungen. Das Wagner hat einen explizit politischen Anspruch in seiner Tätigkeit. Es wird von einem Verein betrieben und seitens des StuRa FSU Jena sowie des Studentenwerks unterstützt.

studentische Medien[Bearbeiten]

An der FSU und EAH erscheinen zwei studentische Hochschulzeitschriften: Das Akrützel, die vierzehntäglich herausgegeben wird und sich vorrangig aktuellen studentischen und universitären Themen widmet, und die halbjährlich erscheinende Unique mit dem Schwerpunkt internationale und interkulturelle Politik. Außerdem existieren Zeitungen der einzelnen Fachschaften, wie z. B. die HandMed der Fachschaft Medizin, die Wurzel der Fachschaft Mathematik oder der Romanistiker der Fachschaft Romanistik.

Des Weiteren wird von Studenten der Universität die Sendung Campus TV Jena produziert, welche sowohl im Internet als auch im Regionalfernsehsender Jena TV angesehen werden kann und über die aktuelle Themen rund um die Universität und das Studentenleben berichtet.[29]

Außerdem produzieren Studenten Campusradio, das im Internet und über den Offenen Kanal Jena ausgestrahlt wird und täglich mehrere Stunden eigenes Programm anbietet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Tom Bräuer, Christian Faludi: Die Universität Jena in der Weimarer Republik. Eine Quellenedition. Stuttgart 2013. ISBN 978-3-515-10608-5
  • Martin Morgner: DDR-Studenten zwischen Anpassung und Ausrasten. Disziplinarfälle an der Friedrich-Schiller-Universität Jena von 1965 bis 1989. Leipzig 2012. ISBN 978-3-86583-709-7
  • Helmut G. Walther (Hrsg.): Wendepunkte in viereinhalb Jahrhunderten Jenaer Universitätsgeschichte. Jena 2010, ISBN 978-3-941854-05-5
  • Joachim Bauer/Klaus Dicke/Stefan Matuschek (Hrsg.): Patron Schiller. Friedrich Schiller und die Universität Jena. Jena 2009, ISBN 978-3-938203-97-2
  • Joachim Bauer, Andreas Klinger, Alexander Schmidt, Georg Schmidt (Hrsg.): Die Universität Jena in der Frühen Neuzeit. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8253-5525-8
  • Stammbuch des Johann Bernhard Wilhelm Sternberger aus Meiningen, seit 1773 Student der Rechte in Jena. Jena, Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, Stb. 90. Faksimile. Friedrich-Schiller-Universität Jena 2008. Stammbuch des Johann Bernhard Wilhelm Sternberger aus Meiningen, seit 1773 Student der Rechte in Jena. Jena, Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, Stb. 90. Kommentar [zum Faksimile] Joachim Ott. Friedrich-Schiller-Universität Jena 2008.
  • Einst und Jetzt Band 53 (2008) (mit dem Schwerpunktthema der Universitäts- und Studentengeschichte der Universität Jena), Neustadt an der Aisch. ISBN 978-3-87707-717-7
  • Friedrich-Schiller-Universität Jena (Hrsg.): Das Spezifikum universitärer Bildung. Jena 2007, ISBN 978-3-938203-56-9
  • Joachim Hendel u.a. (Bearb.): Wege der Wissenschaft im Nationalsozialismus. Dokumente zur Universität Jena, 1933 - 1945, Stuttgart: Steiner 2007, ISBN 978-3-515-09006-3
  • Uwe Hoßfeld, Tobias Kaiser und Heinz Mestrup (Hrsg.): Hochschule im Sozialismus. Studien zur Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena (1945-1990). 2 Bde. (Köln u.a. 2007), ISBN 978-3-412-34505-1
  • Michael Eckardt: Gesamtbibliographie der „Wissenschaftlichen Zeitschrift der Friedrich-Schiller-Universität Jena“ (GS-Reihe) 1951-1990. Jena 2006, ISBN 3-935850-39-5.
  • Die Friedrich-Schiller-Universität Jena: Erinnerungen in Fotografien / Walther, Helmut G. [u. a.]. Erfurt 2006.
  • Universitätserfahrung Ost. DDR-Hochschullehrer im Gespräch. Hrsg. von Matthias Steinbach unter Mitarbeit von Michael Ploenus. Jena 2005.
  • Uwe Hoßfeld, Jürgen John, Oliver Lehmuth und Rüdiger Stutz (Hrsg.): „Im Dienst an Volk und Vaterland“. Die Jenaer Universität in der NS-Zeit (Köln u.a. 2005).
  • Uwe Hoßfeld, Jürgen John, Oliver Lehmuth und Rüdiger Stutz (Hrsg.): „Kämpferische Wissenschaft“. Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus (Köln u.a. 2003), ISBN 978-3-412-04102-1.
  • Verena Paul-Zinserling (Angelika Geyer Hrsg.): Die Terrakotten der Sammlung Antiker Kleinkunst der Friedrich-Schiller-Universität Jena. (Jena 2002) ISBN 3-931743-41-1
  • Hans-Georg Kremer: Zur Geschichte des Sports an der Universität Jena. Materialien, Geschichten, Bilder. (Bucha bei Jena 2002). ISBN 3-936455-07-4
  • Helmut G. Walther (Hrsg.): Aufbrüche. 450 Jahre Hohe Schule Jena (Jena 1998).
  • Thomas Pester (1996): Im Schutze der Minerva. Kleine illustrierte Geschichte der Universität Jena. Jena (Schriftenreihe zur Stadt-, Universitäts- und Studentengeschichte Jenas; 7).
  • Jena soll leben. Beiträge zum historischen Studentenleben an der Universität Jena. Jena 1991 (Jenaer Reden und Schriften). ISBN 3-86007-057-6
  • Günter Steiger: „Ich würde doch nach Jena gehn“. Geschichte und Geschichten, Bilder, Denkmale und Dokumente aus vier Jahrhunderten Universität Jena. Vierte, durchgesehene und erweiterte Auflage. (Weimar 1989). ISBN 3-7400-0057-0
  • Siegfried Schmidt u.a. (Hrsg.): Alma mater Jenensis. Geschichte der Universität Jena. Weimar 1983.
  • Erich Maschke: Universität JENA. Mit 14 Abbildungen. Köln / Graz 1969.
  • Geschichte der Universität Jena 1548/58 - 1958. Festgabe zum vierhundertjährigen Universitätsjubiläum. Im Auftrag von Rektor und Senat verfaßt und herausgegeben von einem Kollektiv des Historischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter Leitung von Prof. Dr. phil. habil. Max Steinmetz. Band I: Darstellung. Jena 1958; Band II: Quellenedition zur 400-Jahr-Feier 1958 [...]. Jena 1962.
  • Edmund Kelter: Ein Jenaer Student um 1630 (Eberhard von Todenwarth). Eine Jubiläumsgabe zur Universitätsfeier. Mit 27 Abbildungen. Jena 1908.
  • Adolf Stier: Jena [Der Universität Jena zur Feier ihres 350jährigen Bestehens]. In: Die deutschen Hochschulen. Illustrierte Monographien herausgegeben von Theodor Kappstein. Band II. Berlin 1908.
  • Richard Keil und Robert Keil: Geschichte des Jenaischen Studentenlebens von der Gründung der Universität bis zur Gegenwart. (1548-1858). Eine Festgabe zum dreihundertjährigen Jubiläum der Universität Jena. Leipzig 1858.
  •  Johannes Günther: Lebensskizzen der Professoren der Universität Jena seit 1558 bis 1858. Eine Festgabe zur dreihundertjährigen Säcularfeier der Universität am 15., 16. Und 17. August 1858. Friedrich Mauke, Jena 1858 (Volltext in der Google-Buchsuche, abgerufen am 14. Juli 2012).

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Universität Jena – Quellen und Volltexte
 Commons: Friedrich-Schiller-Universität Jena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. a b Daten, Fakten, Zahlen zur Friedrich-Schiller-Universität Jena - Personal
  3. https://www.uni-jena.de/Studienangebot.html
  4. http://www.studiengang-verzeichnis.de/hochschule/extra/aelteste-hochschulen.html
  5. http://www.stadt-der-wissenschaft.de/chronik/2008/index.html
  6. http://www.bibliotheksstatistik.de/eingabe/dynrep/index.php
  7. http://www.physik.uni-jena.de/
  8. http://www.focus-campus.de/771.html
  9. U. Hoßfeld/J. John/R. Stutz: Zum Profilwandel der Jenaer Universität im Nationalsozialismus, in: Uwe Hoßfeld, Jürgen John, Oliver Lehmuth und Rüdiger Stutz (Hrsg.): Kämpferische Wissenschaft. Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus Köln u. a. 2003, S. 62
  10. J. John/ R. Stutz: Die Jenaer Universität 1918-1945, in: Traditionen, Brüche, Wandlungen: Die Universität Jena 1850-1995, Senatskommission zur Aufarbeitung der Jenaer Universitätsgeschichte im 20. Jahrhundert (Hg.), Köln 2009, S. 485
  11. H. Böttner: Pflichterfüllung an der „Inneren Front“ und Bewältigung des Alltags im Kriege: Die Jenaer Studentenschaft während des Zweiten Weltkrieges, in: Uwe Hoßfeld, Jürgen John, Oliver Lehmuth und Rüdiger Stutz (Hrsg.): Kämpferische Wissenschaft. Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus, Köln u.a. 2003, S. 263
  12. U. Hoßfeld/J. John/R. Stutz: Zum Profilwandel der Jenaer Universität im Nationalsozialismus, in: Uwe Hoßfeld, Jürgen John, Oliver Lehmuth und Rüdiger Stutz (Hrsg.): Kämpferische Wissenschaft. Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus Köln u.a. 2003, S. 23 ff.
  13. Rüdiger Stutz: Schillerjubiläum und Gleichschaltung. Thüringische Landeszeitung, 9. Mai 2009
  14. Michael Ploenus: „...so wichtig wie das tägliche Brot“. Das Jenaer Institut für Marxismus-Leninismus 1945-1990. Böhlau-Verlag Köln, Weimar, Wien 2007. ISBN 978-3-412-20010-7, S. 241
  15. Uwe Hossfeld, Tobias Kaiser, Heinz Mestrup (Hrsg.): Hochschule im Sozialismus: Studien zur Geschichte der Friedrich-Schiller Universität Jena (1945- 1990), Böhlau Verlag Köln, Weimar, Wien, 2007, Band 1, ISBN 978-3-412-34505-1, S. 1104
  16. http://wwwsfb.tpi.uni-jena.de/
  17. http://ranking.zeit.de/che2012/de/hochschule/168/
  18. http://tool.handelsblatt.com/tabelle/index.php?id=118&so=4d&pc=100/
  19. http://tool.handelsblatt.com/tabelle/index.php?id=112&so=1a&pc=99&po=0/
  20. http://tool.handelsblatt.com/tabelle/index.php?id=79&pc=250/
  21. http://www.leidenranking.com/ranking
  22. http://www.shanghairanking.com/Institution.jsp?param=University%20of%20Jena
  23. http://www.topuniversities.com/node/2636/ranking-details/world-university-rankings/2013
  24. www.imre-kertesz-kolleg.uni-jena.de, Das Griesbachsche Gartenhaus - Prinzessinnenschlösschen
  25. Studentische Hochschulgruppen
  26. Website des Rosenkeller e.V.
  27. Günter Steiger: Ich würde doch nach Jena gehn. Geschichte und Geschichten, Bilder, Denkmale und Dokumente aus vier Jahrhunderten Universität Jena. Böhlaus Nachfolger, Weimar 1978, S. 59 f.
  28. Wagnerverein Jena
  29. http://campustv.uni-jena.de/

50.92944444444411.589444444444Koordinaten: 50° 55′ 46″ N, 11° 35′ 22″ O