Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (Köln)

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Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Köln
Friedrich-Wilhelm-Gymnasium
Schulform Gymnasium
Gründung 1825
Adresse

Severinstraße 241

Ort Köln
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 55′ 50,8″ N, 6° 57′ 23,2″ O50.9307726.95645Koordinaten: 50° 55′ 50,8″ N, 6° 57′ 23,2″ O
Träger Stadt Köln
Schüler ca. 1018
Leitung Meinolf Arnold
Website www.fwg-koeln.de

Das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium ist ein 1825 gegründetes humanistisches Gymnasium in Köln.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem 1450 kirchlich gegründeten Dreikönigsgymnasium wurde die damalige städtische „höhere Bürgerschule“ in Gebäuden des aufgehobenen Karmeliterklosters in der Severinstraße durch ein Ministerial-Rescript der preußischen Regierung vom 28. September 1825 zu einem „vollständigen“ Gymnasium erhoben. Es erhielt zunächst den Namen „Karmeliter-Gymnasium“ und wurde 1829 umbenannt in „Evangelisches Gymnasium“. Am 19. Oktober 1830 bekam die Schule schließlich den Titel „Königliches Friedrich-Wilhelm-Gymnasium“, nach dem damaligen preußischen König Friedrich Wilhelm III. Grundlage war von Anfang an das neuhumanistische Bildungskonzept Wilhelm von Humboldts. Aufgenommen wurden Schüler aller Konfessionen, die Prägung war jedoch eher protestantisch.

Insgesamt meldeten sich im Laufe des Ersten Weltkrieges 51 Schüler des Gymnasiums als Kriegsfreiwillige zum Heer. Dabei war der Obersekundaner Heinrich Würtz der erste Tote, den die Schule zu beklagen hatte - er fiel in der Schlacht von Langemarck.[1]

1939 hob die preußische Regierung das evangelische Gymnasium und weitere Schulen mit der Begründung auf, es gäbe zu viele Gymnasien in Köln .[2] Während des Zweiten Weltkriegs wurde das historische Schulgebäude in der Kölner Innenstadt zerstört. Nach dem Krieg wurden drei aufgehobene und zerstörte Gymnasien wiedererrichtet, zuerst gemeinsam und unter dem Namen Staatliches Apostelgymnasium, vereinigt mit dem ehemaligen Friedrich Wilhelm-Gymnasium und dem ehemaligen Schillergymnasium.[3] In den 1950er Jahren erfolgte ein moderner Neubau an der Severinstraße 241.

Am 3. März 2009 stürzte das gegenüberliegende Historische Archiv der Stadt Köln aufgrund von Ausschachtungsarbeiten im Rahmen des U-Bahn-Baus ein. Die Schule musste vollständig evakuiert werden. Anschließend wurden auch erhebliche Risse und Absenkungen an Teilen der Schulgebäude festgestellt. Das Gebäude wurde in drei Jahren für ca. 26 Millionen Euro generalsaniert. Der Schulbetrieb fand bis Juli 2012 im Gebäude der Volkshochschule am Neumarkt statt.[4] Ende August 2012 zog die Schule wieder in ihr angestammtes Gebäude zurück.[5] Im Oktober 2013 wurde weitere Sanierungs- und Erweiterungsbauarbeiten abgeschlossen.[6]

Bekannte Lehrer[Bearbeiten]

Bekannte Schüler[Bearbeiten]

1700–1900[Bearbeiten]

Ab 1900[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Köln im Ersten Weltkrieg, in Kölner Stadt-Anzeiger, Ausgabe vom 9. Mai 2014, S. 27
  2. Festschrift des APG von 1960 S. 32
  3. Festschrift APG zum Einzug in das neue Gebäude, Köln 1961, S. 8
  4. 37 Ganztagsbaustellen. In: Kölnische Rundschau, 4. Dezember 2009
  5. Stadt Köln: Friedrich-Wilhelm-Gymnasium kehrt an Waidmarkt zurück. Modernste Schule Kölns. Abgerufen am 24. Oktober 2012.
  6. Friedrich-Wilhelm-Gymnasium fertig saniert. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 11. Oktober 2013, abgerufen am 19. Februar 2014 (Video).
  7. Carl Krafft: Grashof, Karl Friedrich August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 587 f.
  8. Curriculum vitae auf der Website der Universität. Abgerufen am 19. Februar 2014 (PDF, englisch).
  9. Kölner Persönlichkeiten zum Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln / Vorwort. Abgerufen am 1. Dezember 2011 (PDF).
  10. Inge Swolek: Der Mann der 1000 Krimis. In: Kölner Stadt-Anzeiger. M. DuMont Schauberg Verlag, 29. April 2013, abgerufen am 19. Februar 2014.
  11. Website des Dirigenten. Abgerufen am 19. Februar 2014.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]