Friedrich Adrario

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Friedrich Adrario (* 29. November 1918 in Piedicolle, Südtirol; † 25. Juni 2011 in Wien) ist ein österreichischer Offizier der Wehrmacht und des österreichischen Bundesheeres, zuletzt Generalmajor.

Vor dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Adrario ist der Sohn eines Sägewerkbesitzers und ehemaligen Offiziers. Er wurde im italienischen Teil von Südtirol geboren. Er erhielt am kärntner Musikkonservatorium eine Ausbildung in Geige. 1937 trat Adrario als Freiwilliger dem Tiroler Landschützenregiment bei. 1938 wurde er in die deutsche Wehrmacht übernommen. Hier diente er im Gebirgsjägerregiment 98 der 1. Gebirgs-Division.

Während des Zweiten Weltkriegs[Bearbeiten]

Sein erster Einsatz war im Polenfeldzug, wo er bei Lemberg und Warschau gegen die polnischen Truppen kämpfte. 1940 entschloss Adrario sich eine Ausbildung zum Offizier zu machen. Im April 1940 wurde der Südtiroler in den Rang eines Leutnants erhoben. Danach übernahm er als Zugführer das 402. Radfahr-Bataillon der 4. (Panzerjäger-)Kompanie. Diese mobilen und leichten Truppen waren meist als Teile der beritten Aufklärungsabteilungen der Infanterie-Divisionen im Einsatz und wurden oftmals als „Ersatz“ für fehlende motorisierte Truppen verwendet.

Am 22. Juni 1941 führte Adrario seinen ersten Aufklärungstrupp auf russischem Boden. Acht Monate später, nachdem er eine Beinverwundung durch eine Tellermine und den russischen Winter überstanden hatte, erhielt er im Frühjahr das Eiserne Kreuz I. Klasse, das Allgemeine Sturmabzeichen und wurde zum Oberleutnant befördert.

Im April 1942 übernahm er als Kommandeur die 1. Kompanie des Bataillons. Der junge Kompanieführer bewies sich immer wieder aufs Neue und erhielt dafür das Deutsche Kreuz in Gold und die Nahkampfspange in Bronze. Nachdem der Oberleutnant im Sommer 1942 seine zweite Verwundung überstanden hatte, übernahm er eine Ersatzabteilung in Bad Reichenhall.

Im Februar 1943 wurde Adrario als Führer der 1. Kompanie der 113. motorisierten Aufklärungsabteilung erneut nach Russland geschickt. Hier wurde er zum dritten Mal verwundet.

Im Juli 1944 wurde er zum Hauptmanns befördert. Damit erhielt er das Kommando der 200. Panzerjägerabteilung der 21. Panzer-Division. Im Juli und August 1944, als die „Abteilung Adrario“ 116 Feindpanzer und mehrere andere Fahrzeuge bei Caen zerstört hatte, erhielt der Kommandeur das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und wurde namentlich im Wehrmachtbericht genannt.

Noch im August wurde er zur 272. Volksgrenadier-Division beordert und erhielt das Kommando über die Panzerjäger. Die folgenden Monate kämpfte Adrario unter dem Eichenlaubträger Generalmajor Schack. Den Rest des Krieges verbrachte der Offizier in Gefangenschaft.

Nach dem Krieg[Bearbeiten]

Nachdem Adrario noch 1945 entlassen wurde arbeitete er im Holzgeschäft der Familie. 1954 trat er der B-Gendarmerie bei und wurde Alpinausbildner.

1956 war er im neu entstandenen österreichischen Bundesheer als Hauptmann Kompaniechef des 22. Jägerbataillon. 1958 ging er zum Arbeitsstab „Panzerjäger“ in der neuen Panzertruppenschule und bildete die erste Panzerjägerschulabteilung aus. 1959 machte der jetzige Major einen Generalstabskurs und eine Dolmetscherprüfung, bevor er 1962 zum Stab der 9. Panzergrenadierbrigade ging. 1963 wurde er zum Stabschef eines Großverbandes und kurz darauf zum Oberstleutnant befördert.

Im Falle einer Mobilmachung war Adrario als Oberquartiermeister der gesamten Streitkräfte vorgesehen, die rund 150.000 Mann und 11.000 Fahrzeuge waren.

1973 wurde er zum Brigadier befördert und übernahm damit den Posten des stellvertretenden Leiters des Heeresmaterialamtes.

1983 ging Friedrich Adrario im Rang eines Generalmajors in den Ruhestand.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S.188

Weblinks[Bearbeiten]