Friedrich Chop

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Friedrich Chop

Christian Wilhelm Friedrich Otto Chop (* 28. Februar 1801 in Sondershausen; † 16. März 1875 ebenda) war Chef des Märzministeriums in Schwarzburg-Sondershausen.

Familie[Bearbeiten]

Friedrich Chop war der Sohn des Fürstlichen Hofrats, Geheimen Cabinets-Secretair und später Regierungsrates in Arnstadt Carl Günther Chop (* 1774) und dessen Frau Dorothea Wilhelmina Christiana Cannabich (1779–1839). Friedrich Chop, der evangelisch-lutherischen Glaubens war, heiratete am 18. April 1824 mit Fürstlichem Dispens in Sondershausen Julie Caroline Chop (* 3. August 1805 Sondershausen; † 7. September 1883 ebenda), die Tochter des Fürstlichen Sekretärs, späteren Hof- und Konsistorialrats Günther Friedrich Carl Chop.

Die Familie Friedrich Chops spielte seit Generationen eine wesentliche Rolle in der Politik Schwarzburg-Sondershausens. Sein Großvater, August Christian Ernst Chop (1744–1798) war Geheimer Sekretär zu Sondershausen, sein Urgroßvater Adolph Friedrich Chop (ca. 1702–1783), Hof- und Konsistorialrat zu Sondershausen.

Ein Bruder des Schwiegervaters ist der Fürstliche Geheime Rat Carl Christian Ferdinand Chop (1767–1840). Carl Emmerling, der Ehemann einer Cousine wurde im Wahlkreis Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen in das Volkshauses des Deutschen Parlaments von 1850 gewählt. Sein Cousin Ferdinand Chop (1802–1879) war 1849 bis 1850 Landtagsabgeordneter in Schwarzburg-Sondershausen.

Verwaltungskarriere und Politik[Bearbeiten]

Friedrich Chop wurde 1824 Regierungsassessor, 1831 Regierungsrat bei der Fürstlichen Regierung zu Sondershausen und war 1835 bis 1836 mit der Versehung des Sekretariats des Geheimes Ratskollegiums betraut. 1836 bis 1840 war er Kabinettsrat und 3. Mitglied des Geheimen Ratskollegiums in Sondershausen. 1840 Rat am unter anderem für Schwarzburg-Sondershausen zuständigen Ober-Appellations-Gericht in Zerbst.

Mit der Märzrevolution wurde Friedrich Chop Chef des Märzministeriums in Schwarzburg-Sondershausen. Vom 18. Mär 1848 ist zum 30. Juni 1850 amtierte er als Chef des Geheimen Ratskollegiums in Sondershausen und vom 1. Juli 1850 bis 4./7. Januar 1852 als Chef des Ministeriums (Staatsminister) und Vorstand der 1. Abteilung (Fürstliches Haus und Auswärtiges) in Sondershausen. Ab dem 19. Januar 1849 war er Schwarzburg-Sondershäuser Bevollmächtigter im Verwaltungsrat der auf Grund des Vertrags vom 26ten Mai 1849 verbündeten Deutschen Regierungen.

Vom 29. Dezember 1851 bis zum 5. Januar 1852 war er Mitglied des Landtags des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen für den Wahlkreis IV 2.

1852 verlor er mit acht gegen sieben Stimmen im Landtag die Abstimmung über seinen Verfassungsentwurf gegen die von Albert von Holleuffer angeführte Opposition. Er wurde auf eigenen Antrag in den Ruhestand versetzt und trat aus dem Landtags zurück.

Ehrungen[Bearbeiten]

Am 18. März 1848 wurde er zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt. Er wurde 1850 mit dem Komtur 1. Klasse des Großherzoglichen sächsischen Hausordens vom weißen Falken ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jochen Lengemann: Landtag und Gebietsvertretung von Schwarzburg-Sondershausen 1843–1923. Biographisches Handbuch (= Parlamente in Thüringen 1809–1952. Bd. 3). G. Fischer, Jena u. a. 1998, ISBN 3-437-35368-3, S. 160–161.

Weblinks[Bearbeiten]