Friedrich Emanuel von Hurter

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Friedrich Emanuel Hurter, Lithographie von Josef Kriehuber, 1846
Friedrich Emanuel von Hurter

Friedrich Emanuel von Hurter (* 19. März 1787 in Schaffhausen, Schweiz; † 27. August 1865 in Graz, Österreich) war ein schweizerisch-österreichischer Historiker.

Friedrich Emanuel von Hurter studierte an der Universität Göttingen Theologie und Geschichte, wurde 1824 Pfarrer und 1835 Antistes zu Schaffhausen. Sein Buch Geschichte des Papstes Innozenz III. und seiner Zeitgenossen (Hamburg 1834–42, 4 Bde.) sowie sein vertrauter Verkehr mit den eifrigsten Ultramontanen, z. B. Johann Joseph von Görres und Carl Ernst Jarcke, bewirkten, dass seine Amtsbrüder in Schaffhausen von ihm eine Erklärung über seine Stellung zur reformierten Kirche verlangten.

Infolge der daraus entstandenen Aufsehen erregenden Streitigkeiten (vgl. seine Verteidigungsschrift Der Antistes Hurter und seine sogen. Amtsbrüder, Schaffhausen 1840) legte er 1841 seine Stelle nieder, trat 21. Juni 1844 in Rom zur katholischen Kirche über und wurde 1846 als k. k. Hofrat und Historiograph nach Wien berufen.

Politischer Umtriebe verdächtig, verlor er zwar 1848 diese Stelle, erhielt sie jedoch 1849 wieder übertragen und ward noch in demselben Jahr in den Adelsstand erhoben. Er starb am 27. August 1865 in Graz und wurde dort auf dem St. Leonhard-Friedhof bestattet.

Außer der oben erwähnten Schrift und den Denkwürdigkeiten aus dem letzten Dezennium des 18. Jahrhunderts (1840) ist besonders seine Autobiographie hervorzuheben:

  • Geburt und Wiedergeburt; Erinnerungen aus meinem Leben
  • Geschichte Ferdinands II. und seiner Eltern (1850–64, 11 Bde.), ein ungeheuer weitschweifiges und schwerfälliges Werk
  • Philipp Lang, Kammerdiener Rudolfs II. (1851);
  • Zur Geschichte Wallensteins (1855)
  • Wallensteins vier letzte Lebensjahre (Wien 1862).

Seine katholisierenden Tendenzen traten besonders in den von ihm noch als protestantischem Geistlichen verfassten Schriften:

  • Ausflug nach Wien und Preßburg (1840, 2 Bde.) und
  • Die Befeindung der katholischen Kirche in der Schweiz (1840, Nachträge dazu 1843) hervor.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Friedrich Emanuel von Hurter – Quellen und Volltexte