Friedrich Emil August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg

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Prinz von Noer

Friedrich Emil August, Prinz von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (* 23. August 1800; † 2. Juli 1865), später Prinz von Noer genannt und seit 1864 durch den österreichischen Kaiser Franz Joseph 1. als Fürst von Noer bestätigt.

Friedrich war ein Sohn des Herzogs Friedrich Christian II. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg und dessen Gemahlin Louise Auguste von Dänemark und Norwegen.

1831/32 kaufte seine Mutter für ihn das Gut Grönwohld und das benachbarte Gut Noer, worauf er den Titel „Prinz von Noer“ annahm. Nach dem Tode Friedrichs von Hessen-Kassel 1845, Sohn und Nachfolger seines Vaters Karl von Hessen-Kassel als Statthalter von Schleswig-Holstein, übernahm Emil August dieses Amt. Sein älterer Bruder war der Herzog Christian August (1798–1869). Die beiden sahen sich als rechtmäßige Thronerben der Herzogtümer und auch des Königreichs Dänemark in der komplizierten Erbfolgefrage. Ihr Ziel war ein vereintes Schleswig-Holstein im Deutschen Bund mit einer liberalen Verfassung. 1848 nahm der Prinz von Noer als Kriegsminister an der provisorischen schleswig-holsteinischen Regierung teil und befehligte bis zum 7. April 1850 die Schleswig-Holsteinische Armee im Schleswig-Holsteinischen Krieg.

Nach dem verlorenen Dreijährigen Krieg gegen das Königreich Dänemark musste er ins Exil gehen. In Dänemark wurden Nachttöpfe mit seinem Bild am Boden verkauft. 1864 wurde er vom österreichischen Kaiser Franz Joseph I. zum Fürsten von Noer ernannt. Das Königreich Preußen und der Deutsche Bund unter Österreichs Führung hatten Dänemark im Zweiten Schleswig-Holsteinischen Krieg geschlagen.

Der Fürst von Noer und seine erste Frau sind in Krusendorf begraben.

Familie[Bearbeiten]

Friedrich heiratete am 17. September 1829 in Augustenburg Gräfin Henriette von Danneskjold-Samsøe (* 9. May 1806; † 10. September 1858). Sein Bruder Christian August hatte ihre Schwester bereits 9 Jahre vorher geheiratet. Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Friedrich Christian Charles August (* 23. August 1830; † 25. Dezember 1881), Graf durch kgl. preußisches Patent v. 7. April 1870, ∞ 1870 Carmelita Eisenblat (* 21. August 1848; † 11. August 1912)
  • Christian (* 13. Dezember 1832; † 3 Februar 1834)
  • Louise Caroline Henriette Auguste (29. Juli 1836; † 25. September 1866) ∞ 1865 Michael von Vlangali-Handjeri (ca. 1823; † 11 August 1911)
  • Marie (* 8. August 1838; † 3. Februar 1839)

Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er am 3. November 1864 in Paris, Mary Esther Lee (* 3. Oktober 1837; † 4 Juli 1914). Sie war die Tochter eines reichen New Yorker Kaufmanns. Er starb aber schon bald nach der Hochzeit während einer Reise nach Jerusalem. Seine Witwe heiratete 1874 den späteren Generalfeldmarschall Graf Alfred von Waldersee.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Arno Pagel: Gräfin Marie Waldersee, in: Es hat sie nicht gereut. Marburg 1985, S. 111-139