Friedrich Georg Göthe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gedenktafel für Friedrich Georg Göthe an der Stelle seiner Werkstatt in der Frankfurter Innenstadt

Friedrich Georg Göthe (* 6. September 1657 in Kannawurf; † 10. November 1730 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Schneidermeister, ab 1705 Gasthalter am Weidenhof in Frankfurt am Main und Großvater von Johann Wolfgang von Goethe.

Leben[Bearbeiten]

Friedrich Georg Göthe wurde 1657 als Sohn des Hufschmieds Hans Christian Göthe und der Sibylla Werner geboren. Der gelernte Tuchmacher lebte einige Zeit in Lyon, musste jedoch als strenggläubiger Lutheraner nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes 1685 Frankreich verlassen. Er ließ sich in Frankfurt am Main als Schneidermeister nieder, wo er am 18. April 1687 die Bürgerstochter Anna Elisabeth Lutz (* 19. März 1667 in Frankfurt am Main) heiratete, mit der er fünf Kinder bekam. Durch die Heirat erwarb er zugleich das Frankfurter Bürgerrecht. Seit dieser Zeit schrieb er seinen Namen Goethe.

Nach dem Tod seiner ersten Frau am 6. August 1700 heiratete er am 4. Mai 1705 Cornelia Schelhorn geb. Walther (* 27. September 1668 in Frankfurt am Main, † 26. März 1754 ebenda), die Witwe des 1704 verstorbenen Gastwirtes Johannes Schelhorn. Durch diese Heirat wurde Goethe Inhaber des Gasthofes Zum Weidenhof an der Zeil, damals eines der vornehmsten Gasthäuser Frankfurts. Zusätzlich baute er eine umfangreiche Weinhandlung auf; dies war der Grundstock des Familienvermögens, das noch seinem Enkel die finanzielle Unabhängigkeit sicherte.

1710 wurde als drittes ihrer drei gemeinsamen Kinder Johann Caspar Goethe, der Vater des Dichters Johann Wolfgang von Goethe, geboren. Friedrich Georg Goethe verstarb 1730 im Alter von 73 Jahren und wurde auf dem Peterskirchhof bestattet. Er hinterließ ein für die damalige Zeit großes Vermögen von etwa 100.000 Gulden. Da einer seiner Söhne aus erster Ehe, der Zinngießermeister Hermann Jacob Goethe, Mitglied des Rates der Freien Reichsstadt war, blieb seinem jüngeren Sohn Johann Caspar der Aufstieg im städtischen Patriziat verwehrt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]