Friedrich Harms

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Friedrich Harms (* 24. Oktober 1819 in Kiel; † 5. April 1880 in Berlin) war ein deutscher philosophischer Schriftsteller.

Friedrich Harms studierte Medizin, Naturwissenschaften und Philosophie bei Heinrich Ritter und Heinrich Moritz Chalybäus, von denen der erstere nachhaltigen Einfluss auf ihn übte, habilitierte sich 1842 als Privatdozent in Kiel, wurde 1848 zum außerordentlichen, 1858 zum ordentlichen Professor an der philosophischen Fakultät in Kiel und 1867 als ordentlicher Professor der Philosophie nach Berlin berufen (seit 1873 auch Mitglied der königlichen Akademie der Wissenschaften).

Von seinen philosophischen Arbeiten seien hier hervorgehoben: Der Anthropologismus in der Entwickelung der Philosophie seit Kant und Ludwig Feuerbachs Anthroposophie (Leipzig 1845); Prolegomena zur Philosophie (Braunschweig 1852), worin Harms eine neue Grundlegung der Philosophie aus dem Begriff des Wissens zu geben versuchte; Johann Gottlieb Fichte (Kiel 1862) und Die Philosophie Fichtes nach ihrer geschichtlichen Stellung und ihrer Bedeutung (Kiel 1862), worin er den ethischen und nicht den subjektiven Idealismus als das einheitliche Wesen der Philosophie Fichtes darstellte.

Weiterhin schrieb er:

  • Abhandlungen zur systematischen Philosophie (Berlin 1868)
  • Zur Erinnerung an Hegels 100jährigen Geburtstag (1871)
  • Arthur Schopenhauers Philosophie (1874)
  • Über den Begriff der Psychologie (1874)
  • Zur Reform der Logik (1874)
  • Über die Lehre von Friedrich Heinrich Jacobi (1876)
  • Über den Begriff der Wahrheit (1877)
  • Die Philosophie seit Kant (1877)
  • Geschichte der Psychologie (1878)
  • Die Formen der Ethik (1878)
  • Geschichte der Logik (1880)

Aus seinem Nachlass gab Wiese heraus: Metaphysik (Breslau 1885); Methode des akademischen Studiums (Leipzig 1885); Naturphilosophie (1885); Logik (Leipzig 1886); Begriff, Formen und Grundlegung der Rechtsphilosophie (1889); Ethik (1889) und Psychologie (1897).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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