Friedrich I. von Schwarzenburg

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Friedrich von Schwarzenburg (* um 1075; † 5. Oktober 1131 auf Burg Wolkenburg) war von 1100 bis 1131 als Friedrich I. Erzbischof von Köln.

Leben[Bearbeiten]

Friedrich war der Sohn des Grafen Berthold I. von Schwarzenburg und dessen Frau Richardis von Spanheim-Istrien.

Er studierte in Bamberg und Frankreich. Bevor er 1100 von Kaiser Heinrich IV. zum Erzbischof von Köln erhoben wurde, war er Kanoniker in Bamberg und Speyer. Ebenfalls im Jahr 1100 wurde auf seine Anweisung mit dem Bau der Burg Volmarstein begonnen.

Im Jahr 1102 kaufte der Erzbischof aus dem Besitz der Grafen von Werl die Orte Hachen (bei Sundern) und Werl. Außerdem wurde Graf Friedrich von Arnsberg nach der Eroberung der Stadt Arnsberg gezwungen, auf die Hälfte seiner Grafschaft zu Gunsten Kölns zu verzichten. Friedrich vermehrte damit den Einfluss Kölns in Westfalen beträchtlich.

1106 wechselte er auf die Seite Heinrichs V., was zu einem Konflikt mit Rom führte. Er wandte sich jedoch vom inzwischen zum Kaiser gekrönten Heinrich V. ab und besiegte ihn 1114 in der zweiten Schlacht von Andernach. Friedrich sicherte den Süden des Erzstifts Köln durch den Bau mehrerer Befestigungen. 1118 errichtete er die Burg Wolkenburg auf einer Bergkuppe des Siebengebirges sowie 1122 die Burg Rolandseck auf der gegenüberliegenden Rheinseite. Auch der Bau der Burg Drachenfels wird ihm zugeschrieben.

1122 war er an der Abfassung des Wormser Konkordates als Ratgeber und Erzkanzler von Italien beteiligt. Am 24. August 1125 stimmte er bei der Königswahl gegen Friedrich von Schwaben für Lothar III., nachdem er zuerst Karl von Flandern die Krone angeboten hatte.

Er starb auf der von ihm erbauten Wolkenburg und wurde in der Abtei Siegburg beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Hermann III. von Hochstaden Erzbischof von Köln
1100–1131
Bruno II. von Berg