Friedrich III. (Sachsen-Gotha-Altenburg)
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Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg (* 14. April 1699 in Gotha; † 10. März 1772 ebenda) war ein Fürst aus der Nebenlinie Sachsen-Gotha-Altenburg der Ernestinischen Wettiner und von 1732 bis 1772 Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg.
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[Bearbeiten] Familie
Friedrich III. war der Sohn von Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg und dessen Gemahlin Magdalena Augusta von Anhalt-Zerbst.
[Bearbeiten] Leben
Friedrich gelangte nach dem Tod seines Vaters 1732 zur Regierung. Seit 1734 trieb er florierenden Soldatenhandel mit dem Kaiser, dem Fürsten von Waldeck und dem König von Preußen, was ihn in die Lage versetzte, im eigenen Land eine Steuer zu erlassen. Das Land hatte im Siebenjährigen Krieg schwer zu leiden und Friedrich III. verwickelte das Land selbst in einen Krieg mit seinem Nachbarn Herzog Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen (Wasunger Krieg). Ab 1747 ließ Friedrich vom weimarischen Baumeister Gottfried Heinrich Krohne die Gothaer Orangerie nach französischem Vorbild errichten.
Die Person Herzog Friedrichs III. ist seit dem Jahr 2001 die Hauptfigur des alljährlich in der ehemaligen Residenzstadt Gotha stattfindenden zweitägigen Barockfestes auf Schloss Friedenstein. Jeweils am letzten Augustwochenende lebt im historischen Ambiente des Schlosses und der Orangerie die glanzvolle Epoche des Spätbarock wieder auf: Friedrich III. (von 2001 bis 2008 dargestellt von Opernsänger Günter Köbrich) nimmt mit seinem Hofstaat Wachparaden ab, hält Audienzen, unternimmt Ausfahrten in die Stadt und lustwandelt durch den Orangeriegarten.
In dem parallel zum 2. Barockfest im Jahre 2002 gedrehten historischen Spielfilm „Vive la joie!“ (Es lebe die Freude) war Herzog Friedrich III. (Günter Köbrich) eine der Hauptpersonen.
[Bearbeiten] Ehe und Nachkommen
Seine einzige Ehe schloss er am 17. September 1729 in Gotha mit seiner Cousine, Prinzessin Luise Dorothea von Sachsen-Meiningen, Tochter von Herzog Ernst Ludwig I. von Sachsen-Meiningen und dessen Gemahlin Dorothea Maria von Sachsen-Gotha-Altenburg.
Sie hatten gemeinsam folgende Kinder:
- Friedrich Ludwig (* 20. Januar 1735 in Gotha; † 9. Juni 1756 ebd.), Erbprinz von Sachsen-Gotha-Altenburg
- Ludwig (* 25. Oktober 1735 in Gotha; 26. Oktober 1735 ebd.)
- totgeborener namenloser Sohn (*/† 25. Oktober 1735 in Gotha; Zwilling von Ludwig)
- totgeborene männliche Zwillinge (*/† 1739)
- Friederike Luise (* 30. Januar 1741 in Gotha; † 5. Februar 1776 ebd.)
- Ernst II. (* 30. Januar 1745 in Gotha; † 20. April 1804 ebd.), Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg
- Sophie (* 9. März 1746 in Gotha; † 30. März 1746 ebd.)
- August (* 14. August 1747 in Gotha; † 28. September 1806 ebd.)
[Bearbeiten] Weblinks
- Friedrich III. (Sachsen-Gotha-Altenburg). In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 8, Duncker & Humblot, Leipzig 1878, S. 5 f.
| Vorgänger |
Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg 1732–1772 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Administrator des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach 1748–1755 |
Nachfolger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Friedrich III. |
| KURZBESCHREIBUNG | Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg, Sohn des Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha |
| GEBURTSDATUM | 14. April 1699 |
| GEBURTSORT | Gotha |
| STERBEDATUM | 10. März 1772 |
| STERBEORT | Gotha |

