Friedrich IV. (Schwaben)

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Friedrich IV. Ausschnitt aus der Verwandtschaftstafel der Ottonen in einer Handschrift der Chronica Sancti Pantaleonis aus dem frühen 13. Jahrhundert (Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 74.3 Aug. 2°, pag. 226).
Grabtafel von Friedrich IV. in der Klosterkirche Ebrach

Friedrich IV., genannt Friedrich von Rothenburg, (* Ende 1144/1145; † 19. August 1167 in Rom), war von 1152 bis 1167 Herzog von Schwaben.

Friedrich war der Sohn des römischen Königs Konrad III. und der Gertrud von Sulzbach und nannte sich nach seinem Besitz um die Burg Rothenburg in Mittelfranken „Dux de Rothenburg“ (der Vater der ersten Frau seines Vaters, Gertrud von Komburg, war Graf von Rothenburg gewesen). Da er zum Zeitpunkt des Todes seines Vaters (1152) noch minderjährig war und sich sein gleichnamiger Vetter Friedrich I. („Barbarossa“) im Vorfeld der Königswahl durch gründliche Verhandlungen mit seinen Wählern die Herrschaft gesichert hatte, wurde nach dem Tod seines Vaters nicht Friedrich, sondern Barbarossa zum römischen König gewählt. Dieser setzte ihn 1152 als Herzog von Schwaben ein und verwaltete dieses Herzogtum vormundschaftlich. Friedrich von Rothenburg wird als Herzog von Schwaben als „Friedrich IV.“ geführt. Darüber hinaus wurde ihm das Egerland übergeben.

1157 erhielt er den Ritterschlag. Danach beteiligte er sich an den Kämpfen Barbarossas in Italien. 1165 verschärfte er den staufisch-welfischen Gegensatz aufgrund seiner Unterstützung des Pfalzgrafen von Tübingen bei dessen Fehde gegen die Welfen. 1166 konnte Barbarossa diesen Konflikt auf dem Hoftag zu Ulm schlichten - unter anderem auch dadurch, dass er Friedrich IV. mit Gertrud (* wohl 1154; † 1. Juni 1197) verheiratete, der zwölfjährigen Tochter des Welfen Heinrich der Löwe, Herzog von Bayern und Sachsen.

1167 zog Friedrich IV. mit dem kaiserlichen Heer unter Führung Barbarossas nach Italien. Dort erkrankte ein Großteil des Heeres im August 1167 an Malaria. Am 19. August 1167 verstarb Friedrich IV. infolge seiner Erkrankung. Er wurde im Kloster Ebrach beerdigt, wo sich im Chorumgang der Abteikirche eine Grabplatte befindet. Links davon befindet sich die Grabplatte seiner Mutter Gertrud von Sulzbach.

Friedrichs kurze Ehe mit der minderjährigen Gertrud blieb kinderlos, Barbarossa gab Schwaben nach seinem Tod an einen seiner jüngeren Söhne weiter. Gertrud heiratete 1177, jetzt erwachsen, ein zweites Mal, den späteren (1182) Dänenkönig Knut VI. († 12. April 1202). Gertrud starb am 1. Juli 1197 und wurde in der St.-Gertruds-Kirche von begraben.[1] Dieser Ort liegt in Schonen, einer historischen Provinz im Süden Schwedens, die bis ins 17. Jahrhundert zu Dänemark gehörte.

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Johannes C. H. R. Steenstrup: Gertrud In: Dansk biografisk Lexikon. Band 6. Erste Auflage. Kopenhagen 1887–1905, S. 10.
Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich III. Herzog von Schwaben
1152–1167
Friedrich V.