Friedrich Magnus I. (Solms-Laubach)

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Friedrich Magnus I. zu Solms-Laubach (* 1521; † 13. Januar 1561 in Laubach) war Regent und ab 1548 regierender Graf der Grafschaft Solms-Laubach.

Nach dem frühen Tod seines Vaters Graf Otto (* 1496; † 1522) wurde Laubach eine reichsunmittelbare Grafschaft und Friedrich Magnus trat 1548 als erster Solms-Laubacher Graf das Erbe in Laubach an und nahm auch ständigem Wohnsitz im Schloss Laubach, das unter seiner Herrschaft sukzessive von der Burg zum Schloss umgebaut wurde.

1540 erfolgte die Aufstellung einer Bürgerwehr, dem „Ausschuß“ infolge der Stadtbefestigung. Diese Bürgerwehr hat sich bis heute als Volksfest „Laubacher Ausschußfest“ erhalten. Friedrich Magnus, ein Freund des Reformators Melanchthons führte 1544 in Laubach die Reformation ein. Nach der III. Solmser Teilung 1548 wurde Laubach selbständig. Friedrich Magnus befreite die Laubacher vom „Besthaupt“ (Erbschaftsteuer), führte eine vereinfachte Gerichtsordnung ein, aus der das Solmser Landrecht erwuchs und gründete 1555 eine Lateinschule, erste Lehrer kamen aus Wittenberg. In dieser Zeit liegen die Anfänge der Laubacher Bibliothek. Deren Bestand setzt sich haute aus etwa 90.000 Titeln ab dem 16. Jahrhundert zusammen. Sie gehört damit zu einer der größten privaten Bibliotheken. Sie steht unter Denkmalschutz und ist im Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes nach dem Kulturgutschutzgesetz von 1955 eingetragen.

Friedrich Magnus Nachfolger wurde sein Sohn Johann Georg (1547–1600).

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