Friedrich Ostendorff

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Friedrich Ostendorff (* 12. Januar 1953 in Dortmund) war von 2002 bis 2005 und ist wiederum seit 2009 Bundestagsabgeordneter der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Ausbildung, Beruf und Mitgliedschaften in Verbänden[Bearbeiten]

Nach der mittleren Reife in der Realschule Oberaden in Bergkamen 1968 und der anschließenden landwirtschaftlichen Ausbildung von 1968 bis 1974 absolvierte Ostendorff 1974 seine Meisterprüfung zum Landwirt.[1] Seit 1971 ist er Mitglied der Westfälisch-Lippischen Landjugend.

1977 folgte ein landwirtschaftliches Auslandspraktikum in Japan und 1978 schließlich die Übernahme des elterlichen Hofes in Bergkamen-Weddinghofen. 1980 war Ostendorff Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), 13 Jahre lang dessen NRW-Vorsitzender und 1983 Mitbegründer des Vereins zur Förderung der artgerechten Tierhaltung NEULAND.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Nach Gründung der Grünen im Kreis Unna im Jahr 1980, an der Ostendorff mitbeteiligt war, wurde er 1994 Fraktionsvorsitzender der Grünen im dortigen Kreistag und 1999 im Regionalrat der Bezirksregierung Arnsberg. Bei der Bundestagswahl 2002 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt, gehörte ihm jedoch lediglich für die 15. Wahlperiode (2002-2005) an, da er als 12. auf der nordrhein-westfälischen Landesliste der Grünen für die Bundestagswahl 2005 die Wiederwahl knapp verfehlte.

Seit 2006 ist Ostendorff Mitglied im BUND-Landesvorstand; seit 2007 ist er dessen Stellvertretender Landesvorsitzender und außerdem dessen Bundesagrarsprecher. Im Dezember 2008 bewarb sich Ostendorff erneut um einen vorderen Platz auf der NRW-Liste der Grünen für die Bundestagswahl 2009.[1] Die Landesdelegiertenkonferenz der Grünen in NRW wählte ihn am 6. Dezember 2008 in Krefeld auf Platz 14 der Landesliste. Bei der Bundestagswahl im September 2009 zog Ostendorff wieder in den Deutschen Bundestag ein.[2] Seit Juni 2011 ist er Stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Familie[Bearbeiten]

1977 lernte Ostendorff auf einer Veranstaltung von Amnesty International in Dortmund die aus Hamm (Westfalen) stammende Ulrike Oberhaus kennen. Sie wurde die erste Auszubildende auf dem Hof und 1981 Ostendorffs Frau. Sie arbeitet heute als Chefin des Hofes. 1988 wurde dem Ehepaar eine Tochter geboren.

Aufgaben im Bundestag[Bearbeiten]

  • Mitglied und Obmann im Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
  • Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
  • Stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss
  • Stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Japanischen Parlamentariergruppe
  • Mitglied in folgenden Parlamentariergruppen:
    • Deutsch-Baltische Parlamentariergruppe
    • Deutsch-Indische Parlamentariergruppe
    • Deutsch-Polnische Parlamentariergruppe

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Seite Friedrich Ostendorffs; eingesehen 12. November 2008
  2. Kurzbiografie Ostendorffs auf der Homepage des Deutschen Bundestages (17. Wahlperiode); eingesehen am 9. November 2009

Weblinks[Bearbeiten]