Friedrich Seegy

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Friedrich Seegy (* 2. April 1909 in Nürnberg; † 25. Februar 1990 ebenda) war ein deutscher Architekt und Baubeamter.

Werdegang[Bearbeiten]

Seegy kam als Sohn des Nürnberger Stadtbaurats Otto Seegy (1859–1939) zur Welt. Er besuchte Volksschule und Gymnasium in Nürnberg. Nach dem Abitur 1929 studierte er Architektur an der Technischen Hochschule Stuttgart, an der er 1934 die Diplom-Hauptprüfung ablegte, und promovierte 1937 zum Dr.-Ing. Er war zunächst Mitarbeiter verschiedener Architekturbüros in Stuttgart. Später übernahm er im höheren Verwaltungsdienst leitende Stellungen bei der Staatsbauverwaltung in München, Nürnberg und Erlangen. Von 1940 bis 1945 war er Baurat bei der Stadt Nürnberg. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs machte er sich als Architekt selbständig.

Er wurde 1948 als Vertreter einer parteilosen Liste freischaffender Architekten und Künstler Stadtrat in Nürnberg. Im gleichen Jahr wurde er als Mitbegründer geschäftsführender Vorsitzender des Aufbaukuratoriums für Nürnberg, 1949 Vorsitzender des Baukunstbeirates und des Kulturbeirates. 1952 wurde er außerdem Mitglied des Bayerischen Landesbaukunstauschusses.

Von 1952 bis 1954 und wieder ab 1959 war er Vorsitzender des Landesverbands Bayern im Bund Deutscher Architekten (BDA) und ab 1954 stellvertretender Präsident des BDA. Als Vertreter der Gruppe der Freien Berufe war er von Januar 1956 bis Dezember 1961 Mitglied des Bayerischen Senats.

Von ihm stammen mehrere Schriften zur Theorie des Städtebaus.

Ehrungen[Bearbeiten]

Bauten[Bearbeiten]

  • 1949: Siedlerhaus auf dem Gelände der Deutschen Bauausstellung an der Allersberger Straße
  • 1978: Umbau der Ruine des Katharinenklosters in Nürnberg als Erweiterung der Zentralbibliothek

Literatur[Bearbeiten]

  • Helga Schmöger: Der Bayerische Senat. Biographisch-statistisches Handbuch 1947–1997. Düsseldorf 1998, ISBN 3-7700-5207-2.