Friedrich Wilhelm (Hohenzollern-Hechingen)

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Friedrich Wilhelm, Fürst von Hohenzollern-Hechingen (1663–1735)

Friedrich Wilhelm von Hohenzollern-Hechingen (* 20. September 1663 in Hechingen; † 14. November 1735 in Hechingen) war der vierte Fürst von Hohenzollern-Hechingen und kaiserlicher Generalfeldmarschallleutnant.

Leben[Bearbeiten]

Friedrich Wilhelm war der älteste Sohn des Fürsten Philipp von Hohenzollern-Hechingen (1616–1671) aus dessen Ehe mit Marie Sidonie (1635–1686), Tochter des Markgrafen Hermann Fortunat von Baden-Rodemachern. Er folgte seinem Vater als Fürst noch minderjährig, weshalb seine Mutter zunächst die Vormundschaft übernahm. Diese schickte den Prinzen nach Baden, wo er weiter erzogen wurde. Seine später zunehmend militärische Ausbildung schloss er in Wien ab. Ende 1681 übernahm er selbst die Regierung in Hohenzollern-Hechingen.

Friedrich Wilhelm war in kaiserlichen Diensten Generalfeldmarschalleutnant und Inhaber eines eigenen Kürassierregiments mit seinem Namen. 1682 war er an der Unterdrückung eines Volksaufstandes in Ungarn beteiligt und nahm ruhmreich 1692 an der Schlacht bei Slankamen teil. Im gleichen Jahr erfolgte durch den Kaiser Leopold I. die Gewährung des Fürstentitels für Friedrich Wilhelm und alle seine Erben und Nachkommen. Er geriet 1702 bei Friedlingen in Gefangenschaft, aus der er sich selbst befreien konnte. Zwei Jahre später kämpfte er siegreich in der Schlacht bei Höchstädt und war danach unter Feldmarschall Heister wiederum gegen aufständische Ungarn im Einsatz.

Der Fürst verglich sich mit kaiserlicher Bestätigung wegen der Burggrafschaft Nürnberg mit dem Kurfürstentum Brandenburg und gehörte zu den ersten Trägern des preußischen Schwarzen Adlerordens.

Ehen und Nachkommen[Bearbeiten]

Friedrich Wilhelm war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er am 22. Januar 1687 in Wien mit Maria Leopoldine Ludovika (1666–1709), Tochter des Grafen Georg Ludwig von Sinzendorf, mit der er folgende Kinder hatte:

∞ 1713 Fürst Franz Anton von Lamberg (1678–1759)
  • Charlotte (*/† 1692)
  • Christine Eberhardine Friederike (1695–1754), Äbtissin von Münsterbilsen
  • Sophie Johanna Friederike (1698–1754), Äbtissin von Münsterbilsen
  • Friedrich Karl (*/† 1697)

Seine zweite Ehefrau wurde am 7. September 1710 in Hechingen Freiin Maximiliane Magdalena von Lützau (1690–1755), die von Kaiser Karl VI. als „Gräfin von Homburg“ als ebenbürtig erhoben wurde. Aus dieser Ehe hatte er zwei Kinder:

  • Eberhard Hermann Friedrich (1711–1726), Graf von Hohenzollern
  • Maria Maximiliana (1713–1743)
∞ 1741 Graf Innozenz Künigl zu Ehrenburg (1714–1764)

Literatur[Bearbeiten]

  • E. G. Johler: Geschichte, Land- und Ortskunde der souverainen teutschen Fürstenthümer Hohenzollern, Hechingen und Sigmaringen. 1824, S. 56 ff. (Digitalisat)
  • Gustav Schilling: Geschichte des Hauses Hohenzollern, in genealogisch fortlaufenden Biographien aller seiner Regenten von den ältesten bis auf die neuesten Zeiten, nach Urkunden und andern authentischen Quellen. F. Fleischer, 1843, S. 238 ff.
Vorgänger Amt Nachfolger
Philipp Fürst von Hohenzollern-Hechingen
1671–1735
Friedrich Ludwig