Friedrich Wilhelm (Nassau-Weilburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Münze mit Bild Friedrich Wilhelms
Bild
Nassauische Souveränitätserklärung vom 30. August 1806

Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg (* 25. Oktober 1768 in Den Haag, Niederlande; † 9. Januar 1816 in Schloss Weilburg) war vom 28. November 1788 bis zu seinem Tod Fürst von Nassau-Weilburg und hätte als nächster Verwandter seines ohne männliche Erben gebliebenen Vetters Friedrich August von Nassau-Usingen dessen Nachfolge als Herzog des 1806 aufgrund des Beitritts zum Rheinbund gebildeten Herzogtums Nassau antreten sollen.

Leben[Bearbeiten]

Friedrich Wilhelm kam 1768 als Sohn von Karl Christian von Nassau-Weilburg (* 1735; † 1788) zur Welt. Nach der Besetzung des nahen Mainz durch die Franzosen floh Friedrich-Wilhelm von Nassau-Weilburg 1793 aus dem Schloss Kirchheimbolanden, der von seinem Vater zusätzlich zu Weilburg neu errichteten Residenz, nach Bayreuth. Damit endete für das Schloss die Funktion als Fürstenresidenz, und damit auch die Herrschaft der Fürsten von Nassau-Weilburg über diese Region. Nach dessen Tod wurde er Fürst von Nassau-Weilburg. Als 1806 das Herzogtum Nassau durch Gnaden Napoleons entstand, regierte Friedrich Wilhelm zusammen mit seinem 30 Jahre älteren Vetter Friedrich August (* 23. April 1738; † 24. März 1816) von Schloss Biebrich aus, da zu diesem Zeitpunkt schon klar war, dass Friedrich August ohne männlichen Erben bleiben würde – unter seinen sieben Kindern waren zwei Söhne, die im Kindesalter starben. Damit war abzusehen, dass das Haus Nassau-Usingen zusammen mit der Herzogswürde an Friedrich Wilhelms Haus Nassau-Weilburg fallen würde.

Dazu kam es jedoch nicht, weil Friedrich Wilhelm am 9. Januar 1816 im Alter von 47 Jahren durch einen Sturz von einer Treppe in Schloss Weilburg ums Leben kam. Friedrich August starb nur wenige Wochen später, am 24. März 1816, sodass Friedrich Wilhelms Sohn Wilhelm Herzog wurde, für den sein Vater in der Wiesbadener Wilhelmstraße ab 1813 das Erbprinzenpalais errichtet hatte, das nun nicht mehr bezogen wurde.

Nachkommen[Bearbeiten]

Fürst Friedrich Wilhelm heiratete im Jahr seiner Thronbesteigung, am 31. Juli, Prinzessin Luise von Sayn-Hachenburg (* 1772; † 1827) in Hachenburg. Sie hatten vier Kinder miteinander:

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Karl Christian Fürst von Nassau-Weilburg
1788-1816
Wilhelm