Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen (1880–1925)

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Prinz Friedrich Wilhelm und Prinzessin Agatha

Prinz Friedrich Wilhelm Viktor Karl Ernst Alexander Heinrich von Preußen (* 12. Juli 1880 auf Schloss Kamenz; † 9. März 1925 in Weißer Hirsch, Dresden) war ein preußischer Politiker und Angehöriger des Hauses Hohenzollern.

Leben[Bearbeiten]

Friedrich Wilhelm war der jüngste Sohn des preußischen Prinzen Albrecht von Preußen (1837–1906) und dessen Frau Marie von Sachsen-Altenburg (1854–1898).

Wie alle geborenen Prinzen des königlichen Hauses erhielt Friedrich Wilhelm mit 10 Jahren den Rang eines Leutnants im 1. Garde-Regiment zu Fuß,[1] ohne jedoch zunächst aktiven Dienst bei der Truppe zu versehen. Er studierte in Bonn und wurde dort 1899 Mitglied des Corps Borussia.[2] Vor dem Ersten Weltkrieg residierte er im Schloss Kamenz.

Im Ersten Weltkrieg wurde ihm das Eiserne Kreuz[3] II. Klasse verliehen und zuletzt stand er als Generalmajor à la suite des 1. Garde-Regiments zu Fuß. 1911 wurde er zum Landrat des Kreises Frankenstein in Frankenstein in der damaligen preußischen Provinz Schlesien ernannt. Dieses Amt übte er sieben Jahre lang bis 1918 aus.

Er interessierte sich für die Wissenschaften, Literatur und Musik. 1909 bis zu seinem Tod war er Präsident der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. Friedrich Wilhelm war Ehrendoktor der philosophischen Fakultät der Albertus-Universität Königsberg.[4]

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten]

Er heiratete am 8. Juni 1910 in Potsdam Agatha zu Hohenlohe-Schillingsfürst, Prinzessin zu Ratibor und Corvey (1888–1960), Tochter des Herzogs Victor II. Amadeus von Ratibor. Mit ihr hatte er vier Kinder:

  • Marie Therese Prinzessin von Preußen (1911–2005)
  • Luise Henriette Prinzessin von Preußen (1912–1973)
  • Marianne Prinzessin von Preußen (1913–1983)
  • Elisabeth Prinzessin von Preußen (1919–1961)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Peter Schmidt: Schlesien und Preußen. Schweitzerhaus Verlag 2010, S. 113.
  2. Kösener Korpslisten 1910, 19, 719
  3. Hans-Peter Schmidt, op. cit., S. 114.
  4. Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat für das Jahr 1918. Berlin 1918. S. 5.