Friesenheim (Baden)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Friesenheim
Friesenheim (Baden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Friesenheim hervorgehoben
48.3730555555567.8833333333333159Koordinaten: 48° 22′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 159 m ü. NHN
Fläche: 46,6 km²
Einwohner: 12.577 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 270 Einwohner je km²
Postleitzahl: 77948
Vorwahlen: 07821,
07808 (Oberschopfheim)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OG, KEL, LR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 031
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Friesenheimer Hauptstraße 71
77948 Friesenheim
Webpräsenz: www.friesenheim.de
Bürgermeister: Armin Roesner
Lage der Gemeinde Friesenheim im Ortenaukreis
Ill (Elsass) Ill (Elsass) Frankreich Landkreis Rastatt Baden-Baden Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Landkreis Freudenstadt Rheinau (Baden) Lauf (Baden) Sasbach Landkreis Rastatt Landkreis Rottweil Schwarzwald-Baar-Kreis Achern Achern Achern Appenweier Bad Peterstal-Griesbach Berghaupten Biberach (Baden) Durbach Ettenheim Fischerbach Friesenheim (Baden) Gengenbach Gutach (Schwarzwaldbahn) Haslach im Kinzigtal Hausach Hofstetten (Baden) Hohberg Hornberg Kappel-Grafenhausen Kappel-Grafenhausen Kappelrodeck Willstätt Kehl Kehl Kippenheim Kippenheim Kippenheim Lahr/Schwarzwald Lauf (Baden) Lauf (Baden) Lautenbach (Ortenaukreis) Mahlberg Mahlberg Mahlberg Meißenheim Mühlenbach (Schwarzwald) Neuried (Baden) Nordrach Oberharmersbach Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberwolfach Offenburg Ohlsbach Oppenau Ortenberg (Baden) Ottenhöfen im Schwarzwald Renchen Renchen Ringsheim Ringsheim Rust (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (gemeindefreies Gebiet) Sasbach Sasbach Sasbach Sasbachwalden Schuttertal Schutterwald Schwanau Seebach (Baden) Seelbach (Schutter) Steinach (Ortenaukreis) Willstätt Willstätt Wolfach Zell am Harmersbach RheinKarte
Über dieses Bild

Friesenheim ist eine Gemeinde im Ortenaukreis in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Friesenheim liegt am Rande der Rheinebene und erstreckt sich über die Vorgebirgszone bis in den Schwarzwald. Durch das Gemeindegebiet fließt der Fluss Schutter. Nachbargemeinden von Friesenheim sind: Lahr, Seelbach, Biberach, Gengenbach, Hohberg, Neuried und Meißenheim.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Friesenheim gehören die Ortsteile Friesenheim, Heiligenzell, Oberschopfheim, Oberweier und Schuttern. Die Ortsteile entsprechen den ehemals selbstständigen gleichnamigen Gemeinden. Mit Ausnahme im Ortsteil Friesenheim sind in den Ortsteilen Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet. Die Ortschaften haben jeweils eigene örtliche Verwaltungsstellen[2] Zum Ortsteil Friesenheim gehören das Dorf Friesenheim und der Wohnplatz Am Bahnhof. Zum Ortsteil Oberschopfheim gehören das Dorf Oberschopfheim und das Gehöft Riedmühle. Zu den Ortsteilen Heiligenzell, Oberweier und Schuttern gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Im Ortsteil Friesenheim befand sich das abgegangene Wasserschloss Sternenberg. Im Ortsteil Heiligenzell liegt der abgegangene Weiler Leimbach und im Ortsteil Oberweier liegt die abgegangene Ortschaft Schutterweiler.[3]

In Schuttern befindet sich das Naherholungsgebiet "Baggersee Campingplatz Schuttern". Nordwestlich von Friesenheim liegt der Matschelsee.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsteil Oberschopfheim wurde erstmals 763 urkundlich erwähnt. Das Gebiet der heutigen Gemeinde fällt im 11. Jahrhundert an das Bistum Bamberg, später kommt es an die Herren von Geroldseck, die das Gebiet 1481 an die Markgrafen von Baden verpfänden. Zunächst den Grafen von Baden-Baden gehörend, fiel der Ort nach deren Aussterben 1771 an Baden-Durlach.

Am 1. Januar 1972 wurden die beiden bis dahin selbstständigen Gemeinden Heiligenzell und Oberweier eingemeindet. Die Eingemeindung von Oberschopfheim erfolgte am 1. April 1972. Schuttern wurde am 1. Januar 1975 eingemeindet.

Religionen[Bearbeiten]

Da das Gebiet der heutigen Gemeinde zur katholischen Grafschaft Baden-Baden gehörte, wurde die Reformation nicht eingeführt, daran konnte auch die Erbschaft durch die evangelischen Grafen von Baden-Durlach nichts mehr ändern, in den Ortschaften mussten nun aber auch protestantische Gläubige zugelassen werden. Die vier Ortsteile sind auch heute noch römisch-katholisch geprägt und besitzen jeweils eine Kirche. In Friesenheim selbst findet sich zudem auch eine evangelische Kirche. Auf dem Gebiet des Ortsteils Oberschopfheim befindet sich auf freiem Feld die zu besonderen Anlässen genutzte Leutkirche.

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Sitzverteilung
3
3
7
11
11 
Von 24 Sitzen entfallen auf:

Die Wahl zum Gemeinderat am 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 51,4 % (- 1,6) zu folgendem Ergebnis:[4]

Liste Stimmen % +/- Sitze +/-
CDU 43,6 % - 4,9 11 - 2
FWF 29,3 %* + 4,3 7 ± 0
Grüne Liste Umweltschutz 15,2 %* + 0,3 3 -1
SPD 12,0 % + 0,3 3 ± 0

* Angaben der Gemeinde Friesenheim auf ihrer Website unter „Wahlen“. In der Landesstatistik werden die Wählervereinigungen nur zusammengefasst aufgeführt.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Armin Roesner ist seit dem Jahr 2000 Bürgermeister der Gemeinde Friesenheim. Im Jahre 2008 wurde er wiedergewählt.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Friesenheim unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu den französischen Gemeinden Tavaux in der Franche-Comté und Herbsheim im Elsass. Seit dem 4. Juli 2014 ist Dorlisheim (Elsass) Partnergemeinde des Teilortes Oberweier.

Kloster- und Pfarrkirche Schuttern
Reste aus der Römerzeit

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Oberweierer Heimatmuseum

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Schutterner Kirche: Klosterkirche des ehemaligen Klosters Schuttern
  • Friesenheimer Rathaus
  • Leutkirche: Feldkirche, Oberschopfheim
  • Heiligenzeller Schlössle: Sommerresidenz der Äbte des ehemaligen Klosters Schuttern
  • Römische Straßenstation: Fundamente, rekonstruierter Straßenverlauf, sowie ein kleiner rekonstruierter Tempel

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Bildsteine: natürliche Steinformationen im Friesenheimer Wald

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führen die Bundesautobahn 5 (HattenbachWeil am Rhein), die Bundesstraße 3 (BuxtehudeWeil am Rhein) und die Rheintalbahn (MannheimBasel) der Deutschen Bahn.

Bildung[Bearbeiten]

Im Hauptort gibt es eine Haupt- und Realschule, die auch für Schüler aus Nachbarorten wie Hohberg zuständig ist. In den Ortsteilen Friesenheim, Oberweier und Oberschopfheim befinden sich außerdem Grundschulen. In Heiligenzell und Schuttern befinden sich Außenstellen der Grundschule Friesenheim. Daneben gibt es in allen Ortsteilen römisch-katholische Kindergärten (in Oberschopfheim sogar zwei, die organisatorisch aber zusammengehören). Im Hauptort Friesenheim befindet sich auch ein evangelischer Kindergarten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Mathilde Otto (1875–1933) Abgeordnete in der Badischen Nationalversammlung und Frauenrechtlerin, wurde im Ortsteil Oberweier geboren.

Persönlichkeiten mit Verbindung zur Gemeinde[Bearbeiten]

  • Alanis Morissette, die kanadische Sängerin lebte als Kind zwischen 1977 und 1981 im Ortsteil Heiligenzell.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Friesenheim vom 26. November 2001, zuletzt geändert am 30. Mai 2005 (PDF; 48 kB)
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 316–319
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Friesenheim (Baden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien