Frintaneum

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Das Frintaneum oder Augustineum hieß eigentlich K. u. K. höheres Weltpriesterbildungsinstitut zum hl. Augustin und war eine Bildungsanstalt für Weltpriester in Wien.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Es wurde 1816 auf Anregung des Hof- und Burgpfarrers Jakob Frint von Kaiser Franz I. gestiftet. Es hatte seinen Sitz im aufgelösten Augustinerkloster in der Wiener Hofburg und ab 1914 in der Habsburggasse. Die Priester wurden dem Kaiser vom Bischof zur Fortbildung vorgeschlagen, studierten Theologie und sollten innerhalb von drei Jahren das Doktorat erwerben. Die Kandidaten trugen ein blauseidenes Zingulum und einen schwarzen Mantel und kamen aus allen Ländern der Donaumonarchie. Mit diesem Institut sollte eine von Rom (vgl. Collegium Germanicum) unabhängige Ausbildung von Klerikern für höhere kirchliche Ämter erreicht werden. Insgesamt besuchten über 1000 Priester das Institut, das mit dem Ende der Monarchie 1918 zu bestehen aufhörte.

Siehe auch: Priesterseminar

[Bearbeiten] Bekannte Absolventen

[Bearbeiten] Literatur

  • Das "Frintaneum" in Wien und seine Absolventen aus den Kirchenprovinzen Wien, Salzburg und Görz (1816-1919). Ein biographisches Lexikon. Hg. von von Karl H. Frankl, Peter G. Tropper, Wien 2006. ISBN 978-3-7086-0250-9
  • Bericht über das K u. K Weltpriester-Bildungs-Institut zum Hl. Augustin (Frintaneum) in Wien. Jährlicher Bericht von 1904 bis 1918
  • Walter Goldenits: Das höhere Priester-Bildungsinstitut für Weltpriester zum hl. Augustin in Wien oder "Das Frintaneum" bzw. "Das Augustineum". Dissertation, Univ. Wien 1969
  • Franz Loidl: Geschichte des Erzbistums Wien. Herold, Wien 1983. ISBN 3-7008-0223-4

[Bearbeiten] Weblinks

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