Frisland

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Frisland auf einer Karte des Gerardus Mercator 1623 (Ausschnitt)
Karte von Nicolo Zeno, 1558

Frisland (auch: Frißland, Frischlant, Friesland, Freezeland, Frislandia, und Fixland) ist eine Phantominsel, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts etwa 100 Jahre lang auf beinahe allen Karten des Nordatlantiks verzeichnet war und fast so groß wie Island sein sollte.

Der Venezianer Nicolò Zeno (1515 bis 1565) verfertigte aus den zu seiner Zeit vorhandenen, nur teilweise realistischen Karten (Olaus Magnus’ Karte, eine ergänzte Ptolemäus-Karte) mit großer Phantasie, aber ohne eigene Ortskenntnis und Erfahrung seine eigene Version des atlantischen Nordmeers. Diese als Zeno-Karte in die Geschichte eingegangene Karte gab er als Jahrzehnte jüngeres Ergebnis der Reisen seiner Vorfahren aus.

Die aus seiner Phantasiekarte immer wieder übernommene Phantominsel Frisland führte jahrhundertelang zu weiteren Verwirrungen. So nahm Martin Frobisher 1578 anstelle Grönlands „West-Friseland“ für die englische Königin Elisabeth I. in Besitz, da er sich auf seine Mercator-Karte verließ, die ebenfalls Zenos Frisland verzeichnet hatte.

Kartenbeispiele[Bearbeiten]