Frittenbude (Band)

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Frittenbude
Frittenbude.svg
Johannes Rögner von Frittenbudeauf dem Juicy Beats 2010
Johannes Rögner von Frittenbude
auf dem Juicy Beats 2010
Allgemeine Informationen
Genre(s) Elektropunk, Electronic, Rap
Gründung 2006
Website www.schandenschmuck.de
Aktuelle Besetzung
Martin Steer
Johannes Rögner
Jakob Häglsperger
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Katzengold
  DE 57 11.06.2010 (1 Wo.) [1]
Delfinarium
  DE 14 25.05.2012 (… Wo.) [1]
  DE Indie 17 25.05.2012 (… Wo.)
  AT 23 25.05.2012 (… Wo.)
  CH 99 27.05.2012 (… Wo.)
[1]

Frittenbude ist eine deutsche Elektropunk-Band aus Geisenhausen, deren Mitglieder mittlerweile in Berlin wohnen[2]. Bekannt wurde die Band durch Remixes anderer Bands. Sie setzt sich stark gegen rechtsextreme Gewalt ein, unter anderem durch Unterstützung linksautonomer Antifa-Gruppen, bezeichnet sich aber als „nicht so extrem antideutsch“.[3] Sie steht beim Plattenlabel Audiolith unter Vertrag.[4]

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Johannes Rögner von Frittenbude auf dem Juicy Beats 2010

Die Band wurde 2006 während einer Autofahrt zum Pfingst-Open-Air Passau gegründet. Weil das Autoradio nicht funktionierte, begannen die späteren Bandmitglieder zu eigenen Beats zu singen und zu rappen.[5] Zu Beginn der Karriere wurde das Trio primär durch Remixe von Titeln der Bands Kettcar und Plemo & Rampue bekannt.[6]

Im Jahr 2008 veröffentlichten sie ihr Debütalbum Nachtigall. Auf diesem befinden sich 14 Songs, welche oft humorvolle Texte haben. Einige Stücke sind auch gesellschaftskritisch (z. B. Mindestens in 1000 Jahren). Oft geht es jedoch um den Besuch von Diskotheken und das Nachtleben (z. B. Die Nacht oder Pandabär). Trotz einiger politischer Texte bezeichnen sich die Bandmitglieder nicht als „politische Aktivisten“, obwohl sie bei Demonstrationen und anderen Veranstaltung politisch mitwirken und aktiv für diese werben.[7] Als erste Singleauskopplung wurde „Pandabär“ publiziert, gefolgt von „Mindestens in 1000 Jahren“, „Electrofikkkke“ und im September 2009 „Das Licht“.[8][9] Nach dem großen Erfolg insbesondere mit Mindestens in 1000 Jahren spielte die Band auf Festivals wie dem Immergut Festival, dem Melt!,[10] dem Juicy Beats,[11] dem Rocken am Brocken[12] und dem Taubertal-Festival.[13]

In ihrer Anfangszeit wurden Frittenbude insbesondere durch Remixe bekannt. Eine Besonderheit dabei ist, dass Frittenbude hierbei nicht nur – wie für Remixe üblich – die Instrumentalisierung abändern, sondern auch die Texte. So heißt z. B. ein Remix des Songs Graceland von Kettcar nicht mehr Graceland, sondern Raveland. Meist dienen diese Änderungen dazu, den Text humorvoller zu gestalten. In einigen Fällen wird aber auch eine politische Aussage hinzugefügt oder eine vorhandene verstärkt:

„Was kostet ein Soldat?
Und am nächsten Tag sein Grab?“

Supershirt (Ach so egal - Frittenbude Remix)

„Wir haben euch was mitgebracht. (Bass, Bass, Bass)
Fürs Nazi- und Faschistenpack gibts Hass, Hass, Hass!“

Egotronic – Raven gegen Deutschland (Indiefresse – Frittenbude Remix)

Einige Kritiker bemängeln die große Ähnlichkeit zu Gruppen wie Mediengruppe Telekommander oder Deichkind.[3]

Nach Beendigung der „Schande kennt keine Heimat“-Tour begann die Band mit der Arbeit an ihrem zweiten Album Katzengold. Dieses erschien nach Veröffentlichung der Single Und täglich grüßt das Murmeltier (30. April 2010) am 28. Mai 2010 wie bereits Nachtigall bei Audiolith.[14] Der Stil von Nachtigall wird weitestgehend fortgesetzt, insgesamt sind die Lieder auf Katzengold etwas ruhiger. Die Limited Edition von Katzengold beinhaltet neben dem normalem Album auch das Plörre-Remix Album, eine Sammlung bisher erschienener Remixe von Frittenbude, unter anderem für Kettcar, Egotronic und Supershirt. Mit Platz 57 gelang Frittenbude erstmals der Sprung in die Deutschen Album Top 100 Charts.[15]

Im Sommer 2010 trat die Band wieder auf verschiedenen Festivals, unter anderem dem Melt, dem Hurricane und dem Southside auf. Beim Hurricane Festival in Scheeßel war der Andrang im Festivalzelt so unerwartet groß, dass der Auftritt aus Sicherheitsgründen abgebrochen wurde. Dafür spielte die Band einen Überraschungsgig in Hamburg und hatte für das Hurricane-, Southside- und Taubertal Festival 2011 zugesagt.

Ihren Auftritt beim Chiemsee Reggae Summer 2011 sagten sie aus Protest gegen den Auftritt des für homophobe Liedtexte bekannten Künstlers Capleton ab.[16]

Das dritte Album der Band trägt den Namen Delfinarium und ist am 11. Mai 2012, ebenfalls bei Audiolith, erschienen.[17]

Nebenprojekte[Bearbeiten]

  • Martin Steer ist Sänger und Gitarrist der 2004 gegründeten Band pandoras.box. Steer ist außerdem unter dem Pseudonym Midimúm aktiv.
  • Jakob Häglsperger ist als Solo-Künstler Kalipo (früher JA!KOB oder Das Basslaster) aktiv.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 2008: Nachtigall
  • 2010: Katzengold
  • 2012: Delfinarium

Singles[Bearbeiten]

  • 2008: Pandabär
  • 2008: Mindestens in 1000 Jahren
  • 2009: Electrofikkkke
  • 2009: Das Licht
  • 2009: Nach Fest kommt Fest / Steven Seagull (Doppelsingle)[18]
  • 2010: Und täglich grüßt das Murmeltier
  • 2010: Bilder mit Katze
  • 2012: Einfach Nicht Leicht
  • 2012: Wings
  • 2012: Zeitmaschinen aus Müll / Nicht alles Gold

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2012 gewann die Gruppe die 1 Live Krone als bester "Plan B-Act"

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frittenbude – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Chartverfolgung Deutschland
  2. Interview mit Martin Steer
  3. a b Interview mit Frittenbude
  4. Frittenbude auf audiolith.net
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBayrischer Rundfunk. 28. Januar 2013, abgerufen am 29. Mai 2013.
  6. Kettcar VS Frittenbude auf c-o-pop.de
  7. Interview mit Straßen aus Zucker
  8. Diskografie bei Audiolith Records
  9. Frittenbude auf MySpace
  10. Finally melt again… auf frittenbude.blogsport.de
  11. Frittenbude auf juicybeats.net
  12. Festivalbands 2009 auf rocken-am-brocken.de
  13. Festivalprogramm 2009 auf taubertal-festival.com
  14. Die Platte auf frittenbude.blogsport.de
  15. musicline.de, Chartverfolgung von Frittenbude
  16. [1], Absage des Auftritts beim Chiemsee Reggae Summer 2011
  17. Mitteilung auf audiolith.net (abgerufen am 13. März 2012)
  18. Doppelsingle auf frittenbude.blogsport.de