Fritto misto

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Verkauf von frittierten Fischen, Italien, frühes 19. Jahrhundert

Fritto misto (italienisch für „gemischtes Frittiertes“) ist ein Gericht der italienischen Küche, das keiner bestimmten Region zuzuordnen ist.

An der Küste versteht man darunter meist Fritto misto di pesce, bei dem kleine ganze Fische wie Sardellen und junge Seebarben, Garnelen und in Ringe geschnittene kleine Tintenfische in Mehl gewälzt und kurz frittiert werden. Serviert wird Fritto misto di pesce mit Zitrone und Petersilie.

Fritto misto di verdura besteht aus vorgegarten Gemüsestücken von zum Beispiel Blumenkohl, Pilzen, Staudensellerie, grünen Bohnen und Zucchini, die in einen Backteig aus Mehl, Wasser und Eischnee getaucht und ebenfalls frittiert werden.

In Rom wird Fritto misto noch heute von Straßenverkäufern angeboten, dabei handelte es sich laut Ada Boni früher entweder um frittiertes Gemüse oder um Innereien. Eine besondere Variante sind die stecchi in Bologna, die aus kleinen frittierten Spießen mit Kalbsbries, Geflügelleber, Zunge, Käse und Trüffel bestehen.[1]

Das Gericht ist unter verschiedenen Namen überall am Mittelmeer verbreitet und wird in Spanien, Portugal, Südfrankreich und Italien leicht variiert. Durch portugiesische Missionare gelangte es angeblich nach Japan, wo es – angepasst an die Landesküche – als Tempura bekannt ist.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Gillian Riley, The Oxford Companion to Italian Food, Oxford 2007, Artikel Fritto misto
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