Fritz Büchtger

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Fritz Büchtger (* 14. Februar 1903 in München; † 26. Dezember 1978 in Starnberg) war ein deutscher Komponist.

Büchtger studierte an der Musikakademie von München bei Eberhard Schwickerath, Hermann Wolfgang von Waltershausen und Anton Beer-Walbrunn.

Im März 1927 gründete er mit den jungen Pianisten Udo Dammert und Franz Dorfmüller, zu denen später noch Carl Orff, Werner Egk und weitere Künstler stießen, die Vereinigung für zeitgenössische Musik, die etwa einhundertsiebzig Werke zeitgenössischer Komponisten in München zur Aufführung brachte. Unter der Leitung Büchtgers und dem als geistigem Führer wirkenden Dirigenten Hermann Scherchen (1891–1966) führte diese Einrichtung bis zu ihrem Ende 1932 neben der Vielzahl von Einzelkonzerten insbesondere vier Festwochen für Neue Musik auf.[1]

1948 wurde Büchtger Leiter des Studios für Neue Musik und der Jugendmusikschule in München. Seit 1963 war er Präsident der deutschen Sektion der Jeunesses musicales. Er organisierte in den drei Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zehn Musikfestivals und etwa siebenhundert Konzerte, in denen zweitausendachthundert Werke moderner Musik vorgestellt wurden.

Neben einer Oper, einem Orchesterkonzert und einem Violinkonzert komponierte Büchtger drei geistliche Oratorien, Kirchenkantaten, Marienhymnen, Chormusik und Liederzyklen.

1977 erhielt er den Schwabinger Kunstpreis.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Münchner Waldfriedhof.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe Weblink Gabriele E. Meyer: Neue Musik-Wochen in München, 1929-1931 Gründung der „Vereinigung für zeitgenössische Musik“ (BLO Historisches Lexikon Bayerns)