Fritz Bohla

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Fritz Bohla (* 11. Januar 1948 in Krostitz) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer. Für Energie Cottbus und den 1. FC Union Berlin spielte er in der höchsten DDR-Fußballklasse, der Oberliga. Als Trainer führte er Energie Cottbus ebenfalls in die DDR-Oberliga.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Fußballspieler[Bearbeiten]

Bohla begann seine sportliche Laufbahn als zehnjähriger Fußballspieler bei Traktor Krostitz, der Betriebssportgemeinschaft (BSG) der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) in seinem nördlich von Leipzig gelegenen Heimatort Krostitz. Als 16-Jähriger wurde er 1964 zum SC Leipzig delegiert, wo er zunächst in der Juniorenmannschaft spielte. Im Januar 1966 wurde er in den aus dem Sportklub ausgegründeten 1. FC Lokomotive Leipzig übernommen und in der Oberliga-Reservemannschaft eingesetzt. In der Saison 1967/68 wurde er zum Mannschaftskapitän gewählt.

Im Sommer 1968 wechselte Bohla zur BSG Energie Cottbus und spielte dort in der zweitklassigen DDR-Liga. Zwischen 1971 und 1974 war er Soldat der „Nationalen Volksarmee“ der DDR und spielte in dieser Zeit für den DDR-Ligisten Vorwärts Cottbus Fußball. Anschließend kehrte Bohla zu Energie Cottbus zurück und erreichte nach der Saison 1974/75 den Aufstieg in die Oberliga. Mit 28 Einsätzen in den insgesamt ausgetragenen 22 Punkt- und acht Aufstiegsspielen hatte er wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen. In der Oberligasaison 1975/76 bestritt er als Libero alle 26 Punktspiele, konnte aber nicht verhindern, dass Energie nach nur einer Spielzeit weit abgeschlagen wieder absteigen musste.

Um weiter in der Oberliga spielen zu können, schloss sich Bohla im Juli 1976 dem Oberligaaufsteiger 1. FC Union Berlin an. Dort übernahm er vom ersten Spieltag an wieder die Position des Liberos und absolvierte erneut sämtliche Punktspiele sowie die drei Pokalspiele der Unioner. Wegen anhaltender Kniebeschwerden, die auch durch Operationen nicht behoben werden konnten, musste der 30-jährige Bohla im Laufe des Jahres 1978 seine Laufbahn als Fußballspieler beenden, ohne noch einmal in der Oberliga eingesetzt zu werden.

Fußballtrainer[Bearbeiten]

Bohla blieb zunächst beim 1. FC Union und wurde Assistenztrainer der Oberligamannschaft. 1980 verließ er Berlin und übernahm zur Saison 1980/81 das Training des drittklassigen Bezirksligisten Robur Zittau, den er 1981 für ein Jahr in die DDR-Liga führte. Zwischen 1983 und 1984 bekleidete Bohla die Funktion des Bezirkstrainers beim Fußball-Bezirksfachausschuss Cottbus. Im Oktober 1984 wurde Bohla, der die Qualifikation eines Diplomsportlehrers hatte, das Amt des Cheftrainers bei Energie Cottbus übertragen. Die Cottbuser spielten noch immer in der DDR-Liga, Bohla gelang es aber, die Mannschaft 1986 erneut in die Oberliga zu führen. Zwar stieg Energie nach einem Jahr erneut ab, schaffte aber unter Bohla den sofortigen Wiederaufstieg, und es gelang Bohla, Cottbus in den folgenden Spielzeiten in der Oberliga zu halten. Erst als Energie im Herbst 1990 mit nur drei Siegen aus elf Spielen einen enttäuschenden Saisonstart absolvierte und sich die Spieler gegen den Trainer auflehnten, wurde Bohla entlassen.

In der Saison 1991/92 übernahm Bohla den Drittligisten Tennis Borussia Berlin, mit dem er in der Oberliga Berlin den 4. Platz erreichte. Anschließend war er für mehrere Jahre nicht im höherklassigen Fußball tätig, erst im Januar 1997 übernahm er mit Wacker Nordhausen wieder einen Drittligisten, den er aber 1998 nicht vor dem Abstieg bewahren konnte. Seine letzte Station als Fußballtrainer war in der Saison 1998/99 der Regionalligist Lok Altmark Stendal, mit dem er am Saisonende Rang 12 unter 18 Mannschaften erreichte. Danach wandte sich Bohla vom Fußball ab, kehrte erneut nach Cottbus zurück und wurde bis 2006 Manager des Lausitzer Handballclubs.

Literatur[Bearbeiten]