Fritz Freitag (Offizier)

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Oberführer der Waffen-SS Fritz Freitag (1942)

Fritz Freitag (* 28. April 1894 in Allenstein; † 10. Mai 1945 bei Graz, Steiermark) war ein deutscher Offizier, zuletzt SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS und Polizei.

Leben[Bearbeiten]

Freitag war der Sohn eines Eisenbahn-Obersekretärs. Er beendete seine Schullaufbahn in seiner Heimatstadt mit dem Abitur und trat am 1. April 1914 in das Grenadier-Regiment „Kronprinz“ (1. Ostpreußisches) Nr. 1 der Preußischen Armee ein. Diesem Regiment gehörte Freitag dem gesamten Ersten Weltkrieg über an. Zuletzt bekleidete er den Dienstgrad als Leutnant der Reserve und hatte für seine Leistungen neben beiden Klassen des Eisernen Kreuzes auch das Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern sowie das Österreichische Militärverdienstkreuz III. Klasse erhalten.

Nach Ende des Krieges wechselte er in ein Freikorps. 1920 trat er dann in den Polizeidienst ein und war zuletzt Oberstleutnant der Schutzpolizei. Am 1. Mai 1933 trat Freitag in die NSDAP (Mitglieds-Nr. 3052501) ein. Zum 1. September 1940 folgte sein Eintritt in die Schutzstaffel (Mitglieds-Nr. 393266), wo er im April 1944 zum SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS und Polizei aufstieg. 1941 diente er bereits im Kommandostab Reichsführer SS, von wo aus er als Kommandeur zur Waffen-SS wechselte. Er kommandierte u. a. die 8. SS-Kavallerie-Division „Florian Geyer“ und die 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division. Freitag führte von 1943 bis Kriegsende, mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 1944, als Kommandeur die 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1). Am 30. April 1942 war er mit dem Deutschen Kreuz in Gold sowie am 30. September 1944 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden.[1]

Am 8. Mai 1945 geriet er bei Radstadt in britische Kriegsgefangenschaft und wurde in ein US-amerikanisches Kriegsgefangenenlager bei Graz verbracht, wo er wegen möglicher Überstellung in die Sowjetunion am 10. Mai 1945 Suizid beging.

Literatur[Bearbeiten]

  • Veit Scherzer: Himmlers militärische Elite. Die höchst dekorierten Angehörigen der Waffen-SS. Eine Auswertung nach den Akten des Bundesarchivs und des National Archive der USA. Band 1: A–Ka. Verlag Veit Scherzer, Bayreuth 2014, ISBN 978-3-938845-26-4, S. 315.
  • Samuel W. Mitcham, Jr.: The German Defeat in the East, 1944–45. 2007, ISBN 0-8117-3371-8, S. 73ff. (Online).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 318.