Fritz Klemm

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Fritz Klemm (* 14. August 1902 in Mannheim; † 17. Mai 1990 in Karlsruhe) war ein deutscher Maler. Er lehrte als Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

Leben[Bearbeiten]

Fritz Klemm studierte nach einer Lehrerausbildung zwischen 1922 und 1925 an der Badischen Landeskunstschule in Karlsruhe u.a. bei dem Maler Ernst Gustav Würtenberger und bei Professor August Groh. 1948 kehrte er an seinen Ausbildungsort als Lehrkraft zurück und leitete an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe eine Werkklasse. Fünf Jahre darauf wurde er zum Professor ernannt, 1970 emeritiert.

In seinen zwei letzten Lebensjahrzehnten widmete sich Klemm ausschließlich der Malerei und der Collage. Am 17. Mai 1990 starb Fritz Klemm ein Jahr nach seiner Frau Antonia, Gräfin von Westphalen. Sie lernte Klemm noch in der Badischen Landeskunstschule kennen. Aus der Ehe gingen vier Töchter und zwei Söhne hervor. Seine zweite Tochter Barbara Klemm überführte das künstlerische Erbe ihrer Eltern in die Fotografie. Sie war zwischen 1970 und 2004 Redaktionsfotografin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und gehört zu den bedeutendsten deutschen Fotografen des 20. und 21. Jahrhunderts. Heute ist sie Honorarprofessorin an der Fachhochschule Darmstadt.

Künstlerisch beschritt Fritz Klemm einen ganz eigenen Weg. Nach realistischen Arbeiten der Lehrzeit wechselte er Ende der sechziger Jahre zu Gouache auf Papier. Bekannt wurde er durch seine ausgereifte Caparoltechnik. Aufgrund des dicken Farbauftrags und der körnigen Konsistenz der Caparolfarbe erhalten diese Bilder einen Wand- bzw. Putzcharakter. Damit gewinnen sie an ungewohnter rauer Plastizität. Zeitlebens experimentierte Klemm mit Materialien, welche meist collagiert zusammentreten. Thematisch durchziehen Wald-, Wand- und Fensterdarstellungen sein gesamtes Werk. Der Mensch rückt als wahrnehmendes Rezipient zurück und tritt allein in Selbstporträts schematisch wieder auf.

Preise und Ehrungen[Bearbeiten]

  • 1983 - Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland
  • 1984 - Max-Lütze-Medaille des Familienverbandes Lütze e.V.
  • 1987 - Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-Württemberg

Ausstellungen[Bearbeiten]

  • 1951 Beteiligung an einer Gruppenausstellung der Freien Darmstädter Künstlervereinigung
  • 1972/73 Erste Einzelausstellung in der Galerie Edition Schneider in Karlsruhe
  • 1976 Retrospektive zum 74. Geburtstag des Künstlers
  • 1978 Ausstellung im Mannheimer Kunstverein
  • 1985 Ausstellung im Badischen Kunstverein Karlsruhe
  • 1987 Werkschau in Bernau
  • 1989 Einzelwerke ausgestellt auf den Messen in Frankfurt und Köln
  • 1990-93 Retrospektive zum Tod des Künstlers (Wanderausstellung: Kunsthalle Karlsruhe, Staatlichen Museen Kassel - Neue Galerie, Städtischen Galerie)
  • 1993 Galerieausstellung in Freiburg
  • 2002-04 Werkschau zum 100. Geburtstag des Künstlers (Wanderausstellung: Mannheimer Kunsthalle, Kunstmuseum Wiesbaden, Lindenau Museum in Altenburg, EnBW Energie Baden-Württemberg in Karlsruhe, Museum Goch)
  • 2006 Ausstellung in der Galerie von Albert Baumgarten
  • 2007 Gemeinschaftsausstellung Barbara Klemm Fritz Klemm im Kupferstich-Kabinett Dresden
  • 2007 Ausstellung in der Galerie Dittmar in Berlin

Literatur[Bearbeiten]

  • Eva Studinger: Fritz Klemm. Leben und Werk. Diss. 2000. http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/629/
  • Barbara Klemm: Fritz Klemm. Photographien Gemälde Zeichnungen. hrsg. vom Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, mit Beiträgen von Hans-Ulrich Lehmann, Heinrich Wefing und Ulrike Westphal, Deutsche Kunstverlag, München / Berlin 2007

Weblinks[Bearbeiten]