Fritz Krüger (Romanist)

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Fritz Krüger (* 7. Dezember 1889 in Spremberg; † 17. August 1974 in Mendoza) war ein deutscher Romanist und Hispanist.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Krüger promovierte 1911 in Gießen bei Dietrich Behrens mit Sprachgeographische Untersuchungen im Languedoc und Roussillon (Hamburg 1911 und Revue de Dialectologie Romane 4, 1912, S. 1-15 und 5, 1913, S. 1-88) und publizierte dann Studien zur Lautgeschichte westspanischer Mundarten : auf Grund von Untersuchungen an Ort und Stelle; mit Notizen zur Verbalflexion und zwei Übersichtskarten (Hamburg 1914). Wegen des Weltkriegs habilitierte er sich erst 1919 (in Hamburg bei Bernhard Schädel).

1924 wurde er in Hamburg außerordentlicher Professor und 1927 als Nachfolger von Schädel ordentlicher Professor für romanische Philologie. Im November 1933 gehörte er zu den Unterzeichnern des Bekenntnisses der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat. Er wurde am 1. Mai 1937 Mitglied der NSDAP.[1]

1945 verließ er Deutschland und wurde Professor an der Universidad Nacional de Cuyo, Mendoza (Argentinien) und Direktor des dortigen Instituto de Lingüística. Krüger war korrespondierendes Mitglied der Real Academia Española.

Weitere Werke[Bearbeiten]

  • El dialecto de San Ciprián de Sanabria : monografía leonesa, Madrid 1923.
  • Einführung in das Neuspanische, Leipzig 1924.
  • Die Hochpyrenäen, 6 Bde., Hamburg 1936-39.
  • El léxico rural del Noroeste ibérico, Madrid 1947.
  • El mobilario popular en los países románicos, 3 Bde., Coimbre 1959-1963.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frank-Rutger Hausmann: Auch eine nationale Wissenschaft? Die deutsche Romanistik unter dem Nationalsozialismus, in: Romanistische Zeitschrift für Literaturgeschichte 22, 1998, S. 262 (Sonderdrucke aus der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg).