Fritz Kuhn

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Dieser Artikel behandelt den Politiker der Bündnis 90/Die Grünen. Für den Nationalsozialisten siehe Fritz Julius Kuhn, für den Bobfahrer siehe Friedrich Kuhn.
Fritz Kuhn (2006)

Fritz Kuhn (* 29. Juni 1955 in Bad Mergentheim) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Er war von 2005 bis 2009 Vorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und von 2000 bis 2002 Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Beruf

Fritz Kuhn wuchs in Memmingen auf. Als Schüler des dortigen Bernhard-Strigel-Gymnasiums engagierte sich Kuhn politisch u. a. bei den Memminger Jusos in der SMV und als Schulsprecher. Nachdem der damalige Oberbürgermeister Johannes Bauer einem Dramaturgen des Memminger Theaters im Herbst 1973 gekündigt hatte, war Kuhn an der Organisation einer großen Demonstration beteiligt.

Nach dem Abitur 1974 in Memmingen absolvierte Kuhn ein Studium der Germanistik und Philosophie in München und Tübingen, das er 1980 als Magister Artium mit dem Schwerpunkt Linguistik beendete. Anschließend war er von 1981 bis 1984 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Berater tätig. Von 1989 bis 1992 arbeitete Kuhn als Professor für sprachliche Kommunikation an der Merz Akademie in Stuttgart.

Fritz Kuhn ist mit der ehemaligen Landtagsabgeordneten Waltraud Ulshöfer verheiratet, hat zwei Söhne und wohnt seit 2001 in Berlin-Frohnau.

[Bearbeiten] Politische Tätigkeit

Kuhn wurde als Student Mitglied der SPD, die er aber 1978 wegen der Politik Helmut Schmidts verließ. 1980 gehörte er dann zu den Gründungsmitgliedern der Grünen in Baden-Württemberg. Von 1991 bis 1992 war er deren Sprecher im Geschäftsführenden Landesvorstand. Von 1984 bis 1988 sowie von 1992 bis 2000 gehörte Kuhn dem Landtag von Baden-Württemberg an und war hier in dieser Zeit auch jeweils Vorsitzender der Landtagsfraktion der Grünen. Nach der Bundestagswahl 1998 gehörte er zur Delegation der Grünen bei den Koalitionsverhandlungen mit der SPD.

Von Juni 2000 bis Dezember 2002 war Kuhn zunächst gemeinsam mit Renate Künast und ab März 2001 mit Claudia Roth Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist stets über die Landesliste Baden-Württemberg in den Bundestag eingezogen. Im Bundestag leitete er zunächst die Fraktionsarbeitsgruppe Wirtschaft und Arbeit und war anschließend von Februar bis Oktober 2005 außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Im Wahlkampf für die Bundestagswahl 2005 war Kuhn der Wahlkampfmanager der Bundespartei. Er gehörte dem Parteirat der Grünen an, scheiterte allerdings 2008 mit seiner Kandidatur und schied daher aus dem Gremium aus.[1] Am 27. September 2005 wurden Kuhn und Renate Künast zu den Vorsitzenden der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen gewählt. Nach der Bundestagswahl 2009 kandidierte er nicht mehr für dieses Amt.

[Bearbeiten] Literatur

  • Munzinger Internationales Biographisches Archiv 02/2006 vom 14. Januar 2006 (la)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Fritz Kuhn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Fritz Kuhn – in den Nachrichten

[Bearbeiten] Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Grünen-Parteitag: Kuhn scheitert bei Wahl des Parteirats
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