Fritz Schaper

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Dieser Artikel behandelt den Bildhauer. Zum gleichnamigen Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus siehe Fritz Schaper (Politiker)
Der Bildhauer Fritz Schaper in seinem Atelier, 1909. Foto von Marta Wolff.
Goethe-Denkmal im Berliner Tiergarten, 1880
Gauß-Statue in Braunschweig
Lutherdenkmal am östlichen Anger in Erfurt
Reliefbildnis Eduard Grell, Magistrat der Stadt Berlin, 1886
Reiterstandbild Großfürst Ludwig IV. in Darmstadt, 1898
Friedrich Emil Rittershaus-Denkmal in Wuppertal

Fritz (Friedrich) Schaper (* 31. Juli 1841 in Alsleben (Saale); † 29. November 1919 in Berlin) war ein Bildhauer des ausgehenden 19. Jahrhunderts und ein Vertreter der Berliner Bildhauerschule.

Leben[Bearbeiten]

Nach einer Steinmetz-Lehre in Halle ging er zur weiteren Ausbildung 1859 nach Berlin und besuchte dort zwei Jahre die Akademie. Nach Mitarbeit bei Albert Wolff machte er sich dort 1867 mit eigener Werkstatt selbstständig. Daneben war er von 1875 bis 1890 als Professor und Leiter des Aktsaales für Bildhauerei an der Akademie der Künste tätig. Er war sehr produktiv im Schaffen als Künstler, der stets darum bemüht war, sich an seinem großen Vorbild Christian Daniel Rauch zu orientieren.

Ab 1880 war Schaper Mitglied der Akademie der Künste, ab 1881 Mitglied ihres Senats. Er war außerdem Ehrenmitglied u.a. der Akademien in München und Dresden. Schaper gehörte zu den Unterzeichnern des Aufrufs An die Kulturwelt vom 4. Oktober 1914.

Fritz Schaper war der Großvater der Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann. Schaper bekam ein Berliner Ehrengrab auf dem Friedhof IV der Gemeinde Jerusalems- und Neue Kirche in der Bergmannstraße in Kreuzberg.

Schüler[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Der große Kurfürst in Fehrbellin, 1902. Gestiftet von Kaiser Wilhelm II


außerdem

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen über das Goethe-Denkmal in Berlin, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Literatur[Bearbeiten]

  • Jutta von Simson: Fritz Schaper. 1841–1919. Prestel, München 1976, ISBN 3-7913-0090-3 (Berliner Bildhauer. 1 = Materialien zur Kunst des neunzehnten Jahrhunderts. 19).
  • Peter Bloch, Waldemar Grzimek: Das klassische Berlin. Die Berliner Bildhauerschule im neunzehnten Jahrhundert. Propyläen-Verlag u. a., Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-549-06631-7 (Durchgesehene Ausgabe. Gebr. Mann, Berlin 1994, ISBN 3-7861-1767-5).
  • Peter Bloch, Sibylle Einholz, Jutta von Simson (Hrsg.): Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914. 2 Bände (Bd. 1: Ausstellungskatalog; Bd. 2: Beiträge mit Kurzbiographien Berliner Bildhauer). Gebr. Mann, Berlin 1990, ISBN 3-7861-1597-4 (Bd. 1), ISBN 3-7861-1598-2 (Bd. 2), (Zur Ausstellung der Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz vom 19. Mai bis 29. Juli 1990 im Hamburger Bahnhof).
  • Alfred Etzold: Der Dorotheenstädtische Friedhof. Die Begräbnisstätten an der Berliner Chausseestraße. Mit Fotos von Wolfgang Türk. Links, Berlin 1993, ISBN 3-86153-058-9.
  • Uwe Hinkfoth (Hrsg.): Fritz Schaper, die Wiederentdeckung des Denkmals. Katalogbuch zur Ausstellung im Museum Goch, 30. Juli bis 3. September 2000. Museum Goch, Goch 2000, ISBN 3-926245-47-6.
  • Jutta von Simson: Schaper, Hugo Wilhelm Friedrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 22, Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 562 f. (Digitalisat).
  • Dagmar Frings, Jörg Kuhn: Die Borchardts. Auf den Spuren einer Berliner Familie. Hentrich & Hentrich, Berlin 2011, ISBN 978-3-942271-17-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fritz Schaper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien