Fritz Usinger

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Fritz Usinger (* 5. März 1895 in Friedberg, Hessen; † 9. Dezember 1982 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller, Lyriker, Essayist und Übersetzer.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Fritz Usinger Germanistik, Romanistik und Philosophie. 1913 lebte er in München und lernte dort Hans Schiebelhuth, Karl Wolfskehl, Emil Preetorius und Ernst Moritz Engert kennen. 1914 setzte er sein Studium in Heidelberg und Gießen fort. Von 1915 bis 1918 war er Soldat im Ersten Weltkrieg. Danach war er als Redakteur in Metz tätig. Dort befreundete er sich mit Carlo Mierendorff und Theodor Haubach, die ihn einluden, bei der Zeitschrift Die Dachstube mitzuarbeiten. Im Verlag der Dachstube erschienen seine ersten Gedichtbände Der ewige Kampf (1918) und Große Elegie (1920). 1918 nahm Usinger sein Studium in Gießen wieder auf und promovierte dort. Nach dem Referendariat an der Justus-Liebig-Schule in Darmstadt, unterrichtete er als Studienrat an Höheren Schulen in Bingen, Mainz, Offenbach am Main und Bad Nauheim. Während dieser Zeit sind zahlreiche Gedichtbände und Essaysammlungen entstanden.

Ab 1949 war er freier Schriftsteller tätig. Usinger gehörte 1949 zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1953 bis 1965 war er Mitglied der Jury und bis 1966 einer der Vizepräsidenten der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich Usinger sehr für seinen ehemaligen Freundeskreis um Die Dachstube ein und gab Werksammlungen von Hans Schiebelhuth und Carlo Mierendorff heraus. Zu seinem 80. Geburtstag fand 1975 eine umfangreiche Ausstellung über Leben und Werk in der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt (heute: Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt) im Schloss statt.

Usinger lebte bis zu seinem Tod in seiner Geburtsstadt Friedberg. Er starb im Dezember 1982 im Alter von 87 Jahren.

Ehrungen[Bearbeiten]

Werk[Bearbeiten]

Usinger veröffentlichte zehn Gedichtbände, zuletzt, 1962, Der Stern Vergeblichkeit. Außerdem behandelte er unterschiedliche Themen in seinen vierzehn Bänden Essays. Sein Essayband Geist und Gestalt enthält weltanschauliche und kulturkritische Aufsätze, die teilweise völkisch gefärbt sind.

  • Der ewige Kampf, Darmstadt 1918.
  • Große Elegie, Darmstadt 1920.
  • Geist und Gestalt. Dessau: Rauch 1939. (Essays)

Literatur[Bearbeiten]

  • Artikel Fritz Usinger, in: Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 935.
  • Fritz Usinger – Leben und Werk, Ausstellung der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek, Darmstadt 1975.
  • Hagen Siegfried: Fritz Usinger. Endlichkeit und Unendlichkeit, Bonn 1973.

Weblinks[Bearbeiten]